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Ein Loblied des Sammelns: Gießener Heimatsammlung, Postkarten und Autogramme

Hans-Peter Manderla mit seiner Sammlung
Hans-Peter Manderla mit seiner Sammlung
Gießen | Der Briefmarkensammlerverein Gießen 1887 versprach im Treppenhaus des Oberhessischen Museums am Brandplatz „eine kleine, charmante Ausstellung“. Und genauso ist es: Auf zwei Stockwerken finden sich bis zum 4. Dezember Auszüge aus den Sammlungen der Mitglieder. Nicht nur Briefmarken, sondern auch Münzen, Ansichtskarten und postalische Zeugnisse von Heimat werden im Verein gesammelt und getauscht, erläuterte der Vorsitzende Eckhard Horn.

Abgedruckt am 16. November 2011

Bei der Eröffnung am Donnerstag sprach Museumsleiter Friedhelm Häring von der Wichtigkeit, private Sammlungen auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Heute kann durch die gestiegene Mobilität nicht mehr so viel aufbewahrt werden, Ausstellungen wie diese zeigen was wir eigentlich bereits verloren haben. Für die Sammler kann es sich auch anfühlen wie eine Jagd, die niemals endet, sie genießen die Freude über jedes neue Puzzleteil in der Kollektion.

Historische deutsche Briefmarken, die älteste von 1874, zeigen noch Kreuzer und Gulden an. Und auch die Schreibkultur hat sich verändert: Erst 1904 wurde die Rückseite für die Anschrift geteilt, davor wurde auch die bebilderte Vorderseite beschrieben. Wobei die Sammler unterschiedliche Vorlieben haben: Bei der Ansichtskarte wird die Vorderseite gezeigt, bei der Postkarte geht es um die Nachricht und die Marke. Mit einer hübschen historischen Ansichtskarte von Helgoland begann vor zehn Jahren die Sammelleidenschaft von Wilfried H. Opper. Jetzt nennt er 3000 Karten sein eigen. Bei manchen leuchten sogar die Fenster der abgebildeten Häuser, wenn man sie gegen das Licht hält.

Bei der Fußball-WM 1958 konnte Hans-Peter Manderla, damals 10-jährig, ein Autogramm von Torhüter Fritz Herkenrath ergattern. Heute hat er durch unermüdliches Anschreiben, Handeln und Ansprechen eine Sammlung von 12 000 Unterschriften – selbstverständlich auch die von „Namensvetter“ Nelson Mandela. Noch besser als ein Autogramm ist der sogenannte Autograph, der neben der Unterschrift eine Widmung oder Zusatz enthält. Die Prominenz der Sammlung ist beeindruckend: Mitglieder des Königshauses (die nur mit dem Vornamen unterschreiben), berühmten Politiker, Persönlichkeiten aus Sport, Film und Musik. Besonders stolz ist Manderla auf den ersten Mann auf dem Mond, Neil Armstrong. Und Helmut Kohl, Michail Gorbatschow und Hans-Dietrich Genscher haben auf einem Foto von 1990 sogar gemeinsam unterschrieben – eine lange Geschichte.

Bis 4. Dezember Dienstag bis Sonntag von 10 - 16 Uhr, Eintritt frei.

Hans-Peter Manderla mit seiner Sammlung
Hans-Peter Manderla mit... 
Friedhelm Häring (links) bei der Begrüßung
Friedhelm Häring (links)... 
Wilfried H. Opper mit Leuchtkarte aus Helgoland
Wilfried H. Opper mit... 
Adenauer und Bouffier sind genauso vertreten wie Sportler Popstars
Adenauer und Bouffier... 
Hitchcock, Pele und Riesch
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Kommentare zum Beitrag

Bernhard Kröger
377
Bernhard Kröger aus Gießen schrieb am 10.11.2011 um 22:58 Uhr
Herzlichen Dank für die Info. Ich freu mich aufs Ansehen!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Fiona Sara Schmidt

von:  Fiona Sara Schmidt

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Interessensgebiet: Gießen
Fiona Sara Schmidt
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