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Gier Macht Krieg

Gießen | Am 13.11. um 19 Uhr findet in der evangelischen Lukaskirche in der Löberstraße 4 ein ökumenischer Gottesdienst zur Friedensdekade statt, der unter dem Motto „Gier Macht Krieg“ steht.
Seit mehr als 30 Jahren sind die Friedensgebete zur FriedensDekade inzwischen etabliert, laufen immer wieder nach ähnlichen Mustern ab. Im Zentrum stehen Gebete, die zu sozialem Umdenken auffordern sollen, ebenso werden soziale Projekte vorgestellt, denen häufig auch die Kollekte aus diesem Gottesdienst zu Gute kommt.
So steht während des Gottesdienstes in diesem Jahr Amnesty International im Vordergrund, die insbesondere zwei Projekte vorstellen werden. Das erste Projekt ist die Afghanistan Aktion ‚Frauenrechte dürfen nicht wegverhandelt werden!“. Das zweite Projekt ist eine Kampagne gegen den Waffenhandel unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Export von Terror und Gewalt made in Germany“.
Das erstgenannte Projekt „Frauenrechte dürfen nicht wegverhandelt werden“ hat sich dabei zum Ziel gesetzt, der afghanischen Zivilbevölkerung und insbesondere den afghanischen Frauen gegenüber der Bundesregierung Gehör zu verschaffen. Mit Hinblick
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auf die am 5. Dezember in Bonn stattfindende Afghanistan-Konferenz kommt diesem Projekt besondere Bedeutung zu. Es soll dabei vor allem darum gehen, dass die Fortschritte, die in den vergangenen 10 Jahren insbesondere auf dem Gebiet der Alphabetisierung und Bildung von Frauen und Mädchen in Afghanistan erzielt wurden auch nach einer möglichen Regierungsbeteiligung der Taliban erhalten bleiben müssen.
Der Kampagne „Gemeinsam gegen den Export von Terror und Gewalt made in Germany“, der ebenfalls ein Teil der Einnahmen aus der Kollekte des ökumenischen Friedensgottesdienstes zukommen soll, geht es darum, Deutschlands Vorrangstellung im Rüstungsexport zu kippen und darüber hinaus ein generelles Verbot für die Produktion von und den Handel mit kriegstauglichen Waffen bei der Bundesregierung durchzusetzen und im Grundgesetz verankern zu lassen.
Näheres zu beiden Projekten wird im Rahmen des ökumenischen Gottesdienstes zu erfahren sein, zu dem alle herzlich eingeladen und willkommen sind.

Kommentare zum Beitrag

Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 10.11.2011 um 23:41 Uhr
Auszug aus der Presseerklärung der
"Kurdische Fraueninitiative „Stoppt den Krieg – Stoppt die Rüstungskonzerne!“ Düsseldorf, 8. November 2011

Auf Befehl der türkischen Regierung wurden am 22.10.2011 in der Region Hakkari – Çukurca 36 GuerillakämpferInnen durch chemische Waffen ermordet. Bei der Operation, die durch den Chef des türkischen Generalstabs Necdet Özel selbst kommandiert wurde, kamen neben Napalm-Bomben auch andere chemische Kampfstoffe zum Einsatz, die durch das internationale Kriegsrecht verboten sind. An den Leichen der GuerillakämpferInnen wurde der Einsatz chemischer Waffen zweifellos festgestellt, zudem wurden ihre Körper verstümmelt.

Obwohl die Türkei das UN-Abkommen unterzeichnet hat, das den Gebrauch chemischer Waffen verbietet, wurden bislang 46 Fälle - bei denen über 400 Menschen ermordet wurden – festgestellt, dass die türkische Armee trotzdem chemische Kampfstoffe eingesetzt hat. Dies erfordert Sanktionen und einen sofortigen Stopp von Waffenexporten in die Türkei. Internationale Institutionen verschließen gegenüber diesem Unrecht, gegenüber der von Hass und Feindschaft gegen die kurdische Bevölkerung gekennzeichneten AKP-Politik ihre Augen und schweigen.

Wir schweigen zu den Verbrechen der AKP-Regierung und ihrer Unterstützung durch deutsche Konzerne nicht!

Als Frauen klagen wir die Verantwortlichen für die Massaker an und stellen uns allen Rüstungskonzernen und politischen Kräften entgegen, die von Krieg und Verbrechen profitieren!

Wir fordern:
+ Sofortige Einstellung der Waffenproduktion und der Rüstungsexporte an die Türkei!
+ Schluss mit dem schmutzigen Krieg in Kurdistan und der deutschen Unterstützung für das AKP-Regime!
+ Die sofortige Freilassung von Abdullah Öcalan und aller politischer Gefangenen!
Dr. Manfred Klein
1.398
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 11.11.2011 um 07:42 Uhr
Wir sind bereits im Krieg - im Wirtschfts- und Finanzkrieg, das wird leicht übersehen..., die Zahl der Opfer wird hoch sein..., ganz nach Friedrich Nietzsche: "...es wird Kriege geben, wie es noch keine auf Erden gegeben hat", obwohl er dies anders meinte.

Dagegen kann auch eine macht- und "zahnlose" Kirche nichts auszurichten, zumal sie, zumindest in Sachsen-Anhalt Teilnehmer an diesem Krieg war! Das Gewinsel Richtung Himmel wird leider auch nichts ändern...
Siegfried Karl
92
Siegfried Karl aus Gießen schrieb am 11.11.2011 um 17:48 Uhr
Ob Gebete (= "Gewinsel Richtung Himmel") etwas bewirken, ist eine Glaubenssache - aber eine Vision von Gerechtigkeit zu haben und auf die öffentliche Meinung Einfluss zu nehmen, indem man auf Missstände hinweist und zum engagierten Handeln aufrüttelt, das sollte unser aller Anliegen als Bürger sein. Ich habe aber den Eindruck, dass Letzteres auch immer mehr eine Sache derer wird, die noch an "etwas" glauben ...
Dr. Manfred Klein
1.398
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 12.11.2011 um 23:38 Uhr
Also bleibt die Quintessenz, dass man keine Kirche braucht um die Welt zu verbessern!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Siegfried Karl

von:  Siegfried Karl

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Siegfried Karl
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