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NABU sieht Windenergieanlagen bei Oberkleen kritisch

Gießen | „Nicht nur die Bürgerinnen und Bürger aus Oberkleen, Cleeberg und Espa wären von einem in ihrem Wald errichteten Windpark betroffen, sondern auch auf die im Wald lebenden Tier- und Pflanzenarten wirkt sich ein solch großer Eingriff negativ aus“, so der Biologe Martin Wenisch vom NABU Kreisverband Gießen.
Große Auflichtungen im Wald, tragen nicht zum Erhalt der Artenvielfalt bei sondern wirken auch den Zielen des von der Bundesregierung beschlossenen Programms „Biologische Vielfalt“ entgegen.
„Hier wird eindeutig hochwertiger Lebensraum zerstört, fragmentiert, verlärmt und für viele Arten unbewohnbar gemacht und eine Natur– und Kulturlandschaft wieder mal zur Industrielandschaft degradiert“, so Wenisch. "Naturverträglichkeit und Nachhaltigkeit ist etwas Anderes“.

Auch heute noch werde der Artenschutz von vielen Kommunen stiefmütterlich behandelt und bei Bebauungsplänen und Eingriffen in die Natur "mal schnell übersehen". Doch zukunftorientierte, innovative Gemeinden wüßten, dass dem Naturschutz sowie den Maßnahmen zur Erhaltung der Natur ein hoher gesellschaftlicher Stellenwert beizumessen ist. Viele Menschen befürchten einen Verlust an biologischer Vielfalt und intakter Ökosysteme. Denn gerade naturnahe Landschaften erbringen Dienstleistungen - wie z.B. die Bereitstellung von sauberen Trinkwasser etc. - die immer noch zu wenig Beachtung finden.
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Da Langgöns einen großen Waldanteil besitzt, hat die Gemeinde auch eine besondere Verantwortung gegenüber den im Wald vorkommenden Tierarten. Im Rahmen von langjährigen Untersuchungen wurden von Oberkleen bis Espa seltene Arten festgestellt und dokumentiert. „Die nach der Europäischen Vogelschutzrichtlinie geschützten Vogelarten und nach der FFH-Richtlinie geschützten Fledermausarten können nur in zusammenhängenden und größeren Waldkomplexen leben, die nicht industriell genutzt werden“, so Wenisch weiter.

Der NABU fordert daher die Gemeinde Langgöns und Hessen Forst auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und große zusammenhängende Waldkomplexe mit Altholzbeständen und Totholz zu sichern, so dass der Wald seine Lebensraumfunktionen für viele Tierarten und seine Erholungsfunktionen für viele Bürger aufrechterhalten kann. Dann könne der Wald auch noch von kommenden Generationen als Wald und nicht als Industriestandort wahrgenommen werden.

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
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Christian Momberger aus Gießen schrieb am 28.02.2011 um 23:18 Uhr
Gibt es überhaupt noch jemand, der für diesen Windkraftstandort ist? SPD, Grüne, CDU, FDP, NABU, die Heiden, den Denkmalschutz sind alle dagegen.
Hallo Lieber Leser
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von:  NABU Kreisverband Gießen

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