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„Und alle so: Oh!“ Stück der AIDS-Hilfe im Jokus

Gießen | „Und alle so: Oh!“ ist ein Stück der AIDS-Hilfe Giessen, das unter der Leitung von Tabea Eifert von drei jungen KünstlerInnen entwickelt wurde. Erzählt wird die Geschichte von drei Menschen, die unterschiedlich von HIV betroffen sind und aus ihrer eigenen, isolierten Perspektive heraus handeln. „Und alle so: Oh“, bewegt sich in der Spannung zwischen einem gefährlichen Virus, vor dem sich jeder schützen kann und sollte und der Tatsache, dass seine Gefahr schon lange entlarvt wurde. Dank unzähliger Plakate, Werbespots und Statements von Prominenten gibt es kaum noch jemanden in Deutschland, der nicht weiß, wie man sich vor HIV und AIDS schützen kann. Theoretisch. Praktisch gibt es immer noch rd. 3000 Neuansteckungen jährlich in Deutschland. Und eine unbestimmte, subtile Angst davor. Die Folge dieser Angst ist aber nicht unbedingt die konsequente Benutzung von Kondomen, sondern vielmehr die Ablehnung und Ausgrenzung von Menschen mit HIV. Solange die Informationen über HIV und AIDS nicht zu Kommunikation, nicht zu einer realistischen Einschätzung von Gefahren, nicht zu unvoreingenommenem Kontakt oder wenigstens zu
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ungestellten Fragen führen, wird es immer diese große Blase Angst geben, die das theoretische Wissen verdrängt und jeden isoliert- denn betroffen ist jeder, irgendwie. „ Und alle so: Oh!“ behandelt einfühlsam, ehrlich und tiefgründig genau diese Problematik. Nach der Premiere am 26.06.2011 um 19 Uhr im Jokus wird das Stück vom 21.- 23. September dort zweimal täglich im Jokus aufgeführt. Wir sprechen damit gezielt Jugendliche und junge Erwachsene ab 17 Jahre an. Zum dritten Mal präsentiert die AIDS-Hilfe Gießen e.V. damit das Ergebnis einer Theatergruppe im Rahmen ihrer Präventionsarbeit. Dabei ist ein Theaterstück von Jugendlichen – nicht nur für - für Jugendliche entstanden. Ziel des Theaterprojektes ist es, die Jugendlichen mit einer für sie adäquaten und nicht-schulischen Methode an das Thema HIV und AIDS wie auch anderen sexuell übertragbaren Krankheiten heran zu führen. Dabei soll ein nachhaltiger Impuls gesetzt werden, der nicht nur die Wissensebene berührt, sondern ein umfassenderes Begreifen möglich macht. Nach der Premiere sind Giessener Schülerinnen und Schüler eingeladen, das Stück anzuschauen und im Anschluss im Rahmen von Workshops die zentralen Themen vertiefend zu bearbeiten.

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