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Bischof „predigte“ Hörgeschädigten

Bischof Axel Münster (links) mit Gebärdendolmetscher Hirte Dieter Ross
Bischof Axel Münster (links) mit Gebärdendolmetscher Hirte Dieter Ross
Gießen | Lich Am vergangenen Sonntagvormittag fand in der Neuapostolischen Kirche an der Licher Bahnhofstraße ein besonderer Gottesdienst statt. Neben den Licher Gläubigen waren auch zahlreiche Hörgeschädigte aus dem Bereich der neuapostolischen Gebietskirche Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland nach Lich gekommen. Bischof Axel Münster (Lauterbach) besuchte die besondere Gemeinde und predigte über die Aussage des urchristlich Apostels Paulus: „Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus.“ (1. Korinther 1,6.7). Am Altar wurden die Ausführungen des Bischofs durch Hirte Dieter Ross (Wiesbaden) simultan in die Gebärdensprache übersetzt. Als zweiter Gebärdendolmetscher war Priester Felix Frobel (Marburg) anwesend. In seiner Predigtzugabe hatten die Anwesenden die Möglichkeit ihn sowohl in der Laut- als auch in der Gebärdensprache zu „verstehen“. Zur musikalischen Gottesdienstgestaltung hatte Priester Frobel aus dem Bereich Marburg eine ganze Reihe von Sängerinnen und Sängern mitgebracht, die die Lieder nicht nur stimmlich sondern auch in Gebärden gestalteten.

Die Gruppe der Hörgeschädigten wird in der Neuapostolischen Kirche besonders betreut. Neben der Möglichkeit, die Gottesdienste vor Ort in der Gebärdensprache zu erleben, wird den Betroffenen in regelmäßigen Abständen die Gelegenheit eröffnet, sich zu treffen und auszutauschen. Traditionell werden diese Treffen mit dem Feiern eines Gottesdienstes eröffnet. Nach einem gemeinsamen Mittagessen bleibt bis in die Nachmittagsstunden hinein genügend Zeit, um sich mit anderen Hörgeschädigten zu unterhalten. Wegen der „strategisch günstigen Lage“ finden diese Treffen schon seit Jahrzehnten in Gießen und Umgebung statt. In den letzten Jahren ist die Licher Kirchengemeinde Gastgeber für diese besonderen Gottesdienste. Bischof Münster sprach in diesem Zusammenhang davon, dass diese Zusammenkünfte „besondere Zuwendungen der Liebe Gottes zu den Hörgeschädigten“ seien.

Die Gebärdensprache ist eine eigenständige, visuell wahrnehmbare natürliche Sprache, die insbesondere von gehörlosen und schwerhörigen Menschen zur Kommunikation genutzt wird. Sie besteht aus kombinierten Zeichen (Gebärden), die vor allem mit den Händen, in Verbindung mit Mimik und Mundbild (lautlos gesprochene Wörter oder Silben) und zudem im Kontext mit der Körperhaltung gebildet werden. Sie ist wissenschaftlich als eigenständige und vollwertige Sprache anerkannt. Sie hat eigene grammatische Strukturen, die sich von der Lautsprache grundlegend unterscheiden. Daher lässt sich Gebärdensprache nicht Wort für Wort in Lautsprache umsetzen.

Informationen über die Neuapostolische Kirche können im Internet unter der Adresse www.nak.org abgerufen werden. Angaben zu den neuapostolischen Gemeinden im Kirchenbezirk Gießen sind auf der Seite www.nak-giessen.de zu finden.

Bischof Axel Münster (links) mit Gebärdendolmetscher Hirte Dieter Ross
Bischof Axel Münster... 
Der Chor „singt“ in Gebärdensprache
Der Chor... 

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