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10.000 Euro Bußgeld für Renovierung mit Schwarzarbeitern

Gießen | Weil er seine Wohnung von Schwarzarbeitern renovieren ließ, erhielt ein Mann aus Gießen vom Hauptzollamt einen Bußgeldbescheid über 10.000 Euro. Der 55-jährige Deutsche polnischer Herkunft hatte letztes Jahr eine Wohnung in der ehemaligen Housing-Area der US-Streitkräfte gekauft. Für die Renovierung engagierte er einen Bekannten aus Polen und zwei Männer aus Litauen.

Alle drei hatten für die Arbeit in Deutschland keine Arbeitsgenehmigung und arbeiteten von den Behörden unbehelligt „schwarz“ auf der Baustelle in der Marshall-Siedlung.
Dies ging so lange „gut“, bis der polnische Bekannte des Bauherrn auf der Baustelle erkrankte und sein zukünftiger Schwiegersohn bei der Polizei eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung erstattete. Darin beschuldigte er den Wohnungseigentümer den 59-jährigen Polen einen Tag nach einem Zusammenbruch auf der Baustelle in bewusstlosem Zustand mit dem Pkw 850 Kilometer in eine Klinik in Polen transportiert zu haben, anstatt sofort ärztliche Hilfe anzufordern. Dort sei der Arbeiter nach 14-stündiger Fahrt in lebensbedrohlichem Zustand mit Hirnblutungen eingeliefert worden.

Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wurde auch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes eingeschaltet und die beiden litauischen Schwarzarbeiter bei einer Kontrolle von den Zollbeamten erwischt. Die 41- und 34 Jahre alten Männer arbeiteten seit mehr als einem Monat auf der Baustelle. Gegen sie verhängte die Ahndungsstelle des Hauptzollamtes ein Bußgeld von jeweils 500 Euro.
Der Wohnungseigentümer hat das Bußgeld inzwischen gezahlt.

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Kommentare zum Beitrag

Thomas Skotarczyk
3.429
Thomas Skotarczyk aus Gießen schrieb am 08.02.2011 um 21:17 Uhr
Teure Renovierung.-- da wäre es mit heimischen Handwerkern billiger gewesen--
Hallo Lieber Leser
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von:  von Amtswegen

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