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Wer hat Zivilcourage gegen die Nazis gezeigt????

Gießen | Wenn die Oberbürgermeisterin davon spricht, die Menschen beim Stadtfest „Gießen bleibt bunt“ hätten Zivilcourage gezeigt, frage ich mich: wieso? Will man sich damit selbst Anerkennung aussprechen?
Die lobenswerten Aktionen und Auftritte im Rahmen „Gießen bleibt bunt“ haben viele Menschen angezogen und mit dazu beigetragen, dass die Nazis immerhin nicht in die Innenstadt kommen konnten. Viele der anwesenden Menschen haben sich dazu bekannt: wir wollen keine Faschisten in unserer Stadt. Ebenso viele Menschen sind bei angenehmen Wetter in der Stadt flaniert wie an anderen Samstagen auch.
Zivilcourage war dazu nicht erforderlich, sondern bei denjenigen zu erkennen, die blockiert haben oder dies gegen das massive Polizeiaufgebot versucht haben.
Verständlich ist, dass der Einzelhandel oder auch die Marktbeschicker Verluste beklagen. Nun sollen Verkäuferinnen und Verkäufer bestraft werden, indem sie einen arbeitsfreien Sonntag verlieren.
Wir sollten uns von der Stadtregierung nicht verar..... lassen.
Wer bezahlt eigentlich die Notstandsübung mit dem riesigen Polizeiaufgebot?

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.705
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 18.07.2011 um 18:29 Uhr
Jetzt muss ich Frau Stapf mal beipflichten.
Michael Beltz
7.509
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.07.2011 um 19:20 Uhr
Werte Frau Stapf,
Zivilcourage ist "mutiges Verhalten, mit dem jmd. seinen Unmut über etwas ohne Rücksicht auf mögliche eigene Nachteile zum Ausdruck bringt." (Duden, 8. Auflage)
Für die Innenstadtbesucher hätte allenfalls ein Regenschauer zum eigenen Nachteil gereichen können - ansonsten risikolos.
Florian Schmidt
4.705
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 18.07.2011 um 19:23 Uhr
Sich selber grölend, dem braunen Gesindel entgegenzusetzen ist aber auch keine Zivilcourage. Das ist Öl ins Feuer giessen.
Nicole Schmidt
725
Nicole Schmidt aus Heuchelheim schrieb am 18.07.2011 um 19:33 Uhr
Die NPD-Demonstranten wären nie in die Innenstadt gekommen, da die Polizei sie nicht von der vorgeschriebenen Route hätte abweichen lassen.
Nur der Polizei ist es zu verdanken, dass es nicht zu Prügeleien zwischen linken und rechten Demonstranten kam, wie es ja schon in vielen anderen Städten passiert ist.
Mich würde in diesem Zusammenhang auch interessieren aus welchem "Lager" die 5 jungen Männer kommen, die den Schaden in der Licher Strasse angerichtet haben. In der Presse war nur zu lesen, dass sie aus Frankfurt kommen. Wenn die Angaben stimmen beläuft sich der entstandene Schaden auf 150000 Euro.
Nicole Schmidt
725
Nicole Schmidt aus Heuchelheim schrieb am 18.07.2011 um 19:52 Uhr
Wenn man schon den Duden zitiert, dann bitte richtig:
Zivilcourage:
Mut, den jemand beweist, indem er seine Meinung offen äußert und sie ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen in der Öffentlichkeit, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten o.Ä. vertritt.
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 18.07.2011 um 20:08 Uhr
Nicht die Polizei sagt wo eine Route lang geht, sondern der Veranstalter, in diesem Fall die Freien Kräfte und die Anti Anti Faschisten.
Bei den ganzen Diskussionen hier, kommt der Verdacht auf das man gerne Faschisten in Gießen um sich hat !
Jonas Ahlgrimm
172
Jonas Ahlgrimm aus Gießen schrieb am 18.07.2011 um 20:11 Uhr
Hi! Ich denke auf jeden Fall, dass die VeranstalterInnen von Gießen bleibt bunt Zivilcourage gezeigt haben. Sie haben die Innenstadt besetzt und riskiert, auf die "Abschussliste" diverser Naziorganisationen zu geraten.

Ziel des Bündnisses Gießen bleibt nazifrei war es, die Nazidemo durch Sitzblockaden auf friedliche Art und Weise zu verhindern. Die Bilder, zum Beispiel im Gießener Anzeiger, beweisen, dass dort kein gewaltbereiter Mob, sondern eine bunte Menschenmenge vor Ort war. Die Personen in der Licher Straße gehörten nicht zu Gießen bleibt nazifrei, sie haben krass gegen unseren Konsens verstoßem, dass von uns keine Eskalation ausgeht. Es ist enorm wichtig, dass Nazis nicht denken, dass sie in Gießen marschieren können, nicht in der Innenstadt, aber auch nicht in der Weststadt oder sonstwo. Daher ist das Scheitern der gänzlichen Blockade der Nazidemo bedauerlich.

Es ist an der Zeit die V-Männer-Affäre beizulegen und die NPD endlich zu verbieten!
Florian Schmidt
4.705
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 18.07.2011 um 20:17 Uhr
Herr Ahlgrimm, wenn man sie verbietet. Was dann?
Jonas Ahlgrimm
172
Jonas Ahlgrimm aus Gießen schrieb am 18.07.2011 um 20:30 Uhr
Zum einen finanziert man Nazis nicht mit Steuergeldern. Die NPD meldet die meisten Nazidemos an, es geht ein Zugpferd verloren. Die Strukturen werden geschwächt. Natürlich muss dafür gesorgt werden, dass Parteien, die in Ihren Programmen Volksverhetzung betreiben, nicht gegründet werden und zu Wahlen antreten können, denn zur Demokratie gehört auch der Schutz von Minderheiten.

Ein NPD-Verbot kann leider nicht dafür sorgen, dass überhaupt keine Nazis mehr Demos anmelden. Oft verstecken sich Nazis hinter populären Standpunkten wie "härtere Strafen für Kinderschänder" und nutzen Infostände und Demos zu solchen Themen um hintenrum rassistische Inhalte zu verbreiten. Das darf aber kein Grund dafür sein, Naziparteien zu legitimieren, in dem man sie nicht verbietet.
Jörg Jungbluth
5.137
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 18.07.2011 um 21:30 Uhr
Wenn man die NPD verbietet, nennt sie sich um und es geht weiter. Einen neuen Namen bräuchten sie noch nicht einmal zu erfinden, den nach dem Zusammenschluß wäre DVU wieder frei. Und seine Vergangenheit zu verschleiern ist ganz einfach: Aus SED wird PDS wird Linke
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 18.07.2011 um 21:52 Uhr
Sowie der Schmierfink, der in einer abstoßenden, niveaulosen Art und Weise schreibt und publiziert. Sich später Pressemitarbeiter nennt!
Jonas Ahlgrimm
172
Jonas Ahlgrimm aus Gießen schrieb am 18.07.2011 um 21:59 Uhr
Naja, viele WasG Leute,ex spd und Grüne sowie junge Menschen wie ich sehen die Linke als neues Projekt
122
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 19.07.2011 um 06:48 Uhr
Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung !!!
Jonas Ahlgrimm
172
Jonas Ahlgrimm aus Gießen schrieb am 19.07.2011 um 10:40 Uhr
Ich weiß nicht ob die Kritik auf meinen letzten Beitrag bezogen war. Ich wollte letztendlich zum Ausdruck bringen,dass ich und die meisten Die Linke Mitglieder sich zur Demokratie und zum Sozialstaat bekennen und auch eine Gesunde Distanz zur DDR zeigen. Wir wollen einen demokratischen Sozialismus.
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 19.07.2011 um 10:56 Uhr
Ich glaube sie meint das Mitglied im Deutschen Verband der Pressejournalisten hier, bei denen liegt es in der Natur falsche Tatsachen zu behaupten!
Klaus Stadler
5.167
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 19.07.2011 um 14:05 Uhr
Wer bezahlt eigentlich die Schäden an der Volksbank in der Licher Straße?
Linke,Nazis,Giessen bleibt bunt oder wir alle über erhöhte Versicherungs-
beiträge!
26.827
aus Stadt und Land aus Gießen schrieb am 19.07.2011 um 14:32 Uhr
Sehr geehrte Diskutanten, liebe Leser,

gerade bei einem so sensiblen Thema wie der NPD-Demonstration am letzten Samstag, erhitzen sich die Gemüter. Die Diskussionskultur hat sich dabei nicht bei allen Usern als angemessen erwiesen.
Die GZ-Redaktion bitte Sie daher sachlich zu bleiben, am Thema des jeweiligen Artikels zu diskutieren und im Besonderen auf Zweideutigkeiten, persönliche Angriffe oder Verleumdung zu verzichten.
Bei Problemen oder Beschwerden, unangemessenen Kommentaren und Angriffen bitten wir Sie, eine Mail an redaktion@giessener-zeitung.de zu schreiben, damit wir zeitnah reagieren können.
Mit freundlichen Grüßen,

die GZ-Redaktion
Michael Beltz
7.509
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.07.2011 um 17:03 Uhr
Was bedeutet Zivilcourage? M.E. folgendes:
- wenn jemand seine Kollegin oder seinen Kollegen gegen Mobbing verteidigt
- Wenn du jemanden vor sexuellen Übergriffen schützt
- wenn du Ausländer gegen Rassiten verteidigst
- wennm du Kinder vor Kinderscändern schützt
- wenn du Homosexuelle vor Diskriminierung schützt
- wenn wir uns alle vor menschenverachtenden Meinungen und Taten schützen -also vor Faschisten
Also, wenn man dem braune Gesindel den Weg versperrt
236
Thomas Knecht aus Gießen schrieb am 19.07.2011 um 23:22 Uhr
Lieber Genosse Stadtverordneter für deinen Beitrag und deinen letzten Kommentar vielen Dank!
Stefan Walther
4.502
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.07.2011 um 14:13 Uhr
Zivilcourage = Worte eines "Unverdächtigen"

Martin Niemöller:
"Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialdemokrat
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert, ich war ja kein Gewerkschafter
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte."
Christian Momberger
11.206
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 23.07.2011 um 16:37 Uhr
Sehr guter Beitrag Michael! Und auch sehr gute Antwort auf den Kommentar von Christine Stapf.

Und Christine, Deinen Kommentar finde ich echt sch... Friedliche Antifaschisten als Berufsdemonstranten und Chaoten zu verunglimpfen ist ja echt der Oberhammer. Sorry wenn ich so deutlich und vielleicht auch etwas persönlich werde, aber so eine falsche Unterstellung dar man hier nicht stehen lassen.
Der Verdacht, den Frau Amstein hegt, kommt mir bei machen hier und bei einigen in Politik, Polziei und Verwaltung auch auf! Wenn die kürzlich verstorbene Mutter unserer OB sehen würde, wie scheinheilich ihre Tochter agiert und wie sie die Nazis in unserer Stadt gewähren lässt, dann würde sie sich garantiert im Grabe rumdrehen.
Christian Momberger
11.206
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 23.07.2011 um 16:49 Uhr
Herr Ahlgrimm hat völlig recht mit dem was er schreibt! Danke für die guten Kommentare, denen ich nur zustimmen! Klar haben auch die Organisatoren des Festes in der Innenstadt Zivilcourage gezeigt, aber dennoch haben mache Verantwortlich auch recht scheinheilig agiert.

Und zuletzt Stefan: Vielen Dank für das gute uns passende Gedicht von Martin Niemöller! Sehr gut.!
Christian Momberger
11.206
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 23.07.2011 um 16:49 Uhr
Sorry, dass es jetzt zwei Kommentare sind, aber mein Browser spinnt gerade.
Der von Frau Amstein verlinkte Beitrag der Humanistischen Union ist übrigens sehr lesenswert!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

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