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CD-Tipp: "Sound Kapital" von Handsome Furs

Gießen | Das dritte Album des Ehepaares Alexei Perry und Dan Boeckner aus dem kanadischen Montreal ist zwar keine Überraschung, zeigt aber die spannende musikalische Entwicklungen des Duos und lässt uns nicht nur ein bisschen mit den Füßen wippen.

Die „Hübschen Pelze“ entstanden 2005, als die Mitglieder der von Boeckners Indierock-Band Wolf Parade sich anderen Projekten zuwandten. Die hoch gelobte Gruppe hat vor kurzem eine längere Schaffenspause angekündigt. Boeckner übernimmt wie bei Wolf Parade Gitarre und Gesang, während Perry Keyboard und Drumcomputer bedient. Bekannt wurde das Paar als Vorgruppe von Arcade Fire und Modest Mouse. Ihr Debütalbum „Plague Park“ veröffentlichten sie bei Sub Pop, 2009 folgte „Face Control“.

Das neue Werk ist auf ausgedehnten Touren durch Osteuropa, China und sogar Myanmar entstanden. „When I get back home, I won’t be the same no more“ ist daher auch die erste Zeile des Openers, unterlegt mit einem tanzbaren Beat. Es ist die Mischung aus dem eigentümlich gleichmütigem und anklagendem Gesang von Dan Boeckner und den fröhlichen Synthieklängen, die die Faszination der Handsome Furs ausmacht. Ein Album, das in eine neue Richtung weist und einen Übergang darstellt. Manche Stücke wie „Cheap Music“ oder „No Feelings“ klingen noch sehr vertraut, mit straighten Schlagzeugklängen, verzerrten Gitarren und treibenden Claps.

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Andere zeugen davon, dass das Album gänzlich an den Tasten entstanden ist, die Gitarre tritt zunehmend in den Hintergrund. „Memories of the Future“ etwa, ist rein musikalisch eine kühle Sythiepop-Nummer, freilich durch Boeckners markante Stimme immernoch klar als Handsome Furs identifizierbar. Die erstmals verwendeten analogen Synthesizer lassen das Album in der Grundstimmung positiver klingen als die Vorgänger, elektronische Spielereien sorgen für immer wieder neue Höreindrücke. „Sound Kapital“ eignet sich nicht zum Mitgröhlen, bleibt aber aber durch seine zurückhaltende Opulenz im Kopf. Sei es als einzelne Songzeilen, oder treibendes Gefühl, das auf die Utopie hinweist, die dem Album innewohnt.

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von:  Fiona Sara Schmidt

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Interessensgebiet: Gießen
Fiona Sara Schmidt
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