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Der Tote im Flugzeug

Gießen | Es geschah während des Fluges von Frankfurt nach Hongkong vor einigen Jahren.
Alle Passagiere dösten vor sich in, als die Stimme des Flugkapitäns alle weckte mit der Bemerkung : Meine Damen und Herren, wegen eines Notfalles an Bord, müssen wir hier in Usbekistan notlanden. Einer unserer Passagiere hat einen Herzinfarkt bekommen, und wir müssen runter um zu versuchen, sein Leben zu retten.
Gesagt, getan. Der Flieger ging runter. Nach der Landung mußte er erst mal einige Minuten stehen bleiben, bis er nach da 10 Minuten wieder rollte. Nein, nicht zum Flughafengebäude,, sondern irgendwo auf dem Vorfeld.
Die Tür wurde geöffnet, und das Warten ging weiter. Dann kamen sie, die Usbeken um zu helfen. Allerdings nicht erst die Mediziner, sondern drei Soldaten mit vorgehaltenen Maschinengewehren. Erst danach kam das medizinische Personal an Bord, das allerdings nicht gerade sehr vertrauenswürdig aussah, ich konnte das alles gut beobachten,weil ich neben der Tür sass.
Alle Hilfe kam zu spät. Die Usbeken verliessen das Flugzeug. Der tote Passagier wurde mit einer Decke zugedeckt, und dann sollte es weiter gehen.
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Ich sagte sollte, denn es ging erst mal nichts. Warum? Nun der Flughafen verlangte eine Start und Landegbeühr von immerhin 10.000 US, die natürlich niemand bei sich hatte. So wartete der Jumbo Jet auf dem Vorfeld, und der Kapitän meldete sich so ein paar Mal mit der Bemerkung, dass er versuche in der Zentrale jemanden zu erreichen, der dafür sorgen kann, das Geld anzuweisen, bzw . die 10.000 US zu besorgen (wörtliche Widergabe; to get the money from the headoffice) Das Dumme war nur, dass es in HKG so 5.00 Uhr morgens war, und wohl niemand zu erreichen war, eigentlich blamabel für eine grosse internationlae Airline oder? So nach etwa 2 Stunden kamen dann die erlösenden Worte des Kapitäns, dass man die Zahlung in Hongkong regeln konnte, und dass wir nun endlich unseren Flug fortsetzen können.
Das alles geschah in 1996, also doch schon einige Zeit nach der "Grossen Öffnung"des Osten zum Westen.
Ich fand und finde es immer noch bemerkenswert

Kommentare zum Beitrag

Astrid Patzak-Schmidt
3.415
Astrid Patzak-Schmidt aus Gießen schrieb am 04.01.2009 um 19:59 Uhr
Ein Tatsachenbericht? Erschreckend ...
Klaus Lowitz
6.571
Klaus Lowitz aus Reiskirchen schrieb am 04.01.2009 um 21:04 Uhr
Könnte aus einem Holliwood-Film stammen. Da sieht man mal wieder, die interessantesten Geschichten schreibt noch immer das wahre Leben.
Tara Bornschein
7.282
Tara Bornschein aus Reiskirchen schrieb am 05.01.2009 um 08:56 Uhr
Das ist ja eine unglaubliche Geschichte! Was einem alles passieren kann......
Astrid Patzak-Schmidt
3.415
Astrid Patzak-Schmidt aus Gießen schrieb am 05.01.2009 um 09:00 Uhr
Ja, und ich muss diese Woche noch zweimal in einen Flieger...
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manfred mengewein
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