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Von Lich in mehr als 30 Länder weltweit

BRANOpac-Geschäftsführer Jörg Schulte (l.) und Marketingleiterin Silke Weber (2.v.r.) führen Landrätin Anita Schneider und den Licher Bürgermeister Bernd Klein durch die Produktionsanlagen des Unternehmens.
BRANOpac-Geschäftsführer Jörg Schulte (l.) und Marketingleiterin Silke Weber (2.v.r.) führen Landrätin Anita Schneider und den Licher Bürgermeister Bernd Klein durch die Produktionsanlagen des Unternehmens.
Gießen | Landrätin Schneider schaut bei der Firma BRANOpac hinter die Kulissen.

Backtrennpapiere und Korrosionsschutzpapiere sind nur zwei Produkte aus dem umfangreichen Portfolio der BRANOpac GmbH mit Sitz in Lich. Landrätin Anita Schneider besuchte zusammen mit Bürgermeister Bernd Klein das Unternehmen im Gewerbegebiet. Fast zwei Stunden lang erläuterte Geschäftsführer Jörg Schulte mit Marketingleiterin Silke Weber, was der Spezialist für Papierveredelung herstellt.

„Wir haben uns viel vorgenommen für das nächste Jahr“, berichtete Geschäftsführer Jörg Schulte während des Rundgangs durch die Produktionshallen. In ihnen werden Papiere und andere Trägermaterialien mit unterschiedlichen Lösungen beschichtet, die zum einen als temporärer Korrosionsschutz im Maschinenbau sowie in der Automobil- und metallverarbeitenden Industrie eingesetzt werden, als auch als Trenn- und Formpapiere für die Lebensmittelindustrie. 15 Jahre liegt der Umzug von Eschborn nach Lich zurück. Die BRANOgruppe, unter deren Dach sich neben BRANOpac auch noch das Schwesterunternehmen BRANOfilter in Dietenhofen bei Nürnberg befindet, erzielt weltweit einen Jahresumsatz von aktuell etwa 50 Millionen Euro, davon 30 Millionen Euro alleine in Lich.

Exportiert wird in mehr als 30 Länder, mit einem Fokus insbesondere auf den asiatischen Markt. Durch zahlreiche Vertriebspartner und eigene Niederlassungen in Mailand, Paris, Delhi und Ningbo bei Shanghai ist das Unternehmen rund um den Globus vertreten und nachhaltig erfolgreich. Auch die Finanzkrise vor zwei Jahren, von denen das Unternehmen wie viele andere auch betroffen war, konnte hieran nichts ändern. Die Firmenleitung reagierte damals besonnen. „Wir haben damals ganz bewusst keinen Mitarbeiter entlassen, worüber wir heute sehr froh sind.“ Stattdessen wurde auf Kurzarbeit gesetzt.

„Merken Sie in Ihrer Branche einen Fachkräftemangel, von dem so viel gesprochen wird?“, fragte Landrätin Anita Schneider während des Rundgangs. Dieser führte durch das beeindruckende Papierlager und sämtliche Produktionsbereiche bis zu dem firmeneigenen Labor. „Wir sind es als Mittelständler gewohnt, dass es schwierig ist, gute Leute zu bekommen“, antwortete der Geschäftsführer. Eine Veränderung bekommt das Unternehmen jedoch zu spüren, wie er weiter berichtet: „Es wird immer schwieriger, gute Auszubildende zu finden, das ist ganz neu.“

Dabei hat das Unternehmen dem Nachwuchs eine Perspektive zu bieten, wie die wirtschaftlichen Zahlen bezeugen. „Demnächst müssen wir wieder Leute einstellen.“ Im kommenden Halbjahr sollen zu den 150 Beschäftigten mit seinen bislang 14 Auszubildenden weitere zehn Mitarbeiter hinzustoßen. Auch räumlich sind die Grenzen der Kapazität erreicht. „Der nächste Schritt wird wohl sein, im großen Stil zu bauen“, sagte der Geschäftsführer.

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