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„Unser Kreuz hat keine Haken“- Informationsveranstaltung im Rahmen der Initiative „Gießen bleibt bunt“

Kreuz ohne Haken
Kreuz ohne Haken
Gießen | Die für den 16. Juli 2011 angekündigte Demonstration der NPD und mit ihr sympathisierender Gruppen in der Gießener Innenstadt bewegt derzeit viele Menschen in der Universitätsstadt.
Gilt Meinungsfreiheit auch für Neonazis? Welchen Sinn machen Verbote? Gibt es im Juli Straßenschlachten und brennende Häuser? Oder wird dem Thema im Vorfeld mehr an Bedeutung zugesprochen, als es tatsächlich verdient? Wie stark ist der Einfluss rechtslastiger Gruppierungen in der Region wirklich, was haben wir von ihnen zu befürchten und was kann der Einzelne wirksam dagegen tun?, waren nur einige Fragen, die den Gießener Bürgern bei der Informationsveranstaltung „Unser Kreuz hat keine Haken“ im Rahmen der Initiative „Gießen bleibt bunt“ am vergangenen Montag im katholischen Gemeindezentrum von St. Albertus auf der Seele brannten.
Dass es auf schwierige Fragen keine einfachen Antworten gibt, stellte Andreas Belz, Referent für politische Bildung des Bistums Mainz, klar. Zunächst einmal gelte es die Strategien rechtsextremer Organisationen zu kennen, um diese im eigenen Umfeld erkennen zu können. Ein wachsendes Phänomen etwa sei der
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sogenannte „Tarnkappennazi“, der sich als freundlicher Nachbar oder engagierter Vereinskumpan in die Herzen und das Leben schleiche und sich unentbehrlich mache. So versuche man „unter dem Radar hindurch“ Einfluss auf die Menschen zu nehmen und den Normalzustand in der Gesellschaft langsam nach rechts zu verschieben. Pfarrer Jan Mäurer forderte die rund dreißig Anwesenden auf, sich immer wieder die Frage nach dem Wesen des Menschen zu stellen, und sich selbst und das eigene Weltbild immer wieder zu hinterfragen.
Fest steht für Belz, dass man sich „nicht nicht“ verhalten könne. „Wenn man sich weg duckt, kommen sie wieder“, zeige seine Erfahrung. Für den 16. Juli gelte es daher, Gesicht, Solidarität und Zivilcourage zu zeigen und den rechten Gruppen so klar zu machen, dass sie in Gießen nicht erwünscht sind. Daher plant man für diesen Tag verschiedene Aktionen. In der Johanneskirche wird es unter anderem eine Gebetsrunde geben. Wer sich an den Aktionen beteiligen möchte oder eigene Ideen für Veranstaltungen hat, findet weitere Informationen und Ansprechpartner unter www.giessen-bleibt-bunt.de

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
11.217
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 22.05.2011 um 11:37 Uhr
Danke für den Bericht für die wichtige und notwendige Veranstaltung. Echt schade, dass ich aus Termin-/Zeitgründen nicht teilnehmen konnte.

> Fest steht für Belz, dass man sich „nicht nicht“ verhalten könne. „Wenn man sich weg duckt, kommen sie wieder“, zeige seine Erfahrung.

Diesen Aussagen mag ich übrigens nur zustimmen. Jeder, egal ob einfacher Bürger, Politiker, Verwaltungsbeamter einer Ordnungsbehörde, Polizist, Richter, etc., sollte sich bei seinem Handeln immer fragen: "Stehe ich auf der Seite der Faschisten oder der Antifaschisten. Ermögliche ich faschistische und rechtsextreme Aufmärsche durch Gerichtsentscheide und/oder dadurch, dass ich den Rechten den Weg freiprügele oder sage ich 'Keinen Fussbreit den Faschisten!'." Denn nicht nur ich finde, "Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!"
Passend hierzu ist auch das Lied "Sage Nein!" von Konstantin Wecker.
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Christiane Kowollik
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