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Neuer AStA gewählt

Gießen | Am Dienstag konstituierte sich das 50. Studierendenparlament der Justus-Liebig-Universität und wählte zu Beginn der Sitzung Sebastian Weidner (UniGrün) zu seinem Präsidenten, der sich mit 20 zu 8 Stimmen bei zwei Enthaltungen gegen Elena Müller (DL) deutlich durchsetzen konnte. Als Vize-Präsidenten wurden anschließend Sarah Sanchez-Miguel (UniGrün) sowie mit Stephan Dehler (Liberale Hochschulgruppe) ein Kandidat aus der künftigen Opposition ins Amt gewählt.

Auch wurde auf dieser Sitzung ein neuer AStA gewählt. Vorhergegangen waren mit einem Verhandlungszeitraum von nur knapp über fünf Wochen äußerst schnelle und effiziente Koalitionsverhandlungen der nun beteiligten Hochschulgruppen UniGrün, Juso Hochschulgruppe, Brennpunkt Uni, Linke.SDS und der Piraten-Hochschulgruppe an deren Ende als Arbeitsgrundlage eine 28-seitige Koalitionsvereinbarung steht. Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Liste Unsere Uni. nicht mehr im AStA vertreten, dafür kehrte nach einem Jahr Opposition die Juso-Hochschulgruppe zurück. Juso-Sprecher und frisch gewählter Referent für Öffentlichkeit und Koordination Björn Gerlach zeigte sich sehr zufrieden und äußerte seine Freude, dass man dieses Jahr „Inhalte vor persönliche Befindlichkeiten gestellt“ habe und so sichergestellt sei, dass studentische Interessen für den neuen AStA an erster Stelle stünden.
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Die neue Koalition werde sich besonders für die sozialen Belange der Studierenden stark machen sowie „für die demokratische Teilhabe und für bessere Studienbedingungen“ einsetzen, so Markus Gretschel von UniGrün, der als Referent für Öffentlichkeit und Koordination in seinem Amt bestätigt wurde. Weitere Schwerpunkte seien „Antifaschistische Bildungsarbeit, Ökologie, Transparenz und Bekämpfung der Rüstungsforschung.“ Zum letzten Punkt äußerte sich auch Alan Ruben van Keeken (Linke.SDS), der sein neues Referat für Hochschulpolitik auf den Schwerpunkt Friedensforschung mit dem Ziel der Errichtung einer Zivilklausel ausrichtet: „Wir streben parallel zur nächsten universitären Wahl eine Urabstimmung über die Zivilklausel an und werden bis dahin viel Informationsarbeit leisten, um den Studierenden eine differenzierte Meinungsbildung zu ermöglichen.“

Die neu gewählten AStA-ReferentInnen und SachbearbeiterInnen sind:
Referat für Öffentlichkeit&Koordination: Markus Gretschel (UniGrün) und Björn Gerlach (Jusos)
Referat für IT: Jonas Scholz (Piraten)
Referat für Studium und Lehre: Jana Steckbauer (Jusos), Veronica Becker (Jusos) und Adalet Anil Kilinc (Jusos)
Referat für Hochschulpolitik: Alexander Lübcke (Linke.SDS), Veli Karadeniz (Brennpunkt Uni), Robert Socha (Brennpunkt Uni), Alan Ruben van Keeken (Linke.SDS) und Tobias Gniza (Jusos)
Referat für Ökologie und Verkehr: Michael Fink (UniGrün), Angelina Balz (UniGrün) und Michael Schröder (Jusos)
Referat für Recht: Nicole Schreier (UniGrün)
Referat für Wohnen und Soziales: Leevke Ann Fübekker (UniGrün), Andreas Schaper (Jusos) und Sandra Kontny (Jusos)

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Kommentare zum Beitrag

Thoralf Trundilson
233
Thoralf Trundilson aus Gießen schrieb am 09.06.2011 um 18:01 Uhr
Hmm, interessante Auffassung von Transparanz, die in der verfassten Studierendenschaft so vorherrscht.

a) Anscheinend ist es doch einfacher, hier in der GZ einen Artikel zu posten, als die eigene Homepage zu aktualisieren.

b) Das StuPa-Präsidium hat es ebenfalls nicht geschafft, den Termin der StuPa-Sitzung online zu stellen. Auch sucht man dort die aktuellen Mitglieder des StuPas vergeblich.

c) Von den Homepages der Koa-Listen verwiesen als einzige die der Jlu-Piraten auf den kürzlich stattgefunden StuPa-Termin (nebenbei einer der wichtigsten, denn hier wurde ja augenscheinlich ein neuer AStA gewählt). Da helfen auch alle Twitter- und Facebook-Accounts nichts, wenn sie nicht rechtzeitig aktualisiert werden.

In der verfassten Studierendenschaft der JLU Gießen also weiterhin nichts neues, hier ist man von den WEB 2.0-Kompetenzen der spanischen und österreichischen Komiliton_innen immer noch Lichtjahre entfernt. Schade eigentlich, wenn andererseits auch jede Studierendenschaft die Vertretung bekommt, die sie verdient. Besser also selbst machen als vertreten lassen - wie hieß das noch: !no nos representan!
Thoralf Trundilson
233
Thoralf Trundilson aus Gießen schrieb am 09.06.2011 um 18:03 Uhr
Transpar E nz, Transzendenz, Tanztendenz, was auch immer. #fail
Christian Momberger
10.963
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 10.06.2011 um 12:47 Uhr
Vielleicht wird es ja mit einem Piraten als IT-Referent besser? ;-)
Christian Momberger
10.963
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 10.06.2011 um 12:48 Uhr
> Zum letzten Punkt äußerte sich auch Alan Ruben van Keeken (Linke.SDS), der sein neues Referat für Hochschulpolitik auf den Schwerpunkt Friedensforschung mit dem Ziel der Errichtung einer Zivilklausel ausrichtet: „Wir streben parallel zur nächsten universitären Wahl eine Urabstimmung über die Zivilklausel an und werden bis dahin viel Informationsarbeit leisten, um den Studierenden eine differenzierte Meinungsbildung zu ermöglichen.“

Und diesen Punkt finde ich sehr gut.
Thoralf Trundilson
233
Thoralf Trundilson aus Gießen schrieb am 10.06.2011 um 12:56 Uhr
Die JLU-Piraten waren auch schon in der letzten Koa.
Christian Momberger
10.963
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 10.06.2011 um 12:57 Uhr
Ok, na dann ist die Hoffung wohl vergebens.
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