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Noch schläft der gefährlichste Vulkan der Welt

Morgenröte über dem Vesuv
Morgenröte über dem Vesuv
Gießen | Der Vesuv gilt momentan als der gefährlichste Vulkan der Welt. In seinem Inneren brodelt es mächtig und eine gigantische Gasblase baut sich auf. Ein verheerender Ausbruch ist demnach nur eine Frage der Zeit. Noch ist der Krater durch einen Pfropfen verstopft, aber der Druck steigt.

Der letzte Ausbruch war 1944, kleine Erdbeben gab es 1999. Man fürchtete Schlimmstes, doch es geschah weiter nichts.
Der Vulkan wird besonders gut observiert, schließlich leben allein an den Hängen des Vulkans in ihren meist illegal gebauten Häusern ca. 600.000 Menschen, im Großraum Neapel sogar 3 Millionen. Nicht auszudenken, was sein wird, wenn der gefürchtete Ausbruch kommt!

Die Ausgrabungen des nahe gelegenen Pompeji zeigen, was damals im Jahr 79 n. Chr. bei einem schweren Ausbruch des Vulkans geschah. Die "konservierte Katastrophe" ist erst zu zwei Dritteln ausgegraben und ermöglicht dem Besucher römische Antike zum hautnah Erleben.

Fatalistisch arrangieren sich die Napoletaner mit ihrem 1277 m hohen feurigen Hausberg. Dieser ist nach modernsten Erkenntnissen mit seismografischen Sonden punktiert, um einen drohenden Ausbruch frühzeitig zu bemerken, doch die Szenarien im Katastrophenfall sind dennoch verheerend. Der Vesuv wird ausbrechen, das ist sicher. Unklar ist, wann und wie: Ob die Kraterspitze mit einer riesigen Explosion weggesprengt wird, oder ob es einen Lavafluss geben wird oder nur einen Ascheregen. Das alles lässt sich weder vorhersagen noch berechnen.

Gegenwärtig hat der Krater einen Durchmesser von 600 m und gewährt gewährt einen ca. 200 m tiefen Einblick. Feste Schuhe und ein wenig Kondition genügen, um bis zum Kraterrand hochzusteigen.

Verängstigte Menschen gab es im Dezember 2008, als sonntagsmorgens um 8 Uhr zwei Militärflugzeuge bei einer unangekündigten Übung die Schallmauer durchbrachen. Viele dachten sofort an den Vesuv. Wenn der hustet, lässt es keinen kalt!

Morgenröte über dem Vesuv
1
Neapel zieht sich die Berghänge hoch
Blick auf Neapel
Pompeji, dahinter der Vesuv
Die Toten von Pompeji
Höhlen der Leichen wurden ausgegossen, um eine solche Rekonstruktion zu erhalten
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Blick aus Pompeji
Gesicherte Wege zum Kraterrand
Blick in den Krater
Schwefeldämpfe steigen auf
Durchmesser des Kraters 600 m
Es brodelt unter der Oberfläche
Messgeräte überall
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Tief vergraben liegt das antike Herculaneum
Auf der alten Stadt entstand eine neue
Hier sieht man die Höhe der Ascheschicht
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Und überall hat man den Vulkan im Auge

Mehr über

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Kommentare zum Beitrag

Adelbert Fust
5.315
Adelbert Fust aus Gießen schrieb am 12.06.2011 um 10:31 Uhr
Interessanter Bericht. Die Bilder erinnerten mich an meinen Besuch vor Jahren.
Ingrid Wittich
20.821
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 12.06.2011 um 11:17 Uhr
Ich erinnere mich noch gut an meinen Ausflug zum Vesuv, obwohl es Jahrzehnte her ist.
Hermann Menger
2.355
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 14.06.2011 um 17:35 Uhr
Vielen Dank für den sehr interessanten Bildbericht!
Christian Momberger
11.226
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 14.06.2011 um 21:27 Uhr
Interessanter Bericht!
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Astrid Patzak-Schmidt
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