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Was ist ein Energie-Grundeinkommen für alle / Lenkungsabgabe?

von Antje Amsteinam 30.04.20111659 mal gelesen1 Kommentar
Gießen | Eine Gegenkraft gegen die Anhäufung von Kapital in den Händen weniger - durch Zins, Rendite, Steuern zur Finanzierung von Staatsanleihen, Boni und hohe Einkommen. Eine stabilisierende Rückzahlung für alle Bevölkerungsschichten. Klimaschädliches Wachstum bremsend! "we want our money back", der Satz von Obama darf keine Worthülse bleiben!
Auf der UN-Klimakonferenz COP 16 in Cancun/Mexico (Dez. 2010) gab es keine sozial gerechte Finanzierungsvereinbarung für CO2- Reduzierung oder den beschlossenen Klima- Ausgleichfond. Wir Weltenbürger sollten uns dafür einsetzen, dass der Fond bereits vor 2020 finanziert wird, sodass die Reichen und Treibhausgas- Produzenten die Transformation bezahlen! "Stop planet burning"!

Denn es gibt Lösungen: Eine Lenkungsabgabe / Ökosteuer mit Auszahlung an alle! Ein neues Welt-Klima -Abkommen muss auf Menschenrechte und auf Bürgerrechte aufbauen, nicht nur auf vage Reduktionsverpflichtungen. Unser Planet verdient mehr Respekt! Es ist unser gemeinsamer Planet, unsere Atmosphäre ist unsere Almende, unser Gemeingut, our common property!

Alle Erdenbürger haben Anteil, sie haben das Recht ein- und auszuatmen; wir haben das Recht mit CO2- Emissionen und anderen Treibhausgasen zu handeln - nicht die Banken, Energiekonzerne oder gefräßige Staatseliten!
Lassen wir uns nach Wasser, Land und Bodenschätzen nicht auch noch die Luft wegnehmen! Ein neuer UN-Klimavertrag muß dieses Menschen- und Bürgerrecht bestätigen: Chinesen, Afrikaner, Europäer, auch US- Amerikaner haben gleiche Emissionsrechte, daher beginnen wir mit dem weltweiten Durchschnitt von 4 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr als CO2-Recht für jeden Erdenbürger. Möglichst sofort - nach COP 17 in Durban/Südafrika. "climate justice" heisst Freiheit, Gleichheit und Solidarität! "One man one vote" liebe USA. Gegen die zu hohe Konzentration von CO2 in unserer Atmosphäre heute ( 390 ppm = 390 Teile pro Million), die Treibhausgaswirkung und Versauerung unserer Meere müssen wir CO2 auf höchstens 2 Tonnen pro Kopf und Jahr bis 2020 begrenzen/halbieren! Ziel soll eine Kohlendioxidkonzentration in unserer Atmosphäre unter 350ppm sein.

Auf Grund dieses individuellen Rechts für alle Erdenbürger müssen hohe CO2 Steuern (1€ pro kg wären wirksam) als Energie-Grundeinkommen weitgehend wieder ausgezahlt werden! Dieses kann Teil eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle sein, ähnlich wie es in der Schweiz mit einer Lenkungsabgabe von 80 Franken pro Jahr bereits geschieht.
Wer viel verbrennt oder fliegt, zahlt viel, alle anderen erhalten Geld zurück! Das ist sozial gerecht. Nicht mit Krisengeschrei noch mehr Menschen in die Schuldknechtschaft ziehen - fairhandeln, dann werden auch Lateinamerikaner, Afrikaner und Chinesen an den Verhandlungstisch zurückkehren. Würde mit 10 - 20 Prozent von den hohen CO2-Steuern der Klima-Ausgleichsfond finanziert, so zahlen die Reichen die Maßnahmen: Regenwald-Schutz, Internationale Feuerwehr, Bio-Anbau, Solarenergie, Solareisenbahn, Wärmedämmung etc..

Erklären wir jetzt mit einer "Klimawelle", die um die Welt geht, unsere Solidarität mit den Armen, den Ausgebeuteten und vom Klimawandel betroffenen, mit unserer Erde! Diskutieren wir mit dem wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung WBGU die Erweiterung ihres "Kassensturz für den Weltklimavertrag" um die Auszahlung eines persönlichen Energie-Grundeinkommens, unterstützen wir den Vorschlag des Potsdam- Instituts für Klimaforschung(peak and trade).

Schicken wir diesen Vorschlag an alle Delegierten der Vereinten Nationen und unsere Freunde. "one wo-man one emission-right"! Jedem Menschen ein gleiches Emissionsrecht! energy-basic-income-grant!
Ludwig Micheler: Mitglied in den Organisationen von attac Ortsgruppe Gießen, greenpeace und Lateinamerika- Gruppe des Cafe` Amelie

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Kommentare zum Beitrag

6
Ludwig Micheler aus Gießen schrieb am 17.05.2011 um 03:19 Uhr
Liebe Antje Amstein,
meine Idee eines "Energie-Grundeinkommens" findet anscheinend Verbreitung, danke für den Artikel! Vorgestellt hatte ich Teile davon
auf den Montags-Anti-Atom-Mahnwachen in Giessen, sowie in der Grundeinkommens-AG von Attac, auf diversen Veranstaltungen in Kurzbeiträgen (SEPA, Klimaforum09 in Kopenhagen), sowie bei Geenpeace Giessen als Kurzvortrag. Ich bin allerdings nicht Sprecher oder Koordinator der Gruppe, nur einfaches Mitglied, genauso wie bei attac.
Der Text ist also mein persönlicher Diskussionsbeitrag.

Aktuell setze ich mich auch für die Auszahlung der Atom-Strom-Steuern, sowie der Versicherungs-kosten eines Super-Gaus ein: Diese Erweiterung des Energie-Grundeinkommens würde bis zum endgültigen Abschalten aller AKWs höhere Stromkosten ausgleichen, erneuerbaren Strom bezahlbar machen. Der Verband erneuerbarer Energien mahnt zwar die nicht vorhandene Versicherung der AKW im Falle eines Super-Gaus an
- eine Kilowattstunde würde bei ordentlicher Versicherung ca 3 Euro kosten - die Auszahlung fordert er bisher nicht, obwohl wir alle die Versicherungsrisiken derzeit tragen, die Rendite jedoch die AKW-Betreiber
einsacken.
Warum bekommen nicht wir alle die Rendite ausgezahlt?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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