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Ist Deutschland nicht ein herrliches Land für Verbrecher aller Art?

Gießen | Ein 18- Jähriger hat in der Nacht zu Samstag einen 29- Jährigen geschlagen und bis zur Bewusstlosigkeit getreten, trotz das, dass Opfer am Boden lag, trat der Angreifer immer wieder auf den Kopf seines Opfers ein. Das Opfer kam mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus. Dem 18- Jährigen Haupttäter wird nun versuchter Totschlag vorgeworfen. Gegen Auflagen hat er jedoch Haftverschonung bis zum Prozess erhalten! Gegen einen zweiten 18- Jährigen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Dieser 2. Täter hat einen Zeugen verletzt der durch Zivilcourage dem Opfer helfen wollte. Viele Schaulustige sahen zu und taten nichts! Auch er wurde nach der Vernehmung auf freien Fuß gesetzt! Nach dem brutalen Angriff auf zwei Menschen sind beide mutmaßlichen Täter wieder auf freiem Fuß!

Einen Tag nach dem brutalen Angriff im U-Bahnhof ist am Samstagabend ein 29- Jähriger bewusstlos geschlagen und getreten worden. Der Mann wurde in Berlin auf der Straße von vier Unbekannten angegriffen. Nach Schlägen und Tritten sei er bewusstlos liegen geblieben. Zeugen beobachteten den Vorfall und alarmierten die Polizei. Die Schläger flüchteten jedoch, bevor die Beamten eintrafen.

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Täter (6)Schläger (5)Opfer (12)Justiz (14)
Auf offener Straße wurde ein 31- Jahre alter Rendsburger niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Der Angreifer ist nach Polizeiangaben ein Anwärter der Bandidos. Der Messerstecher ist wieder auf freiem Fuß. Es liegen keine Haftgründe vor!

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Misshandlung Schutzbefohlener. In diesem Fall geht es um einen 7- Jährigen Jungen der von seinen Eltern nakt im Keller verwahrt wurde. Da es keine Erkenntnisse über weitere Misshandlungen gab wurden die Beschuldigten nach der Vernehmung, wieder in die Freiheit entlassen da kein Haftgrund vorlag!

Nach der brutalen Attacke auf einen 42 Jährigen an einem Hamburger S-Bahnhof haben sich drei mutmaßliche Täter der Polizei gestellt. Ein 22- Jähriger und zwei 24 Jahre alte Männer erschienen in Begleitung eines Rechtsanwaltes bei der Polizei Hamburg und gaben an, die von der Polizei Gesuchten zu sein. Zur Tat äußerten sie sich jedoch nicht. Nach polizeilicher Erfassung wurden die Männer wieder entlassen, da keine Haftgründe bestanden!

Der Jugendliche hat gestanden, sich an einer jungen Frau sexuell vergangen zu haben. Da der 17- Jährige, noch bei seinen Eltern wohnt und geständig ist und bisher noch nicht einschlägig in Erscheinung getreten ist. Wird er nach den kriminalpolizeilichen Ermittlungen entlassen und seinen Eltern übergeben. Es liegen keine Haftgründe vor!

Nachdem zwei junge Männer einen Radfahrer in der Frankfurter Innenstadt überfallen und schwer verletzt haben, kam es in der Folgenacht abermals zu Gewalttaten von Jugendlichen. Wie die Polizei mitteilte, haben vier junge Männer aus Frankfurt im Alter von 14, 16, 18 und 23 Jahren innerhalb einer Stunde drei Passanten grundlos angegriffen und schwer verletzt. Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen, wurden jedoch wieder auf freiem Fuß gesetzt. Es lagen keine Haftgründe vor!

Als Opfer, dass einen Täter ausschaltet, muß man mit einer gnadenlosen Justiz rechnen!
Ist Deutschland nicht ein herrliches Land für Verbrecher aller Art? Lohnt es sich eigentlich überhaupt noch, als Opfer die Polizei zu rufen, oder spart man sich das besser gleich den ganzen Ärger?
Oder?

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Kommentare zum Beitrag

Dr. Manfred Klein
1.413
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 26.04.2011 um 19:18 Uhr
Ein wahres Paradies für die, die zeigen, dass sie mit ihrer Umwelt nicht zurecht kommen, Kuschelknast und Wattebäuschen, da lässt sich wahrlich Rauben und Morden und dies nur auf Kosten der Opfer, die in der "Gosse" liegen gelassen werden!

Ein Lob dem Strafgesetzbuch, warum schulen wir nicht um, denn Verbrechen lohnt sich, man hat nichts zu befürchten...!
Florian Schmidt
4.935
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.04.2011 um 06:11 Uhr
Tja liebe Justiz, und da erwartet Ihr noch im Ernst sowas wie Zivilcourage? Wozu? Warum soll ich als Privatbürger denn meinen Hintern riskieren wenn Ihr die Täter am gleichen Tag wieder auf die Menschheit los lasst? Was bringt es mir denn ausser Ärger? Greife ich mit der gegebenen Härte ein und mach so ein kleines Schätzchen kaputt bin ich dran. Greife ich zu lasch und reserviert ein liege ich auch im Krankenhaus oder einer Zinkwanne.
Wenn man sich die Überwachungsbänder dieser Überfälle ansieht wird einem auch schnell bewusst das wir hier von Sekunden sprechen die so ein Überfall dauert und da wäre die Polizei nichtmal rechtzeitig vor Ort wenn man heute Beamen könnte.
Wenn ich mir dagegen ansehe mit welcher Härte man gegen Hartz 4 Empfänger vorgeht könnte ich kotzen.
Tut mir leid, das Opfer kann von mir jederzeit Erste Hilfe Massnahmen bekommen und ich stehe auch gerne als Zeuge zur Verfügung. Aber meine eigene Gesundheit ist mir wichtiger als die Schlagzeile: "Mutiger Helfer wurde für seine Zivilcourage erstochen." Und sollte ich doch eingreifen, dann mit allen konsequenzen.
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 27.04.2011 um 08:36 Uhr
Jenny Burger
1.777
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 27.04.2011 um 10:58 Uhr
Nein, niemals wegsehen ! Und die Polizei oder anderweitige Hilfe rufen IMMER. Die Polizei kann zumindest, sofern sie rechtzeitig kommen kann, Schlimmeres verhindern und Attacken beenden.
Dass die psychisch oft labilen oder aggressiven Täter, deren Mütter grundsätzlich immer Haupttäter sind, wieder auf freien Fuss gelangen, ist nicht Sache der Polizei. Dies entscheidet immer ein Haftrichter bei Gericht (diesen sollte man im Ernstfall folglich besser nie anrufen).
Florian Schmidt
4.935
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.04.2011 um 11:28 Uhr
Für Frau Burger:
http://www.youtube.com/watch?v=x8l4oxwx8GA&feature=related wir sprechen hier wie gesagt von einer Tat die weniger als 30sekunden gedauert hat. Die Einsatzzeit liegt bei etwa 8 - 10 Minuten. Die Polizi wird da auch nicht mehr viel machen können. Dank dem Abbau der Polizeikräfte wird sich das auch nicht verbessern.
Was helfen würde wäre eine Präsenz der Polizei an den markanten Orten. Kein Geld für Videokameras, Hotelsteuergeschenke, Essen mit Wirtschaftskriminellen ala Ackermann sonder eine gut ausgebildete Polizei vor Ort.
Dann auch nicht wie hier in Gießen solche Pseudopolizisten mit Trillerpfeife und Handy sondern richtige Polizei. Der Bürger kann doch niemandem zur Seite stehen der von der Politik schon verraten wurde.
Jenny Burger
1.777
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 27.04.2011 um 15:29 Uhr
Für Hern Schmidt:
So wie ich Antjes Beitrag gelesen habe, geht es hier nicht alein um eine Tat, die 30sec gedauert hat. Ich habe das viel mehr als eine Aufzählung diverser Beispiele gelesen. Oder unterliege ich da einem Irrtum ?
Fussstreifen wie früher kann das Land nicht mehr bezahlen. Auch die
polizei würde ihren Job gerne zufriedenstellend ausüben, wenn sie nur die Möglichkeit dazu hätte.
Florian Schmidt
4.935
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.04.2011 um 17:44 Uhr
Frau Burger, mein Beispiel war mehr exemplarisch gemeint. Kann mir nicht vorstellen dass das bei anderen Fällen anders aussieht. Diese Gewaltexzesse sind in der Regel wirkliche Explosionen die sich sehr schnell entwickeln und auch wieder auflösen.
Achja, würden wie diese täter nicht mit 2 Erziehern in den sonnigen Süden schicken wäre auch Geld für eine vernünftige Polizei da.

@ Frau Stapf, was heisst denn in ihrem Kommentar "alle wären einschlägig bekannt"? Das liest sich in anderen Berichten ganz anders.
Florian Schmidt
4.935
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.04.2011 um 18:00 Uhr
Frau Stapf, das will ich so nicht stehen lassen. Wer heute irgendwo seriös als Türsteher oder Security Mitarbeiter arbeiten will der braucht einen Sachkundenachweis und ein reines Führungszeugnis. Die Sache mit der Knasterfahrung ist ein dämliches Vorurteil. Ich kenne ein paar Leute aus der Branche und die sind alles andere als Knastbrüder oder zur Gewalt neigende Schläger.
Wenn der Club direkt irgendwelche steroidverseuchten Halbaffen anheuert ist das kein Grund wieder Vorurteile die ganze Zunft betreffend auszupacken.

Ich zitiere aus Spiegel Online: "Der 31-Jährige sei seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus erlegen, sagte der Polizeisprecher. Gegen drei der beschuldigten Türsteher im Alter zwischen 29 und 35 Jahren wurde Haftbefehl erlassen.
Bei dem Haupttäter soll es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um einen 35 Jahre alten Boxer handeln. Er soll aber ebenso wie seine 32 und 29 Jahre alten Kollegen bislang nicht als gewalttätig bekannt gewesen sein"
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,759323,00.html
Florian Schmidt
4.935
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.04.2011 um 18:32 Uhr
Frau Stapf, ihr Vorurteil lässt sich wie gesagt sehr leicht widerlegen. Die Sicherheitsbranche verlangt nach einer Sachkundeprüfung und die beeinhaltet die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnis. Von Einzellnen schwarzen Schafen auf eine ganze Branche zu schliessen ist nicht haltbar und dumm. Ich konnte auch wenigstens zu meiner Aussage eine Quelle angeben.

Nachtrag:
Gut wenn ich jetzt die Links von Frau Amstein sehe, scheint dem doch so zu sein. Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung das man nicht auf die ganze Branche schließen soll. Und wenn dieser Laden unqualifiziertes Personal einstellt soll der Schuppen geschlossen bleiben. Ein seriöses Securityunternehmen sucht sich seine Mitarbeiter in der Regel sehr gut aus.
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von:  Antje Amstein

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