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Naturerlebnis und Artenschutz: Schnorcheln in der Lahn

Gießen | Auf eine ganz besondere Art erlebten Kinder und Jugendliche den Naturraum an der Lahn in Gießen. An Land wurde der Lebensraum an Rande eines Fließgewässers erklärt, anschließend wurde in der Lahn geschnorchelt.
Eingeladen hatten die beiden Vereine Grün-Weiß-Gießen und der Gießener Schwimmverein gemeinsam mit der Agendagruppe "Wieseck-Fluss" Projektgruppe „Lahn und Nebengewässer“. Tatkräftig unterstützen sie dabei das Artenschutzdezernat des Regierungspräsidium Gießen, die Sportangler Gießen und das Gartenamt der Stadt Gießen an die angelegte Lahnschleife am Uferweg .
Vom Regenwetter nicht abschrecken ließen sich etwa 20 Kinder und Jugendliche und einige Erwachsene. Zu Beginn der Veranstaltung erläuterte Bernhard Hahn von der Agendagruppe am Rande der naturnah umgestalteten „Lahnschleife“ die Bedeutung von Auen und Flutrinnen für die Ökologie der Flusslandschaft. In den strömungsberuhigten Flachwasserzonen mit seinem unbefestigten Uferbereich wachsen Schilf und diverse Wasserpflanzen. Dass diese Bereiche auch ein geschütztes Laich-und Aufwuchshabitat für Fischarten sind, zeigten Martin Barthelmi vom Angelerclub
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und Marlene Höfner vom Regierungspräsidium. Grundlinge, Rotaugen, Stichling und Flussbarsche wurden in verschiedenen Größen entdeckt. Diese Bereiche sind auch Lebensraum von Kleinlebewesen wie Libellenlarven oder Wasserskorpion, im Uferbereich brüten Eisvögel.
Nach den Beobachtungen am Wasser ging es ins Wasser. Unter Anleitung von GWG Übungsleitern erkundeten die Kinder und Jugendlichen mit Flossen und Schnorchel die Lahn und so konnten Jungfische, Krebse und Muschel in ihrer natürlichen Umgebung unter Wasser beobachtet werden. Das Wasser war dabei fast 21 Grad warm. Während im Flachwasserbereich die Wassertiefe lediglich bei 50 cm liegt, ist der Fluss in diesem Bereich bis zu 4 Meter tief. Durch die Regenfälle der vergangenen Tage waren die Sichtverhältnisse in der Lahn eingeschränkt, trotzdem gab es einiges zu sehen. Die Wasserqualität der Lahn ist seit vielen Jahren schon sehr gut, erklärte Rainer Stoodt(GWG), was allerdings fehle seien solche Flachwasserbereiche wie die Lahnschleife und Auenwiesen, um die Artenvielfalt zu erhalten.

 
 
 
 
 

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