LA21-Aktive der Korridor-Gruppe hinter dem von ihnen mit initiierten LGS-Logo-Beet vor dem Regierungspräsidium Gießen
Gießen | Die Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2014 (LGS) in Gießen werden immer konkreter. Die Aufwertung des Schwanenteiches hat begonnen, die neue Brücke zwischen Nord- und Weststadt über die Lahn wird gebaut, die Neugestaltung des Kirchenplatzes ist vorgesehen - und noch viel mehr wird kommen!
Viele freuen sich auf die LGS – so auch die Lokale Agenda 21 (LA 21)-Gruppe „Korridore Landesgartenschau 2014“, die sich mit der Gestaltung der Verbindungswege (den „Korridoren“) zwischen der Wieseck- und der Lahnaue befasst. Diese Wege hat die Gruppe erkundet, ihre Eindrücke und Vorschläge in einer Dokumentation festgehalten und der Stadt im Sommer 2011 übergeben. „Für den sechsmonatigen Zeitraum der Durchführung der LGS sind vielfältige Tätigkeiten und Aufwendungen jeglicher Art notwendig. Es kann und es darf nicht sein, dass die personellen und materiellen Ressourcen für die Landesgartenschau einfach verpuffen – sie müssen nachhaltig wirken und damit über das Jahr 2014 hinaus ausstrahlen. Unser Hauptaugenmerk liegt daher auf mittel- und langfristigen Maßnahmen zur dauerhaften Steigerung der Attraktivität unserer Stadt“,
so die Gruppe. Daher wollen die Agenda-Aktiven in den nächsten Monaten den Austausch zur Gestaltung der Korridore mit interessierten Personen, Institutionen und dem Handel ausweiten sowie gemeinsam Maßnahmen entwickeln und umsetzen. Gemeinsam lässt sich vieles mit einfachen Mitteln unkompliziert freundlicher und attraktiver gestalten.
Wichtige Partner für die Korridor-Gruppe sind dabei besonders die Korridor-Anlieger. Als ein positives Beispiel ist die gemeinsame Bepflanzungsaktion vor dem Haupthaus des Regierungspräsidiums (RP) Gießen am Landgraf-Philipp-Platz mit dem RP, dem Büro LGS der Stadt Gießen und dem Förderverein Landesgartenschau 2014 zu nennen.
Aber auch Aktionen, die die Korridore beleben, wie bereits das Kunstspectaculum an der Wieseck, sind nach Auffassung der Gruppe notwendig, um das Gesamtkonzept LGS charmant und attraktiv zu gestalten.
In den nächsten Monaten will die Gruppe bei Vor-Ort-Terminen unterschiedlichste Maßnahmen angehen, um die Stadt nachhaltig bei der Umsetzung zu unterstützen. Wer Interesse an der Vorbereitung hat oder auch mitwirken möchte, ist herzlich eingeladen an den Treffen der LA21-Gruppe teilzunehmen. Termine können den lokalen Zeitungen bzw. der städtischen Homepage http://www.giessen.de/Rathaus_und_Service/Lokale_Agenda_21/ entnommen werden.
> Es kann und es darf nicht sein, dass die personellen und materiellen Ressourcen für die Landesgartenschau einfach verpuffen – sie müssen nachhaltig wirken und damit über das Jahr 2014 hinaus ausstrahlen.
Wenn es wirklich so wäre, dass die vielen teuren Ausgaben für die Landesgartenschau (LaGa) wirklich nachhaltig wären und dafür sorgen würden, dauerhaft mehr Menschen nach Gießen ziehen oder die Stadt besuchen und so Mehreinnahmen generieren würden, dann könnte man ja noch irgendwie sagen, die Kosten für die LaGa sind nicht völlig unsinnig. Aber gerade die nachhaltigen Sachen, wie z.B. das Kanutencamp an der Lahn in Höhe des Schlachthofes, die Terrasierung des Lahnufers vor den beiden Bootshäusern und vieles mehr wurde bereits gestrichen.
Gut, die Nordstadtbrücke wird wohl kommen und diese erscheint mit durchaus auch sehr sinnvoll und gut. Aber Geld für einen breiten ode besser gar zweite Unterführung für Radfahrer und Fußgänger im Bereich Sudentenlandstraße/Bootshausstraße/Wißmarer Weg hat man nicht, denn ich möchte nicht wissen, wie viele Unfälle mit diesen Verkehrsteilnehmern in Zukunft an dieser Stelle passieren werden, wenn viele die Nordstadtbrücke nutzen werden. Uns so bleiben bzgl. der LaGa doch fast nur ökologischer Frevel und fragwürdige Projekte über.
Warum muss man z.B. ein sehr gut angenommenes und für viele Menschen sehr wichtiges Naherholungsgebiet, in dem es eine m. E. hervorragende Symbiose von Mensch und Natur gibt, so massiv abholzen und umgestalten?
Oder warum muss man den Kirchenplatz unbedingt zupflastern und damit auch noch die letzte innerstädtische Grünfläche entfernen?
Und wer sagt denn, dass die Stadt die neu gestalteten Flächen und Anlagen hinterher auch Pflegen kann, d.h. das nötige Kleingeld dazu hat?
Denn wegen Geldmangels wurden auch die Begleitmaßnahmen fast alle gestrichen oder massiv dezimiert. Sanierung Konrad-Adenauer-Brücke -> kein Geld da. Bahnhofsvorplatz -> sehr stark abgespeckt ...
Und die vielen Fördergelder von denen Anfangs die Rede war, das waren auch nur Luftnummern.
Also ich mag mitnichten in der große Loblied auf die LaGa, wie es hier in dem Artikel getan wird einstimmen! Ich denke wenn man ehrlich und sauber rechnet, dann wir die Kosten-Nutzen-Rechnung deutlich negativ sein. Von den sich daraus ergebenden sozialen Konsequenzen ganz zu schweigen.
Aber wenn die Mitglieder der LAG21 so für die LaGa sind, dann schlage ich hier doch einfach mal vor, dass diese mind. 50% der Kosten für diese Mammut-Blümchenshow übernehmen. Denn kaum mehr als eine Blümchenshow ist übriggeblieben von dem Bewerbungskonzept "Auf zu neuen Ufern", mit dem man sich den Zuschlag vom Land Hessen geholt hat.
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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