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Gebet für Japan

Gießen | Am Montag, den 21. März 2011 um 19.30 Uhr treffen sich Christen aus verschiedenen Gießener Gemeinden und Werken zu einem gemeinsamen Gebet für Japan im Plenarssaal der Freien Theologischen Hochschule (FTH, Rathenaustraße 5-7, 35394 Gießen). Veranstalter dieses Gebetstreffens ist die Evangelische Allianz Gießen. Moderiert wird es von dem Theologen Dr. Berthold Schwarz, Dozent an der FTH und früheren Japan-Missionar. Zum Gebet ist jedermann herzlich eingeladen.

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Kommentare zum Beitrag

Dr. Manfred Klein
1.288
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 18.03.2011 um 13:49 Uhr
Wo Gott nicht ist, hilft auch kein Gebet!
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 18.03.2011 um 14:05 Uhr
Hallo Hermann, danke für dieses und viele andere Gebetstreffen! Wer Gott nicht kennt, kann logischerweise auch nicht wissen, welche Kraft im Gebet steckt. Herzliche Grüße nach Gießen!
Florian Schmidt
1.323
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 18.03.2011 um 17:03 Uhr
Wo war Gott eigentlich als das passiert ist. Hat er es zugelassen und beten die Menschen jetzt dafür das er es nicht noch schlimmer macht? Gibt es auch eine Spendensammlung? Wenn ja, wieviel wird beim Verwaltungsaufwand hängen bleiben?
Stefan Walther
2.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 18.03.2011 um 17:40 Uhr
Auch als Nichtgläubiger Mensch finde ich solche Kommentare wie von Manfred Klein und Florian Schmidt nicht in Ordnung!
Religion ist meines Erachtens Privatsache, das heißt auch es ist die persönliche Entscheidung des Einzelnen und da steht keinem das Recht zu so ein Treffen zum Gebet zu verurteilen. Wobei ich persönlich auch der Ansicht bin, dass dies nichts an der Situation ändern wird!

und es gibt eine Menge Christen, die nicht nur beten, sondern sich z.B. auch aktiv an Mahnwachen und Protesten beteiligen, so gesehen und gehört auch am vergangenen Montag in Gießen, und sie werden auch am 21. März wieder wie viele andere auch, da sein!

und Manfred kommst du auch, und Herr Schmidt waren / sind Sie auch dabei?
Dr. Manfred Klein
1.288
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 19.03.2011 um 00:05 Uhr
Reine Zeitverschwendung, tut mir Leid.
Bernd Zeun
5.223
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 19.03.2011 um 19:25 Uhr
Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde, insofern ist es nur natürlich, ihm menschliches Handeln zu unterstellen und anzunehmen, mal straft und zerstört er, dann lässt er sich durch unterwürfiges Bitten und Gebete milde stimmen. Religion kann als eine Art frühe Form der Psychologie denen, die dran glauben, Kraft geben, das, was nicht zu verstehen oder ändern ist, zu ertragen.
Für diejenigen, die sich von dem Aufruf des Plakats zu einem Gebet animieren lassen, hoffe ich allerdings, dass Gott, wenn es ihn denn geben sollte, auf Grammatik keinen Wert legt, und das Gebet "für Erdbeben-Katastrophe, Tsunamiflut-Katastrophe und AKW-Unfall-Katastrophe" womöglich erhört.
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 20.03.2011 um 21:25 Uhr
Dies hier ist der Originaltext einer Email, die wir von Freunden aus Japan erhielten. Die Namen sind gekürzt.
"Dear E., thank you for your email and your prayers.
As you saw on TV, our country was terribly damaged by the earthquake and tsunami, and the nuclear problem. This was occurred in the coast side of Touhoku and the northern part of Kantoh. As we live in Yokohama, we were then safe from the earthquake, but we feel the danger of the diffusion of radiation from the damaged nuclear plants at Fukushima.
The government, Tokyo Electric Power Company, Self Defense Force and others are trying to do their best efforts in order to stop of running out a lot of radiation out of the reactors. Please pray for the success of their works.
Y.'s youngest brother and his family, who live in Hitachi, Ibaraki Prefecture, still have an inconvenient daily life of the suspension of the water supply since the earthquake. Pray for them, too.
Thank you for your prayers again. Your prayers are a great encouragement for us.
In Christ, K. and Y. S."
Bernd Zeun
5.223
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 21.03.2011 um 21:47 Uhr
Natürlich können Gebete helfen, bei den Menschen, mit einem Placebo-Effekt. Gegen die radioaktive Strahlung können Sie beten so viel sie wollen, die folgt den Gesetzen radioaktiven Zerfalls.
Stefan Walther
2.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.03.2011 um 22:18 Uhr
...und da hilft nur Widerstand und Protest!
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 21.03.2011 um 22:38 Uhr
Es braucht wohl einen ziemlich festen Glauben um sicher zu sein, dass die Gebete von Milliarden von Menschen auf dieser Welt nur Placebo-Effekte hervorrufen. Dagegen sollte man sich dessen bewusst sein, dass die Atheisten auf dieser Welt eine überwältigende Minderheit darstellen. Das heißt, ihre Lebens- und Glaubenserfahrungen sind dermaßen unattraktiv, dass nur relativ wenig Menschen sie freiwillig teilen.
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 21.03.2011 um 22:43 Uhr
Dass Gebet und Tat zusammengehören, zeigt uns diese aktuelle Nachricht von deutschen Christen, die in Japan tätig sind: „Die Reparaturarbeiten an der Atomkraftwerkanlage in Fukushima werden von Herrn Sato, einem Christen, geleitet. Er und andere Mitarbeiter gehören zu einer Gemeinde in Fukushima. Immer wieder flehen wir zu Gott, dass doch das Opfer, das diese Männer bringen, nicht vergeblich ist. – Hier im Freizeitheim ‚Haus des Evangeliums’ in einem Tal westlich Tokios, laufen Vorbereitungen für die Aufnahme Hilfsbedürftiger aus dem Krisengebiet. Die logistischen Probleme wie Nahrungsbeschaffung scheinen lösbar zu sein.“ Für uns steht fest: Wir helfen! Spenden für Japan nehmen wir weiterhin entgegen. Danke, dass Sie das Land und die Menschen weiterhin vor Jesus bringen."
Stefan Walther
2.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.03.2011 um 22:52 Uhr
Ich würde es anders ausdrücken: ich denke, viele Menschen schöpfen viel Kraft aus ihrem Glauben, gerade wenn sie sich in auswegslos erscheinenden Situationen befinden, kein Widerspruch!

Nur, wo ich Herrn Zeun zustimme, dadurch ändern sich die Naturgesetze nicht, dadurch wird weder die atomare katstrophe ungefährlicher noch kann damit die Verstrahlung usw. verhindert werden.

Die Anzahl der Gläubigen oder Nichtgläubigen ist auch nicht entscheidend für die Richtigkeit der persönlichen Einstellung, der Weltanschauung....das kann nur die Wirklichkeit bestätigen oder auch nicht!

"Die Erde ist eine Scheibe" hieß es auch eine sehr lange Zeit...und war die Aussage deshalb richtig, nur weil die überwältigende Mehrheit dies "glaubte"?
Florian Schmidt
1.323
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 21.03.2011 um 23:04 Uhr
Wo war Gott als der erste Reaktor in die Luft flog?
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 22.03.2011 um 12:45 Uhr
Hallo Herr Schmidt, sollte Gott in Ihrem Leben eine wesentliche Rolle spielen, kann man Ihre Frage beantworten. Wenn Sie sich dafür entschieden haben sollten, Ihr Leben gott-los zu leben, wäre Ihre Frage unlogisch und überflüssig.
Grundsätzlich hört man natürlich den Vorwurf heraus, dass Gott das Reaktorunglück doch hätte abwenden können, wenn es ihn denn gäbe. Dann hätte Gott aber alle Kriege und sonstige Verbrechen auch verhindern müssen. Aber da er uns die Freiheit lässt, mit der Schöpfung und den Geschöpfen incl. unseren Mitmenschen nach menschlichem Gutdünken umzugehen, haben wir dann auch die Folgen zu tragen, wenn wir die die Risiken nicht gründlich genug abschätzen oder aus primitiven Trieben heraus - Geiz, Habgier, Besserwisserei, Herrschsucht etc. - unterschiedlich großen Schaden anrichten.
Florian Schmidt
1.323
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 22.03.2011 um 15:09 Uhr
Mit anderen Worten Gott ist fein raus. Passiert hier etwas schlimmes, ist es vom Menschen gemach und die Freiheit seiner Schöpfung. Passiert etwas gutes, ist es Gottes Werk. ISt ein bisschen einfach gestrickt oder? Wenn ich mir dann auch noch bedenke welche widerlichen Verbrechen alle im Namen Gottes begangen wurde. Dann erscheinen mir solche Aktionen heuchlerisch. Und leider helfen Gebete nicht gegen Strahlen, sie helfen auch nicht gegen Aids oder Krebs. Sie sind nur ein Placebo. Ein Beruhigungsmittel,.
Bernd Zeun
5.223
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 22.03.2011 um 15:19 Uhr
Das wäre ja schön und gut, Herr Drechsel, seltsamerweise werden aber immer die mit abgestraft, die gar keine Chance hatten, sich in Freiheit zu entscheiden, Säuglinge, Menschen, die sich durch puren Zufall am Ort einer Katastrophe befinden etc., aber das ist ja auch kein neues Argument.
Die ganze Diskussion ist eigentlich zwecklos, ist mir klar. Die Aufklärung hat es nun mal schwer. Wie unsinnig der Glaube an personifizierte Gottheiten ist, können sie auch daran sehen, dass 'jede Menge' Gläubige neben ihrer eigentlichen Religion mit Hingabe noch der Astrologie frönt. Beten allein scheint denen anscheinend nicht zu reichen.
Amen
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 22.03.2011 um 15:54 Uhr
Da wir von grundverschiedenen Standpunkten, was unseren Glauben betrifft, ausgehen, hat die Diskussion vielleicht wirklich nicht viel Sinn. Die Frage, warum Unschuldige in alle Arten von Unglücken und Katastrophen mit hineingezogen werden, kann ich auch nicht schlüssig beantworten. Aber wer von uns hat schon auf alles eine Antwort?
Muss man, lieber Herr Zeun, da Sie den Begriff "abgestraft" verwenden, daraus schließen, dass Ihnen mal jemand erzählt hat, (Natur-)Katastrophen seien eine Strafe Gottes? So etwas würden sie von mir nie zu hören bekommen, genausowenig, wie ich einen "lieben Gott" kenne.
Aber wenn Katastrophen von Menschen verursacht werden - dazu zählen m.E. Reaktorunfälle genauso wie Kriege - und eigentlich vermeidbar gewesen wären, kann ich doch nicht Gott dafür verantwortlich machen. Richtig absurd wird solche Argumentation dann, wenn ich vorgebe, nicht an Gott zu glauben - aber im gleichen Atemzug danach frage, wo er denn da und dort gewesen sei.
Die Frage von Freiheit und Verantwortung ist aber kein vereinfachendes Strickmuster, lieber Herr Schmidt, sondern alltägliche Tatsache, und eine recht komplexe noch dazu. Das dürften Sie an sich selbst und an Ihren eigenen Fehlern schon gelernt haben. Das können Sie außerdem im Alten Testament nachlesen, wo z.B. in den Könige-Büchern dokumentiert wurde, wohin Gottlosigkeit und Verantwortungslosigkeit am Ende führen.
Wenn Verbrechen im Namen Gottes begangen wurden und werden, dann ist in keinem Fall Gott der Verbrecher, sondern der Name Gottes wird missbraucht. Hier bringen Sie einiges durcheinander.
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 22.03.2011 um 15:57 Uhr
PS. für Herrn Zeun: In meinem Umfeld kenne ich keine gläubigen Christen, die der Astrologie frönen.
Florian Schmidt
1.323
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 22.03.2011 um 16:48 Uhr
"Muss man, lieber Herr Zeun, da Sie den Begriff "abgestraft" verwenden, daraus schließen, dass Ihnen mal jemand erzählt hat, (Natur-)Katastrophen seien eine Strafe Gottes? So etwas würden sie von mir nie zu hören bekommen."
Darf ich sie an die Sinflut errinern? Steht sogar in der Bibel.
Stefan Walther
2.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.03.2011 um 17:49 Uhr
Nun, so ein bißchen kenne ich mich auch aus: Herr Schmidt hat schon recht, es gibt nicht nur dieses Beispiel für "Strafen Gottes!". und was die "Bestrafung" von so genannten Unschuldigen betrifft, und das sind beileibe nicht nur Säuglinge, so wird doch meist von der "Gesamtschuld" (Erbschuld) der Menschheit gesprochen wenn ich mich recht erinnere!
Ja, da hat Herr Schmidt meines Erachtens auch recht, relativ einfach gestrickt!
Genauso wenig wie man einen angeblichen (meine Meinung) Gott für Verbrechen von Menschen verantwortlich machen darf (da gebe ich Ihnen recht Herr Drechsel), genauso wenig wird dieser "Gott" aber auch die Hoffnung der Gläubigen erfüllen können etwas gegen die atomare Katastrophe tun zu können, ja, weil ich der Ansicht bin, dass es keinen gibt, klar.
Aber ich möchte natürlich nicht den Menschen ihren Glauben absprechen, das steht mir (und anderen) nicht zu, nur, wenn es die Menschen davon abhalten sollte selbst aktiv zu werden (ausser zu beten)....dann muss man sich schon einschalten!
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 15:39 Uhr
Leider hat man in früheren Zeiten - und manche sehen das heute immer noch so - jegliches Unglück als Strafe Gottes interpretiert. Weil ich das für grundsätzlich falsch hatte, schrieb ich, dass Sie das von mir nicht hören werden. Die Bibel differenziert nämlich in dieser Hinsicht sehr gründlich, und es lohnt sich schon dehalb, sie auch einmal gründlich zu lesen, ganz egal, welche Rolle Gott in unserem Leben spielt.
In den allermeisten Fällen - Sintflut oder Sodom und Gomorrha z.B. - ging eine deutliche Abwendung der Menschen von Gott und die Hinwendung zu anderen Göttern voraus. Unschuldige - z.B. Noah - wurden vor der "Strafaktion" ausgesondert. Insofern waren das auch keine Naturkatastrophen wie ein "normaler" Vulkanausbruch oder ein Tsunami. Deshalb muss man heutzutage eben auch genau hinschauen. Wenn ein starker Raucher an Lungenkrebs oder einer Gefäßerkrankung stirbt, ist das m.E. keine Strafe Gottes, sondern das bekannte Risiko seiner Sucht. D.h., wenn jemand verantwortungslos mit seiner Gesundheit umgeht, muss er (notfalls) die Folgen ertragen. Und man muss u.U. damit rechnen, dass auch andere unter diesem Fehlverhalten leiden - Kinder, die dadurch ihren Vater früh verlieren; die Solidargemeinschaft, die für die Kosten mit aufkommen muss ... etc. Dieses Beispiel kann man auf (fast) alle Bösartigkeiten der Menschheit übertragen, denn für Krieg und von Menschen gemachtes Leid ist Gott logischerweise nicht verantwortlich. Wer etwas anderes behauptet, stiehlt sich aus der Verantwortung bzw. nimmt sie den großen und kleinen Bösewichten ab. Es ist natürlich ein schönes Spiel, wenn man vielleicht behauptet, Hitler sei eine Strafe Gottes gewesen. Dann muss man den eigenen Unfug ja auch nicht verantworten und kann ihn Gott genauso in die Schuhe schieben.
Wo wir uns unsicher sein dürfen, inwieweit wir Gott dafür "verantwortlich" machen können, ist z.B. die Frage der Naturkatastrophen. (Ein Reaktorunfall ist keine solche.) Allerdings wissen wir hier, dass Gott die Naturgesetze offensichtlich nur selten außer Kraft setzt, und unsere dünne Erdkruste auf einer höchst instabilen heißen und gefährlichen Suppe schwimmt. Wer ein Kernkraftwerk in ein hochgradig erdbebengefährdetes Gebiet baut, handelt m.E. fahrlässig. Deshalb halte ich es für unzulässig zu fragen, "Wo war Gott?" bei diesem Unglück in Japan. Hier sind wir wieder beim Tabakrauchen: Die Risiken sind/waren bekannt, man hat sie ignoriert, und jetzt leidet allerdings nicht nur ein Mensch oder eine Familie, sondern ...zigtausende sind davon betroffen.
Hermann Menger
1.714
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 16:32 Uhr
Bei dem Gebetstreffen in der FTH haben ca. 80 Personen teilgenommen und sowohl im Plenum als auch in kleinen Gruppen für die Not der Menschen in Japan gebetet.
Wer in seinem eigenen Leben schon die Wirksamkeit des Gebets erlebt hat, kann auch im Vertrauen auf Gottes unbegrenzte Macht Großes von ihm erwarten.
In der Bibel steht einmal der Satz: Keiner lasse den Mut sinken! (1. Samuel 17, 32)
Stefan Walther
2.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 23.03.2011 um 17:45 Uhr
Klar, ein Reaktorunfall ist keine Naturkatastrophe, das Erdbeben war z.B. eine...andere "Natur"-Katastrophen wie Überschwemmungen, Stürme in vorher nie gekannter Häufigkeit, Dürren mit Wüstenausbreitung usw. sind dagegen meist von Menschen verursachte Katastrophen, hervorgerufen durch die Ausbeutung und Zerstörung der Natur.
Meiner Ansicht nach hat dies alles nichts mit einem "Gott" zu tun, und wenn man dagegen etwas unternehmen will, dann darf man weder einen "Gott" dafür verantwortlich machen, noch sich damit begnügen zu einem "Gott" zu beten, denn dadurch wird sich nichts ändern, ausser dass die Menschen, die an ihn glauben ggf. etwas Mut und Kraft schöpfen. Mehr wollte ich nicht in meinem Kommentar ausdrücken. Und wenn die Gläubigen dann ihren Mut und ihre Kraft nutzen um sich dem Protest der Gegner der Umweltzerstörer anzuschliessen = um so besser, denn da ist jede(r) willkommen, egal ob gläubig oder nicht!
Hermann Menger
1.714
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 17:49 Uhr
Philosoph: Gott-Vertrauen ist besser als stoisches Aushalten
Die gelassenen Reaktionen der japanischen Bevölkerung auf die Katastrophe in ihrem Land machen den Unterschied zwischen dem ostasiatischen Buddhismus und dem christlichen Glauben deutlich. Diese Ansicht vertritt der katholische Philosoph Robert Spaemann (München) in der Beilage „Christ und Welt“ zur Wochenzeitung „Die Zeit“ (Hamburg). Angesichts schlimmster Situationen bewiesen Japaner stoische Ruhe und Gelassenheit. Dennoch hätten Christen einen Vorteil gegenüber den nichtchristlichen Japanern, nämlich Gott-Vertrauen.
(Zit. nach Idea.de)
Stefan Walther
2.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 23.03.2011 um 17:56 Uhr
Mag sein, aber dies ist keine Antwort, kein Eingehen auf die bisherigen Feststellungen und Kommentare! Da gibt sich Herr Drechsel doch wesentlich mehr Mühe konkret auf kritische Kommentare einzugehen!?
Florian Schmidt
1.323
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 20:13 Uhr
"In den allermeisten Fällen - Sintflut oder Sodom und Gomorrha z.B. - ging eine deutliche Abwendung der Menschen von Gott und die Hinwendung zu anderen Göttern voraus. Unschuldige - z.B. Noah - wurden vor der "Strafaktion" ausgesondert. "
Was ist mit den Kindern die jeden Tag in Afrika an Aids sterben. Wie schuldig sind die an ihrem Schicksal? Welche Schuld lädt man denn auf sich wenn man sich von Gott abwendet? Das klingt fast entschuldigend. Hat was von Kindergarten, wenn du nicht mehr mit mir spielst bist du nicht mehr mein Freund, Bist du nicht mehr mein Freund ist mir egal welches Schicksal dir droht. Ist das die Nächstenliebe,die Christliche?

"Dennoch hätten Christen einen Vorteil gegenüber den nichtchristlichen Japanern, nämlich Gott-Vertrauen."
Ah ja. Widerliche Selbstgefälligkeit nenne ich sowas.
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 20:44 Uhr
Jeden Tag, lieber Herr Schmidt, werden unschuldige Menschen aller Altersgruppen Opfer von verantwortungslosen Menschen. Betrunkene Autofahrer, die unschuldige Menschen verletzen oder totfahren. Sexsüchtige afrikanische Männer, die - obwohl sie wissen, dass sie Aids haben - jeden Tag mit einer anderen Frau Verkehr haben und sie infizieren. Solche und andere Beispiele könnte man jetzt seitenlang aneinander reihen. Solche Dinge sind auch Alltag in Deutschland, selbst in Gießen und Umgebung. Diese Art von Verantwortungslosigkeit geht mit Gottlosigkeit einher. So verhält man sich, wenn man sich von Gott abwendet. Das war z.B. auch in Sodom und Gomorrah der Fall. Die Folgen davon sind, dass Unschuldige mit hineingezogen und zu Opfern werden. Das ist, ich wiederhole mich, von MENSCHEN verursacht und von MENSCHEN zu verantworten. Gott hat uns, so sagt es die Bibel, und das deckt sich mit meiner persönlichen Erfahrung, in eine Freiheit entlassen, in der wir selbst für solche Dinge verantwortlich sind. Deshalb können wir die Aidswaisen und Aidstoten in Afrika nicht Gott vorhalten, sondern wir müssen die zur Verantwortung ziehen, die dieses Elend verursachen.
Ich denke, Herr Walter hat die Wechselwirkung von Verantwortungslosigkeit (die Bibel nennt so etwas im Übrigen "Sünde") und den daraus resultierenden katastrophalen Folgen im Zusammenhang mit der Atomenergie und mit von Menschen verursachten "Naturkatastrophen" ziemlich gut erklärt.
Florian Schmidt
1.323
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 20:49 Uhr
Herr Drechsel, diesen Müll glauben sie doch nicht etwa? Verantwortung bedeutet auch das man nicht in Berufung auf gott in Afrika die Ausbreitung von HIV und Aids begünstigt in dem man den Menschen wirkungsvolle Verhütungsmittel verwehrt. Nicht der Afrikaner schnackselt gerne, der bekommt von einem kranken System die Möglichkeit genommen die Krankheit zu kontrollieren.
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 21:06 Uhr
Ich lebe in Afrika und habe diese Problematik täglich nicht zuletzt durch unsere Clinic-Arbeit vor Augen. Ein "richtiger" afrikanischer Mann benutzt keine Kondome. Andere Verhütungsmittel gibt es nur in ausgewählten Programmen. Aber die schützen nicht vor Aids. Kommen Sie uns mal besuchen, danach glauben Sie den "Müll" auch.
Florian Schmidt
1.323
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 21:09 Uhr
Ich glaube an Aufklärung und an Hilfe. Ich glaube nicht an Sekten die sich wehement dagegen wehren.
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 21:11 Uhr
Übrigens - welches "System" meinen Sie, das den Menschen Verhütungsmittel verwehrt? Die katholische Kirche? Die hat im Blick auf das Sexualverhalten in Afrika deutlich weniger Einfluss, als Sie vielleicht vermuten. Was meinen Sie konkret mit "Krankheit kontrollieren"?
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 21:12 Uhr
Ich glaube, jetzt schreiben Sie Firlefanz. Was denken Sie, warum wir in Afrika arbeiten?
Florian Schmidt
1.323
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 21:13 Uhr
Die ausbreitung kontrollieren, die Milliarden die verbraten werden für irgendwelche Kirchentage, Papstbesuche und ähnliches könnten in die Forschung wandern oder einfach nur verwendet werden den Menschen Medikamente zu finanzieren.
Ullrich Drechsel
1.642
Ullrich Drechsel aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 21:24 Uhr
Na, dann kommen Sie mal vorbei und organisieren Sie das alles. Von dem, was mehr oder weniger erfolgreich - leider meistens weniger erfolgreich - dazu in Afrika alles läuft, haben Sie scheinbar keine blasse Ahnung. Es gibt übrigens neben der katholischen Kirche auch noch andere Kirchen und Christen, die sich gerade zur Bekämpfung dieser Problematik schwer engagieren. Unsere Kirche im Sudan heißt "Evangelical Presbyterian Church", betreibt in ihrer Clinic jede Menge Aufklärung, versucht v.a. den Frauen und Müttern zu helfen (auch deshalb, weil afrikanische Männer für Aufklärung nur selten zu gewinnen sind). Bitte überlegen Sie sich, wen Sie mit Ihren seltsamen Vorwürfen alles beleidigen.
Oliver Egginger
282
Oliver Egginger aus Gießen schrieb am 23.03.2011 um 22:33 Uhr
Im Grunde muss man nach so einer Katastrophe erst einmal innehalten oder beten. Ich halte das für eine ganz natürliche Reaktion. Wenn sich Menschen anlässlich solch entsetzlicher Ereignisse zu einem gemeinsamen Gebet versammeln, verstehe ich daher nicht, warum man das kritisieren muss. In der christlichen Spiritualität verbergen sich Praktiken der Askese und Mystik; diese haben ihren tieferen Sinn und lassen sich nicht "wegrationalisieren". Was jemand glaubt (oder nicht) bleibt jedem frei gestellt. Man sollte in Fragen des Glaubens niemanden angreifen.
Silvio Feld
18
Silvio Feld aus Gießen schrieb am 25.03.2011 um 22:13 Uhr
Lieber Herr Schmidt,

Danke Ihnen für Ihre Bereitschaft und Ihr Interesse, sich schwierigen Themen zu widmen! Es ist bewundernswert, wie geduldig Sie dem – hier stattfindenden und zeitweise etwas langwierigen – Meinungsaustausch beiwohnen und sich gleichzeitig aktiv einbringen.

Wenn man sich die Kommentare von Ihnen und den anderen Teilnehmern des Forums durchliest, dann entsteht der Eindruck, als ob es hier weniger um Meinungsmache - im Sinne von „Rechts“, „Mitte“ oder „Links“ - geht, sondern vielmehr um die Suche nach Wahrheit. Korrigieren Sie mich bitte, wenn ich mich in diesem Zusammenhang geirrt haben sollte. Denn darum soll es auch in meinen Beiträgen gehen. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich vermutlich nicht alle Ihre Fragen beantworten kann. Denn auch mein Wissen und meine zeitlichen Ressourcen haben ihre Grenzen. Trotzdem entschuldige ich mich schon jetzt, wenn ich innerhalb kürzester Zeit viel schreiben sollte. So lange ich für diese Art von Kommunikation Zeit habe, will ich sie intensiv nutzen. Und im Augenblick und bei diesem Thema kommen mir gerade tausend Gedanken in den Kopf.

Das bisher Gesagte könnte man mit folgenden Worten umschreiben: „Einfluss und Verantwortung von Gott und Menschen auf (Natur-) Katastrophen am Bespiel der jüngsten natürlichen und anthropogen bedingten Katastrophenereignisse in Japan“. Dies ist bereits ausgiebig diskutiert worden. Ich möchte mich daher nur kurz zu dem besagten Thema äußern und den Fokus meiner Ausführungen v. a. auf Ihre letzten zwei Aussagen legen, die ein etwas anderes Thema einschlagen.
Silvio Feld
18
Silvio Feld aus Gießen schrieb am 25.03.2011 um 22:15 Uhr
Der moderne Mensch will von Gott unabhängig sein. … und wiederholt damit zum unzähligen Mal die Schuld-Tat von Adam und Eva, indem er auf den alten Mythos reinfällt, dass der Glaube einschränkend wirkt und das Glück außerhalb von Gottes Einfluss zu suchen ist. Die Vernunft hingegen ist sein höchstes Gut. Blöd nur, dass ausgerechnet diese Vernunft, auf die er sich so felsenfest verlassen zu können glaubte, ihn manchmal im Stich lässt. Der moderne Mensch, der kurz vorher noch Gott bekämpfte, fragt nun verwirrt: "Wie kann Gott so etwas zulassen?" Eine donnernde Antwort aus den Wolken: „Hätte ich Dir meine Hilfe aufzwingen sollen?“, - bleibt jedoch aus.
Wie kommt der moderne Mensch dazu, sein Erfolg ausgesprochen sich selbst zuzuschreiben, sein Misserfolg jedoch von Gott abhängig zu machen? Es scheint der Schockzustand im Moment des Versagens zu sein, in dem ihm klar wird, wie groß die Verantwortung ist, die er sich selbst mit der Wahl der Unabhängigkeit von Gott auferlegt hat. Möglicherweise ist es die Einsicht, dass er die Tragweite und die riesigen Auswirkungen seiner eigenen Verantwortung gar nicht tragen kann. Wir lesen in der Bibel, dass Gott in seiner Souveränität Menschen von den Folgen ihres Handelns befreien kann. Dies ist jedoch Gnade und keine Selbstverständlichkeit. In den meisten Fällen lässt er Menschen die Folgen ihres Handelns austragen. Auch dann, wenn sie sehr bitter sein mögen. Ich sehe darin eine Art Erziehungsmaßnahme für den zur Maß- und Zügellosigkeit, sowie Größenwahn und Uneinsichtigkeit neigenden Menschen. Eine Art Botschaft: „Sieh her, Mensch, so klein bist Du in diesem Universum. Besinne Dich auf die Beschränktheit deiner Möglichkeiten und werde bescheiden.“ Damit würden wir nicht verlieren, sondern Sicherheit und Frieden gewinnen. Wir brauchen Gott, der uns zur Aufrichtigkeit ermahnt, weil wir selbst zum Selbstbetrug und Einbildung neigen. Die Ereignisse um die Anfang des 20. Jh. untergegangene Titanic, die Tschernobyl-Katastrophe 1986, die Aralsee-Katastrophe Ende der 80er, die Ereignisse um Japan und die sich anbahnende Gentechnik-Katastrophe, die noch niemand wahrhaben will, führen uns stets vor Augen, dass wir Gott – Gott sein lassen müssen, statt Gott zu spielen. Aber wir wollen es scheinbar nicht anders und wiederholen seit alters her die Fehler unserer Vorfahren. Die Tatsache, dass wir immer wieder Kriege führen, spricht für sich.
Das ist meine vorläufige Antwort auf Ihre Frage.
Silvio Feld
18
Silvio Feld aus Gießen schrieb am 25.03.2011 um 22:17 Uhr
Ihre letzten zwei Aussagen

In der vorletzten Aussage von Ihnen wird deutlich, dass Sie der „Aufklärung“ – was auch immer genau Sie darunter verstehen – und der Hilfe in Afrika große Bedeutung zukommen lassen. Gleichzeitig beschuldigen Sie die Sekten, dass diese die „Aufklärung“ und die „Hilfe“ in Afrika behindern.
In der darauf folgenden Aussage sprechen sie bereits indirekt und direkt abfällig von protestantischen und katholischen Kirchen, mit deren Bürokratie Ihrer Meinung nach ungeheure Summen verschwendet werden. Diese Geldmengen wären - Ihrer Meinung nach - sinnvoller in Forschung angelegt oder in Medikamente für die Menschen in Afrika.
Es wird nicht explizit deutlich, von welcher „Kontrolle der Ausbreitung“ Sie zu Anfang Ihrer letzten Aussage sprechen. Es liegt nahe zu Vermuten, dass Sie damit nicht nur die Sekten, sondern den Glauben im Allgemeinen meinen. Es scheint, als würden Sie damit den zentralen Mythos aus Richard Dawkins Buch „Der Gotteswahn“ aufgreifen, wonach die Religion die Wurzel allen Übels ist und nur in der Wissenschaft das Heil für den Menschen zu suchen ist.

Nun, in der Geschichte des Christentums ist sicher einiges schief gelaufen. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Was mich jedoch massiv stört, ist ihr blinder Wissenschaftsglaube. Ihre Beiträge empfinde ich als einseitig. Ich zweifle jedoch nicht an Ihrer Intelligenz. Das ist kein Kompliment. Das ist meine ehrliche Meinung. Ich bitte Sie daher, mir nichts zu glauben, sondern alles was ich sage, genau zu überprüfen. Sie tun gut daran, ihren Verstand zu gebrauchen. Denn Nichts von dem, was Gott uns gab, ist überflüssig. Jedenfalls ist es schön, dass Sie aufklären wollen. Wir brauchen Aufklärer in unserer Gesellschaft! Allerdings vergessen einige „Aufklärer“ all zu schnell, dass „Irren menschlich ist“. Und auch sie sind Menschen, die irren können. Und manche von den sog. „Aufklärern“ würden einige ihrer kläglichen Versagen am liebsten verschweigen. Dabei ist es nebensächlich, wie ehrlich sie ihre Ziele der Aufklärung seinerzeit meinten. Die Situation erfordert es also, dass einige Aufklärer selbst aufgeklärt werden. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um andere zu Wort kommen lassen, die Ihnen sicher mehr über so einige „wissenschaftliche Aufklärer“ sagen können, als ich. Verstehen Sie mich richtig: Ich möchte nicht Ihre Wissenschaftsgläubigkeit zerstören. Ich möchte Sie nur davor bewahren, der Wissenschaft das zuzutrauen, was sie bisher nicht halten konnte und auch in Zukunft gar nicht halten kann. Worauf warten wir also?
Silvio Feld
18
Silvio Feld aus Gießen schrieb am 25.03.2011 um 22:21 Uhr
1)

Die „Halbwertszeit des Wissens, oder: Die kulturelle Evolution“

„Trotz aller wirklich Epoche machenden und zutiefst erregenden neuen Erfolge der Biochemie und der Virusforschung ist und bleibt – vorläufig! – die Entstehung des Lebens das rätselhafte alle Geschehnisse.“
Konrad Lorenz
Quelle: ZIMMERMAN, M. (Hrg.) (2004): „Allgemeinbildung – Große Persönlichkeiten“, Arena Verlag, Würzburg, ISBN 3-401-05722-7


„Die moderne Physik lehrt uns, dass es mehr gibt, als das Auge sehen oder der allzu begrenzte menschliche Verstand zu fassen vermag, … “
DAWKINS, R. (2003:19): „A Devil’s Chaplain“

„Wir müssen die Möglichkeit einräumen, dass neue Tatsachen auftauchen könnten, die unsere Nachfolger aus dem 21. Jahrhundert dazu zwingen könnten, den Darwinismus hinter sich zu lassen oder ihn bis hin zur Unkenntlichkeit zu modifizieren.“
DAWKINS, R. (2003:81): „A Devil’s Chaplain“


Goethe in einem Brief an Eckermann:
"Da sah ich, dass den meisten die Wissenschaft nur etwas ist, sofern sie davon leben, und dass sie sogar den Irrtum vergöttern, wenn sie davon ihre Existenz haben."
(Quelle: 6. Schweizerisches Impfforum 2009, 2. DVD, Ende vom 1. Vortrag)


Wie stark die Wissenschaft von der Interpretation von Fakten und damit von Glaubensentscheidungen der Wissenschaftler als Menschen abhängig ist, hat seiner Zeit schon der deutsche Physiker Max Planck erkannt. Der berühmte Wissenschaftler schrieb:
„Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen,
daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als bekehrt erklären,
sondern vielmehr dadurch,
daß die Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation
von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht wird.“
http://msd.twoday.net (2004)

"[...] Unsere Welt verändert sich – jeden Tag, immer schneller. Was gestern noch galt, ist heute überholt und morgen falsch. [...]"
Aus einem Werbeblock für die Zeitschrift „Geographie heute“.
http://www.friedrich-verlag.de/go/95EBE203A56B4170BDA92B7D39128E87
21.04.2010
Silvio Feld
18
Silvio Feld aus Gießen schrieb am 25.03.2011 um 22:21 Uhr
2)

"Mordakte Museum - Beutezug im Auftrag der Wissenschaft?"

Ein lange verheimlichtes Kapitel der Wissenschaft: Durch kriminelle Machenschaften wurden in Deutsch-Südwest-Afrika und Australien Schädel und Skelette von Einheimischen für wissenschaftliche Untersuchungen beschafft. Sogar von Auftragsmord ist die Rede. Namhafte Persönlichkeiten sind darin verwickelt, Museen weltweit betroffen.

Terra X vom 06.03.2011
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1275470/Mordakte-Museum#/beitrag/video/1275470/Mordakte-Museum
Silvio Feld
18
Silvio Feld aus Gießen schrieb am 25.03.2011 um 22:22 Uhr
3)

Aufklärung über Aufklärer

Walter Mixa, ein katholischer Bischof, musste vergangenes Jahr seinen Posten aufgeben. Der gegen ihn erhobene Vorwurf des Kindesmissbrauchs hat sich zwar nicht bestätigt, dafür aber der der Kindesmisshandlung (= Austeilen von Ohrfeigen als Erziehungsmaßnahme in den 70ern und 80ern). Unbestätigt blieben auch die Vorwürfe der sexuellen Belästigung von jungen Priesterkandidaten und seiner Anhänglichkeit zum Alkohol. Die Grünen waren am Prozess der Wahrheitsfindung an forderster Front beteiligt. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen und Europarat-Politiker Daniel Cohn Bandit, ein ehemals energischer Befürworter von sexuellen Kontakten zu Kindern, darf hingegen weiterhin Politiker sein. Willkommen in der "schönen", grünen Welt:

Kinderschänder Cohn-Bendit (Grüne)
http://www.youtube.com/watch?v=M0qvkg2nzg8&feature=player_embedded

Grüne und Kindesmissbrauch - Hübner, FPÖ
http://www.youtube.com/watch?v=uuWiFnpF4TU&feature=related

Steinbach entlarvt grüne Heuchlerbande
http://www.youtube.com/watch?v=jmtd-Iwv32I&feature=related

Kindersex: Wie Pädophil sind die Grünen?
http://www.youtube.com/watch?v=C7blfd4ci4s


Siehe zu diesem Thema auch das Buch von:
SPÄTH, A.; ADEN, M. (2010): "Die Missbrauchte Republik - Aufklärung über Aufklärer", Verlag Inspiration Un Limited, London/Hamburg
Silvio Feld
18
Silvio Feld aus Gießen schrieb am 25.03.2011 um 22:23 Uhr
4)

Mythos "Natur - Ethik"

Wir können aus der Natur keine allgemeingültige Ethik ableiten. Das ist eine allgemeine Erkenntnis. Die Biologie ist so vielfältig, dass aus ihr im Laufe der menschlichen Geschichte nahezu unbegrenzt viele Ethik-Normen ableiten wurden und sicher noch werden. Die Vielfalt der Natur-Ethiken ist längst zum Argument gegen sie geworden. Selbst die Aussagen der Bio-Philosophie haben eine gewisse Halbwertszeit. Sie gelten exakt nur so lange, bis man was Neues herausgefunden hat. Was gestern galt, ist heute überholt und morgen ungültig - so wie alles in der Wissenschaft. Ihr Bezug auf die Naturwissenschaft, mit dem Ziel aus ihr eine Ethik abzuleiten, entlarvt sie leider als unwissend. Verstehen Sie jetzt, warum dieses Argument ungünstig ist? Vielleicht finden Sie ein anderes?
Silvio Feld
18
Silvio Feld aus Gießen schrieb am 25.03.2011 um 22:32 Uhr
Leiber Herr Schmidt,

meine bisherigen Antworten dürften Ihnen vorläufig genügen. :-)

Ich ziehe mich daher zunächst einmal zurück und wünsche Ihnen viel Vergnügen, reichlich Geistesblitze bei der Lektüre und ein lehrreiches Wochenende!

Herzliche Grüße :-)
Hallo Lieber Leser
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