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Auch bei klirrender Kälte: Die Polizei - ein Freund und Helfer

Gießen | Am vergangenen Samstag, 4. Februar, leisteten Polizeibeamte der Gießener Polizeistationen Nord und Süd in zwei Fällen durchgefrorenen Bürgern rechtzeitig Hilfe. Um kurz nach 17 Uhr hatte sich eine 46-jährige Frau aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf in Begleitung der 17-jährigen Tochter und einer gleichaltrigen Freundin irgendwo am Dünsberg verlaufen. Bei einsetzender Dämmerung und Eiseskälte hatten das Trio auf dem Rückweg zum Parkplatz die Orientierung verloren und befand sich dann an einem Wasserschutzgebiet. Der Ehemann der 46-Jährigen, der bereits am Parkplatz wartete, verständigte über Notruf die Polizei. Ein ortskundiger Beamter der Polizeistation Gießen Nord übernahm von der Wache aus die "Lotsung" der Verirrten. Er erreichte die "Irrläufer" auf dem mitgeführten Handy. Mit genauen Instruktionen und einem längeren Telefonat gelang es dem nur "hörbaren Pfadfinder", dass Trio sicher aus dem Wald bis nach Frankenbach zu leiten. Dort wurden sie am frühen Abend von einem glücklichen Familienangehörigen abgeholt. Schon am Samstagmorgen waren zwei ziemlich durchgefrorene 16-jährige Jugendliche aus dem Vogelsbergkreis
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bei strammen Minustemperaturen in die wärmende Obhut der Polizei gekommen. Sie wollten unangekündigt eine Freundin in einem Pohlheimer Stadtteil besuchen: doch es kam anders. Die Jungs waren am Freitagmittag mit dem Zug aus Alsfeld angereist. Dabei hatte sie bis auf 20 Cent ihre komplette Barschaft verbraucht und es ging per Fußmarsch weiter von Gießen in Richtung Pohlheim. Die Freundin konnten sie dann vor Ort weder an der Wohnung noch per Telefon erreichen. In der Hoffnung, die Freundin käme irgendwann nach Hause, harrten die beiden stundenlang in der Kälte aus. In der Nacht um 2 Uhr gaben sie die Hoffnung schließlich auf und wussten nicht mehr weiter. Sie sahen sich inzwischen nicht mehr in der Lage, den Rückweg zu Fuß in Angriff zu nehmen. Völlig durchgefroren und bibbernd vor Kälte riefen sie mit letzter Akkuleistung und ohne Guthaben auf der Karte vom Handy aus die Polizei an. Eine Streife der Polizeistation Gießen Süd fand die Burschen schließlich und nahm sie erstmal in den warmen Funkwagen auf. Von dort aus kümmerte man sich um die Organisation der Rückreise. Die Jugendlichen blieben glücklicherweise heil und ohne Erfrierungsschäden.

Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
2.262
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 06.02.2012 um 17:07 Uhr
Schön, wenn die Beamten auch mal angenehmere Aufgaben erfüllen können, als immer nur Negatives. Hier zeigt sich auch wieder mal, dass Handys durchaus von Nutzen sein können. So schnell werden die beiden Jugendlichen sicher keinen Überraschungsbesuch mehr machen, schon gar nicht bei Minusgraden.
Jenny Burger
525
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 07.02.2012 um 08:42 Uhr
So können die beiden Jungs wieder was auf das Konto "Erfahrung" verbuchen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  von Amtswegen

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