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Wandern auf dem Premiumweg "Rheinsteig"

Früh am Morgen strahlt die Sonne in den Wald.
Früh am Morgen strahlt die Sonne in den Wald.
Gießen | Am 3. Oktober und herrlichem goldenen Herbstwetter lud der Rheinsteig, ein Premiumwanderweg, zu einem Ausflug ein.

Der Weg führt von Bonn durch das Mittelrheintal bis nach Wiesbaden und ist knapp 300 km lang. Was ihn so besonders macht, ist der Verlauf durch das Siebengebirge und den Rheingau, teils hoch über dem Rhein, teils fast bis ans Ufer. Auf weichen Waldwegen und vorbei an vielen Aussichtspunkten mit einer ausgezeichneten Beschilderung, durch Weinberge und malerische Orte gehört dieser Weg zurecht zu einem der besten und schönsten in Deutschland.

Diese Bilderserie zeigt den Abschnitt zwischen Bonn und Königswinter, entlang steiler Abhänge, vorbei am Klsoter Heisterbach, hinauf zum Petersberg, durch den wohl bestüberwachten Wald und wieder steil bergauf zur Burg Drachenfels. Von dort kann der Abstieg entweder mit der gleichnamigen Zahnradbahn verkürzt, oder die letzten 1,5 km nach Königswinter zu Fuß angetreten werden. Zurück zum Ausgangspunkt Bonn gelangt man ganz einfach mit der Straßenbahn.

Die insgesamt 16 Kilometer lassen sich ohne Zeitdruck in gut fünf bis sechs Stunden bewältigen, denn es gibt zu viele einladende Rast- und Aussichtsplätze, als einfach so weiter zu gehen.

Weitere Informationen zum Rheinsteig und zur Drachenfelsbahn gibt es hier:
http://www.rheinsteig.de/rheinsteig-portrait/lage/
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/57272/besonderes-kleinod-die-drachenfelsbahn-bei-koenigswinter/

Früh am Morgen strahlt die Sonne in den Wald.
5
Ein stilisiertes "R" und Flusslauf in einem ist der ständige Begleiter auf dem Rheinsteig.
Blick in den dunstigen Dornheckensee.
Blick auf Bonn mit dem unverwechselbaren Post-Tower (über dem linken Brückenende).
Blick auf Oberkassel.
Verwunschene Bäume zieren diesen Waldabschnitt.
Beachtlicher Pilz.
Vorbei an dichten Weinreben.
1
Hier wurde offensichtlich zu viel pausiert.
Ruine des alten Teils von Kloster Heisterbach.
Schattenspeil.
Alle 50 Meter eine Videosäule rund um den Petersberg. Ist hier etwa der Nibelungenschatz vergraben?
Ausblick nach einem steilen Anstieg.
Goldener Oktober.
Erneuter Blick auf Bonn.
Rückschau auf den Petersberg.

Mehr über

Rheinsteig (2)Petersberg (3)Oktober (42)Königswinter (2)Kloster Heisterbach (1)Bonn (10)
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Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
20.491
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 02.11.2011 um 22:04 Uhr
Die Fahrt mit einem Schiff auf dem Rhein ist schon schön, das Wandern sicher nicht weniger.
Bernd Zeun
10.839
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 02.11.2011 um 22:18 Uhr
Tja, tolle Wanderung und im Oktober kommt man auch nicht so ins schwitzen.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 03.11.2011 um 08:14 Uhr
Jap! Wandern ist schön! Mache ich auch gerne.

Aber warum muss man gleich den ganzen Marketing-Sprech verbreiten? Diese ganzen "Premium" Wege und wie sie sonst genannt werden, sind mit dem Zweck angelegt worden, dass die örtliche Gastronomie und das Übernachtungsgewerbe angekurbelt wird.

Wenn ich an den Rothaarsteig denke, der mit ähnlichen Superlativen wirbt, dann liegt so gut wie kein Gasthaus am Weg, für jede Einkehr muss man 2-300 Höhenmeter absteigen und anschließend wieder aufsteigen, Es gibt am Weg kaum Möglichkeiten Wasser (aus natürlichen Bachläufen oder Quellen) aufzunehmen... dafür kann man aber sein Gepäck von Gasthaus zu Gasthaus transportieren lassen und sich am Weg abends abholen und morgens wieder hochfahren zu lassen.

Mir persönlich ist das zuviel Event und zu wenig eigene Leistung wenn man das mal mit den Fernwanderwegen in Amerika oder auch nur dem schottischen Westhighland Way, dem walisischen Küstenpfad, den Wegen durch die Calanques bei Marseille oder dem dem irischen Kerryway oder Way of Beara vergleicht. Da gibt es am Weg Möglichkeiten für eine Nacht zu campen oder Herbergen direkt am Weg, es gibt am Weg Wasser genug wie auch andere Infrastruktur...

Aber es mag Leute geben, die genau so wandern mögen und denen sei es gegönnt...!

BTW: Hat jemand Lust, mich in 2015 auf einer Wanderung von Giessen nach Köln zu begleiten oder mag sich sogar schon mit an den Vorbereitungen beteiligen?
Bernd Zeun
10.839
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 03.11.2011 um 08:44 Uhr
Habe mir gerade die Rheinsteig-Internetseite angesehen, das Reiten ist darauf verboten, leider auch auf dem Stahlross. Oft halten sich Radfahrer ja nicht daran :-) , hast du "Biker" gesehen?

@Frau Schepp: Ich denke, solche "Premiumwanderwege" sind gar nicht so schlecht, um Leute überhaupt auf den Wander-Geschmack kommen zu lassen. Ein paar werden dann sicher auch zu "hard-core hikern".
H. Peter Herold
27.180
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.11.2011 um 09:26 Uhr
Sehr schöne Bilder
Ingrid Wittich
20.491
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 03.11.2011 um 09:36 Uhr
Hallo Bernd, ich habe ja wirklich nichts gegen Radler, aber wenn es auf manchen Wegen verboten ist, hat das seinen Grund. Wir sind mal in Füssen um den Alatsee gelaufen. Da hab ich einem Radler (es war zu Recht verboten) nachgerufen: "Gleich werf ich dich ins Wasser!"
H. Peter Herold
27.180
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.11.2011 um 09:39 Uhr
Warum nur drohen ?
Ingrid Wittich
20.491
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 03.11.2011 um 09:41 Uhr
Na ja, ich mit meinen 157 cm war nur "stark", weil mein Mann dabei war.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 03.11.2011 um 10:50 Uhr
@Herr Zeun: Ja klar... auch dafür gibt es ein Klientel und es ist auch nichts verwerfliches daran, Gastronomie und Herbergen anzukurbeln. Ist halt Geschmackssache.

Es will ja auch nicht jeder unter einfachen Bedingungen mit Übernachtung im Schlafsack in der Scheune oder im Zelt wandern sondern im Quartier ordentlich duschen und das Frühstück vorgesetzt bekommen. Hat schon alles seine Berechtigung... Ich finde halt bloß die Attribute, mit denen diese Wege sich schmücken etwas übertrieben.

BTW: Es gibt schon viele Jahrzehnte den Rheinhöhenweg rechts- und linkrheinisch, ebenso wie den Lahnhöhenweg... ganz und gar unspektakulär und ohne "Premium"-Attribut und trotzdem wunderschön.
=;-D
Mathias Engelhart
5.327
Mathias Engelhart aus Gießen schrieb am 04.11.2011 um 00:19 Uhr
Da mus ich doch kurz mal was gerade rücken, und zwar, dass wir uns da nicht von Kneipe zu Kneipe geschaukelt haben: Ich bin schon den Camino in Spanien gelaufen und auf 5400 m ü NN in Nepal rumgeturnt und bin nich das Stückchen Rheinsteig gelaufen, weil er besonders angenehm mit Hotels gepflastert ist. Denn den mal eben abzuwandern, dafür ist er doch schon recht anspruchsvoll (was man so ohne Steigeisen und Seil anspruchsvoll nennen kann). Die Gastronomie am Rande des Weges haben wir nicht genutzt, da die meistens auch die entsprechenden Touripreise hat. Wir haben uns stattdessen eine eigene Brotzeit mitgenommen und am Ende in Königswinter bei einem Italiener gegessen. Wenn ein Weg besonders viele Attribute aufweist, sollte er auch die entsprechende Honoration erfahren. Wandern wird wieder ziemlich "in" seit einigen Jahren, dazu haben zuletzt nicht nur Hape Kerkeling und Manuel Andrack beigetragen.

Aber eins sollte auch klar sein: Nichts ist schlimmer, als sich auf einer Wanderung fett zu verlaufen, hat mich auf dem Jakobsweg irgendwo in Galizien mal drei Stunden Zeit gekostet. Daher habe ich die ausgezeichnete Beschilderung am Rheinsteig sehr geschätzt:)

Bernd: Ja, ich habe einige wenige Mountainbiker gesehen, an einigen Stellen wären aber auch die nicht mehr per velo weitergekommen, weil zu steil (zumindest aufwärts, wobei ich auch schon schweizer Biker im Himalaya gesehen habe).
H. Peter Herold
27.180
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.11.2011 um 09:51 Uhr
Gut kommentiert Herr Engelhart, wer Ihre bisherigen Bericht gelesen hat, dem kamen nie Zweifel an Ihrer Einstellung
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Mathias Engelhart

von:  Mathias Engelhart

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Mathias Engelhart
5.327
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