Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Junge Union: „Erinnerung an Teilung Deutschlands und menschenverachtende Mauer wach halten“

Gießen | Der Kreisverband der Jungen Union Gießen fordert anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus die Erinnerung an die innerdeutsche Grenze und das damit verbundene Unrecht wach zu halten.
Vor genau 50 Jahren – am 13. August 1961 – lies das SED-Regime die Berliner Mauer errichten und schloss damit die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland.
Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Gießen, Christopher Lipp, erklärt hierzu: „Viele junge Menschen haben die gewaltsame Teilung unseres Vaterlandes nicht mehr selbst miterlebt. Daraus erwächst für unsere gesamte Gesellschaft die wichtige Aufgabe, die Erinnerung an die SED-Diktatur, die vielen Toten an der innerdeutschen Grenze und die zahllosen Schicksale von Familien, die gewaltsam voneinander für fast 30 Jahre getrennt wurden, lebendig zu halten“.

Die Junge Union zeigt sich in diesem Zusammenhang entsetzt von dem geschichtsrevisionistischen Verhalten der Linkspartei, deren Vertreter jüngst in einem Positionspapier den Mauerbau als „alternativlos“ und „zwingende Notwendigkeit“ darstellten.
„Diese Aussage der Linkspartei ist ein Schlag ins Gesicht für die vielen Opfer
Mehr über...
an der innerdeutschen Grenze, die bei Fluchtversuchen ihr Leben verloren oder jahrelange Gefängnisstrafen über sich ergehen lassen mussten. Die Linkspartei entlarvt hiermit wieder einmal selbst ihre Kontinuität zu dem SED-Unrechtsregime“, so Lipp weiter.

Die Junge Union fordert einen gesellschaftlichen Grundkonsens strikt gegen alle Versuche der Verharmlosung des SED-Unrechtsregimes vorzugehen. Die freiheitlich demokratische Grundordnung dürfe nie wieder durch politische Extremisten gefährdet werden.

„Die Junge Union ruft anlässlich des 50. Jahrestages des Mauerbaus alle jungen Menschen auf, sich intensiv mit der Geschichte der deutschen Teilung zu befassen. Nur so kann Geschichtsrevisionismus vorgebeugt werden. Wir verneigen uns respektvoll vor den Opfern der deutschen Teilung und denjenigen, die stets bemüht sind die Erinnerungen aufrecht zu erhalten um eine Wiederholung der Geschichte zu vermeiden“, so Lipp abschließend.

 
 

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Knapp 500 Teenager tanzend im Seltersweg. Hinter der Kamera Teenager Christopher Gellner von Starry Pictures (Foto: Sercivan Ungan).
Harlem Shake - 500 Teenager dancen im Seltersweg!
Wie bunt und junger Leute Gießen ist zeigt der...
Investigative Recherche ist alles!
Am 20.02.2013 kurz vor 22:00 Uhr fieberten vor dem TV-Sender RTL...
Ostern 2013: Ein Sportler - Tausend Eier - Get Your Eggs!
Nach der erfolgreichen "Get Your Present" Weihnachts-Aktion am...
Bürgerinitiative „Stoppt diese Landesgartenschau“ sieht die Arbeiten nicht so rosarot, wie es den Gießener Bürgern vorgegaukelt werden soll.
Ein Besuch auf dem künftigen Gelände der Landesgartenschau in der...
300-400 junge Leute in T-Formation (Foto vom Kirchenturm aus: Sercivan Ungan)
Harlem Shake: Hunderte Teenager dancen in T-Formation vor dem Kirchenturm!
300-400 Jugendliche haben am 22.03.2013 den Harlem Shake in Gießens...
Will Kindergärten zu Zentren frühkindlicher Bildung ausbauen: FDP-Fraktionschef Wolfgang Greilich aus Gießen.
Greilich zum Kinderförderungsgesetz (KiföG): „Kindergärten zu Zentren frühkindlicher Bildung machen“
Als großen Wurf für die Kinderbetreuung in Hessen bezeichnete der...
How I Met Your Mother - The Mother Of All Roles / Sitcom enthüllt! (Achtung SPOILER)
In der beliebten TV-Serie "How I Met Your Mother" ist nun die...

Kommentare zum Beitrag

Antje Amstein
5.084
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 12.08.2011 um 14:21 Uhr
Noble Geste der JU! Ich vermisse immernoch die Forderung das die Opfer der Diktatur entschädigt werden. Passagen im Einigungsvertrag überarbeitet und endlich durgeführt werden! Die Vertragsparteien bekräftigen ihre Absicht, daß unverzüglich eine gesetzliche Grundlage dafür geschaffen wird, daß alle Personen rehabilitiert werden können, die Opfer einer politisch motivierten Strafverfolgungsmaßnahme oder sonst einer rechtsstaats- und verfassungswidrigen gerichtlichen Entscheidung geworden sind. Die Rehabilitierung dieser Opfer des SED-Unrechts-Regimes ist mit einer angemessenen Entschädigungsregelung zu verbinden. Die Lage vieler SED-Opfer ist immer noch nicht zufriedenstellend! Täter wurden nicht bestraft und sitzen heute noch in Schlüsselpositionen. Politisch motivierte Zwangsadoptionen müssen endlich als Systemunrecht anerkannt werden!

Wir rufen dazu auf, am 13. August 2011 um 12.00 Uhr eine Minute innezuhalten, im Gedenken der Opfer von Mauer und kommunistischer Gewaltherrschaft, in Erinnerung an die mutigen und gewaltfreien Bürger, die die SED-Diktatur stürzten.
Ullrich Drechsel
1.637
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 13.08.2011 um 10:45 Uhr
Jawoll, Herr Schäfer. Deutschstunden für die JU, damit sie lernen, sich ihr steifes, abschreckendes Parteichinesisch abzugewöhnen. Gleichzeitig aber Geschichtsstunden für DIE LINKE(N), damit sie lernen, nicht nur mit einem dicken Finger immer auf DIE RECHTEN aller Coleur zu zeigen, sondern um endlich ihr eigenes Erbe anzunehmen und zu bewältigen. Bislang höre ich aus dieser Ecke - z.B. von Frau Gesine L. - viel mehr Rechtfertigung für die Untaten von Ulbricht, Honecker & Co. als eine klare Verurteilung all dessen, was linke Ideologie(n) bis auf den heutigen Tag an Verbrechen verursacht haben.
Konrad Greilich
40
Konrad Greilich aus Gießen schrieb am 13.08.2011 um 18:25 Uhr
Vielen Dank Her Dreschel!
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 14.08.2011 um 18:52 Uhr
Auf, wie heißt es, habe ich jetzt gelernt :-) "Trolle" gehe ich nicht ein...

Hallo Herr Drechsel,

ich habe Sie mittlerweile, trotz aller Unterschiede die unsere politischen Ansichten betreffen, als offenen Menschen schätzen gelernt! Kein "Schmus", Sie wissen sicher, dass mir dies nicht liegt :-)

Eigentlich wollte ich zum Thema nichts schreiben, gibt mehrere Gründe, wie "schon wieder gibt der seinen Senf dazu", auch etwas "Zeitmangel, morgen ist der Urlaub vorbei"....aber vor allem auch, weil, wenn ich jetzt hier meine Meinung schreibe, und das werde ich natürlich tun, dann kriege ich "Feuer" von rechts UND links. Ich hatte ja gehofft, dass einige andere "Linke" sich hier zu Wort melden, vielleicht auch nicht wirklich daran geglaubt, denn da gibt es nicht viele die sich da Diskussionen stellen. Wie gesagt, falls es Antworten geben sollte und ich nicht (gleich) darauf antworte: hat auch etwas mit Zeitmangel zu tun!

aber zum Thema:

- der Mauerbau war eine Schande! wow, ich höre sie schon aufschreien "und das schreibt einer, der links sein will"
- der Mauerbau war eine Bankrotterklärung der DDR!
- da gibt es überhaupt nichts zu beschönigen!

ABER, und jetzt werden mich viele "Linke" und "Rechte" angreifen:
- es war die Bankrotterklärung des bürokratischen Kapitalismus in der DDR, keineswegs der Bankrott eines sozialistischen Staates! (erst damit beschäftigen, informieren, bevor man antwortet...ist nur eine Bitte, klar...aber sonst macht es wenig Sinn!)
- der Mauerbau war keinesfalls für die Teilung Deutschlands verantwortlich, dies war längst vorher beschlossene Sache! (sich mit dem Potsdamer Abkommen - und dessen Bruch - beschäftigen, das hilft!)
- der Mauerbau hat einigen in die Hände gespielt (deren Nachfolger sich heuchlerisch heutzutage aufregen). Die Errichtung des Staates BRD war seit Kriegsende erklärtes Ziel der Westmächte, als Bollwerk gegen den Kommunismus!

Meine ganz persönliche Einschätzung:
Sehr gut,
- dass die Mauer weg ist
- dass das deutsche Volk wieder vereint ist
Sehr schlecht,
- dass das Potsdamer Abkommen nicht umgesetzt wurde
- dass die DDR von der BRD geschluckt wurde

und jetzt können alle schimpfen! Das ist aber immer noch besser als schweigen und dieses Thema ignorieren oder aussitzen, so nach dem Motto "in ein paar Tagen spricht sowieso keiner mehr drüber"

und für mich das Wichtigste: wie wollen wir denn die Menschen für eine andere, meines Erachtens, bessere Gesellschaftsform gewinnen wenn wir nicht die Geschichte schonlungslos aufarbeiten???
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 14.08.2011 um 21:19 Uhr
Noch eines Herr Drechsel, vielleicht kann ich Sie damit ein wenig aus der Reserve locken:
Wie beurteilen Sie das: "Jeder, der sich in Worten und Taten auf das Christentum berufen hat/hatte, ist/war auch ein Christ?" Und warum macht man (machen Sie?) da Unterschiede (völlig zu Recht!), und bei anderen nicht? Irgendwie nicht konsequent, oder?
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 14.08.2011 um 22:08 Uhr
ja, Antje, das bestreitet doch hier KEINER, oder?
Antje Amstein
5.084
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 14.08.2011 um 22:42 Uhr
nein, es ist auch nur nochmal zur Info! Ich habe mehr das Gefühl die JU sieht auf einem Auge Blind.
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 15.08.2011 um 06:53 Uhr
Ich nehme zu KEINEM Troll Stellung...und zu "Schwachsinn" schon gar nicht, du solltest mal drüber nachdenken! Nicht so "Blauäuig" sein!!!
Viele Grüße, von einem "ganz normalen" Menschen :-)), Stefan
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 15.08.2011 um 22:54 Uhr
Hallo Rüdiger,
nun hast du (meines Erachtens auch zu Recht) die JU kritisiert....

mich würde aber auch interessieren wie deine Meinung zum Thema "Mauerbau" ist, also, zum eigentlichen Thema des Beitrages sollte man sich schon äußern wenn man einen Beitrag kommentiert? Oder sehe ich das falsch?

Natürlich nicht so wie Herr Greilich "Vielen Dank....", bißchen dünn, sollten schon ein paar Argumente (so oder so) kommen....
Ullrich Drechsel
1.637
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 16.08.2011 um 11:13 Uhr
Was bitte ist ein "Parteigesonnener"? Wenn es "Genosse" heißen sollte, so möchte ich hier klarstellen, dass ich keiner Partei in Deutschland angehöre.
Ullrich Drechsel
1.637
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 16.08.2011 um 11:13 Uhr
Was bitte ist ein "Parteigesonnener"? Wenn es "Genosse" heißen sollte, so möchte ich hier klarstellen, dass ich keiner Partei in Deutschland angehöre.
Ullrich Drechsel
1.637
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 16.08.2011 um 11:36 Uhr
Hallo Herr Walther, vielleicht habe ich das nicht ganz verstanden, aber diesen Satz: "Jeder, der sich in Worten und Taten auf das Christentum berufen hat/hatte, ist/war auch ein Christ?", halte ich für völlig falsch. Ein Christ im ursprünglichen - weil bibilischen Sinne - ist jemand, der in einer persönlichen, lebendigen Beziehung zu Christus lebt. Ein Kernsatz zu diesem Thema steht im 1. Johannesbrief und lautet: "Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott." Christ-Sein ist also nicht davon abhängig, ob ich mich mit meinem Handeln irgendwie auf das Christentum berufen kann.
Ullrich Drechsel
1.637
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 16.08.2011 um 11:55 Uhr
Jetzt komme ich noch auf den vorhergehenden Kommentar von Ihnen zurück, Herr Walther: Ihnen ganz persönlich nehme ich es ab, dass Sie die Mauer mit allen ihren Folgen für eine Schande halten. Ich teile nicht alle Ihre Schlussfolgerungen bezüglich der Ursachen des Mauerbaus, aber ich glaube, am Ende sind das (zwischen uns beiden) Marginalien.
Kürzlich habe ich aber mal auf der Marxistisch-Leninistischen Plattform herumgeguckt und die absurdesten Dinge zu diesem Thema gelesen oder beispielsweise auch zum Thema Stalinismus. Da muss man sich schon fragen, ob das noch Irrtümer sind oder schon bodenlose Dummheiten. Wolf Biermann hat solche Dinge - auch die Äußerungen von Gesine Lötsch dazu - als die Äußerungen geschichtsloser Menschen bezeichnet.
Was den (demokratischen) Sozialismus als Staatsform betrifft, so hat selbst Gregor Gysi vor einiger Zeit dazu das Handtuch insofern geworfen, als dass er zugeben musste, kein einziges Beispiel zu kennen, wo das schon mal auf gute Weise funktioniert hat. Die DDR hätte es werden können - und wie immer Sie das sehen, dass selbige von der BRD geschluckt worden sei - ich bin heilfroh darüber, dass dieses Experiment in die Hose ging. Der Störfaktor ist ja immer der Mensch bei solchen Sachen, und Sozialisten und Kommunisten sind genauso anfällig für die "Droge Macht" wie Bankmanager oder Wirtschaftsminister, etc. Am Ende kam bei den sozialistischen Experimenten immer nur blutige Gewalt heraus - der Unterschied lag und liegt nur in der Zahl der Toten und anderweitig schwer geschädigten Menschen.
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.08.2011 um 17:54 Uhr
Hallo Herr Drechsel (zum Kommentar 11.36 Uhr)
Sie haben meinen Satz völlig richtig verstanden, das zeigt Ihre Antwort!
Genau so sehe ich das auch, auch wenn ich in Ihrem Sinne kein gläubiger Mensch bin, habe ich dennoch z.B. den größten Respekt vor den Anhängern der Befreiungstheologie in Lateinamerika (natürlich auch vor anderen Christen, es gibt z.B. eine ganze Menge auch bei uns in der Gewerkschaft und sogar sehr engagierte Christen im Linken Bündnis! :-))
Nun, was den Christen recht ist, das sollte den Kommunisten billig sein, dies wollte ich damit ausdrücken! "Niemals alle über einen Kamm scheren!"
So verurteile ich auch nicht "die" Christen nur weil es eine "C"DU gibt, wäre doch sehr engstirnig gedacht!
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.08.2011 um 18:14 Uhr
zum zweiten Kommentar (11.55 Uhr)
Vorab danke für die Antwort!
Hier fällt meine Antwort etwas differenzierter aus, aber ich denke, das war Ihnen schon klar.
- Sie haben auf der Marxistisch-Leninistischen Plattform rumgeguckt? = Respekt!!! Dazu sind noch nicht mal viele Linke oder auch so genannte Linke bereit! Ja, manches ist etwas absurd, anderes erscheint vielleicht nur so....für mich auch ein Grund, dass ich mich zwar auch da (und in einigen anderen Foren) informiere, jedoch genau wie Sie auch parteilos bin, da gibt es dann doch den ein oder anderen Widerspruch! (darauf gehe ich jetzt nicht weiter ein, ist auch nicht das Thema!)
- nicht weiter tragisch, dass wir unterschiedliche Schlussfolgerungen aus dem Scheitern der DDR ziehen, so ist das halt manchmal. "Die DDR hätte es werden können", so schreiben Sie selbst. Das sehe ich auch so, die Anfänge wurden auch gemacht, aber als es mit dem "großen Bruder" bergab ging, da war es auch schnell um die DDR geschehen, Widerspruch gab es da keinen, alles wurde kritiklos übernommen....
- ach, Gysi und das Gefasel vom "demokratischen" Sozialismus, ich kann den Blödsinn nicht mehr hören

Der "Störfaktor Mensch", sicher, da wurden die gravierendsten Fehler gemacht. Ich habe es schon öfter geschrieben, und wenn es viele auch nicht mehr lesen wollen: der Mensch an sich ist nicht schlecht, er wird höchstens zum schlechten Menschen gemacht....ja, und dazu muss man ihn (der, der denkt er könne die Macht missbrauchen) auch kontrollieren!

Will hier nicht weiter eine "Grundsatzdiskussion" vom Zaun brechen, nur eine Bemerkung, auch wenn Sie das vielleicht ganz anders sehen:
Christentum und Kommunismus haben mehr gemeinsam als viele (von beiden Seiten!) wahrhaben wollen! Und eines ist sicher, kaum ein (richtiger) Christ streitet ab, dass der Kapitalismus rein gar nichts mit dem Christentum gemein hat!
Ullrich Drechsel
1.637
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 16.08.2011 um 18:38 Uhr
Guten Abend Herr Walther, es wird Sie nicht wundern, dass ich in bestimmten Details mich noch einmal zu Wort melde. Dass der Mensch grundsätzlich gut ist, kann ich schon deshalb nicht bestätigen, weil ich mich selbst kenne und die Abgründe in mir. Bei einer ehrlichen Selbstanalyse kommt jeder Mensch dahinter, dass er für die Schlechtigkeiten in einem selbst jedermann und -frau auch selbst verantwortlich ist.
Darüber schreibt selbst der Apostel Paulus, der ja nun wirklich ein frommer Mann war - und zwar sowohl in seinem ersten Leben, als er die Christen verfolgte und danach, als er das Evangelium in den damals bekannten Rest der Welt trug. Wir Menschen tragen, auch das sagt die Bibel, ganz automatisch ein Gewissen in uns, dass uns immer wieder daran erinnert, was gut und was böse ist. Aber die Entscheidung, gut oder böse zu sein ist dann immer eine ganz persönliche. Wo also ist der gute Mensch, der den bösen unter Kontrolle halten kann ... wenn doch in Wirklichkeit alle böse sind?
Sie schrieben weiter: "Christentum und Kommunismus haben mehr gemeinsam als viele (von beiden Seiten!) wahrhaben wollen! Und eines ist sicher, kaum ein (richtiger) Christ streitet ab, dass der Kapitalismus rein gar nichts mit dem Christentum gemein hat!" Viele Gemeinsamkeiten kann man aber ehrlicherweise nicht entdecken. Allein schon die "ideologische" Basis ist Lichtjahre voneinander entfernt - der Gottesglaube und der Atheismus sowie das atheistische und das christliche Menschenbild sind nicht zu vereinbaren. Recht haben Sie m.E., wenn Sie meinen, dass Kapitalismus und Christentum nichts miteinander zu tun hätten. Allerdings basiert die Soziale Marktwirtschaft auf einer christlichen Ethik, und ohne diese daraus resultierenden sozialen Werte geht's den Menschen sowohl im Kapitalismus als auch im Kommunismus ziemlich dreckig.
Stefan Walther
2.814
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.08.2011 um 18:59 Uhr
Guten abend Herr Drechsel, ja einen Moment habe ich noch...
Soll ich ehrlich sein? ich dachte nicht, dass Sie nochmal antworten...prima, um so besser!
- "gut" und "schlecht", auch da werden wir uns nicht einig, ich akzeptiere Ihre Meinung, teile Sie jedoch nicht! Für mich wird der Mensch geprägt durch seine Umwelt, sprich durch die gesellschaftlichen Verhältnisse in denen er lebt. Und das ist keine "persönliche" Entscheidung, die er dann fällt, diese Freiheit hat kaum einer!
- ja, das gemeinsame (meines Erachtens) zu erwähnen, darf natürlich nicht bedeuten, das Trennende zu ignorieren, logisch! Dann bräuchte es ja nicht der Kommunisten :-). Wollte damit nur andeuten, dass viele Grundbegriffe wie "Solidarität auf der einen Seite - Nächstenliebe auf der anderen Seite" sich wesentlich näher sind als "Christentum und Kapitalismus", mehr sollte dies nicht bedeuten, und ich wollte auch keineswegs die Unterschiede verwischen!
- "soziale Marktwirtschaft" bedeutet nichts weiter als die Herrschaft des Kapitals zu verschleiern. Sehr viele haben sich bei "Einführung/Erfindung" dieses Begriffs gegen diese Bezeichnung gewehrt, beileibe nicht nur Kommunisten ( Teile der SPD und auch die Gewerkschaften!). Wir leben doch in der angeblichen "sozialen" Marktwirtschaft, was sollte daran "sozial" sein? Die Schraube wird angezogen wenn es der Wirtschaft schlecht geht, und etwas "locker" gelassen wenn es der Wirtschaft etwas besser geht (die Zeiten sind aber seit ca. 15 Jahren vorbei!) oder der Widerstand zu groß wird. Sozial ist daran gar nichts, auch wenn man den Armen einige Almosen gewährt und den Arbeiter mit Brosamen abspeist.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Christopher Lipp

von:  Christopher Lipp

offline
Interessensgebiet: Gießen
Christopher Lipp
439
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Veranstaltungshinweis: Gedenkvortrag zum 23. Jahrestag des Mauerfalls am 09.11.2012
Auf Einladung des Kreisverbandes der Jungen Union Gießen wird am...
Junge Union Kreisverband Gießen: Grundsatzdiskussion über Privatisierung des Uniklinikums Gießen und Marburg ist derzeit völlig verfehlt!
Die Junge Union im Landkreis Gießen äußert sich anlässlich der...

Veröffentlicht in der Gruppe

CDU Kreisverband Gießen

CDU Kreisverband Gießen
Mitglieder: 55
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
v.l. Der Vorsitzender der JU Grünberg Marcel Schlosser, Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und der Vorsitzender der JU Gleiberger Land Jonathan Kreis
Junge Union Stadtverband Grünberg beim Landestag der JU Hessen in Wiesbaden
Beim 92. Landestag der Jungen Union (JU) Hessen stellte der heimische...
v.l. Alica Bender, Anna Lena Küchenthal und Marcel Schlosser (alle aus Beltershain)
Junge Union Grünberg diskutiert in Beltershain zum Thema Frauenquote: Nicht die Quote ist entscheidend, sondern die Qualifikation der Mitarbeiter!
„Die JU steht fest zur Gleichberechtigung, allerdings dürfen wir...
Weiter Gruppe des Beitrags:

Weitere Beiträge aus der Region

Der jüngste Nachwuchs am Schwanenteich
Vogelbeobachtungen aus dem NSG Lahnaue und Umgebung
Wochenende, da heißt es für den Chronisten raus in die Natur....
Stadthaus mit Front zur Wieseck
Blick vom Dach Café
Nach meinem Besuch in der Kunsthalle im Stadthaus was war da...
Aktuelle Meldung: Verband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) unter schwerem Verdacht
"Petition zur Überprüfung des Bundesverbandes VAMV wegen Verdacht auf...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.