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Mädchen stärken: Gewaltpräventionstraining für Mädchen

Gießen | WENDO ist spezielle Selbstbehauptung und Gewaltprävention für Mädchen und kein Kampfsport! Die meisten Mädchen kennen als Lösung von Ärgereien, Angriffen und Übergriffen – Weglaufen oder sich mit Fäusten wehren. Im WENDO geht es um das, was möglich ist, bevor ich zuschlagen oder wegschubsen oder zutreten muss.

Ziel des Trainings ist es, dass Mädchen lernen dem eigenen Gefühl zu vertrauen, ihre Grenzen deutlich wahrzunehmen, um so bei Ärger, Angriffen und Übergriffen reagieren zu können. Sie lernen selbstsichere Verhaltensweisen, um Grenzverletzungen verbal und mittels Körpersprache früh zu stoppen, sowie Selbstverteidigungstechniken und Tricks, um sich auch bei körperlichen Angriffen wirksam wehren zu können. Es geht auch um Spaß an der eigenen Kraft sowie der eigenen lauten Stimme. Die Mädchen werden darin unterstützt, klar und deutlich zum Ausdruck zu bringen, was sie wollen und was sie stört. Denn selbstsichere und informierte Mädchen sind besser geschützt.

Der Gießener Verein „Unvergesslich Weiblich e.V.“ bietet am 4. & 5. Februar 2012 ein Wochenende für Mädchen 8-11 Jahre (Samstag 10:00 – 16:00 und Sonntag 10:00 – 14:00 Uhr) an und ab dem 07. Februar 2012 fortlaufende Kurse für Mädchen von 6 – 8 Jahren von 15:30 – 17:00 Uhr sowie für Mädchen von 8 – 11 Jahre 17:00 – 18:30 Uhr an.

Weitere Informationen und Anmeldung bei:

Unvergesslich Weiblich e.V.
Liebigstr. 83
35392 Gießen
Tel 0641-73788
Bürozeiten Mo + Mi 10:30 – 12:30
info@wendo-giessen.de
www.wendo-giessen.de

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Kommentare zum Beitrag

Michael Beltz
2.866
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.01.2012 um 16:00 Uhr
In unserer Schule in Biebertal wurden Kinder (Jungen und Mädchen) in einem Lehrgang darin bestärkt, "nein" sagen zu können. Das geht schon los bei "gib der Oma doch ein Küsschen", oder wenn irgendwelche Leute Kinder antatschen "ei, was bist du süß." Motto war: Mein Körper gehört mir.
Also viel Erfolg bei WENDO, nicht nur für Dich.
Florian Schmidt
1.324
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 18.01.2012 um 16:52 Uhr
Tips und Tricks wie man sich gegen einen körperlichen Angriff wehrt? Da habe ich auch einen. Das erlernen einer Kampfkunst durch REGELMÄSSIGES und langfristiges Training. Die ganzen Nebeneffekte wie Selbstvertrauen, Selbstbehauptung kommen dann von ganz alleine.
Grundsätzlich stutzig werde ich immer bei Selbstverteidigungsangeboten in rein homogenen Gruppen. Ich kann auch nicht lernen wie ich mit einem Bobbycar einen Mercedes überhole.
Katharina Appel
88
Katharina Appel aus Gießen schrieb am 18.01.2012 um 17:31 Uhr
Da liegst du leider falsch Florian. Nur weil ich Karate beherrsche, heißt das nicht automatisch, dass ich in einer prekären Situation den Mund aufbekomme oder soll ich z.B. meinen Chef gleich auf die Matte schicken, statt ihm zu sagen, dass er seine anzüglichen Bemerkungen lassen soll? Dazu gehört nämlich mehr als Kampftechniken. Außerdem geht es bei diesem Kurs um Mädchen bis 12 Jahren, die hier nicht zu Kampfmaschinen ausgebildet werden sollen.
Und da es eben nicht reine Kampftechniken sind, machen geschlechtshomogene Gruppen durchaus Sinn. Mädchen sind zum Teil anderen Widrigkeiten ausgesetzt als Jungs und in reinen Mädchengruppen lassen sich diese leichter bearbeiten.
Es gibt bei Unvergesslich Weiblich durchaus Kurse für Mädchen und Jungen, allerdings nur bis zu einem Alter von 6 Jahren.
Florian Schmidt
1.324
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 18.01.2012 um 18:39 Uhr
Das erlernen einer Kampfkunst ansich hat mehrere Auswirkungen. Es schärft die Wahrnehmung, ändert die Körpersprache und stärkt das Selbstbewusstsein. Wer nicht aussieht wie eine schwache graue Maus wird auch nicht so behandelt. Und wer sich im Training und im Kampf behaupten kann, der wird das auch an anderer Stelle können.
Außerdem gibt es mehr als Karate, da wären zum Beispiel noch Krav Maga, Wing Tsun (und ihre vielen Schreibweisen), Judo (für mich immernoch erste Wahl gerade wenn es um Kinder geht) oder auch Aikido.
Homogene Gruppen grenzen in meinen augen aus und fördern kein Miteinander. Klar sind die Probleme beider Geschlechter verschieden aber die löst man nicht in dem man sie trennt.
Tonia Simone Pöppler
3.192
Tonia Simone Pöppler aus Gießen schrieb am 19.01.2012 um 09:37 Uhr
Ich finde, man kann mit solchen "starken" Kursen nicht früh genug anfangen. Denn Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen ist gerade in diesem Alter unverzichtbar. Klar, kann man auch eine Kampfsportart stattdessen erlernen, darf man diese Kunst jedoch nicht "auf der Straße" anwenden.
Und ich muss Ihnen widersprechen, Herr Schmidt. Ich finde nämlich durchaus, dass diese nach Geschlechtern getrennten Gruppen mehr Erfolg bringen. Besonders in diesem Alter. Mädchen sind unter Mädchen viel freier. Das gleiche gilt sicher auch für Jungs.
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