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DLRG Pohlheim bei Europameisterschaften der Rettungsschwimmer in Alicante (Spanien)

Konnten in Spanien Erfolge feiern: die Rettungsschwimmer der DLRG Polheim.
Konnten in Spanien Erfolge feiern: die Rettungsschwimmer der DLRG Polheim.
Gießen | Die DLRG Pohlheim nahm mit 6 Schwimmern (Julian Barnikol, Phillip Engel, Sebastian Kolbe, Hendrik Kortz, Toni Landsbeck und Joshua van der Linden) und 4 Schwimmerinnen (Lea Bach, Alina Riehm, Linda Sieber und Franziska Stahl) sowie Trainerin Michaela Schepp an den Europameisterschaften im Rettungsschwimmen im spanischen Alicante (vom 19.09-23.09.2011) teil. Das stark verjüngte Pohlheimer Team konnte seine bisher gezeigten Leistungen deutlich steigern und erreichte einige Finalteilnahmen.
Am Montag begann der erste Wettkampf Tag mit dem SERC- Wettkampf. Dies ist eine simulierte Rettungssituation, bei der 4 Sportler zwei Minuten Zeit haben, um eine gestellte Situation mit Opfern im und unter Wasser zu lösen. Dieser Aufgabe, die nur bei Europa- und Weltmeisterschaften angeboten wird, stellten sich Julian Barnikol, Sebastian Kolbe, Toni Landsbeck und Joshua van der Linden. Sie belegten den 23. Platz von etwa 30 Teams, die sich überhaupt dieser Aufgabe stellten.
Generell werden bei den Pool- und Freigewässerwettkämpfen Vorläufe (bei den Freigewässerdisziplinen teilweise noch Zwischenläufe) ausgetragen. Die besten 16 Teams oder Einzelschwimmer werden hierbei ermittelt, so dass es ein A-Finale (Platz 1-8) und ein B-Finale (Platz 9-16) gibt.
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Der erste richtige Wettkampftag im Freibad von Alicante begann für die Pohlheimer Schwimmer sehr gut. Trotz einer drei Meter tiefen Kuhle in der Beckenmitte schaffte es Toni Landsbeck direkt zweimal in das B-Finale. In der Disziplin 50m Retten einer Puppe (25m Kraul, Heraufholen einer Puppe vom Beckenboden, 25m Schleppen einer Puppe) belegte er im B-Finale den 3. Platz – was einem 11. Gesamtplatz entspricht. In der Disziplin 200m Superlifesaver (75m Kraul, Heraufholen einer Puppe vom Beckenboden, 25m Schleppen einer Puppe, Flossen und Gurtretter anziehen, 50m Flossen mit Gurtretter, halbvolle Puppe einklinken, 50m Flossen mit Gurtretter und Puppe) belegte er im B-Finale den 4. Platz, was dem 12. Gesamtrang entspricht.
Die weiteren Ergebnisse der Herren:
50m Retten: Sebastian Kolbe 28., Joshua van der Linden 71., Phillip Engel leider disqualifiziert. (Gesamtstarter 92)
200m Superlifesaver: Sebastian Kolbe 44., Julian Barnikol 46. von insgesamt 76 Teilnehmern.
Trotz der verjüngten Zusammensetzung schaffte es die Puppenstaffel mit Phillip Engel, Sebastian Kolbe, Toni Landsbeck und Joshua van der Linden mit der 12. schnellsten Vorlauszeit ins B-Finale. Dort konnten sich die Jungs noch einmal steigern und sogar das B-Finale gewinnen. Dadurch erreichten sie den 9. Platz bei der Europameisterschaft von 31. Teams!
Die Damen erreichten folgende Platzierungen: Die Puppenstaffel der Damen belegte den 24. Platz. von 30 Teams. Alina Riehm in 50m Retten Platz 27 von 80. 200m Superlifesaver Platz 50 von 72.
Bei der Disziplin Leine werfen wurden die Herren 28. (von 40) und die Damen 23. (von 37).
Insgesamt belegte das Pohlheimer Team am Ende des ersten Pooltages den 16. Platz. Die Männer lagen auf Rang 8 der Männerteam-Wertung.
Beim 2. Tag der Pooldisziplinen verpasste Toni Landsbeck trotz einer neuen Bestzeit in der Disziplin 100m Kombinierte Rettungsübung (50m Kraul, 17,5m Tauchen, 32,5m Puppe) aufgrund einer Disqualifikation leider die Teilnahme am A-Finale. Hier eine Übersicht über die Ergebnisse der Pohlheimer SchwimmerInnen:
100m Kombinierte Rettungsübung: Alina Riehm 30. von 65.
100m Retten mit Flossen (50m Flossen Schwimmen, 50m Flossen Schwimmen mit Puppe): Sebastian Kolbe 48., Julian Barnikol 57., Phillip Engel 64. Joshua van der Linden 73. und Hendrik Kortz 78. von insgesamt 105 Startern.
Alina Riehm wurde 25. von 70 Starterinnen.
100m Lifesaver (50m Flossen mit Gurt, Puppe einklinken, 50m Flossen mit Puppe und Gurt): Toni Landsbeck 33., Sebastian Kolbe 49., Julian Barnikol 77., Hendrik Kortz 92. und Joshua van der Linden 93. von insgesamt 104 Startern. Alina Riehm wurde 58. von insgesamt 83 Starterinnen.
In der Gurtretterstaffel wurde die Männermannschaft (Julian Barnikol, Phillip Engel, Sebastian Kolbe und Toni Landsbeck) 21. von 31 Teams und die Damenmannschaft wurde leider disqualifiziert.
Am Ende der Poolwertung belegte das Pohlheimer-Team in der Gesamtwertung den 29. Platz von 57 Teams.
Die beiden Strand Wettkampftage liefen für die Pohlheimer Schwimmer recht durchwachsen, wobei sie sehr gute Leistungen zeigten und sich zeigte, dass sich das Freigewässertrainingslager bezahlt gemacht hat. Dennoch verpassten sie teilweise um wenige Zentimeter den Einzug ins Finale, wobei die Sportler trotz der großen Hitze und der teilweise stark blendenden Sonne, mit den freigewässerstarken Nationen wie Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien mithalten konnten:
Im Surfrace (ca. 400m Brandungsschwimmen) erreichte als einziger Pohlheimer Sportler Sebastian Kolbe das Finale der besten 32. Sportler. Dort belegte er einen 23. Platz. Julian Barnikol und Phillip Engel sowie Alina Riehm, Lea Bach und Franziska Stahl verpassten den Sprung ins Finale.
In der Rescue Tube Rescue Staffel schaffte es die Männermannschaft mit Phillip Engel, Sebastian Kolbe, Toni Landsbeck und Joshua van der Linden ins B-Finale. Dort belegten sie den 5. Platz – was einem 13. Gesamtplatz entspricht. Die Damen verpassten leider den Einzug unter die besten 16 Mannschaften.
Im Board Race (Rettungsbrett fahren) kamen bei den Damen jeweils die besten 6 Sportlerinnen ins Finale. Lea Bach wurde in ihrem Vorlauf 17., Linda Sieber 19. und Alina Riehm 10.. Julian Barnikol verpasste als 7. das Finale nur knapp. Joshua van der Linden und Hendrik Kortz belegten als 12. einen Platz im Mittelfeld.
Im Ski Race (Rettungsski fahren) schaffte es leider keiner der Pohlheimer Starter (Alina Riehm, Linda Sieber, Franziska Stahl, Toni Landsbeck, Julian Barnikol) ins Finale. Trotzdem haben sich die Pohlheimer hier gut präsentiert und gezeigt, dass sich das Training lohnt, auch wenn die Ortsgruppe leider keinen eigenen Ski besitzt und dies nur in ihrem Trainingslager üben konnte.
In der Disziplin Doppelboard (Ein Sportler schwimmt bis zu einer Bojenkette, anschließend rettet ein anderer Sportler diesen mit einem Rettungsboard, so dass beide zusammen zurück an den Strand paddeln müssen) verpassten Julian Barnikol und Toni Landsbeck den Einzug ins Finale um ca. 5 cm, was sehr ärgerlich und schade war. Alina Riehm und Franzsika Stahl verpassten den Einzug ins Finale ebenfalls.
Am zweiten Wettkampftag standen noch 3 weitere Disziplinen an.
In der Disziplin Beach Flags gab es eine weitere Finalteilnahme für die Pohlheimer: Alina Riehm schaffte den Sprint unter die besten 16 Sportlerinnen und belegte dort einen sehr guten 14. Platz. Einen Platz vor dem Viertelfinale ausgeschieden sind Hendrik Kortz und Sebastian Kolbe. Lea Bach, Linda Sieber und Toni Landsbeck schieden kurz vor dem Viertelfinale aus.
In der Königsdisziplin der Rettungsschwimmer, dem Oceanman (Rettungstriathlon: Ski fahren, Schwimmen, Board fahren und Laufen) gelang den Pohlheimer fast zweimal eine Finalteilnahme. Allerdings war dort das Glück nicht auf der Seite der Pohlheimer Sportler, so dass sowohl Alina Riehm als auch Toni Landsbeck das Finale jeweils als 6. Ins Ziel kamen, wobei 5 das Finale erreichten. Toni Landsbeck musste sich dabei erst im Schlusssprint einem anderen Sportler um einige Zentimeter geschlagen geben. Julian Barnikol lieferte ebenfalls ein starkes Rennen und konnte sich bis zum Schluss weiter nach vorne arbeiten, auch wenn es dann trotzdem nicht fürs Finale reichte. Ebenfalls ein gutes Rennen zeigten Lea Bach, Franziska Stahl und Joshua van der Linden.
Zum Abschluss des Tages stand die Taplin-Relay an. Dort muss jeweils ein Sportler sein Können im Schwimmen, Ski fahren, Board fahren und Laufen zeigen:
Auch dort war das Glück nicht ganz auf der Seite der Pohlheimer. Die Männer (Julian Barnikol, Sebastian Kolbe, Hendrik Kortz und Toni Landsbeck) verpassten wieder um einige Zentimenter die Finalteilnahme. Die Damen schafften den Sprung unter die besten 16 Teams ebenfalls leider nicht.
In der Freigewässerwertung wurde das Pohlheimerteam 39. von 61 Teams.
In der Gesamtwertung belegte das Pohlheimerteam den 40. Platz von insgesamt 62 Teams.
Insgesamt kann das Pohlheimer Team mit dem Abschneiden in Spanien und den gezeigten Leistungen und Zeiten sowohl in der Halle als auch im Freigewässerbereich sehr zufrieden sein. Die älteren und jüngeren Sportler haben sehr gut zusammen gearbeitet und sich sehr gut ergänzt, so dass es eine gute Teamleistung insgesamt war. Das Training macht sich bezahlt und es wird sicherlich in den nächsten Jahren noch einige Wettkämpfe im Freigewässerbereich geben, bei denen die Sportler ihr Können unter Beweis stellen können.
Als nächster Höhepunkt stehen die Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen in Bremen an, für die sich auch viele Pohlheimer Schwimmer qualifiziert haben.
Ein Dank gilt allen, die das Pohlheimer Team unterstütz haben.
Weitere Informationen zur Europameisterschaft in Alicante unter:
http://www.lifesaving2011.es/

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Kommentare zum Beitrag

6
Michaela Schepp aus Pohlheim schrieb am 16.10.2011 um 21:23 Uhr
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