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Kammerchor und –orchester konzertierten in Kloster Arnsburg

Der Kammerchor
Der Kammerchor
Gießen | Lich Am vergangenen Sonntag fand im Dormitorium – Kloster Arnsburg – um 19:00 Uhr ein Benefizkonzert des Mittelhessischen Kammerchores und des Kammerorchesters statt. Dr. Arno Semrau, der Leiter sowohl des Chores als auch des Orchester hatte diesen Ort bewusst gewählt, um in den mittelalterlichen Gemäuern des Zisterzienser Klosters ein beeindruckendes Konzert zu geben.

Eröffnet wurde der Abend durch den Chor mit dem Lied „Sei getreu bis in den Tod“ nach den Worten aus Offenbarung 2, Vers 10, das sehr abwechslungsreich vorgetragen wurde. Es folgte die beschwingte Weise „Gott ist und bleibt getreu“ von Johann Sebastian Bach. Die mit Orgelbegleitung vorgetragene, teilweise polyphone Komposition „Gott, deine Güte reicht so weit“ von Ludwig van Beethoven wurde sehr ausdrucksstark und dynamisch musiziert.

Einen ganz anderen Charakter hatte das zu Gehör gebrachte Musikstück, in dem die Frage aufgeworfen wird „Sehn wir uns wohl einmal wieder“ von Klaus Michael Fruth (* 1940) das in g-moll gesetzt ist und in der letzten Strophe in einem strahlenden G-Dur schließt mit der Gewissheit am Ende Jesus sehen zu können.

Der nächste Höhepunkt dieses Konzertabends war das gemeinsam von Chor und Orchester musizierte Stück von Hermann Ober „Und endlich kommt der letzte Tag“, das zunächst vom gesamten Orchester kraftvoll eröffnet wurde und bei dem die Trompete eindrucksvoll brillierte. Der einsetzende Chor wurde zunächst nur mit Streichern und Holzbläsern begleitet, bevor es zum Schluss in ein mächtiges Tutti mündete.

Immer wieder gern gehört und zum Repertoire des Mittelhessischen Kammerorchesters zählend ist der 1. Satz (Allegro moderato) der Symphonie Nr. 7 in h-moll „Die Unvollendete“ von Franz Schubert, der mit seinem immer wieder kehrenden Thema von der Oboe gefühlvoll interpretiert wurde.

Einer weiteren Herausforderung stellten sich die Aktiven mit dem „Credo“ aus der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Charakteristische an dieser Messe ist u.a. eine klare Trennung zwischen Chor und Solostimmen. So wechselte der Vortrag zwischen Chor und einem Quartett, bestehend aus Karola Semrau (Sopran), Elke Pötzl (Alt), Jens Jordan (Tenor) und Jörg Hilberg (Bass).

Die bekannte Arie „Er weidet seine Herde getreulich wie ein Hirt“ von Georg Friedrich Händel aus dem Oratorium „Der Messias“ wurde von der Sopranistin Karola Semrau vorgetragen. In diesen Kontext passte sich der folgende Satz Nr. 8 „Tu es Petrus“ aus dem Oratorium „Christus“ von Franz Liszt hervorragend ein, der die Beauftragung Petrus als 1. Oberhaupt der Kirche Christi zum Inhalt hat.

Das Kammerorchester
Das Kammerorchester
Von der Sehnsucht nach einer besseren Welt handelte die Chor- und Orchesterfantasie nach 2. Korinther 5, Vers 1 mit dem Titel „Wo keine Wolke mehr sich türmt“, in dem die Holzbläser abwechselnd neben dem Cello eine solistische Rolle einnahmen.

Den beeindruckenden Schluss bildete das „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel.

Die Zuschauer belohnten die Aktiven am Ende mit nicht enden wollenden „standing ovations“, und forderten noch eine Zugabe. Dieser Bitte wurde mit dem „Und endlich kommt der letzte Tag“ nachgekommen.

Die zahlreichen Spenden, die die Besucher am Ausgang in die vorbereiteten Kästen legen konnten, kommen dem Freundeskreis Kloster Arnsburg zugute.

Informationen über die Neuapostolische Kirche können im Internet unter der Adresse www.nak.org abgerufen werden. Angaben zu den neuapostolischen Gemeinden im Kirchenbezirk Gießen sind auf der Seite www.nak-giessen.de zu finden.

Bildnachweis:
Bild 1: Der Kammerchor
Bild 2: Das Kammerorchester

Der Kammerchor
Der Kammerchor 
Das Kammerorchester
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