Über PHANTASIE & „Phantasiestücke“ der bildenden KUNST (Werner Hofmann) – RUNGEs Phantastik (…)Den Begriff „trasmutazione di forme“ prägte LEONARDO, den P.O.Runge weiterentwickelte. Eine neue Kunst des "Infinito", die von der „trasmutazione di forme" lebt. In HOFMANNs "Phantasiestücke" TRASMUTAZIONE zentraler Begriff. 1/1/11. Der Tektonik mit organischem Wachstum folgt ein Bild-Beispiel aus HOFMANNs „Phantasiestücke“ (S. 69) von Luca SIGNORELLI (um 1500), in dem mit bilateral-symmetrischer harmonisch Variationen in Verkettungen zusammenwirken – Metamorphosen mit Zwittergeschöpfen, die eine Welt der Träume evozieren. Das strenge frontalsymmetrische Bild mit 4 abgesonderten Formen-Inseln erinnert mich an Philipp Otto RUNGEs Bilder-Schaffen in den „vier Zeiten“ beispielsweise, das keine Willkür in den Naturgesetzen offenbaren wollte. Über die Buch-Seiten „Das Chaos der Verkehrten Welt: Pieter BRUEGEL“ (S. 80- 92) gelangt man zu den „Phantasiestücken“ des surrealistischen Urvaters Giuiseppe ARCIMBOLDO ( ), der analog zu Runge, „Vier Jahreszeiten“ dargestellt hat. Ich habe im Artikel in http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/40766/vision-einer-poetischen-moderne-gustave-courbet-in-frankfurt-schirn-2-teil/ betont: Weltformel-Versuch Heisenbergs. „Es gibt nur eine Möglichkeit, ruhende Pole im ewig Bewegten zu schaffen: Symmetrien. Irgendetwas bei aller Veränderung bleibt dort gleich. Darin besteht das Wesen der Symmetrie und bildet d. Fundament d. Wirklichkeit An anderer Stelle schrieb ich: Pablo PICASSO gestaltete aus mitgebrachten Spielzeugautos einen "PAVIAN"; quasi synthetisch-postkubistisch. Der Maler und Ur-Surrealist und Kunstforscher Giuseppe ARCIMBOLDO (1526-1593) setzte schon Mitte des 16. Jahrhunderts Bildnisse wie Porträts – sog. Bizzarrerien - z.B. aus Gemüse-Pflanzen zusammen: eine Gurke stellte die Nase dar. Das Jahreszeitenbild hat er "Der Herbst" genannt.- vgl. Bilderserie zum Artikel. Picassos plastische "Pavian"-Strukturen habe ich in einer ars-evolutoria-Mutation verwandelt. (Skulptur-Ausschnitt, "Pavian mit Jungem," 1951.) Vgl. http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/biedenkopf-affenkunst-wird-ausgestellt-affenbrut-ueber-kunst-affen-d218956.html . Symbolisch: Adam-&-Eva und der lange Weg über "trasmutazione di forme" (Leonardo) zu Farbentheorien (...) und der EVOLUTIONs-Romantik. (a&s. 1/1/11) HOFMANN meint, dass in den berühmten Komposit-Köpfen von ARCIMBOLDO die „Zwietracht-Eintracht-Gleichung eine komprimierte Metapher“ finde. Und in den Symmetrie-UMKEHR-Köpfen (Abb 49, S. 94 - anders als die Baselitz’schen Kopfstand-Masche-Bilder) kommen Realistisches & Phantasie - durch Doppelblick gesteuert – kombiniert in Synthese („mistura“) gelungen zum Ausdruck: „Entdeckung der Multivalenz“ – Phantstik NICHT als Chimären, Monstren oder Traumgesichte -, sondern „wahr“ und „direkt aus der als ambivalent erkannten Realität“, Koexistieren von „Nocht-Nicht-Gestaltetem“ (GOMBRICH) mit dem Gestalteten! Keine Missbildungen, durch Wllkür-Erfindungen zusammengewürfelt. Entmachtung von integritas, proportio und claritas durch „Unterklasse“-Kunst Neuzeitliche Bildkünste evoluierten nach Werner HOFMANN in zwei Positionen: die einen forderten von der bildenden Kunst mit GOETHE „deutliche, klare, bestimmte Darstellungen“ mit „offenem Fenster“, Zentralperspektive, idealen Proportionen etc. (W.H.:“Oberklasse“). Die anderen Weltentwürfe früher & HEUTE: Abbildung 697 des Symmetrie-Buchs von Werner Hahn von 1898 (Englisch; World Scientific) EVOLUTIONISIERT 2010; Runges 200ster Todestag. EVOLUIONS-Romantik ... Werner HOFMANN berichtet ausführlich über das „Lernen des Verlernens“, über die Verwirrung aller Maßstäbe bei Johann Heinrich FÜSSLI und William BLAKE – und über den Zusammenhang von Einbildungskraft und Läuterung. Mit Odilon REDON (1840 bis 1916) erreicht die phantastische Kunst bei Werner Hofmann die ästhetische Moderne – „und mit ihm hört die Abweichung auf, eine solche zu sein“, so die SZ, auch wenn sich der Autor noch hundert Seiten nehme, um seine Geschichte, über Salvador Dali, René Magritte und Max Ernst bis zu Joseph Beuys und Jeff Wall, zu ihrem Ende zu bringen. Denn REDONs Bild-Ideen kreisen um „Einzelgänger“, radikal individuelle Erscheinungen, die in völlig heterogenen, meist unirdischen und oft (sub-)marinen Zusammenhängen auftreten. Der Rezensent meint, dass in diesen Bildern nichts mehr da sei, „wovon der Gegenstand eine Abweichung sein könnte“ – stattdessen tauche „eine Ahnung von einer anderen, höheren geistigeren Welt auf, die dann, eine Vor 40000 Jahren -Venus vom Hohen Fels, a&s-bearbeitet. Betrachtet man die kulturelle EVOLUTION des Phantastischen, wird man die frühen BILDhaften Phantasien der Menschen der Steinzeit/Eiszeit nicht außer Acht lassen. Die Termini trasmutzione di forme und Metamorphose und das EVOLUTIONs-Denken Charles DARWINs Buch von 1859 habe Künstler veranlasst, „nach neuen Formen zu suchen für das, was gesehen werden könnte“, sagte Kuratorin & Ausstellungsmacherin Dr. Pamela KORT im dradio-Interview in Bezug auf ihre SCHIRN-DARWIN-Schau von 2009, auf die Werner HOFMANN in seinem Buch nicht eingeht. Seltsame Mischwesen des Odilon REDON waren in Fankfurt zu sehn. KORT dazu: „Viele Arbeiten hier zeigen hybride Figuren, Mischwesen, wie man auf Deutsch sagt. Und thematisieren sie nicht auch Metamorphosen? Metamorphosen bedeuten auch, dass sie von Tod begleitet werden. Bilder, die die Evolution thematisieren, handeln von Lebewesen, die aussterben, die irgendwo aufhören zu sein. Und wir finden das in den Gemälden wieder. Diese Mischwesen sind nicht so sehr Fantasie-Kreaturen der Künstler. Sie versuchen einer Entwicklungskette eine Form zu geben, die über eine lange Zeit andauert." (Quelle: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/915144/ - zur Schau siehe (2).) EVOLUTION in der Bilderwelt der ARS EVOLUTORIA; vgl. mit nachfolgendem Bild. Mehr im Web - Hahns Homepage art-and-science.de. Auch die FAZ lobte HOFMANNs PHANTASIE-Stücke-Buch, das anders als Wieland SCHMIED in seinem wichtigen Buch »200 Jahre phantastische Malerei« (1973) sich nicht auf das 19. und 20. Jahrhundert konzentriere, sondern versucht die Ursprünge der Phantastik bereits im Hochmittelalter nachzuweisen. Rezensent RICHTER hebt hervor, dass der Kunstwissenschaftler W.H. zwei Richtungen einander immer wieder unter den verschiedensten Überschriften gegenüberzustellen versucht: Phantasiestück: Ars-evolutoria Stil-Variante Expressionistischer Evolutionismus", auch „Neo-Expressionismus der ars evolutoria" genannt. Mehr dazu W.H.s Homepage. Um das Jahr 1800 herum beschreibt Werner HOFMANN im Buch den Bruch in der Entwicklung: „Seit dem 14. Jahrhundert“ schreibt er, „ging das Geschichtsbild der europäischen Künste aus dem Wettbewerb der nebeneinander existierenden »I«- und »Q«–Linie hervor. Im 18. Jahrhundert kündigt sich eine Akzentverschiebung an: die innovativen Impulse der künstlerischen Selbstbefragung nehmen Zweifel an der Verbindlichkeit der sichtbaren Welt in sich auf. Sie kommen mehr und mehr aus dem Bereich der »Q«-Linie«. Das bedeutet für Hofmann, der sich hier den Analysen Wassily Kandinskys anschließt, dass der Dualismus, der die Kunst bis um 1800 herum bestimmt hat, erschöpft ist; HOFMANN spricht von der »Aufhebung des Zweiklassensystems« (Ober- und Unterklasse, siehe w. oben). So erkläre sich auch die Einteilung des Buches in nur zwei große Kapitel, die mit „Die diesseitige Welt wird verrätselt“ (ab S. 52, II.Teil) und (etwas lakonisch) „Gegenwelten“ (III. Teil ab S. 173) überschrieben sind (FAZ). Zur Bedeutung der bloßen Linie bei W.H: „Sie erscheint geradezu als der oder wenigstens ein Ursprung der Phantastik, denn ihre spielerische Beweglichkeit provoziert den fließenden Übergang zur Metamorphose, aus der die Phantastik erwächst. Immer wieder (es ist fast so etwas wie das Leitmotiv des Buches) zitiert der Autor das Wort LEONARDOs, dass das Ende der einen Sache der Beginn einer anderen ist. „So sind aneinander gereihte Variationen (eines Gesichts wie einer Sache) eine Veranschaulichung unserer Phantasie und einer der Ursprünge der Phantastik.“ (FAZ). Als Widerpart der METAMORPHOSE bestimmt HOFMANN die ARABESKE: Sie wusste sich aber niemals dauerhaft durchzusetzen, erklärt auch RICHTER, der in der FAZ formuliert: „Einer ihrer Vertreter war Philipp Otto RUNGE, der in der Kunst das Disparate und Phantastische in ein vorgegebenes Weltbild einzuordnen versuchte.“ Im Grunde degeneriert die Arabeske in dieser Weise zur Schönfärberei (so GRANDVILLE; vgl. S. 175) und zum bloßen Ornament. FAZ: „Die Phantastik selbst gerät von da an immer mehr zur Darstellung von Gegenwelten, zunächst etwa im Werk von Gustave Moreau (1826 – 1898) und Odilon Redon (1840 – 1916). (…)“ Martin Schongauers "Versuchung des hl. Antonius" bildet W.Hofmann in "P-S" ab (S. 36, Nr.18). Mein Bild aus meinem SB, Abb. 641 S. 260 (deutsche Ausg.). Rot Schongauers Fabeltiere/9 Monster, grün Leonardo-Figuren. Neu Romantik: Paul KLEE ... War PICASSO und seine Kunst, die eines „Vollenders der alten Welt“ BERDIAJEW 1914 – mehr a.a.O. S. 295, W.H.(1)), hat KLEE Werke „zweipolig strukturiert“ - mit Gegensätze-Versöhnung erstellt. Er sagte: INGRES wollte die Ruhe geordnet haben, ich möchte über das Pathos hinaus die Bewegung ordnen. (Die neue Romantik).“ (Zitat nach W.H. (1), S. 295.) Pablo GESTALT und Schleifen: A. DÜRER (AD als Symmetrie) liebte die simmetria (das yst schön), die in der Moderne der Gegenwart (Picasso...)zerschlagen wurde; in Evolutions-Romantik neu belebt wird. Aus SB-Fig.620/a&s-col. Zum Bewegung-in-der-EVOLUTION-Ordnen heute, siehe EST & ETOE in der ARS EVOLUTORIA – Terminus „EVOLUTIONs-Romantik (…). NEUE ROMANTIK EVOLUTIONÄR! Siehe ARTIKEL GZ: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/43562/manifeste-zu-runge-evolutions-romantik/ / http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/von-kleinen-manifesten-zum-grossen-manifest-qevolutionaere-neue-romantikq-zu-po-runge-teil-2-d1241066.html Hommage an Werner Hofmanns gelungenes Buch "Phantasiestücke", Installation mit Buch, Gemälde, Arcimboldo & ...Figuren. Wer kennt sie - die nach berühmter Malerei geformten Figuren? Bitte kommentieren ... Paul KLEEs Lebenswerk sah W.H. „offensichtlich als den vorläufigen Höhepunkt, aber auch Abschluss der Phantastik an“, resümiert die FAZ. In KLEEs Entwurf eines „Generalbasses“, in dem der Künstler P.K. „ohne zu dogmatisieren, die gesamte formale Variationsbreite des vergangenen Jahrhunderts unterbrachte“, sei der Brückenschlag aus dem ‚Chaos’, in dem der Zufall und das Lebendige beheimatet sind, also die Orientierungsmarken der Surrealisten, in die ‚Ordnung’, die von den Kräften des Verstandes herbeigeführt, aber nicht beherrscht wird“, erfolgt. HOFMANN: „Derlei hatte um 1500 Leonardo im Kopf. Auch ihm ging es um den Sprung aus dem Chaos in die Ordnung, um die Läuterung der vorläufigen feuchten Mauerflecken zu guten und vollkommenen Formen“. Hier spielt Hofmann darauf an, dass es zunächst Leonardo war, der das Hineinsehen von Formen und Gestalten in das Linien- und Fleckengewirr eines noch feuchten Auf DÜRERs Traumwerk geht W.H. in PS ein. Abb. aus meinem Symmetriebuch, Fig. 590; coloriert am 5.1.2011. Zum Hineinsehen und LEONARDOs Mauerflecken-Beispiel siehe HOFMANN a.a.O (1), S. 291 und Beiträge von mir in NEURO-ÄSTHETIK: Evolutionäre Theorie von “ALLEM” (ETOE Teil 3) & EVOLUTIONISM-UNIVERSALISM-art nach dem URKNALL v. 14.4.2010: http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2010/04/14/neuro%C3%A4sthetik-evolution%C3%A4re-theorie-von-%E2%80%9Callem%E2%80%9D-etoe-teil-3-amp-ev - Ebenda zu Kunstforschung der Renaissance als Vorbild: Kunst der Künstler-Forscher DÜRER & LEONARDO (…) - Über trasmutazione di forme (Leonardo) - GOETHE und seine anschauliche Metamorphosen-Lehre. Mit Bezug auf LEONARDO verwies V. VASARELY auf die Bedeutung der GESTALT-Theorie (Lehre vom Gestalt-Sehen) für sein Werk und formulierte: „Schon Leonardo da Vinci nahm diese Links: In einen Fleck hineinsehen - Erfindungen ( inuentioni) entdecken, Schlachten z.B., wollte Leonardo. Rezept traszmutazione ... Rechts: Sforza-Kastell-Deckenmalerei - Knoten - abstrakt - biilateralsymmetrisch. SB Fig. 623. Ein Zitat zum Abschluss: Zum „Fall Gerhard RICHTER“ meinte ich unter „LEONARDO, GOETHE & DARWIN: TRANSMUTATIONEN“: Formhandlung „ab ovo“ zu praktizieren, haben ALBERTI & LEONARDO prinzipiell diskutiert: aus Zufallsbildungen der Natur (z. B. Mauerflecken, Wolken, Schlamm) mit Hilfe einer „neu erfundenen Art des Schauens“ (Leonardo) seien verschiedene Dinge, Figuren, Gesichtsminen und Situationen zu entdecken, die Leonardo „in vollkommene und gute Form“ gebracht haben möchte. Den „Geist zu neuen Erfindungen“ Wachwerden zu lassen hat später auch Goethe 1860 in einem Gedicht über Phantasie anregende Wolkenbildungen empfohlen („Howard zu Ehre“). Leonardo verband seine Forderung damit, imaginierte Dinge „gut zu machen“, wollte Phantasie-Tiere von natürlichem Aussehen schaffen. Für Prof. Dr. Werner HOFMANN: Viele Jahre Direktor der HKH (Hamburger Kunsthalle), renommierter interdisziplinär denkender Kunsthistoriker. Der einflussreiche förderte ars evolutoria; wir trafen uns 1975 in der HKH. Mehr siehe HP Werner Hahn. Bild/Malerei WH (Quelle: http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2008/11/29/zum-darwinjahr-kulturelle-evolution-paradigmenwechsel-kultur-amp- ) Zu Phantasiesstücken der "Kunst der KUNSTLOSIGKEIT": War DUCHAMP der „Größte“ (Irritierer)? Der GRÖßTE wichtigste Künstler des 20. JHs soll Marcel DUCHAMP mit der Readymade-mades-Erfindung sein. Dies behauptet heute MD-Verehrer Udo KITTELMANN, Chef der Nationalgalerie in Berlin. Werner HOFMANN sieht das nicht so, denn er verzeichnet den M.D. zwar als „UMSTÜLPER“ (S. 223 f.) Poesia evolutoria: Ein "Pantasiestück" der Bildenden Kunst; wurde von mir als "Neo-Readymade" ausgestellt - auf einer Staffelei! LITERATUR & Anmerkungen (1) HOFMANN, Werner (2010): PHANTASIESTÜCKE Über das Phantastische in der Kunst. München. (2) HAHN, Werner (1989): Symmetrie als Entwicklungsprinzip in Natur und Kunst. Königstein. Gladenbach: Art & Science, 1995. (HAHN, Werner (1998): Symmetry as a developmental principle in nature and art. Singapore. (Übersetzung des Originalwerkes von 1989, ergänzt durch ein 13. Kapitel – mit erweitertem Sach- und Personenregister sowie Literatur- und Abbildungsverzeichnis.)) HAHN, Werner / WEIBEL, Peter (Hrsg.) (1996): Evolutionäre Symmetrietheorie: Selbstorganisation und dynamische Systeme. Stuttgart. (Anthologie mit Beiträgen von 19 Autoren.) (Kurz: EST.) Darin: HAHN, Werner: Evolutionäre Symmetrietheorie und Universale Evolutionstheorie. Evolution durch Symmetrie und Asymmetrie. (S. 255 bis 284 mit 11 mehrteiligen Abbildungen.) – Siehe als LINK – PDF-EST – meiner HP: http://www.art-and-science.de .... Üblicherweise will man mit dem Terminus EVOLUTION ausdrücken, dass es sich um eine ENTWICKLUNG handelt, das heißt, eine bestimmte Sache existiert im Laufe der Zeit in verschiedenen Zuständen. In meinem Symmetriebuch, in dem eine bislang nicht existierende „Evolutorische Symmetrielehre“ (Evolutionäre Symmetrie-Theorie; kurz EST) explorativ und theoriebestimmt (nicht-idealistisch, bewusst-phylogenetisch forschend) entwickelt worden ist, machte ich deutlich, dass EVOLUTION (von lateinisch evolutio; „Auswicklung“; évolvó - aufschlagen, entfalten) mit den Metamorphose-Vorstellungen Goethes und De Candolles nicht erklärt wird (keine Merkmals oder Organphylogenetik; SB (2) 7.1.1., 7.1.2.). Ein metaphysische Entwicklungskonzept vertraten der französische Metaphysiker Henri Bergson: „évolution créatrice“ meint „Alles entwickelt sich in alles“ (SB, 8.1.6.); Mondrian vertrat mit einem Triptychon – „EVOLUTION“ genannt - ebenfalls ein metaphysisches Entwicklungskonzept (dazu später mehr). Zu Klees Anspruch einer „Form als Genesis“ schrieb ich (SB 8.1.2): Wenn die Ursachen einer „Form als Genesis“ verrätselt werden und in mystisches Dunkel gehüllt und unverkennbar sein sollen, scheint die Verwendung des Terminus „Evolution“ unangebracht zu sein.“ Charles DARWIN verwendete anstelle von „Evolution“ den Begriff „descent with modification“, also in etwa „Abstammung mit Veränderung“, so dass es möglich sein musste, Stammbäume aufzustellen, die veranschaulichen sollten, dass Lebewesen sich AUSEINANDER entwickelt haben. In der von mir begründeten ars evolutoria (poesia evolutoria mit ETOE; siehe 4 web-Artikel) sind die „Evolutionsbeweise“ zwingend', die in Bifurkations-Prozessen entwickelten neuen Formen (Zeichnungen) entwickeln sich über jeweils nachweisbare Zwischenformen (Übergangsformen, Brückengestalten) gesetzlich: Terminus der form-abwandelnden ursächlichen Evolutionsfaktoren „Asymmetristion/Symmetrisation“; ein experimentelles „Wechselspiel“ zum Evolvieren, zur Gestaltumwandlung. Anders als in der Diskussion der biologischen Evolutionstheorie(n) über Details kann es hier bildkünstlerisch betrachtet keine heftige Kontroversen über Mechanismen (Mutation, Selektion etc.) geben. EVOLUTION als Verwandschaftsbeziehung gesehen charakterisiert EVOLUTION in Natur und Kunst. Hierzu ausführlich mein SB (1) die Abschnitte 5., 5.1, 5.2, 5.3 und ein Manifest von 1971 (5.3.1). In einem 2011 erscheinenden neuen Buch soll es vorrangig besonders um „Schönheit“ – evolutionär (!) betrachtet – gehen; abzielend auf Erkenntnis-Ästhetik (also nicht um eine Debatte zur Kunst der „L’art pour l’art“). Siehe auch mit Bildern in GZ: (A) http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/41611/debatte-um-eine-evolutionaere-bildwissenschaft-poesia-evolutoria-and-iconic-turn-1-teil/ (B) http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/41667/iconic-turn-evolutionisierung-evolutionaerer-brueckenschlag-von-bio-kunst-und-kultur-wissenschaften-teil-2/ Dies könnte Sie zum Thema auch interessierenPhilipp Otto RUNGE: Buch zu WEIHNACHTEN verschenken: "KOSMOS RUNGE - Die Nachtseite der Dinge“: Beiträge Symposiums-Band (200. Todestag POR). 2. Teil der Rezension„Ich habe nie recht viel lernen können, was man so Wissenschaften...KOSMOS RUNGE - Die Nachtseite der Dinge: Zu Beiträgen eines Symposiums-Bandes, der das Verständnis von Philipp Otto RUNGEs Kunstwollen fördert (200. 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