Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Landesgartenschau Gießen Bürgermeisterin sagt Ja zu „Runden Tisch“

Gießen | Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich begrüßt den Vorschlag des BUND, einen Runden Tisch zur Landesgartenschau einzurichten, um weitere Schritte bezüglich der naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen, für einem sachlichen und informativen Austausch, auf kurzem Wege abzustimmen. Die fruchtbare Unterstützung des BUND und des NABU habe auch bisher schon viele positive Beiträge in die Planungen der Landesgartenschau einfließen lassen.

„Bezüglich der Baumfällarbeiten können wir allerdings jetzt keine weiteren Gespräche mehr führen. Diesbezüglich ist alles mehrfach besprochen und abgewogen worden. Es muss jetzt unbedingt weitergearbeitet werden, um die Landesgartenschau 2014 noch zu realisieren“, so Detleff Wierzbitzki, Geschäftsführer der Landesgartenschau Gießen GmbH.

Die Baumfällungen seien bereits auf ein Mindestmaß reduziert worden, mehrfach in unterschiedlichen Besprechungen mit dem Naturschutzbeirat oder direkt mit dem BUND diskutiert und festgelegt worden. Der Naturschutzbeirat als beratendes Organ der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) ist zu naturschutzrelevanten Themen gehört und deren Vorschläge sind soweit möglich berücksichtigt worden.

Mehr über...
„Die UNB ist von Anfang an in die Maßnahme eingebunden und es findet ein permanenter Austausch statt. So wurden zum Beispiel die Rotbuche nahe dem Mohrungen-Denkmal und die benachbarte Espe von der Fällliste gestrichen worden. Dies ist nur ein Beispiel für die Reduzierung der zu fällenden Bäume von 250 auf 174 Bäume“, so Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich.

Ebenfalls werde die Anregung des BUND einer ökologischen Baubegleitung umgesetzt, die Bestandteil der Fällarbeiten sei. Bisher sind an den betreffenden Bäumen keine Baumhöhlen entdeckt worden. Im Zuge der Fällarbeiten werden die möglicherweise betroffenen Bäume schrittweise von oben abgesetzt und durch die ökologische Baubegleitung begutachtet.

„Das laufende Bürgerbegehren habe momentan keine aufschiebende Wirkung auf die Baumfällarbeiten. Das politische Instrument Bürgerbegehren dürfe auch nicht dazu missbraucht werden, demokratische gefällte Beschlüsse über eine Verzögerungstaktik auszuhebeln“, so Detleff Wierzbitzki.

Baumfällungen dürfen laut Bundesnaturschutzgesetz nur vor dem 1. März durchgeführt werden. Danach sind Fällungen nur mit einer Ausnahmegenehmigung der UNB in einem begrenzten Zeitraum möglich. Es liegen alle Genehmigungen für die Fällungen, sowie zu erfüllende Auflagen der einzelnen verantwortlichen Behörden, vor.

Kommentare zum Beitrag

Stefan Walther
4.574
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.01.2012 um 15:16 Uhr
Demokratischer als bei einem Bürgerentscheid kann es doch gar nicht zugehen Herr Wierzbitzki, denken Sie einfach mal darüber nach, oder verstehen Sie etwas anderes unter Demokratie?

NABU und BUND wollen unter diesen Umständen einen so genannten "Runden Tisch"? Werden die Sozialverbände auch eingeladen, oder spielt die finanzielle Frage gar keine Rolle?
Kann ja nichts schaden wenn man sich mal zusammensetzt, man sollte aber nicht die Augen vor der Realität verschliessen, und vor dem wer hier das Sagen hat. Die gleiche Energie wünschte ich mir von NABU und BUND bei der Unterstützung der Bürgerinitiative, da wäre doch bei einem erfolgreichen Bürgerentscheid (Absage der LaGa) alle Probleme dieser beiden Verbände auf einen Schlag gelöst!?! Oder habe ich da die Forderungen etwa falsch verstanden ???
H. Peter Herold
28.377
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.01.2012 um 17:54 Uhr
Lieber Stefan, ich habe es heute in der Zeitung gelesen. Ich glaube die wollen/müssen unbedingt die Bäume vor dem 1. März fällen. Geht sonst nur noch mit Sondergenehmigung. Auf jeden Fall würde eine so wirksame Verzögerung erreicht, dass die Show in 2014 in Frage gestellt würde. Ich glaube dagegen werden die mit allen Tricks arbeiten.
Martin Wagner
2.585
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 20.01.2012 um 20:13 Uhr
Herr Detleff Wierzbitzki
könnte gut sein, dass das mit ihrer momentanen Arbeitsstelle (Landesgartenschau gmbh) schlecht weiter läuft.

Wenn der Bürger gesprochen hat (im Bürgerentscheid) gibt es keine Landesgartenschau 2014 in Giessen, dann können sie sich einen neuen Job suchen. Kann auch sein, dass sie dann die letzten Monatsgehälter nicht bekommen. (Giessen ist Pleite und im Bürgerbegehren - die Vorstufe des Bürgerentscheids - steht, dass für die Landesgartenschau keine Schulden gemacht werden dürfen).

Ich empfehle den Beitritt in die Gewerkschaft (wahrscheinlich ver.di, aber das sagen ihnen die Damen und Herren im Gewerkschaftshaus) damit sie für den dann nötigen Rechtsstreit Rechtsschutz haben.

mfg gez. Martin Wagner
H. Peter Herold
28.377
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.01.2012 um 12:37 Uhr
Gute Argumente Herr Wagner und Ihr Lächeln auf dem Bild passt dazu.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) aus Stadt und Land

von:  aus Stadt und Land

offline
Interessensgebiet: Gießen
26.832
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
TIG-Geschäftsführerin Antje Bienert, Bürgermeister Peter Neidel und Landrätin Anita Schneider (v.l.n.r.)  bewerben mit dem 6. Gießener Existenzgründertag auch Gießen als dynamische Gründerregion mit vielfältigen Unterstützungsangeboten.
6. Gießener Existenzgründertag „TIG Start-Up“: Beratung, Information und Austausch zum Start in die Selbständigkeit
In der Region Gießen gibt es ein großes Unterstützungsangebot für...
Bei der JHV.
Breitensportler in Biebertal mit erfolgreichem Jahresrückblick
Am vergangenen Freitag Abend fand im neuen Anbau des BSV die...

Weitere Beiträge aus der Region

Infoveranstaltung zur Berufsrückkehr nach Familienzeit
Eine Infoveranstaltung zum Thema Wiedereinstieg in den Beruf und...
Von der Riester- über die Rürup- zur Söderrente
Von der Riester- über die Rürup- zur Söderrente Geht es nach dem...
Der BC Pharmaserv Marburg bestreitet am Samstag, 25. Januar, sein erstes Bundesliga-Heimspiel des Jahres 2020. Foto: Laackman/PSL
Marburg empfängt Samstag Nördlingen
Locker bleiben! Damen-Basketball-Bundesliga: BC Pharmaserv...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.