Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Erster Info-Abend der Partei "Die Violetten" in Gießen - Gelungener Start in Mittelhessen

Gießen | Vergangenen Montag kamen zahlreiche BesucherInnen in Gießen zum ersten Info-Treffen der jungen Partei zusammen, die auf Landesebene, aber noch nicht in den Kommunen, vertreten ist. Im Internationalen Sprach-, Kultur- und Reisecafé „Giramondi“ begrüßte Judith Gutsch aus Bad Nauheim, Mitglied im Landesvorstand Hessen, die Gäste und verlas die Präambel der Partei. „Die Violetten" sehen sich als Vertreter und Sprachrohr von Menschen, die sich in unserer Gesellschaft ein Mitspracherecht wünschen, angehört und Ernst genommen werden wollen. Der ganzheitliche Ansatz der Violettenpolitik bedeutet, dass dem Menschen wieder mehr Bedeutung beigemessen wird und nicht nur Leistungs- und Gewinnstreben, die derzeit in der Wirtschaftspolitik vorherrschen.
Spiritualität in der Politik bedeutet, dem Wohl allen Seins verpflichtet zu sein, in Liebe, Toleranz und Verantwortung zu handeln und die Erde und alle Geschöpfe als wertvoll und schützenswert zu achten und zu erhalten. In einer Gesellschaft, in der der Einzelne zunehmend auf Hilfe von Außen angewiesen ist, sind Werte wie Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Gemeinsinn wichtig.
Mehr über...
Der Autor hat diesem Beitrag leider keine Tags (Stichwörter) zugeordnet!
Kreativität, offene Kommunikation, ökologisches Denken, Gewaltfreiheit, Freiheit im Geistesleben, Menschlichkeit im Wirtschaftsleben, Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit aller Menschen sind Ziele einer Gesellschaftsordnung, die „Die Violetten“ anstreben.
In Gesprächen mit allen TeilnehmerInnen des Info-Abends kam die Frage nach der Beteiligung an der Landtagswahl auf.
Ende November 2008 hat der Landesvorstand der Partei „Die Violetten“ beschlossen, nicht an der hessischen Landtagswahl am 18.Januar 2009 teilzunehmen.
Begründung:
„Die Violetten“ befürworten eine integrale Politik. Dies bedeutet konkret, dass die von den Bürgern gewählten Parteien in Hessen hätten zusammenarbeiten müssen, und zwar genau so, wie bereits gewählt wurde. „Die Violetten“ haben die Vision von einer Regierung jenseits der Macht. Die Parteien sollen sich zusammenfinden und gemeinsam, trotz unterschiedlicher Meinungen, einen Konsens finden zum Wohle der Allgemeinheit. Dies ist das Verständnis einer neuen Politik. Eine Neuwahl wäre somit überflüssig.
„Die Violetten“ wollten ihre Energie nicht in ein erneutes Spiel der Macht stecken.
Zudem ist für kleine Parteien, die bisher noch nicht im Landtag vertreten sind, eine Hürde aufgebaut. Zum einen hätte, sofort nach Bekanntgabe des Wahltermins, eine Landesmitgliederversammlung innerhalb der gesetzlichen Fristen einberufen werden müssen, um eine neue Liste der Wahlkandidaten aufzustellen. Die alte gilt, nach Auskunft des Landeswahlleiters, nicht mehr. Anschließend hätten innerhalb von drei Wochen 1000 Unterstützungsunterschriften gesammelt werden müssen. Das Prozedere sieht weiter vor, dass die Formblätter der hessischen Wahlberechtigten bei den einzelnen Gemeinden hätten bestätigt werden müssen, um sie bereits Mitte Dezember 2008 beim Landeswahlamt abzugeben.

"Die Violetten" konzentrieren sich nun auf die Teilnahme an der Europa- und Bundestagswahl im Jahr 2009.

Kommentare zum Beitrag

Mathias Engelhart
5.038
Mathias Engelhart aus Gießen schrieb am 16.01.2009 um 09:24 Uhr
"„Die Violetten“ haben die Vision von einer Regierung jenseits der Macht. [...] Eine Neuwahl wäre somit überflüssig". Heißt dass, ich sollte sie garnicht erst wählen (sofern sie auf einem Wahlzettel stehen)??
Judith Gutsch-Jost
47
Judith Gutsch-Jost aus Gießen schrieb am 16.01.2009 um 10:02 Uhr
Selbstverständlich nehmen"Die Violetten" an Wahlen teil, wann immer es möglich ist. Sie möchten eine neue Art von Politik in die Gesellschaft tragen, in der es nicht um die Macht an sich geht und um Recht haben, sondern um eine neue Kultur des Miteinanders. Ursprünglich heißt Politik "Die Kunst des sozialen Zusammenlebens". "Die Violetten" setzen sich dafür ein, dass dies in der Bevölkerung bekannt wird und jeder die Gesellschaft z.B. über Volksentscheide mitgestalten kann.
6
Andreas Bleeck aus Allendorf (Lumda) schrieb am 19.01.2009 um 16:00 Uhr
Hallo Mathias,

es kam vielleicht im Artikel missverständlich herüber, dass die Violetten nicht den Weg der demokratischen Parteien gehen wollen. Das Gegenteil ist der Fall. Warum wir nicht an der heutigen Wahl teilnehmen ist allein dem erwähnten Problem geschuldet, dass wir hätten 1000 neue Unterschriften in wenigen Wochen sammeln müssen.

Das kam vielleicht wegen der Länge des Artikels nicht so deutlich heraus. Falls du uns helfen willst, die für die Bundestagswahl erforderlichen 2000 Unterschriften für Hessen zu erreichen, findest du das Formular auf unserer Homepage www.die-violetten.de

Herzlichen Dank

P.S. du kannst nur ein Formular für die Bundestagswahl ausfüllen, also nur einer kleinen Partei die Chance ermöglichen, an der Wahl teilzunehmen.
Mathias Engelhart
5.038
Mathias Engelhart aus Gießen schrieb am 20.01.2009 um 03:17 Uhr
Tut mir leid,
aber helfen möchte ich ihnen nicht, allein aus dem ersten Satz des letzten Kommentares: "es kam vielleicht im Artikel missverständlich herüber, dass die Violetten nicht den Weg der demokratischen Parteien gehen wollen. Das Gegenteil ist der Fall"
Ich wähle aus Prinzip nur demokratische Parteien und da fallen sie in doppelter Aussage (im Artikel und aus ihrem Kommentar, Herr Bleek) nicht darunter.
6
Andreas Bleeck aus Allendorf (Lumda) schrieb am 20.01.2009 um 09:13 Uhr
Hallo Herr Engelhart,

mein Name wird mit ck geschrieben. Ich schrieb, dass wir gerade das Demokratische besonders betonen und die schleichende Entmündigung des Bürgers kritisieren. Wir stehen für mehr Basisdemokratie und Volksentscheide. Ich hätte den Satz nicht so umständlich machen sollen.

Gruß
Andreas Bleeck
Eike Braunroth
11
Eike Braunroth aus Laubach schrieb am 23.01.2009 um 20:08 Uhr
Möglichkeiten, sich (k)eine Meinung mehr zu bilden gibt es gerade vor Wahlen zur Genüge. Nur vor jeweiligen Wahlen flattern unbestellte Werbebroschüren - gewissermaßen als schriftliche Spams - in den hauseigenen Briefkasten.

Für mich ist der o.g. Artikel ein Beitrag, der aufhorchen läßt und keine Anzeichen von Beeinflussung zeigt.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Judith Gutsch-Jost

von:  Judith Gutsch-Jost

offline
Interessensgebiet: Gießen
Judith Gutsch-Jost
47
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
„Die Violetten“ - Kennenlern-Party mit Brunch
Die Violetten – Mittelhessen begrüßen den Frühling mit einem...
Was ist das - eine Unterstützungsunterschrift?
Kleine Parteien, wie „Die Violetten“, benötigen von wahlberechtigten...

Weitere Beiträge aus der Region

Wetzlarer Hilfswerk NETZ Bangladesch finanziert Schutzbauten
Zyklon in Bangladesch: Menschen fliehen in Schutzbauten von NETZ
Einen sichere Zuflucht fanden 1150 Menschen während des tropischen...
DAS HANDY (Monolog eines alten Schauspielers)
Wenn ich die Figuren, die ich darstellen soll, nicht aus ihrem...
Der jüngste Nachwuchs am Schwanenteich
Vogelbeobachtungen aus dem NSG Lahnaue und Umgebung
Wochenende, da heißt es für den Chronisten raus in die Natur....

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.