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Baustellen im Visier des Zolls

Gießen | Bundesweite Schwerpunktkontrollen gegen Schwarzarbeit auch in Mittel-, Nord- und Osthessen.

Bei Schwarzarbeitskontrollen im Baugewerbe überprüften 72 Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen in der vergangenen Woche Baubeschäftigte in Mittel-, Nord- und Osthessen. Die Kontrollen waren Bestandteil einer bundesweiten Aktion des Zolls in der Baubranche. Spezialisten für Dokumentenprüfung der Landes- und der Bundespolizei sowie die örtlichen Ausländerbehörden unterstützten das Hauptzollamt bei den Kontrollen.

„Mit diesen bundesweiten Schwerpunktprüfungen wollen wir den Prüfdruck in der von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung nach wie vor besonders betroffenen Branche erhöhen. Darüber hinaus sollen die Maßnahmen präventiv wirken“, sagt Michael Bender vom Hauptzollamt Gießen. „Es ging hauptsächlich darum, die Einhaltung der Arbeits- und Meldebedingungen nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz bei ausländischen Baufirmen zu überprüfen“, so Bender.

Insgesamt fanden auf acht größeren Baustellen in Nord-, Ost- und Mittelhessen Schwarzarbeitskontrollen durch die Zöllner statt, von denen 41 Unternehmen und 199 Arbeiter betroffen waren.
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Schwerpunkt der Kontrollen war die Überprüfung von Unternehmen aus dem europäischen Ausland, die für Baustahlverlegearbeiten und Rohbauarbeiten Arbeitskräfte auf Baustellen in Deutschland entsandt hatten. Dabei wurden neben einer Befragung der Arbeiter auch Geschäftsunterlagen der Baufirmen überprüft.

Bei vier der geprüften Unternehmen stellten die Schwarzarbeitskontrolleure Mindestlohnverstöße fest. Besonders gravierende Verstöße entdeckten die Beamten auf einer Großbaustelle in Fulda. Hier gaben 28 portugiesische Arbeiter eines Subunternehmens an, seit Wochen für mehr als zehn Stunden Arbeit täglich überhaupt keinen Lohn bekommen zu haben. Gegen die Firmen wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Darüber hinaus besteht bei zwei weiteren Unternehmen der Verdacht auf illegale Arbeitnehmerüberlassung. Die Auswertung der erfassten Daten dauert noch an.

 
 

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