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Aufregung durch herrenloses Kanu auf der Lahn

Sogar ein Hubschrauber kam zum Einsatz
Sogar ein Hubschrauber kam zum Einsatz
Gießen | Sobald der „Höchste schiffbare Wasserstand (HSW)“ auf schiffbaren Wasserstraßen erreicht ist, ist der Schiffs- und Bootsverkehr verboten. Der HSW wird an ausgewiesenen Pegeln gemessen, der Gießen nächste ist die Schleuse bei Leun, für die ein HSW von 3,60m gilt, und am Samstag, 07.1.12, betrug der Wert dort im Maximum 5,73m. Deshalb sorgte wohl ein Zweierkajak, das unbesetzt und mit Wasser fast voll gelaufen im Bereich der Rodheimer Brücke in Gießen in der Lahn dümpelte, für das Ausrücken mehrerer Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei und Notarzt. Mehr als die Bergung des Kanus war aber nicht möglich und die Frage, ob es sich nur um ein losgerissenes Boot handelte oder ob Wassersportler ihrem Leichtsinn zum Opfer gefallen waren, blieb unbeantwortet, wurde aber anscheinend so ernst genommen, dass wenig später auch noch ein Polizeihubschrauber die Lahn absuchte. Da von der Polizei keine Pressemeldung erging, wird es sich wohl um ein fortgespültes Boot gehandelt haben.

Sogar ein Hubschrauber kam zum Einsatz
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Unbesetztes Kanu in der Lahn
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Ein Einsatzfahrzeug auf der Rodheimer Brücke weist die Kollegen zum Einsatzort am Parkplatz in der Lahnstraße ein
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Einsatzfahrzeuge in der Lahnstraße
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Ein Schlauchboot wird für die Bergung zu Wasser gelassen
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Interessierte Zuschauer auf der Brücke ...
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... und noch mehr im Baum 4
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Kommentare zum Beitrag

Uli Kraft
721
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 10.01.2012 um 22:58 Uhr
Einspruch:
Gießen hat einen PEGEL am Klärwerk (http://www.hlug.de/?id=7121)
in der Lahnstraße.
Die aktuellen Werte können hier eingesehen werden:
http://www.bafg.de/php/GIESSENLAHNW.htm
Bernd Zeun
3.729
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 10.01.2012 um 23:37 Uhr
Das ist zwar richtig, Uli, der Gießener Pegel ist aber nicht schifffahrtsrelevant.
Uli Kraft
721
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 10.01.2012 um 23:46 Uhr
OK, für mich als 'Nicht'-Wassersportler war dies nicht bekannt, danke!
Den Hubschrauber habe ich auch gesehen, hat mich an den 16. Juli 2011 erinnert!
Bernd Zeun
3.729
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 10.01.2012 um 23:58 Uhr
Ich bin auch kein Wassersportler, ich habe das mal vom Gießener Ski- und Kanuclub erfahren, als ich zufällig eine Veranstaltung von denen fotografiert hatte http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/33483/hessische-lehrer-lernen-sich-ueber-wasser-zu-halten/
Bernd Zeun
3.729
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 11.01.2012 um 11:48 Uhr
16.07.2011, damit musst du den Naziaufmarsch in Gießen meinen. Da hielt sich der Hubschrauber auch lange über dem Bereich Rodheimer Brücke. Aber dabei fällt mir gerade auf, dass es anscheinend keine Suchfunktion in der GZ gibt, um schnell an alle Beiträge zu einem bestimmten Datum zu kommen. Jedenfalls habe ich keine Möglichkeit gefunden.
Christian Momberger
6.491
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 14.01.2012 um 21:35 Uhr
Danke Bernd für den Bericht.
Dies war übrigens der erste Einsatz in 2012 für die Seite 01.09.2011 bestehende SEG (Schnelleinsatzgruppe) Wasserrettung im Landkreis Gießen, der Einheit der DLRG-Kreisgruppe Gießen, der DLRG-Ortsgruppe Heuchelheim und der DRK-Wasserwacht Gießen angehören.
Und Bernd, Du hat übrigens voll und ganz recht, für die Schifffahrt und damit auch für den Wassersport maßgebend ist der Pegel Leun.
Bernd Zeun
3.729
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 15.01.2012 um 12:47 Uhr
Hallo Christian, danke für die Zusatzinfo zur SEG. Hatte ich noch nie davon gehört. Vielleicht hast du ja über die DLRG auch noch was zu dem Kanu gehört. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, jemand zu alarmieren, als ich eine 3/4 Std vor dem Einsatz das Boot schon gesehen hatte, als ich den Radweg an der Lahn benutzen wollte, aber wg. des Hochwassers nicht konnte. Das Boot sah etwas angeschmutzt aus und ich hatte angenommen, dass es im Freien gelagert und fort gespült worden war. Als ich später zurück kam, fuhr gerade das erste Einsatzfahrzeug auf die Brücke. Der Schiffsverkehr ist ja bei Hochwasser verboten, um die Ufer vor Schäden durch Wellenschlag zu schützen, aber das trifft ja nicht für Paddelboote zu. Wenn man sieht, wie Kanuten im Wildwasser ihr Boot beherrschen, nimmt man eigentlich an, dass so ein träge dahin strömendes Hochwasser für ein Kajak keine Gefahr sein dürfte. Ich kann mir höchstens unter Wasser verborgene abgetriebene Baumstämme und Astwerk als solche vorstellen. Kannst du als DLRGler noch was dazu sagen?
Christian Momberger
6.491
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 15.01.2012 um 13:04 Uhr
Hallo Bernd,

ich kann leider nichts dazu sagen, da ich nicht bei dem Einsatz dabei war. Auch für den Kanusport gilt, genau wie für den Rudersport, dass bei Hochwasser (maßgebend ist der Pegel Leun) die Ausübung des Sports verboten ist. Die war z.B. vor ein paar Jahren bei der Pfingstregatta ein Problem, da es die Tage vor und an dem Pfingstsamstag extrem geregnet hatte. Zum Glück wurde die Stufe II zu keiner Zeit in Leun erreicht, sonst hätten wir die Regatta sofort abbrechen müssen, trotz Anwesenheit von DLRG und vielen anderen Helfern.
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Bernd Zeun
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