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"rauschhaus (3)" öffnet seine Pforten

Gießen | „Eine kindliche, freudige Erregung“ verspürt Künstler Till Korfhage bei der Aussicht auf fast zwei Wochen „rauschhaus“. Nachdem der temporäre und interdisziplinäre Arbeits- und Ausstellungsraum in den vergangenen zwei Jahren in der Dulles-Siedlung in der Grünberger Straße etwas versteckt war, ist nun ein neues Haus gefunden: Die 46 Künstlerinnen und Künstler werden bis zum 4. Dezember in der Ludwigstraße 19 malen, werkeln und diskutieren. Knapp zwei Wochen lang werden sie den Altbau in der Ludwigstaße 19 „wüst und wirr beleben und ein ekstatisches Chaos zelebrieren“.

Im Eingang des Gesamtkunstwerks war am Montag eine Diashow mit Bildern des Hauses vor dem Einzug zu sehen, die ehemalige Nutzung als Verwaltungsgebäude der Uni ist nur noch an den Aktenschränken aus Metall zu erkennen. Unten eine Bar, gemütlichen Sitzgruppen, DJ Erik Meyer spielt am Plattenspieler „Rauschhouse“. Im ersten Stock malt Andreas Eickenroth auf dem Boden an einem Großformatigen Bild, ein anderer Raum ist bereits mit einer bedrückenden Installation ausgestattet.

Beim ersten Mal „rauschhaus“ ging es wirklich nur um die Kraft des Rausches,
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im vergangenen Jahr dann reflektierter um den Wert der Kunst. Die dritte Auflage soll eine Synthese schaffen und gliedert sich in mehrere Phasen: Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler arbeiteten meist mit offenen Türen wild drauflos, bis es am Freitag eine erste Ausstellung zu sehen gibt und ein öffentliches „Fest der Sinne“ gefeiert wird. Die Katerstimmung danach soll als Zustand der Leerstelle, des Scheitern der Reflexion künstlerisch hinterfragt werden, es geht wieder an die Arbeit, am 3. Dezember findet dann eine abschließende Ausstellung statt. Förderung kommt vom Kulturfonds Gießen-Wetzlar, dem Kulturamt der Hessischen Theaterakademie und dem AstA. Neben Musikdarbietungen finden ein Filmabend, Gespräche, Performances und Diskussionen statt.

Organisiert, Konzipiert und Durchgeführt wird das Projekt von Julia Blawert, Mona Wolf, Jennifer Sprodowsky, Florian Seel, Lena Theis und Till Korfhage. Die zeigen sich begeistert von den zahlreichen Interessierten, die am Eröffnungsabend bis spät in die Nacht durch das Haus schwirrten.

Bis zum 4. Dezember in der Ludwigstraße 19. Informationen und Termine: http://rauschhaus.wordpress.com/

 
 
 
 

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von:  Fiona Sara Schmidt

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