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Dr. h.c. Joachim Gauck, ein Saubermann mit Dreck am Stecken

Gießen | Über einige Details seiner Vergangenheit möchte Gauck heute gerne den Mantel des Schweigens breiten. Im Sommer 1990 hat er sich mit seinen eigenen persönlichen Akten stundenlang alleine im Rostocker Bezirksarchiv beschäftigt (vgl. Spiegel 17/91), ein Vorgang, den der damalige Innenminister Diestel als „eindeutig illegal und rechtswidrig“ bezeichnete.
Kaum einer weiß, daß er seinen guten Beziehungen zum Ministerium für Staatssicherheit (MfS) manche Privilegien verdankte: Seine beiden Söhne durften in die BRD übersiedeln und konnten jederzeit wieder die DDR besuchen; Gauck selbst durfte ebenfalls aus diesem Anlaß in den Westen. Und auf seinen Wunsch hin wurde für seine persönlichen Zwecke ein VW Transporter importiert.
Ähnliches bestätigte auch die „Welt“, die am 23.4.91 über ein 90minütiges Gespräch berichtete, das Gauck am 28.7.88 mit dem MfS-Mitarbeiter Terpe geführt hatte. Darin findet man dann solche Äußerungen von Gauck wie: „daß es dringend notwendig ist, die Attraktivität des Sozialismus entscheidend zu steigern“ und „die Bürger ein echtes Heimatgefühl entwickeln“ sowie „daß letzten Endes auch er versagt
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und nicht alles dafür getan habe, daß seine Kinder in der DDR blieben“. Ist es da noch notwendig hinzuzufügen, daß er nicht nur – bei einem konkreten Anlaß – zu weiteren Kontakten mit dem MfS bereit war, sondern abschließend selber fragte, ob er seinerseits, wenn er ein Problem habe, sich an das MfS wenden könne?
Opportunisten hat es immer gegeben, aber die Art dieses Saubermanns, der Privilegien einheimste und es sich in der DDR gemütlich machte, um dann zum Großinquisitor zu mutieren, ist schon perfide zu nennen. Mit größter Akribie wurden unter seiner Leitung alle, die irgendwie mit dem MfS zu tun hatten, angeprangert und verfolgt. Oft reichte ein Furz der Gauck-Behörde für eine Hexenjagd bis zur Vernichtung von Existenzen.
Dabei haben „Stasi“ und „IM“ nichts anderes getan als andere Geheimdienste auch, die einen im Dienste des Kapitals, die anderen für den Sozialismus. Im Gegenteil: verglichen mit Verfassungsschutz und BND waren sie Waisenknaben; und Nazi-Mörderbanden wurden von ihnen auch nicht gedeckt. Die Überwachung und Bespitzelung, die hier und heute praktiziert wird, ist um ein Vielfaches totaler, ausgeklügelter und teilweise kriminell.
Gauck hat im Dienste der Siegerjustiz geholfen, die „DDR zu delegitimieren“, wie es Innenminister Kinkel 1992 gefordert hat. Dafür hat er auch 1999 den Doktortitel verliehen bekommen: honoris causa, „ehrenhalber“, abschreiben brauchte er ihn nicht. (aus:Gießener Echo Januar 2012)

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 10:19 Uhr
Danke Michael für den interessanten Beitrag mit vielen Dingen, die mir und sicherlich auch vielen anderen so nicht bewusst waren.
94
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 18.02.2012 um 10:28 Uhr
Der richtige Moment für ein paar richtige Worte !!! Sehr gut !
289
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 10:57 Uhr
Ich bin sehr dankbar für diese Informationen! Wie wir heute und hier bespitzelt und überwacht werden, stellt alles in den Schatten. Wird heute wieder in Dresden bei der Anti-Nazi-Demo das gesamte Telefonnetz überwacht wie letztes Jahr? - Und anschließend gegen antifaschistische Pfarrer ermittelt?
Birgit Hofmann-Scharf
6.173
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 10:58 Uhr
Auch ich habe wieder einmal etwas (Wichtiges) dazu gelernt.
Danke für diesen Bericht.
Stellt sich dieser Herr Saubermann tatsächlich für die BP-Wahl, so muß er doch damit rechnen, dass diese, Ihre Info ebenfalls recht bald durch die Medien ging, somit der Allgemeinheit zugeführt würde
- und es müßte erneut ein Neuer her !?
Antje Amstein
5.853
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 12:47 Uhr
Würden sie dem Henker die Füße küssen? Ist es dann vorbei? Wird man privilegiert?

Ich muß wiedersprechen, Waisenknaben? Waisenknaben die ein Studienpflichtfach in Folter hatten, die systematisch Menschen zerstörten, kann man nicht einfach so verharmlosen!
Nazis wurden sehr wohl in der DDR gedeckt oder woher kommen die jetzt alle plötzlich?
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 13:22 Uhr
Herr Beltz, dass Sie die Gelegenheit benutzen, von Ihrem kommunistischen Misthaufen aus jetzt auf Herrn Gauck mit Dreck zu werfen, wundert mich nicht. Ihre Gesinnungsgenossen von der SED haben es ja genauso gemacht, um integere Leute zu diffamieren. Bestimmt hätten Sie es in Mielkes Truppe zu etwas gebracht.
Nur zur Information für alle Kommentatoren, die nicht wissen, wie das MfS mit kirchlichen Mitarbeitern umging - Gauck war Pfarrer in Rostock - sei gesagt: Wir wurden allesamt vom MfS überwacht. (Ich war übrigens ebenfalls kirchlicher Mitarbeiter und zu Gauck's Zeiten ebenfalls in Mecklenburg.) Regelmäßig wurden wir zu Gesprächen ein- oder vorgeladen, oder die Stasileute kamen zu uns in die Wohnung. Das hatte aber nichts damit zu tun, dass wir dem MfS Auskünfte gegeben oder gar zugearbeitet hätten. Im Gegenteil: In unseren Stasiakten konnten wir später nachlesen, wie wir sie oft genervt haben mit unseren kritischen oder kritisch-konstruktiven Äußerungen. Wenn ich gefragt worden wäre, wie ich die Flucht- und Ausreisebewegung in der DDR beurteile, hätte ich wahrscheinlich auch gesagt, dass ein wirklich attraktiver Sozialismus das hätte verhindern können. Übrigens gehörten viele kirchliche Mitarbeiter auch zu den "Reisekadern" und durften zu bestimmten Anlässen in den Westen reisen. Übrigens gehörte auch "Sudel-Ede" (Karl-Eduard von Schnitzler) dazu, obwohl er bekanntermaßen nicht für die Kirche, sondern für die kommunistische Verleumdungstruppe arbeitete. Er soll auch Westautos besessen haben ...
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 13:29 Uhr
Ein sehr guter Bericht! Kein Wunder dass es da negative Lesermeinungen gibt!
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 14:05 Uhr
Die DDR kann gewiss kritisiert werden wie andere Staaten auch: Folter in den USA, Bespitzelung hier, Syrien, Iran, Israel, Griechenland......
Eines ist sicher: Schon aus dem Interesse, ein sogenannter Rechtsstaat zu sein und die DDR delegitimieren zu können, wurde hier alles getan, um DDR-Unrecht zu ahnden. Von den 100.000 eingeleiteten Ermittlungsverfahren haben ganze 300 (0,3%) zu einer Verurteilung geführt. Darunter waren knapp 30.000 Verfahren gegen MfS-Mitarbeiter, aus denen 143 Anklagen entstanden, die mit 12 Geld- und 8 Haftstrafen endeten. Trotz aller Bemühungen gab es keine einzige Verurteilung wegen Zwangsadoption, Folter oder der anderen Greuelgeschichten. (Nachzulesen in Friedrich Wolff, Einigkeit und Recht. Die DDR und die deutsche Justiz. Berlin 2005)
Ich will die DDR nicht in allen Belangen verteidigen, man sollte aber möglichst objektiv bleiben. Man stelle sich vor, die Dienste hier würden mit gleichen Maßstäben untersucht was Bespitzelung angeht usw.
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 14:17 Uhr
Herr Drechsel meine Quellen im obigen Artikel stammen aus Spiegel und Welt, die nicht als links oder gar kommunistenfreundlich bezeichnet werden und auf keinem "kommunistischen Dreckhaufen" zu finden sind.
ie haben kurz Ihre Lebsnbedingungen in der DDR dargestellt. Lassen Sie mich das ebenfalls tun.
Laut Gießener Presse bin ich der einzige Gießener Stadtverordnete, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Telefonabhörung war nicht nur bei mir üblich, es gab Pannen dabei. Spitzel haben sich über miene damals kleinen Kinder Zugang zu unserer Wohnung verschafft. Ein aus der DDR stammender Mann hat sich zunächst bei der Petrus-Gemeinde mit der Geschichte bedauern lassen, sein Kopf sei im Knast gegen die Heizung geschlagen worden (frei erfunden), dann habe er Geld bekommen. Danach hatte er den Auftrag, mich für 200 DM monatlich zu bespitzeln. - -
Meine Akte beimmVerfassungsschutz darf ich bis heute nicht einsehen!
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 14:31 Uhr
Wenn es darum gehen wird Herr Gauck zum Bundespräsidenten zu wählen, dann hätte ich bedenken.
Mir wäre eine Frau lieber und zwar Frau Kathrin Göring-Eckardt
http://de.wikipedia.org/wiki/Katrin_G%C3%B6ring-Eckardt

Sie ist wie Herr Gauck aus der DDR und scheint nach Wikipedia frei von Vergangenheit zu sein.
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 14:40 Uhr
Niemand ist frei von Vergangenheit, lieber Herr Herold. Jedenfalls nicht wenn es nach den Wahrheitsjägern von Bild, Stern und Co. geht - und wie wir gerade gesehen haben, kann man jemanden sogar damit noch diffamieren, indem man Sätze aus dem Zusammenhang reißt und Lebensumstände und -entscheidungen umdeutet. Fragen Sie mal Herrn Beltz, der findet bestimmt was bei Frau Göring-Eckardt, um sie zu disqualifizieren. Damit ich es nicht vergesse: Ich glaube, Ihr Vorschlag könnte mir auch gefallen.
Antje Amstein
5.853
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 15:17 Uhr
Keiner von denen wird es , die von der Leyen ist im Gespräch, dann aber armes Deutschland! Mein Vorschlag ein junger Parteiloser!
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 15:41 Uhr
In der BRD wird gefoltert, z.B. durch totale Isolationshaft (wie in Stammheit, dem RAF-Knast), die auch als "weiße Folter" bezeichnet wird.
Antje Amstein
5.853
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 15:58 Uhr
ja da wiederspreche ich nicht, trotzallem waren und sind die von der Stasi keine Waisenknaben. In der BRD bekommt ein Mörder Recht gesprochen nach "nur" Folterandrohung. Tausende Opfer aus der DDR bekommen nichts noch nicht mal eine Entschuldigung! Die Krankenkassen zahlen ausnahmsweise einige wichtige Behandlungen!
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 17:25 Uhr
Der letzte Kommentar um 15:45 Uhr ist nicht von mir, sondern von einem Besucher, der das hier herein gestellt hat, ohne seinen Namen nennen zu wollen. Ich distanziere mich nicht davon.

Lieber Herr Hahn, wozu sollte ich überregionale Medien informieren? Im Zusammenhang mit den Berufsverboten gab es 1,5 Millionen Bespitzelungen, vielen wurde die Existenz vernichtet. Da ging es mir vergleisweise gut. Ich konnte nach einem Jahr (Strafversetzung oder Versetzung zur Sicherheit?) weiterhin als Lehrer arbeiten. Ich jammere nicht sondern wollte Herrn Drechsel nur etwas entgegenhalten.
Erwähnen sollte ich noch die Bespitzelungen in der Zeit der RAF. (Der Mord an Herhausen wird inzwischen der RAF nicht mehr angelastet, da könnte der CIA dahinter stecken)
Da wurden Menschen beobachtet, Hausdurchsuchungen bei ihnen durchgeführt und Protokolle über sie angelegt, die die RAF allenfalls aus der Zeitung kannten. Diese damalige Hysterie war abscheulich.

An Anje: Nazis aus der DDR! Nach 1945 sind die Nazis aus der damaligen Ostzone verduftet und hier gelandet. Im Westen bot man ihnen eine Perspektive und angenehme Posten. Dann aber, so etwa ab 1980 entwicklete sich eine Atmosphäre im Rahmen einer Jugendkultur, in der Nazis auftraten - richtig!
Ab dem Jahr 1990 bekamen Nazis Zulauf wegen der plötzlich aufgetretenen Perspektivlosigkeit für die Jugend, Nazis aus dem Westen konnten jetzt agitieren und es gab sich noch andere Gründe.
Wenn ich diese Tatsachen schon nicht völlig vestehen kann, so war ich mehr noch verwundert über dasAuftreten von Faschisten in Polen, Russland, Ungarn und anderen östlichen Ländern. Gerade die Polen müssten doch wissen, was Faschisten anzurichten in der Lage sind.

Manche werfen der DDR vor, Mitglieder oder Anhänger von RAF und 2. Juni aufgenommen bzw. versteckt zu haben. Inge Viett (2. Juni) hat darüber ein interessantes Buch geschrieben. Ich war kein Sympatisant dieser Gruppen, mache der DDR dennoch keinen Vorwurf.
Jörg Jungbluth
4.728
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 18.02.2012 um 18:51 Uhr
Herr Drechsel nicht aufregen. Die SED Nach-Nachfolgepartei will nur schlechtmachen, was sie zur DDR Zeiten nicht schlechtmachen wollte. Und die Deckmantelpartei für MfS-Spitzel in der BRD mischt da kräftig mit. Jetzt muss halt Herr Gauck dran glauben.
Martina Lennartz
2.868
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 19:10 Uhr
Ich schlage deshalb vor: Frau Weigel- Greilich als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, denn dann brauchen wir die Landesgartenschau in Gießen nicht mehr.
Jörg Jungbluth
4.728
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 18.02.2012 um 19:27 Uhr
Es gäbe für mich zur Zeit nur eine Person, die ich als Bundespräsident für geeignet halten würde.Leider ist unser Altkanzler gesundheitlich nicht mehr in der Lage das Amt auszuüben. Aber Helmut Schmidt würde ich sofort wählen.
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 19:44 Uhr
Hallo Herr Jungbluth, danke dass Sie hier mithelfen, die Dinge geradezurücken. Meine Aufregung hält sich in Grenzen, aber diese Salonkommunisten kann man nicht mit Samthandschuhen anfassen. Herr Beltz genießt in einer demokratisch verfassten Ordnung alle erdenkliche Freiheiten, die er sofort allen seinen echten und vermeintlichen Gegnern beschneiden würde, wenn er denn mit seinen Vasallen an die Macht kommen würde. Wer etwas anderes glaubt, ist naiv bis zum Abwinken und hat aus der Geschichte nichts gelernt - weshalb ich die rote Schleudertruppe auch für genauso gefährlich halte wie die Neonazis. Ich hoffe, dass der Verfassungsschutz auf ihn und seinesgleichen deutlich professioneller aufpasst, als wir es aus der jüngsten Aktion mit der Neonazi-Szene kennen. Und was Helmut Schmidt betrifft: Das wäre der Richtige. Aber auch bei dem würden die Beltzens auch noch jede Menge "Dreck am Stecken" (er-)finden.
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 19:52 Uhr
@ Michael Beltz, Faschisten in Polen, Russland, Ungarn etc. sind wie hier in der BRD wieder nachgewachsen. Hier in der BRD war das ja auch keine Kunst, sie hatten ja alle Möglichkeiten. So waren ja in der ersten Regierung Adenauer mehr Nazis als in der ersten Regierung Hitler! Die Faschisten wurden, was DDR, Polen, Ungarn etc. angeht in den Jahren des Sozialismus in Schach gehalten wo es ging. Aber bitte nicht vergessen auch Polen und Ungarn hatten faschistische Regierungen. Polen unter Pilsutzki, die Pfeilkreutzler in Ungarn etc.

@ Jörg Jungbluth, wer oder was soll denn die SED Nach-Nachfolgepartei bitte sein?

Und welchen verbrecherischen Altkanzler sehen sie als geeignet für dieses Amt?

Den NATO Doppelbeschluss Altkanzler? Den schwarze Konten Altkanzler oder den der durch den ersten Angriffskrieg nach 1945 zum Kriegsverbrecher gewordenen Altkanzler?
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 20:41 Uhr
@ Ansgar Holler, sie sollten genauer lesen ... "Der letzte Kommentar um 15:45 Uhr ist nicht von mir, sondern von einem Besucher, der das hier herein gestellt hat, ohne seinen Namen nennen zu wollen. Ich distanziere mich nicht davon." Dass Michael Beltz sich nicht davon distanziert heisst noch lange nicht, dass er gutheisst, was damals geschah. Und zwar von beiden Seiten! Als Kommunist lehnt auch Michael Beltz den individuellen Terror der RAF ab. Ich müsste mich sehr irren, wenn er das anders sieht.

Und natürlich widerspreche ich dem, was sie in die eine () setzten!
"(Dass mit Beate Zschäpe nun eine rechtsextreme Kriminelle am selben Ort zu ähnlichen Bedingungen einsetzt, widerlegt auf skurrile Art und Weise die These, der Staat würde gezielt gegen Linke etc. vorgehen)"

Dieser Staat, der von Altnazis auf den Weg gebracht wurde ist selbstredent auf dem rechten Auge blind! Das mit Beate Zschäpe nun auch eine neofaschistische Terroristin sitzt ist zufall. Diese NSU wurde ja unter den Augen des sogenannten Verfassungsschutz gehätschelt und gepflegt!
Birgit Hofmann-Scharf
6.173
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 21:48 Uhr
Mein Nachwort von einer vollkommen unparteiischen, neutralen Person
zu diesen Kommentaren :

In einer Demokratie darf und soll gestritten werden,
auch wenn es um die eigene politische Gesinnung geht.

Offene und faire Meinungsfreiheit ist ( Gott sei Dank ) gestattet,
aber OHNE ZU VERLETZEN !!!!

PS: Frau Lennartz hat es doch auf den Punkt gebracht.
94
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 19.02.2012 um 08:56 Uhr
RAF Gefangene hatten Privilegien und Sonderrechte .
Oury Jalloh hatte die dann wohl auch.
Schade, dass mancher diese Privilegien nicht überlebt.
Kermit wäre ein guter Bundespräsident........
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 09:38 Uhr
Wer letzten Endes Bundespräsident wird, berührt mich wenig. Dass Gladbach jetzt auf dem zweiten Rang in der Fußballbundesliga steht, finde ich viel spannender.


Herr Drechsel, ich würde und werde Ihre persöliche Freiheit nicht beschneiden, auch wenn Sie das tatsächlich glauben sollten. Bis zum Aufruf zu Verbrechen sollten wir alle tolerant sein..

Im freundlichen Tor sage ich Ihnen, Sie sind kein Nazi, nur weil Sie im Rahmen Ihrer Vorwürfe gegen mich die Verbrechen der Nazis vergessen haben: Rassismus, Judenverfolgung und -vernichtung, Mord an Kommunisten, Sozialdemokraten, Zeugen Jehovas, Homosexuellen, Sintis, Roma.......

Zu Herrn Holler! WIe blind der zunächst westdeutsche und nun deutsche Staat gegen Rechts ist, zeigt sich schon im Begriff "Rechtsnachfolger". Adenauer holte sich eine Menge Nazis in sein Kabinett. Globke, Vialon, Oberländer, Heusinger, Bucher....sie alle konnten weitermachen. Kein Nazi-Richter wurde je verurteilt, sie wurden jetzt wieder gebraucht, um Kommunisten und andere bei Gelegenheit zu nennende Demokraten zu verurteilen.
Kiesinger wurde Bundeskanzler, Filbinger Ministerpräsident.
Dieser kleine Ausschnitt - Gießener zu Amt und Würden gelangte Altnazis lasse ich mal außen vor - soll nur mal Ihr Geschichtsbewusstsein erweitern.

Und jetzt NSU. Jahrelang wurden diese Verbrecher durch den Verfassungsschutz betreut, während andere, nicht einmal Linke, beobachtet und verfolgt werden.

Sehen Sie, meine Herren, ich beschimpfe Sie nicht, daran hindert mich meine Erziehung und auch meine Nähe zu Lessing, Voltair, Marx und vielen anderen Humanisten.
Thomas Skotarczyk
4.542
Thomas Skotarczyk aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 10:42 Uhr
Ich bin für Otto Rehagel als Bundespräsident gewesen,aber der geht zwar nach Berlin,aber zur Hertha.... HELAU---
Antje Amstein
5.853
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 10:49 Uhr
Die Haftbedingungen sind schon makaber in Deutschland, da gibt es Kriminelle die gerne dort Überwintern! Andere erfahren die ganze Härte!
Einzelhaft und bisweilen kein Hofgang zählen schon zu weißer Folter!
Keine der jetzigen Haftbedingungen ist mit denen der ehemaligen DDR vergleichbar, hätten wir alle nur weiße Folter erfahren, wären wir nicht so wie wir jetzt sind.
Unsere Verfassungsschützer verstoßen gegen ihre eigenen Gesetze oder was ist mit der Gleichbehandlung?!
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 11:55 Uhr
Lieber Herr Hahn, der Besucher war bei uns in der Wohnung. Also kein Problem der Redaktion.
289
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 11:56 Uhr
Der Kommentar von Frau Albrecht ist sehr treffend! "Kermit für President" kommt uns sicher billiger.
Zum Verständnis: O. Jalloh ist an Händen und Füßen gefesselt in einer Gefängniszelle verbrannt.
Nach einer namentlichen Aufstellung der (gemeinnützigen) Amadeu Antonio Stiftung sind in den letzten 20 Jahren 190 Menschen in der BRD von Neonazis umgebracht worden (oft unter den Augen des "Verfassungsschutzes").
Zu den Bespitzelungsmethoden der BRD-Dienste gehören (u.a.) nicht nur der Große Lauschangriff, die Vorratsdatenspeicherung, die Fingerabdrücke im Pass und die Bundestrojaner auf dem PC. Aber manche rufen lieber mit Tunnelblick nur: Stasi! Stasi!
Antje Amstein
5.853
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 12:37 Uhr
Frau Weber, kein Tunnelblick! Die Überlebenden können nicht vergessen!
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 14:19 Uhr
Wer hier ohne Fehl, der kann ja mal versuchen Steine zu werfen;-)
Aber Vorsicht, dass er nicht seine eigenen Scheiben einwirft;-(
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 20:15 Uhr
Dietmar Bartsch , PDL (Partei Die Linke) erklärte soeben im Fernsehen, warum seine Partei Herrn Gauck nicht hätte wählen können, da er für den Krieg in Afghanistan eingetreten sei und den Rassisten Sarazin akzeptiert habe.
Wer also für den Krieg ist und den Rassisten mag, der ....
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 21:07 Uhr
ZEIT online: Eilmeldung Joachim Gauck soll Kandidat für die Wulff-Nachfolge werden - Union gibt Widerstand auf | 20:50 Uhr
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 21:09 Uhr
Und für alle, die mit dem unsäglichen Gezeter in den letzten Wochen im Ausland für Gelächter und Unverständnis gesorgt haben, hier noch ein Link aus der Schweiz: http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/zur_strecke_gebracht_1.15125869.html
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 21:14 Uhr
Der Autor dieses "Beitrages" hatte sich ja ein bisschen gewundert, wie so schnell im Osten die Nazis wieder munter geworden sind ... nach der Wende. Seine Unkenntnis der DDR-Verhältnisse wird damit nur bestätigt. Ein Blick in die Geschichte vor dem Mauerfall zeigt nämlich: http://www.zeit.de/2012/08/DDR-Nazis
Antje Amstein
5.853
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 19.02.2012 um 22:50 Uhr
Wird er jetzt das Amt annehmen oder nicht ?
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 09:32 Uhr
Er wird! - Wieso kam eine charakterlich einwandfreie Person wie Frau Käßmann nicht ins Gespräch?
289
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 12:28 Uhr
Heute morgen sagte mir ein alter Bekannter Folgendes (das fand ich gut und habs mir gemerkt):
Jetzt wolle sie de Gauckler doch.
Karel Wojtyla wurde Papst und hatte seine Aufgabe – so jetzt ähnlich offenbar Joachim Gauck.
Ein Mann, der Armut schon mal als individuelle Charakterschwäche auslegte, den Mut von Rassisten Marke Sarrazin hervorhob, demokratischen Protest gegen die Macht der Finanzmärkte für dumme Kinderstreiche hält und für engagierte junge Leute den Satz parat hat: „Schreibe lieber Lieder oder male Bilder. Aber lass mich in Ruhe mit deiner politischen Erlösungsphantasie.“ – Er soll das Land vor allem vor den Linken bewahren.
Antje Amstein
5.853
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 12:59 Uhr
Nicht die Linken, diejenigen die um die SED trauern und die DDR wiederhaben wollen!
Birgit Hofmann-Scharf
6.173
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 13:10 Uhr
..... ein Mann, der es befürwortete, so viel als möglich deutsche Soldaten in dem Afghanistan-Krieg einzusetzen usw, usw,
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 13:34 Uhr
Jetzt lassen wir ihn doch erst mal tätig werden. Schon mancher wurde vom Saulus zum Paulus. Den Satz las ich heute in Bezug auf Rössler
Antje Amstein
5.853
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 14:12 Uhr
Am Anfang sind sie alle Schafe später werden sie dann zu Böcken!
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 14:45 Uhr
Das denke ich auch, Herr Herold. Jetzt ist mal genug gezetert. Immerhin haben schwarz-rot-gelb-grün sich einigen können. Was die dunkelroten und tiefschwarzbraunen dazu zu sagen haben, können wir getrost vernachlässigen.
Martina Lennartz
2.868
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 14:55 Uhr
Wobei ich schon kritisch anmerken möchte, dass man sich getrost mal ganz in Ruhe fragen darf, WARUM sich die Fraktionen alle - dem Anschein nach- geeinigt haben.
Vielleicht ist es ziemlich egal, wen man auf diesen Posten setzt?
Sind ja auch schnell - ohne weitere Konsequenzen -austauschbar.
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 15:04 Uhr
In Ruhe, Frau Lennartz ... und dazu noch eine kleine Anregung: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kontrapunkt-gauck-ist-merkels-meisterwerk/6230092.html
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 16:17 Uhr
Der Kommentar aus dem Tagesspiegel erscheint mir recht lustig. Alle freuen sich: die FDP, weil sie mal die Demütigungen durch die CDU vergessen machen wollte, SPD/Grün, weil sie ihren damaligen Kandidaten durchgebracht haben und jetzt demnach auch Frau Merkel. Sie hätte aber erfreuter ausschauen sollen.
Beim Anblick der Kandidaten bleibe ich bei meiner Forderung - Monarchie:
Kaiser Franz (Beckenbauer)
König Otto (Rehagel)
Prinz Poldi (Lukas Podolski)
Thomas Skotarczyk
4.542
Thomas Skotarczyk aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 17:21 Uhr
Der kleine Partner hat sich halt durchgesetzt,mal sehen was Herr Gauck draus macht.---
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 18:07 Uhr
Hier noch ein interessanter Artikel über den werten Herrn Gauck, der wie zutreffend beschrieben, deutsche Kriegseinsätze befürwortet und Rassisten wie Sarazzin lobpreist: http://www.freitag.de/community/blogs/gsfrb/joachim-gaucktransatlantischer-wunschkandidat-der-neoliberalen-spd
Den Link habe ich zufällig von einem Bekannten erhalten. Ein sehr interessanter Artikel, wie ich finde.
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 18:57 Uhr
Heute las ich, dass Herr Gauck(ev. Pfarrer) noch verheiratet ist, aber seit vielen Jahren eine Lebensgefährtin hat. Bin ich prüde? Aber m. E. ist das für einen Bundespräsidenten nicht tragbar ;-(
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 20:37 Uhr
Also das finde ich jetzt nicht so tragisch Herr Herold.
Antje Amstein
5.853
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 20:53 Uhr
Herr Herold, vielleicht gehört er auch einer anderen Glaubensgemeinschaft an und in Deutschland kann jeder soviele Frauen haben wie er möchte, die Hauptsache ist er kann sie alle ernähren!
Dr. Mathias Knoll
7.529
Dr. Mathias Knoll aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 21:28 Uhr
Bisher habe ich gegen Gauck noch nichts einzuwenden ( - abgesehen davon: Wo sind die Alternativen?) Zumindest kann man im Vorfeld davon ausgehen, dass Herr Gauck eher mit dem "lieben Gott" spricht, als mit der "Bild"- Zeitung. Sie müssen zugeben, das allein schon könnte ein Qualitätssprung sein. Aber gleichzeitig hoffe ich, dass Herr G. nicht in die Lage kommt vom "Himmel" abhängig zu werden. Denn auf "Gottesbeweise" kann ich verzichten.
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.02.2012 um 21:33 Uhr
Naja, Alternativen gäbe es schon. Namen wurden ja einige genannt, so z.B. Klaus Töpfer, Katrin Göring-Eckhardt oder Petra Roth. Und ich bin mal gespannt, wenn die Linkspartei und ggf. noch die Piraten präsentieren werden. Also ich denke, es gibt schon klar bessere Alternativen zu dem Herrn Gauck.
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 21.02.2012 um 11:08 Uhr
Inzwischen plädiert die rechte Zeitung "Junge Freiheit", die bei den Nazis recht beliebt ist, für Herrn Gauck.
Demokraten von Grünen, den Linken, der SPD äußern Bedenken.
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 21.02.2012 um 11:20 Uhr
Aus German-Foreign-Policy.com:

So vertritt er (Gauck,M.B.) die Auffassung, die "Überhöhung" des "deutschen Judenmordes in eine Einzigartigkeit" nehme zuweilen eine quasireligiöse "Dimension der Absolutheit" an, die abzulehnen sei.

(gerade eben erhalten)
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 21.02.2012 um 12:38 Uhr
Lesen Sie vorher alles richtig und im Zusammenhang und behaupten nicht das Gegenteil von dem, was gemeint ist - bevor Sie etwas zitieren:

"In der Rede über die europäische Erinnerungskultur sagte Gauck tatsächlich:

'Nur am Rande sei die Gefahr der Trivialisierung des Holocaustgedenkens erwähnt. Unübersehbar gibt es eine Tendenz der Entweltlichung des Holocaust. Das geschieht dann, wenn das Geschehen des deutschen Judenmordes in eine Einzigartigkeit überhöht wird, die letztlich dem Verstehen und der Analyse entzogen ist.'

Im weiteren Verlauf der Rede wird klar, dass Gauck mit dem Halbsatz eigentlich meinte, dass es gefährlich sei, so zu tun, als könne sich ein Holocaust sowieso nie wieder ereignen und man daher gar nicht besonders erinnern, analysieren, aufarbeiten müsse - das Gegenteil einer Verharmlosung."
Zitat aus: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/a-816601.html
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 21.02.2012 um 12:41 Uhr
Und noch etwas in dieser Richtung, den Steine- und Dreckwerfern ins Stammbuch zu schreiben: http://www.cicero.de/berliner-republik/wie-das-netz-den-boesen-gauck-erfand/48369?seite=1
94
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 21.02.2012 um 12:59 Uhr
Ein weiteres Zitat aus oben genannter Rede - was ist das denn sonst als eine Relativierung des Holocaust. Hat halt jeder seine Leiche im Keller. Und die Amis haben die Indianer umgebracht und die Sklaverei usw usf. Und je mehr ich aufzähle um so unbedeutender wird die Judenvernichtung. So das Zitat:

"Millionen von Opfern kommunistischer Gewalt bleiben aber
ungenannt und weitgehend unbetrauert. Millionenfacher
Mord wurde von Tätern und Schreibtischtätern begangen. Das
Unrecht wurde in der Justiz praktiziert, die Unwahrheit an
Universitäten gelehrt, die Grundrechte der Menschen von konkreten
Herrschern und deren Großbürokratien eingeschränkt
oder gar nicht gewährt. All das wäre nicht nur von Einzelnen
und kleinen Gruppen zu bearbeiten. Es ist vielmehr ein großes
nationales Thema. Wie für uns in Deutschland der Judenmord
das »Schwarze Loch« der Geschichte ist, so ist es für die Ex-
Sowjetunion
deren einst real existierendes Unrechtssystem.
Schauen wir auf China oder Kambodscha, so liegen deren Aufarbeitungsschwerpunkte
ebenfalls überdeutlich auf der Hand."
Und was in der Rede auch gut rüberkommt, am meisten hat er der arme Herr Gauck gelitten, man kann ja kaum an sich halten vor Mitleid - oder Übelkeit.
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 21.02.2012 um 13:28 Uhr
Herr Drechsel - "den Steine- und Dreckwerfern..." das hat so wenig Niveau, dass ich mich nicht darauf einlassen kann. Wer gehört dann alles dazu?
Jutta Ditfurt, der Leiter der Simao-Wiesenthal-Stiftung, einige Grüne und Sozialdemokraten, Verteter von Sozialverbänden, occupay, attac, Partei Die Linke, Gewerkschafter, DKP!!!, Cafe Amely, Hatz-IV-Gegner ......?
Alles Assoziale oder wie?? Herr Drechsel, ich habe mehr von Ihnen erwartet.
Der "arme Herr Gauck" wird tatsächlich noch leiden müssen, wenn das alles an die Öffentlichkeit kommt, was ich in den letzten zwei Tagen gelesen habe. Da kann einem wirklich übel werden.
Ich werde heute nichts mehr zitieren.
Antje Amstein
5.853
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 21.02.2012 um 13:31 Uhr
und hier etwas zur Info: http://www.nachdenkseiten.de/?p=12283
Bernhard Kröger
372
Bernhard Kröger aus Gießen schrieb am 21.02.2012 um 18:06 Uhr
DER GAUCKLER IST NICHT DER PRÄSIDENT DER 99%. SEINE TAGE SIND SCHON JETZT GEZÄHLT. BILD-ZEITUNGSTEXTE ALS PREDIGTEN. DAS IST MAL WAS. ABER NICHTS AUF DAUER!
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.02.2012 um 19:03 Uhr
Jetzt wird es mir doch zu speziell ;-(
Dr. Mathias Knoll
7.529
Dr. Mathias Knoll aus Gießen schrieb am 21.02.2012 um 21:33 Uhr
Sowohl die "DDR" als auch die "BRD" hatten immer Probleme mit ihren Interlektuellen. Warum sollte das anders sein nach der Wiedervereinigung? Die Vorstellung von "Freiheit" aber darf nicht zu einem Machtkartell von Parteien verkommen, die immer nur der Wirtschaft nachrennen. Der Glaube an eine offene Gesellschaft ist gesellschaftspolitisch immer mit Verantwortung der Bürger verknüpft.
Und die "Freiheit" für etwas zu leben hat Herr Gauck in seiner Biografie nachdrücklich bewiesen. Vielleicht werfen ihm seine Kritiker unterschwellig vor, dass er in der DDR zu wenig Opfer war, weil er mit dem Machtapparat auf Augenhöhe verhandelte. Das spricht für Herrn Gauck, der vor Jahren mit Sicherheit nicht wusste, dass die Mauer fiel und gerade deshalb den "Diskurs" suchte, um so seinem psychosozialem Umfeld das Leben zu erleichtern. Und zum "Diskurs" gehört im interlektuellen Sinne der kritische Einwand und der Glaube an Veränderung. Das ist oft ein langsamer Prozess und mit Kompromissen verbunden.
Auch ich habe andere Ansichten bezüglich Afghanistan, Hartz 4 usw.
Aber immerhin, für seine Kritiker kann Herr Gauck zur lückenlosen Aufklärung der Person „Gauck“ gleich seine Akten mitbringen.
Und, man belehre mich eines Besseren:
Bisher konnte ich über Herrn Gauck nichts lesen, was ihn für mich als Bundespräsidenten unwählbar macht oder ihn als Mensch nachhaltig diskreditiert.
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.02.2012 um 21:36 Uhr
Gut rechtlich vielleicht nicht Herr Dr. Knoll. Aber seine Ansichten sind schon sehr neoliberal und reaktionär. Aber genau das ist es ja, warum die Herrschenden Parteien ihn im Amt haben wollen.
Bernhard Kröger
372
Bernhard Kröger aus Gießen schrieb am 21.02.2012 um 21:52 Uhr
Viel spricht schon jetzt dafür, dass die Wunderwaffe des Herrn Rösler nach hinten losgeht. Der verzweifelte Widerstand der Kanzlerin ist nicht verwunderlich. Übrigens, Ossis kennen inzwischen 2 Systeme, Wessis nur eins. Auch FDP-ler? Na ja, die kennen die Hand, die sie füttert ((< : !
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 22.02.2012 um 06:39 Uhr
Danke Herr Dr. Knoll, dass Sie die Dinge so gut auf den Punk gebracht haben. Mit dem DDR-Machtapparat "auf Augenhöhe" zu verhandeln war für uns kirchliche Mitarbeiter allerdings auch immer eine Gratwanderung, denn wenn die unberechenbaren Apparatschiks sich auf den Schlips getreten fühlten, konnten sie einem auch das Leben auf's bösartigste schwer machen. Zum Schluss ihrer Herrschaft hatten sie z.B. schon Internierungslisten vorbereitet, um die "Querulanten" KZ-artig unterbringen zu können.
Ich denke, dass Joachim Gauck von sich aus den Diskurs mit der Stasi nicht gesucht hat - das waren in der kirchlichen Szene nur wenige. Es blieb uns gar nichts anderes übrig, denn die kamen ja auf uns zu.
Antje Amstein
5.853
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 22.02.2012 um 12:11 Uhr
Herr Drechsel da muß ich Ihnen leider recht geben!
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 24.02.2012 um 17:06 Uhr
Einzig Antje Amstein erscheint mir glaubwürdig in dem, was sie selbst erlebt hat. Herr Dr. Knoll ist interlektuell bemüht, Sachverhalte darzustellen und seine Beurteilung Gaucks ständig an der Person des Betroffenen zu orientieren.
Im Übrigen gibt es seit jeher gegen den Feind Verunglimpfungen: Die Chinesen haben Kinder gegegessen, gegen Polen musste zurück geschossen werden , die Sowjet-Union hat den 2. Weltkrieg begonnen, die Serben haben mit den Köpfen ihrer toten Kriegsgegener Fußball gespielt (Scharping), im Irak wurden Frühgeburten aus den Brutkästen gerissen (CIA), der Irak hätte
Giftgasbomben in Besitz (CIA), Zwangsadoptionen in der DDR (Eltern, die beim Verlassen der DDR ihre Kinder zückgelassen hatten) usw, usw.
Bitte bei der Kritik an der DDR wie auch an der BRD Tatsachen nennen, genauso wie bei der Kritik an Herrn Gauck oder an anderen Personen.
Oliver Egginger
289
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 24.02.2012 um 18:48 Uhr
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 24.02.2012 um 18:56 Uhr
Da haben Sie Recht, Herr Egginger, das sind alte Schmutzkampagnen gewesen.
Oliver Egginger
289
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 24.02.2012 um 20:29 Uhr
Möchten Sie Ihren Artikel dann nicht lieber wieder entfernen? Immerhin verleumden Sie damit den designierten Bundespräsidenten? § 90 StGB ist Ihnen vielleicht ein Begriff?
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 24.02.2012 um 23:00 Uhr
Warum sollte er Herr Egginger? Sie verweisen auf eine alte Schmutzkampagne gegen diesen Herrn.

Dieses hier beruht auf nachvollziehbaren Argumenten.

Also verleumdet er auch keinen designierten Bundespräsidenten.
Ullrich Drechsel
1.712
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 25.02.2012 um 09:36 Uhr
Hallo Herr Egginger, wer sich aus zerfetzten Kurzmeldungen "Argumente" für Dreckbomben zurechtbastelt, dem ist auch mit dem StGB nicht mehr zu helfen. Diese Leute haben keine Ahnung von der DDR, von dem wie kirchliche Mitarbeiter gelebt haben, bespitzelt und malträtiert worden sind ... und sie haben auch keine Ahnung davon, dass uns gerade Freunde aus dem Westen nicht im Stich gelassen haben. (Wahrscheinlich würden die mir auch ankreiden, dass mein Dienstwagen ebenfalls via Genex mit DM bezahlt worden war.) Die linke Kaspertruppe sollte man vielleicht einfach sich selbst überlassen, sie werden an ihren Neidproblemen entweder ersticken oder sich an den Machtkämpfen untereinander aufreiben. Alles nur eine Frage der Zeit ... siehe auch http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,817338,00.html
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 25.02.2012 um 10:18 Uhr
Also ich frage mich hier langsam echt, wer hier mehr persönlicher und beleidigender dem "Anderen" gegenüber Argumentiert. Etwas mehr Sachlichkeit statt persönliche Vorwürfe gegen andere Bürgerreporter wäre durchaus gut. ;-)

Auf jeder Seite, sowohl im angeblich so goldenen und hochgelobten Westen wie auch die DDR gab es Unrecht, politisch motivierte Verfolgung und Inhaftierung und wurden viele Fehler gemacht! Aber das scheint eben nicht jeder sehen zu wollten.
94
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 25.02.2012 um 11:21 Uhr
Oliver Egginger
289
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 25.02.2012 um 15:08 Uhr
@Thomas Knecht: Es ist die gleiche Schmutzkampagne. Vielleicht lesen Sie einfach mal den verlinkten Artikel!

@Christian Momberger: „Was der Mensch sät, das wird er ernten."

@Ullrich Drechsel: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Genex05.jpg&filetimestamp=20081224092644
;-)

Die DDR war ständig klamm und brauchte Devisen. Über diesen Hebel ging einiges.

Hier ein VW-Bus aus dem Genex-Katalog:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Genex08.jpg&filetimestamp=20081224093913

Ursprünglich wurde Genex übrigens für Kirchengemeinden geschaffen.
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 25.02.2012 um 18:30 Uhr
Herr Drechsel, ich würde mich freuen, in Ihren Verlautbarungen Ihr christliches Weltbild wenigstens im Ansatz durchleuchten zu lassen. Sehr zu empfehlen u.a. das Matthäus-Evangelium.
Ich jedenfalls bin als Nicht-Christ bereit, auf christlicher Grundlage mit Ihnen und anderen Gedanken ohne böse Unterstellungen auszutauschen.
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 25.02.2012 um 18:35 Uhr
Herr Egginger, die alten Schmutzkampagnnen gegen China, Polen, Sowjet-Union, Serbien, Irak und DDR mache ich nicht Ihnen zum Vorwurf; das könnte ein Missverständnis meinerseits sein.
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 25.02.2012 um 21:04 Uhr
Man sollte auch die Schmutzkampagnen gegen Kommunisten und Sozialisten hier in der BRD und gerade in Hessen nicht vergessen.

Wo es ja nunmal feststeht, dass es in Hessen zwei verfassungstreue Parteien gibt. Diese wären die PDL (Partei "DIE LINKE") und die DKP die dafür, dass sie die einzigen verfassungstreuen Parteien in Hessen sind, durch das sogenannte Landesamt für Verfassungsschutz bespitzelt werden, während alle anderen Parteien, die Landtagsparteien CDU, FDP, SPD und Jäger90/olivGrün verfassungsfeindliche Parteien sind.
Lisa Magdalena Appel
76
Lisa Magdalena Appel aus Gießen schrieb am 25.02.2012 um 23:07 Uhr
Ich finde es sehr schade, dass hier alle versuchen die politische Richtung der anderen mit den extremistischen Vergangenheiten (und Gegenwarten) Deutschlands gleichzustellen.
Zumal jeder eine politische Meinung anders zuordnet. Für den CDUler sind bereits einige SPDler links und für die Linken sicher einige CDUler rechts. Das ist also ein Definitionsproblem.
Ich hoffe doch sehr, dass die Menschen die sich selbst als demokratisch bezeichnen Demokratie auch leben.
Und obwohl ich mich selbst eher links einordne, bin ich noch längst nicht immer Herr Beltz' Meinung.
Doch im Gegensatz zu manch' anderen Stadtverordneten hat Herr Beltz den Charakter und Mut, um Fehlverhalten oder Fehläusserungen zu benennen und sich gegebenenfalls auch zu entschuldigen.
Dies würde einigen anderen Stadtverordneten auch gut stehen, denn Menschen machen nun mal Fehler. Doch man sollte aus ihnen lernen.

Ich persönlich würde mir mehr Ernsthaftigkeit aller Stadtverordneten wünschen. Kann auch nur jedem/jeder empfehlen einmal zu einer Sitzung zu gehen, um Stimmungen, Meinungen und Charktere wahrzunehmen. Ich bereue seitdem ein paar Kreuze die ich gemacht habe...

Zum Artikel selbst muss ich sagen, dass er mir auch zu sehr in eine Richtung geht. Doch wir haben ja alle das Glück heutzutage selbst aus vielen Quellen eine eigene Meinung bilden zu dürfen.
Und die damaligen Verhältnisse in der DDR in Bezug auf Bespitzelung mit denen der Gegenwart zu vergleichen bzw. mindestens gleichzusetzen finde ich absolut gefährlich und nicht der Realität entsprechend.
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 26.02.2012 um 00:13 Uhr
Liebe Lisa Magdalena Appel, "Und die damaligen Verhältnisse in der DDR in Bezug auf Bespitzelung mit denen der Gegenwart zu vergleichen bzw. mindestens gleichzusetzen finde ich absolut gefährlich und nicht der Realität entsprechend."

Dem muss ich rechtgeben. Denn den Grad der Bespitzelung in der BRD kennen wir nicht.
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 26.02.2012 um 14:36 Uhr
Stimmt, das was wir kennen ist nur die Spitze des Eisberges und bekanntlich sind ja 80% eines Eisberges unter Wasser! ;-)

Ja etwas mehr Ehrlichkeit und Redlichkeit würde unseren heutigen Politikern gut zu Gesicht stehen!

Und Herr Egginer, die Frage ist nur: Wer sät denn was und welche Saat ist schlecht für die Menschheit und die Menschenwürde, für die Demokratie, für den sozialen gesellschaftlichen Zusammenhalt, für den Frieden auf der Welt und auch hier bei uns in Europa und Deutschland und welche gut/besser? ;-)
11
Horst Kallmeyer aus Allendorf (Lumda) schrieb am 28.02.2012 um 14:20 Uhr
Die Bundesrepublik hat seit 1990 keine Verfassung, obwohl sie eine haben müsste nach der Wiedervereinigung -oder war es doch nur eine Einvernahme der DDR ? Wir haben aber einen Bundesverfassungsschutz, ein Bundesverfassungsgericht u.a. warum dann kein Bundespräsidialamt ohne Präsidenten ? Müssen wir da so schnell einen Präsidenten haben ? Sollen sich die Parteien doch Zeit lassen und dann sollte zusammen mit einer Volksabstimmung zu einer Verfassung auch ein Präsident vom Volk gewählt werden, natürlich aus mehreren Kandidaten.

Horst Kallmeyer, noch ein Überbleibsel aus der DDR
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.02.2012 um 18:23 Uhr
Lieber Herr Egginger, zu Gauck würde ich Ihnen mal die Lektüre der Süddeutschen Zeitung vom Montag 27.02 auf Seite 2 empfehlen.
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 28.02.2012 um 19:24 Uhr
Es ist doch erfreulich, dass hier sachlich diskutiert wird. Auch der Hinweis von Herrn Egginger, dass die DDR Devisen benötigte, ist richtig.
Und die letzten Beiträge von den Herren Herold, Kallmeyer, Momberger, Knecht und Lisa Appel zeigen, dass wir mit unterschiedlichen Meinungen gut umgehen können.
Nur Herr Drechsel macht mir Sorgen. Da fehlt mir doch zum "fröhlichen Christenmenschen" ein ruhigeres Herangehen an die verirrten Schafe. Wird nicht gerade durch das Neue Testament der alttestamentarische Rache- und Sühnegedanke aufgehoben. Wer glaubt, im Bezug auf das Alte Testament in dogmatischen Glaubenssätzen verharren zu wollen, verliert oft den liebevollen Umgang mit seinen Mitmenschen. Wenn Herr Drechsel die Fähigkeit der Interpretation und Auslegung wieder gewinnen kann, wird er sich lösen können von der starren Fixierung auf Worte und Sätze, die schnell zur Verurteilung anderer Lebensmodelle, anderer sexueller Präferenzen und anderer Glaubensauslegungen führen. Das führt zum Beisspiel schnell dahin, Homosexualität als Sünde zu definieren.
Das gehört anscheinend hier nicht her. Die Angriffe von Herrn Drechsel veranlassen mich, über den Menschen Drechsel nachzudenken.
Bernhard Kröger
372
Bernhard Kröger aus Gießen schrieb am 28.02.2012 um 21:18 Uhr
Volkes Stimme
Umfrage aktuell bei t-online

Sollte das Amt des Bundespräsidenten, auch aus Kostengründen, abgeschafft werden?
Es haben 3571 Besucher abgestimmt
Ja
69.9% (2497 Stimmen)
Nein
29.5% (1054 Stimmen)
Weiß ich nicht.
0.6% (20 Stimmen)
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 28.02.2012 um 22:35 Uhr
Hier der Link zu dem SZ-Artikel, den Herr Herold wohl meint:
http://www.sueddeutsche.de/politik/ddr-vergangenheit-von-gauck-joachim-der-lokomotivfuehrer-1.1294021

In der Tat ein interessanter Artikel!
Bernhard Kröger
372
Bernhard Kröger aus Gießen schrieb am 28.02.2012 um 23:00 Uhr
Passt: ein gockelnder Gauckler
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 29.02.2012 um 15:27 Uhr
Danke Herr Momberger, ich fand in der Tat den Artikel lesenswert. Denn da wurden Dinge erwähnt, die der breiten Masse der Gauck(ler)-Anhänger so sicher nicht bekannt sind.
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 29.02.2012 um 16:29 Uhr
Die Akte Gauck
politische Biografie
zusammengestellt von Manfred Regner (RAi.R.)

Das sind zwar 20 Seiten, man sollte sie lesen. Hier erfährt man, wie Gauck in einer Nazi-Familie aufgewachsen ist und später diese Menschen verharmlost oder ihre Taten "vergisst".
Niemand kann einen Vorwurf erheben, weil die Eltern Nazis waren. Es wäre aber von einem "Freiheitskämpfer" zu erwarten, sich zu distanzieren und aufzuklären.
Ein paar Auszüge könnten hilfreich sein - in den nächsten Tagen versuche ich mich damit.
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 29.02.2012 um 16:44 Uhr
Ich glaube Nazi und Nazi sind sind gleichzusetzen. Da gibt es die Einen, berauscht vom Auftreten, den Versprechungen Hitlers und seiner Männer, vor dem Hintergrund wie schlecht es Deutschland Ende der zwnziger Anfang der dreißiger Jahre ging.
Mitläufer ja, aber keine direkten Täter. Die aber nach dem Krieg für alle zur Verantwortung gezogen wurden.
Dann die Anderen, Machtbesessen, ohne Gespür und Gefühle. Die alle die Greultaten begingen, von denen wir heute so entsetzt sind. Die teilweise allen Aufklärungen zum Trotz bis heute unerkannt, unbehelligt, teilweise in Staatsdiensten als ehrenhafte Bürger leben.
Dann die Dritten. Wohl auch quasi Nazis, aber im Untergrund gegen das Dritte Reich und seine Machthaber agierten. Dann die Vierten. Gegen die Nazis, wegen ihrer Herkunft etc. Verfolgte und Sonstige den Machthabern nicht genehme Mitbürger. Sie alle waren in Gefängnissen, KZ's und viele dann in Gaskammern, gehenkt, geköpft oder auf sonstige Weise ums Leben gebracht. Dies die wahren Opfer des Regimes.

In welcher dieser Gruppierungen wollen wir Herrn Gauck einstufen? Als Freiheitskämpfer würde ich ihn aber, nachdem was ich gelesen und erfahren habe nicht einstufen.

Ich lasse mich nicht von ihm einwickeln ;-(
Oliver Egginger
289
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 29.02.2012 um 23:42 Uhr
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.03.2012 um 09:49 Uhr
Die Geschwister Soll, Ulmer wie ich, sind für ihre Überzeugung gestorben. Würden das Gauck und Tschische auch tun? Ich fand den Beitrag von Tschische gut, weil er den Blick auch auf die anderen Seiten des momentan so hochgelobten Gauck richtet.
Gut das mir eine Demokratie haben, in der jeder (fast) alles sagen kann.
11
Horst Kallmeyer aus Allendorf (Lumda) schrieb am 01.03.2012 um 11:01 Uhr
ich denke, der Herr Dr h.c. hat mitbekommen, dass man ja jederzeit wieder abtreten kann und dann 200.000,- Euro jährlich bekommt, deshalb hat er sich "überzeugen" lassen noch mit 72 den Popanz zu spielen.
Das ist immerhin im Monat mehr als das Doppelte von dem, was ein Hartz4-Empänger im Jahr erhält.
Wer möchte dann nicht, dass alles so bleibt wie es ist !
Meine Frage ist nach wie vor: Brauchen wir einen Präsidenten ?
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 01.03.2012 um 11:36 Uhr
Guten Tag Herr Kallmeyer, "Die Bundesrepublik hat seit 1990 keine Verfassung, obwohl sie eine haben müsste nach der Wiedervereinigung" Die Deutsche Demokratische Republik hat sich der BRD wie auch das Saarland angeschlossen. Deshalb verweigert man uns eine demokratische Diskussion und Abstimmung über eine Verfassung. In Hessen haben wir eine solche Verfassung und die DDR hatte eine solche ebenfalls. Die BRD hatte noch nie eine Verfassung sondern etwas Verfassungsähnliches.
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 02.03.2012 um 08:58 Uhr
Was ich mir erhoffen würde, wäre etwas demokratisches, etwas was nicht nur der Bevölkerung übergestülpt wurde wie das Grundgesetz. Etwas, das nicht derart durchlöchert ist, wie es das Grundgesetz nunmal ist.

Die hessische Verfassung ist so etwas zum Beispiel. Leider wird diese ständig von den uns regierenden gebrochen.
11
Horst Kallmeyer aus Allendorf (Lumda) schrieb am 02.03.2012 um 11:16 Uhr
Leider hat sich Landesrecht dem Bundesrecht zu unterstellen und somit wird die Hessische Verfassung hinfällig.
Andererseits könnte man die Hessische Verfassung auch als einzige gültige betrachten, da die Bundesrepublik ja keine Verfassung hat.
Herr Holler, ich kann mir vorstellen, dass bei einer Volksabstimmung einige Änderungen durch das Volk verlangt würden.
so z.B. Das Recht auf Arbeit, das steht nun wiederum in der Hessischen Verfassung und stand auch in der Verfassung der DDR
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 02.03.2012 um 12:26 Uhr
Sie haben zwar damit recht, das Bundesrecht Landesrecht bricht. Das ist allerdings nur in einem Fall bei der hessischen Verfassung so. Dabei handelt es sich um Art. 21, der die Todesstrafe beinhaltet. Alle anderen Artikel werden nicht gebrochen.
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 02.03.2012 um 12:39 Uhr
Interessant ist noch, dass am 1. Dezember 1946 in Hessen über den Artikel 41 abgestimmt wurde. 72% der hessischen Bevölkerung stimmten dafür, folgende Schlüsseliondustrien in Gemeineigentum zu übetrführen:
1. Bergbau (Kohlen, Kali, Erze)
2. Betriebe der Eisen- und Stahlerzeugung
3. Betriebe der Energiewirtschaft
4. das an Schienen oder Oberleitungen gebundene Verkehrswesen

Zur gleichen Zeit wie in Hessen wurde in Sachsen eine Volksabstimmung zur Verfassung durchgführt. Die Zustimmmung lag bei über 70% (Hessen76,8)

In der DDR wurden diese Ergebnisse realisiert, in der BRD torpediert.
Oliver Egginger
289
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 02.03.2012 um 21:23 Uhr
Wo steht in der hess. Verfassung, dass die genannten Bereiche für immer und ewig Gemeineigentum bleiben müssen? Das will bis heute nur eine kleine (radikale) Minderheit.

> In der DDR wurden diese Ergebnisse realisiert,

Deshalb war die DDR nach 40 Jahren ja auch komplett abgewirtschaftet. Sie haben die DDR nicht gekannt, daher nehme Ihnen den Unsinn, den Sie hier verbreiten, auch nicht übel. Trotzdem würde ich Sie bitten damit aufzuhören, weil Sie wirklich keine Ahnung haben und andere Menschen dadurch verletzen. Danke.
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 02.03.2012 um 22:19 Uhr
"Wo steht in der hess. Verfassung, dass die genannten Bereiche für immer und ewig Gemeineigentum bleiben müssen? Das will bis heute nur eine kleine (radikale) Minderheit. "

Als diese Verfassung durch Volksabstimmung zustande gekommen ist, wollte dies aber eine ausgesprochene Mehrheit! Natürlich kann auch diese Verfassung geändert werden. Im Gegensatz zum bis fast zur Unkenntlichkeit durchlöcherten GG braucht man dazu aber wieder eine Volksabstimmung.

Mal ein paar Beispiele zu der besten Verfassung auf deutschem Boden, die momentan existiert, die aber seit Jahrzehnten von allen Landesregierungen (die darauf ihren Eid leistet) gebrochen wird:

Zuerst mal die Eidesformel ... "Ich schwöre, daß ich das mir übertragene Amt unparteiisch nach bestem Wissen und Können verwalten sowie Verfassung und Gesetz in demokratischem Geiste befolgen und verteidigen werde."

Artikel 28. Die menschliche Arbeitskraft steht unter dem besonderen Schutze des Staates. Jeder hat nach seinen Fähigkeiten ein Recht auf Arbeit (...)

Artikel 29.(...) Das Streikrecht wird anerkannt, wenn die Gewerkschaften den Streik erklären. Die Aussperrung ist rechtswidrig.

Artikel 33. Das Arbeitsentgelt muß der Leistung entsprechen (...) Die Frau und der Jugendliche haben für gleiche Tätigkeit und gleiche Leistung Anspruch auf gleichen Lohn. (...)

Artikel 39. Jeder Mißbrauch der wirtschaftlichen Freiheit - insbesondere zu monopolistischer Machtzusammenballung und zu politischer Macht - ist untersagt. Vermögen, das die Gefahr solchen Mißbrauchs wirtschaftlicher Freiheiten in sich birgt, ist auf Grund gesetzlicher Bestimmungen in Gemeineigentum zu überführen. (...)

Artikel 40. Gemeineigentum ist Eigentum des Volkes. (...)

Artikel 41. Mit Inkrafttreten dieser Verfassung werden
1. in Gemeineigentum überführt: der Bergbau (Kohlen, Kali, Erze), die Betriebe der Eisen- und Stahlerzeugung, die Betriebe der Energiewirtschaft und das an Schienen oder Oberleitungen gebundene Verkehrswesen,
2. vom Staate beaufsichtigt oder verwaltet, die Großbanken und Versicherungsunternehmen (...)

Artikel 42. Nach Maßgabe besonderer Gesetze ist der Großgrundbesitz, der nach geschichtlicher Erfahrung die Gefahr politischen Mißbrauchs oder der Begünstigung militaristischer Bestrebungen in sich birgt, im Rahmen einer Bodenreform einzuziehen. (...)

Artikel 59. In allen öffentlichen Grund-, Mittel-, höheren und Hochschulen ist der Unterricht unentgeltlich. Unentgeltlich sind auch die Lernmittel mit Ausnahme der an den Hochschulen gebrauchten. (...) Der Zugang zu den Mittel-, höheren und Hochschulen ist nur von der Eignung des Schülers abhängig zu machen.

Artikel 69. Hessen bekennt sich zu Frieden, Freiheit und Völkerverständigung. Der Krieg ist geächtet. Jede Handlung, die mit der Absicht vorgenommen wird, einen Krieg vorzubereiten, ist verfassungswidrig.

Artikel 160. Diese Verfassung tritt mit ihrer Annahme durch das Volk in Kraft. (...)

Vorstehende Verfassung ist am 1. Dezember 1946 in der Volksabstimmung angenommen worden, mit ihrer Annahme durch das Volk in Kraft getreten und wird hiermit verkündet.

Wiesbaden, den 11. Dezember 1946

Die Landesregierung
Geiler (parteilos)
Hilpert (CDU)
Häring (SPD)
Zinnkann (SPD)
Oskar Müller (KPD)
Dr. Schramm (CDU)
Binder (SPD)
Zinn (SPD)

Die Wählerinnen und Wähler stimmten mit 76,4 % für die Gesamtverfassung und mit 72 % für den Sozialisierungsartikel 41.
Oliver Egginger
289
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 02.03.2012 um 22:29 Uhr
> Als diese Verfassung durch Volksabstimmung zustande gekommen ist,
> wollte dies aber eine ausgesprochene Mehrheit!

Nein - wie kommen Sie darauf?
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 02.03.2012 um 22:58 Uhr
Naja, wenn 76,4% keine ausgesprochene Mehrheit ist, weiß ich nicht was es sonst sein soll!
Oliver Egginger
289
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 02.03.2012 um 23:42 Uhr
Kaum jemand wollte eine dauerhafte Verstaatlichung zentraler Industrien. Das schreibt die hess. Verfassung auch nicht vor. Der Staat kann Gemeineigentum natürlich verkaufen (privatisieren).
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 02.03.2012 um 23:55 Uhr
Wo steht Verstaatlichung? Hier heisst es "in Gemeineigentum überführt" und "Gemeineigentum ist Eigentum des Volkes." Also ist die privatisierung von Gemeineigentum eine Enteignung von kollektivem Eigentum.
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 02.03.2012 um 23:59 Uhr
Aber mal eine andere Frage Herr Egginger, wo schreibt das BRD GG fest, dass die BRD ein kapitalistischer Staat sein muss?

Und jetzt kommen sie mir nicht mit die BRD wäre keiner sie hätte ja die "soziale Marktwirtschaft" diese Mär ist spätestens seit 1990 überholt, seitdem die BRD kein Schaufenster in Richtung Osten mehr sein muss.
Oliver Egginger
289
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 00:05 Uhr
Ein Verkauf ist per Definition keine Enteignung. Was Sie schreiben ist Blödsinn. Würde das gelten, könnte der Staat z.B. auch keine Mobilfunkfrequenzen für etliche Milliarden versteigern.
Oliver Egginger
289
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 00:09 Uhr
> Aber mal eine andere Frage Herr Egginger, wo schreibt das BRD GG fest,
> dass die BRD ein kapitalistischer Staat sein muss?

Nicht nur deshalb brauchen wir die FDP.

> Und jetzt kommen sie mir nicht mit die BRD wäre keiner sie hätte ja die
> "soziale Marktwirtschaft"

Deshalb brauchen wir starke Gewerkschaften.

Und noch einiges mehr brauchen wir...
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 00:18 Uhr
Also ich muss hier Herrn Knecht 100% recht geben. 1946 wollte in der Tat eine große Mehrheit die Verstaatlichung! Und es steht nirgendwo geschrieben, dass diese nur vorübergehend sein muss/darf. Und spätestens seit 1990 ist in der Tat das soziale Deckmäntelchen entfallen und so dass die Marktwirtschaft immer radikaler und unsozialer wird. Und ich denke ganz Grundsätzlich sollt es lauten: Der Mensch geht vor Profit! Und nicht alles sollte ökonomischen Interessen unterworfen sein bzw. werden, sondern wirtschaftliches und politisches Handeln sollten in erster Linie der menschlichen Bedürfnisbefriedigung und dem Allgemeinwohl dienen und eben nicht den Profitinteressen einzelner!
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 00:27 Uhr
Wenn man etwas verkauft was einem nicht gehört, hm... sie haben recht Herr Egginger, das ist keine Enteignung von kollektivem bzw. öffentlichem Eigentum. Das ist ordinärer Raub!

Über den Satz "Nicht nur deshalb brauchen wir die FDP." habe ich mich köstlich amüsiert.
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 01:00 Uhr
Also das einzige, wo die FDP aktuell noch zu gebrauchen ist, ist vielleicht die "Verhinderung der Vorratsdatenspeicherung". Ansonsten denke ich, könnten wir in der Tat sehr gut oder gar besser ohne die FDP leben.
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 01:01 Uhr
Und starke Gewerkschaften und starke FDP, das Widerspricht sich m.E. doch ganz erheblich.
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 10:44 Uhr
Herr Egginger, wenn Sie nur schreiben "Blödsinn", "Unsinn", "keine Ahnung", "sie haben die DDR nicht gekannt", dann denke ich : armer Mann, wenn er sonst keine Argumente hat.
Kritisieren Sie die DDR und überlegen, woher die wirtschaftlichen Probleme kommen - da bin ich dabei. Und dann überlegen Sie, was mit einem Privatunternehmen wäre, das so verschuldet ist wie die BRD (unter Berücksichtigung des BIP).
Wir können auch die Frage stellen, wieso nach dem 2. Weltkrieg, als die CDU noch den Soialismus pries, eine derartige sinnvolle und humane Verfassung zustande kam. Allerdings wurde sie alsbald scharf angegriffen, u.a. von General Clay im Aufttrag unserer westlichen Verbündeten.
Also.Herr Egginger, ich traue Ihnen zu, dass wir über derartige Fragen sachlich streiten können.
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 11:12 Uhr
Ihre letzten beiden Beiträge Herr Momberger sind voll ins Schwarze.
Besonders ...: Ansonsten denke ich, könnten wir in der Tat sehr gut oder gar besser ohne die FDP leben.

Ist auch voll meine Meinung, auch wenn die Herren Greilich an anderer Stelle anderer Meinung sind.
289
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 11:16 Uhr
"Arbeiter der Stirn und der Faust!
Wir stehen am Anfang einer Zeitenwende!
Das bürgerlich-kapitalistische Zeitalter ist vorbei!
Dem Sozialismus gehört die Zukunft!..."

aus einem Flugblatt der CDU von 1946

"Bergbau... Eisenschaffende Großindustrie... sind zu vergesellschafte.
Das Genossenschaftswesen ist mit aller Kraft auszubauen und die Rechtsform der Stiftungen auch in wirtschaftlichem Bereich nachdrücklich zu fördern."

aus dem Ahlener Wirtschaftsprogramm der CDU für NRW vom 3.2.1947

sind noch mehr Zitate erwünscht?
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 12:10 Uhr
Und dann wurden die ehemaligen NSDAP Mitglieder in der CDU stark und dann war es das mit dem Ahlener Programm. Bei der FDP war es ja nicht besser.

Ein Spruch aus den 1950er Jahren war: "Dumme Nazis gründen eigene Parteien. Schlaue Nazis gehen in die CDU und in die FDP!"
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 12:20 Uhr
Ich bin ein Gegner der Todesstrafe. Wissen sie aber, wem und warum wir die Abschaffung der Todesstrafe im GG verdanken?

Hans-Christoph Seebohm, schlug ein Verbot der Todesstrafe vor. Er wollte damit vor allem die Todesurteile für Kriegsverbrecher aussetzen lassen. Seebohm äußerte sich in Reden über Ehrfurcht vor Fahnen des Faschismus und sprach von einer Sozialdemokratie mit asiatischen Wurzeln, die nicht zum Deutschtum führen könnten. Er war Mitglied der DP und später der CDU.
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 16:47 Uhr
ich sage nichts mehr. Ist doch eh schon alles gesagt zu unseren Saubermänner . Gelesen haben 20.853 und es wurden 127 Kommentare abgegeben.
Saubere Leistung
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 03.03.2012 um 19:36 Uhr
Naja, es gäbe sicherlich noch viel zu sagen zu dem ganzen, aber in der Tat wurden hier schon einige wichtige Aspekte der Deutschen (Verfassungs)geschichte nach 1945 und des Umgangs mit seiner Vergangenheit und den Verfassungstexten sowie zu den handelnden Personen genannt.
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.03.2012 um 14:59 Uhr
20951 mal gelesen, 129 Kommentare. Nur wegen der Statistik ;-)
11
Horst Kallmeyer aus Allendorf (Lumda) schrieb am 04.03.2012 um 15:12 Uhr
Deshalb höre ich jetzt auch auf, mich zu beteiligen.
Zum Schluss nur noch ein Link und dann Tschüss, wie man jetzt ja so sagt.

http://www.kommunisten-online.de/blackchanel/kommunisten.htm#Unwissenheit
Klaus Stadler
3.196
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 06.03.2012 um 11:49 Uhr
Frau Klarsfeld arbeitete bis 1989 mit der Stasi zusammen und be-kam ihre Informationen von diesem Verein. Das zur Nazijägerin. Die Nazis in der DDR hat sie nicht enttarnt, das wollte die Stasi auch nicht.Nachlesbar im Spiegel Nr.10/5.3.12. Das zur Kandidatin der Linken.
235
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 06.03.2012 um 12:02 Uhr
Tja Herr Stadler, da kann man mal wieder sagen gute Arbeit MfS. Die faschistischen Kriegsverbrecher in der DDR mussten von ihr ja auch nicht gejagt, enttarnt, vor Gericht gestellt oder mit einer leider nicht ganz genau platzierten "Watschn" wie der Bayer sagt bedacht werden. Das konnte im Gegensatz zur BRD Justiz die DDR Justiz sehr gut und Gründlich.

Dennoch habe auch ich mit Frau Klarsfeld meine Probleme. Was sie vor Jahrzenten tat, alle Achtung! Aber was sie heute für Positionen hat ... Unmöglich!
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.03.2012 um 12:13 Uhr
21084 mal gelesen 133 Kommentare. Die Story geht weiter!
Martina Lennartz
2.868
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 07.03.2012 um 00:24 Uhr
Ich warte auf die Antwort von Herrn Egginger mit seiner fachlichen und sachlichen Kompetenz seitens der FDP??
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.03.2012 um 11:29 Uhr
;-( gibt es da was zu berichten?
289
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 09.03.2012 um 12:59 Uhr
Inzwischen äußern sich auch DDR-Bürgerrechtler gegen die Kandidatur von Gauck (s. Welt online von heute)
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.03.2012 um 16:31 Uhr
Ja weil er nicht so aktiv war, wie manche es meinen und er es aber nicht richtigstellt. Er sonnt sich in dieser gewissen Bewunderung ;-(
289
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 09.03.2012 um 18:49 Uhr
Richtig, Gauck war überhaupt nicht aktiv, sondern hat seine Privilegien genossen. Erst im Sommer/Herbst 1989 hat er sich besonnen und sich drangehängt.
Klaus Stadler
3.196
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 10.03.2012 um 16:42 Uhr
Lieber Herr Knecht,nur ein Beispiel der Nazis die in der DDR Karriere gemacht haben : Luitpold Steidle,Gesundheitsminister der DDR in den fünfziger Jahren. Auch hohe Offiziere der Nationalen Volksarmee waren ehemalige Nazis. Also erzählen sie nicht so einen Quatsch.
Christian Momberger
10.373
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 10.03.2012 um 17:18 Uhr
Also wenn ich den Wikipedia-Artikel über die hier genannte Person lese (http://de.wikipedia.org/wiki/Luitpold_Steidle) dann wurde er zwar 1933 NSDAP-Mitglied, wurde aber kurze Zeit später wieder ausgeschlossen. Später wurde er als Militärangehöriger sogar zum Tode verurteilt. Leider steht da nicht, warum er ausgeschlossen wurde und 1943 zum Tode verurteilt wurde, aber irgendwas muss ja gewesen sein, dass er mit der Partei und dem Staat in Konflikt kam. Klar er war kein Antifaschist und Widerstandskämpfer, aber ob er wirklich ein radikal überzeugter Nazi war weiß ich nicht. Jedenfalls hat er im 3. Reich keine große Karriere gemacht. Und es hat ja keiner behauptet, dass die DDR nur von Antifaschisten und Widerstandskämpfern aufgebaut wurde. ;-) Aber vergleichen sie doch mal die Biographie von Herrn Steidle, insb. im 3. Reich mit denen eines Kiesiger, Filbinger, Globke, Achenbach und Co.
Daher ganz klar: In der DDR mögen einzelne NSDAP-Mitglieder ein Amt, eine Position im neuen Staat bekommen haben - keine Frage, aber die BRD wurde nahezu von den Nazis den Nazis "Wiederaufgebaut"! Spätestens ab 1951 waren alle wieder in Amt und Würden!
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 11.03.2012 um 12:00 Uhr
Nur eine kleine Ergänzung zu Thomas Knecht und Christian Momberger!
Wenn ein Jugendlicher mit 15 Jahren sich 1940 zu den Nazis hingezogen gefühlt hat, mache ich ihm keinen Vorwurf, wenn er danach seine Fehler ehrlich eingesteht - ob im Osten oder Westen. Die Bewegung "Freies Deutschland" hat manch einen zum Nachdenken gebracht.
Ansonsten: Die Hauptverbrecher haben mit ein wenig Einschränkung ihr Werk in der BRD forgesetzt. Sehen Sie mal unter "Organisation Gehlen" nach.
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.03.2012 um 13:38 Uhr
Manche Institutionen hatten einfach Bedarf an "Fachleuten";-(
Bernhard Kröger
372
Bernhard Kröger aus Gießen schrieb am 12.03.2012 um 23:29 Uhr
T-Online: Neues über C. Maschmeier
"Carsten Maschmeyer sattelt um: Nach seinem Ausstieg bei Swiss Life hat der umstrittene AWD-Gründer jetzt bei den Mitteldeutschen Fahrradwerken (Mifa) das Sagen: Er habe seine Anteile an dem Fahrradhersteller von 29 Prozent um gut vier Prozentpunkte auf mehr als 33 Prozent aufgestockt, wie ein Mifa-Sprecher in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) mitteilte. Aktienpaket ist mehr als 23 Millionen wert. Maschmeyer sei damit größter Aktionär der Firma."

Weiteres zu Gauck und Umfeld unter:
http://www.okv-ev.de/

PS: Auch Michael Beltz wird zitiert. Siehe Sammlung!
289
Frauke Weber aus Gießen schrieb am 15.03.2012 um 00:33 Uhr
Es wird mmer deutlciher, dass Gauck zum menschenverachtendem kapitalistischem System passt und nicht das geringste mit Demokratie oder Menschenrechten tun hat.
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.03.2012 um 15:41 Uhr
Passt er da nicht zum Deutschen Volk? Wie war noch mal der Spruch mit den Kälbern und dem Metzger?
Michael Beltz
4.422
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.04.2012 um 13:19 Uhr
.
Peter Herold
20.190
Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.04.2012 um 13:31 Uhr
Lieber Herr Beltz, Ihrem Kommentar kann ich mih anschließen. Es gibt nichts, was nicht schon gesagt worden wäre
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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Michael Beltz
4.422
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