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PISA und der Buchhandel

Gießen | Gibt es eine Verbindung? Klar, die gibt es.
Alle schreiben und alle klagen: Der Deutsche liest zu wenig!
Auf die Frage, warum er so wenig liest, gibt es viele Antworten und Begründungen,doch kaum jemand nennt die beiden wichtigsten Gründe, die zu dieser Situation führen (Jedenfalls denke ich, dass die folgenden zwei Gründe einen erheblichen Anteil an dieser Misere haben)

Gute Bücher und auch weniger gute Bücher unterliegen immer noch der Preisbindung, was es manchem Leser schwer macht sich die entsprechende Literatur zu besorgen. Da werden überall Bücher besprochen, Dichterlesungen veranstaltet. All das ist eine Werbung für den Buchhandel, der das auch noch kostenlos erhält. Leider gibt es bei keiner Dichterlesung oder bei keiner Buchbesprechung einen Hinweis, doch die Preisbindung aufzuheben. Das wäre sicherlich hiflreich oder?
Wenn ich gute Bücher für etwas weniger Geld bekomme, dann kaufe ich mir schon mal eher ein Buch, auch wenn es zunächst einmal nur "Trivial - Literatur" ist, aber das ist ja dann auch nicht so schlimm. Also bitte liebe Politiker und "Buchbesprecher" setzen Sie sich für die Abschaffung der Buchpreisbindung ein, das wäre ein großer Fortschritt in Richtung "Besseres Pisa - Ergebnis"
Übrigens, nicht nur der Buchpreis ist ein Hindernis zum besseren Lesen. Hier ist noch ein Grund. Gehen Sie mal in eine Buchhandlung. Dort sind folgende Worte und deren Bedeutung völlig unbekannt. Freundlichkeit - Flixibilität - Fachwissen und Service. Das liegt natürlich auf der Hand, denn man ist ja durch die Preisbindung recht gut "versorgt"
Auch hier ist ein Umdenken sicherlich angebracht .

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Kommentare zum Beitrag

Dr. Mathias Knoll
7.529
Dr. Mathias Knoll aus Gießen schrieb am 04.01.2009 um 11:39 Uhr
Ihre Kritik kann ich voll und ganz unterschreiben
Ingrid Wittich
19.962
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 04.01.2009 um 15:24 Uhr
Nein, ich ganz und gar nicht. Zur Buchpreisbindung kann und will ich nichts sagen, aber wenn Sie in Buchhandlungen "Freundlichkeit - Flexibilität - Fachwissen und Service" vermissen, gehen Sie schlicht und einfach in die falschen Geschäfte. Ich kann "meine" Buchhandlung in Grünberg nur loben in JEDER Beziehung. Preiswert sind Taschenbücher und zum Nulltarif können Sie in Bibliotheken lesen oder ausleihen
Angela Achenbach-Heinzerling
1.956
Angela Achenbach-Heinzerling aus Gießen schrieb am 04.01.2009 um 16:20 Uhr
Die meisten Neuerscheinungen werden nach einiger Zeit in Paperback heraus gebracht und kosten dann nur noch wenig. Man muss ja nicht immer das Buch sofort kaufen, wenn es neu ist und in den Verkaufslisten steht. Der Inhalt verändert sich ja nicht, wenn das Buch ein paar Tage älter ist. Und es gibt viele Sonderangebote. Wie wäre es denn mit Büchertausch, weiter geben im Bekanntenkreis? Und der Tipp mit den örtlichen Büchereien, die zum Teil wirklich fantastisch ausgestattet sind und liebevoll gepflegt werden, mit unendlichem Zeitaufwand von Ehrenamtlichen betreut werden? Dann ist das Buch nicht mehr nagelneu, aber es kommt doch auf den Inhalt an. Also der Preis von Büchern ist wirklich kein Argument für PISAergebnisse, da spielen ganz andere Dinge eine Rolle.
Simone Linne
5.041
Simone Linne aus Gießen schrieb am 04.01.2009 um 20:19 Uhr
Auf den ersten Blick scheint die Aufhebung der Buchpreisbindung hilfreich zu sein, denn Neuerscheinungen sind tatsächlich oft recht teuer. Doch mit Aufhebung der Preisbindung wird auch die wunderbare Vielfalt im deutschen Buchhandel verschwinden und das will doch niemand.
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von:  manfred mengewein

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Interessensgebiet: Gießen
manfred mengewein
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