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Erfolgreicher Burschentag der NeuenDB in Gießen

Gießen | Die Gießener Burschenschaft Frankonia, unter deren Vorsitz am vergangenen Wochenende in Gießen der Verbandstag der „Neuen Deutsche Burschenschaft e.V.“ (NeueDB) stattfand, ist zufrieden mit dem störungsfreien Verlauf und den Ergebnissen der Tagung. Insbesondere die vom Burschentag der NeuenDB einstimmig beschlossene Resolution „Burschenschaft lässt keinen Raum für Rassismus“ wird von der Frankonia als eindeutige Positionierung des Verbandes gegen Rassismus und Ausgrenzung begrüßt.

In der Resolution der NeuenDB heißt es wörtlich: „Wir wollen ein Deutschland, das alle Menschen, die hier aufwachsen, gerne und mit Stolz als ihr Vaterland betrachten. Deutscher Patriotismus muss ansteckend, nicht ausgrenzend sein! Niemand soll an seiner Abstammung gemessen werden, sondern an seinem Handeln und seinen Idealen.“ Dass es in den 23 Burschenschaften der NeuenDB auch Mitglieder anderer Hautfarbe und ethnischer Herkunft gibt, konnte man beim Festkommers der NeuenDB am vergangenen Samstag im Bürgerhaus Gießen-Wieseck sowohl unter den Teilnehmern als auch unter den Chargierten der einzelner Burschenschaften beobachten. Festredner beim Kommers war der hessische Minister der Justiz, für Integration und Europa Jörg-Uwe Hahn (FDP), der über das Thema „Im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit- ist die Freiheit in Gefahr?“ sprach.

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Studentenverbindungen (1)Burschenschaft (37)
Der Burschentag hatte am Freitag mit einem Begrüßungsabend für die angereisten auswärtigen Burschenschafter auf dem Haus der Burschenschaft Frankonia in der Grünberger Straße begonnen. Dank des Einsatzes der Polizei blieben die Burschenschafter von dem gleichzeitig stattfindenden Demonstrationszug einer linksextremen Studentengruppe gegen den Burschentag der NeuenDB unbehelligt. Für deren Protest hat man bei der Burschenschaft Frankonia keinerlei Verständnis, denn die protestierenden Linken gehen von einem völlig falschen Bild heutiger Studentenverbindungen aus und lassen jedes Differenzierungsvermögen vermissen. Toleranz und Meinungsfreiheit, das Eintreten für rechtsstaatliches Handeln und gegen Rechts- und Linksextremismus sind die Grundpfeiler des Wirkens studentischer Verbindungen. Das haben die Burschenschaften Alemannia, Germania und Frankonia sowie die Landsmannschaften Chattia und Darmstadtia erst kürzlich in einer gemeinsamen Stellungnahme zur geplanten NPD-Demonstration am 16. Juli in Gießen bekräftigt. Wer Verbindungen attackiert, die solche Ziele vertreten, der muss sich fragen lassen, ob er selbst noch auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung des Grundgesetzes steht.

Kommentare zum Beitrag

Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 23.06.2011 um 15:59 Uhr
"Dank des Einsatzes der Polizei blieben die Burschenschafter von dem gleichzeitig stattfindenden Demonstrationszug einer linksextremen Studentengruppe gegen den Burschentag der NeuenDB unbehelligt."

wir waren keine linksextreme Studentengrppe, sondern an dem Demozug waren Bürger beteitigt die sich mit dem Thema Burschenschaft und Rechtextremismus in deren Reihen beschäftigt haben und dies nicht in ihrem Umfeld wünschen! Wir haben unsere Meinungsfreiheit ausgelebt!

"die protestierenden Linken gehen von einem völlig falschen Bild heutiger Studentenverbindungen aus"

In der Deutschen Burschenschaft gibt es nach Ansicht der Gießener Politikwissenschaftlerin Alexandra Kurth rechtsextreme Positionen. Der Verband, dem Studentenverbindungen in Deutschland und Österreich angehören, haben Mitglieder aus der NPD, die er obendrein in der Verbandszeitschrift über Seiten hinweg zu Wort kommen lasse.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1483878/
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 23.06.2011 um 16:22 Uhr
Sehr guter Kommentar Frau Amstein! Ich mag der Kritik an obigem Artikel nur zustimmen. Natürlich mag es unter den Burschenhaften auch ganz wenige einzelne Ausnahmen geben, aber trotz alledem ist das Weltbild der Burschenschaften auch weiterhin reaktionär und intolerant.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Gernot Schäfer

von:  Gernot Schäfer

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Interessensgebiet: Gießen
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