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Kleine Ukulelen ganz groß

Gießen | Zur Halbzeit des Mittelhessischen Kultursommers gastierte das Ukulele Orchestra of Great Britain am Samstag im Astaire’s. Die Tanzschule in der Grünbergerstraße war laut den Veranstaltetern mit rund 350 Besuchern gnadenlos ausverkauft. Den acht Briten mit den hawaianischen Minigitarren eilt ein exzellenter Ruf voraus, dem die Gruppe mehr als entspricht.

Dave Suich Peter Brooke Turner, Hester Goodman, George Hinchliffe, Richie Williams, Kitty Lux, Will Grove-White an den Ukulelen und Jonty Bankes an der, zugegeben etwas größeren, „Bass-Ukulele“ (mit ebenfalls vier Saiten) unterhielten das Publikum prächtig. Der Bassist ist das neueste Mitglied der Gruppe, die sich nach einem einmaligen Auftritt in einem Pub vor 25 Jahren zusammenfand. Doch auch er ist schon seit neunzehneinhalb Jahren dabei.

Mit „Born to be wild“ wird der Abend eröffnet, „Anarchy in the UK“ von den Sex Pistols zeugt ebenfalls von dem rebellischen Geist, den die Truppe trotz feinem Zwirn umweht. Dave Suich, der stets links platziert ist und die blonden Haare bei Rocknummern gerne schüttelt, „wollte eigentlich keinesfalls einen Job, bei dem
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er täglich im Anzug in einer Reihe von anderen Anzugträgern sitzen muss“. Kleine Kalauer wie diese und Umdichtungen mit Ukulele-Bezug machen den Charme der Gruppe aus, einige Mitglieder waren bereits als Komiker im Fernsehen tätig. Die Arrangements sind musikalisch brillant, egal ob als Cover von bekannten Popsongs, Blues oder klassischen Melodien. Passend dazu gibt es Lied über Plagiate, das mit David Bowies „Life on Mars“ beginnt und in vier weiteren bekannten Liedern mit ähnlicher Akkordfolge mündet, die alle gleichzeitig gesungen werden. Eigentlich bleiben die Ukuleleversionen relativ nah am Original, holen aber mit der richtigen Stimmenauswahl und den kleinen Saiteninstrumenten die Essenz aus den Stücken heraus. Sieben Studioalben, Livealben, DVDs und hunderte von Videos im Internet sprechen für den internationalen Erfolg der Gruppe.

Im zweiten Teil präsentierten sie weitere Meisterwerke von „The Good, the Bad and the Ugly“, über Kraftwerk bis hin zu Grace Jones. Für riesigen Applaus sorgt auch Gnarls Barkleys „Crazy“. Nach gut zweieinhalb Stunden Programm auf höchstem musikalischen Niveau in warmer Atmosphäre und Standing Ovations verlässt das Publikum glücklich den Saal.

 
 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Ilona Kreiling
2.324
Ilona Kreiling aus Heuchelheim schrieb am 01.08.2011 um 16:13 Uhr
Ein gelungener Abend, tolle Musik und dazu englischer Humor. Wir haben viel gelacht und wieder mal einen unvergeßlichen Abend im Astaire's verbracht. Eine CD von diesem tollen Orchester steht jetzt auch im Regal :-)
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von:  Fiona Sara Schmidt

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Interessensgebiet: Gießen
Fiona Sara Schmidt
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