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+++Achtung, Katzenfänger!+++

Gießen | Kennen Sie das? Plötzlich steht ein Körbchen oder eine Tonne vor der Haustür. Darin ein Zettel, auf dem um alte Kleider und Schuhe gebeten wird, mit dem Hinweis, die Behälter würden zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder abgeholt werden. Es existieren konkrete Beweise, dass im Zuge dieser Sammlungen ausspioniert wird, in welchen Haushalten sich Katzen befinden. Die Behälter bleiben im Regelfall 2 bis 4 Tage stehen. Zwischen dem Aufstellen und dem Einsammeln verschwinden die Tiere, meist in kleinen Orten, bis zu 10 Stück in einer Nacht. Katzen verschwinden im Zuge von Altkleider-sammlungen! Tierdiebe sind meist mit Lieferfahrzeugen und Kleintransportern unterwegs. Aber auch mit ganz normalen PKWs. Oft ist die Ladefläche nicht einsehbar, weil die Fenster abgedunkelt oder verhangen sind. Verdächtig sind immer ortsfremde Kennzeichen sowie Käfige und Fanggeräte im Innenteil des Fahrzeugs. Achtung, sie sind teilweise mit verschiedenen Lieferwagen unterwegs, wo auch Schriftzüge über wohltätige Zwecke draufstehen. Nicht irritieren lassen. Mit dem Fahrzeug fahren sie durch die Straßen und stellen Wäschekörbe und kleine
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Tierschutz (1108)Tierfänger (1)
Kunststofftonnen an den Haustüren auf. In Wirklichkeit fahren die Kleider-sammler in der Nacht in die Seitenstraßen, schrauben von innen eine Platte aus dem Wagenboden und stellen unter die Fahrzeugmitte ein extremes Lockmittel für Katzen und Kater. Mit Sexuallockstoffen werden die Tiere, die nachts frei herumlaufen, rasend vor Sucht gemacht. Die Tiere laufen zu dem Lieferwagen, im Bereich der Öffnung wird dem Tier ein Nervenspray aufgesprüht, was sofort betäubt und teilweise auch zeitweise blind macht. Die absolut wehrlose Katze wird sofort in einen vermeintlichen Kleidercontainer gesteckt, an Labors verkauft oder das Fell nach Tötung veräußert. Zahme und zutrauliche Katzen werden mitunter auch mit der Fangschlinge oder bloßen Händen gefangen. In naher Vergangenheit wurden Funde von abgezogenen Katzenkadavern gemacht. Was diese Tiere für Schmerzen erleiden, kann sich jeder selbst ausmalen. Es ist davon auszugehen, dass Tierfänger unterwegs sind, um an die Felle der Katzen zu kommen. Auch sehr scheue Katzen können leicht mit Fangschlingen, Katzen-Lebendfallen oder durch Duftstoffe angelockt bzw. eingefangen werden. Auch kastrierte Tiere sprechen leicht auf Duftstoffe an! Die Körbe sind nicht die Katzenfallen. Diese widerlichen Fänger haben damit einen Vorwand, ruhig tagsüber durch die Straße zu fahren und zu beobachten, wo Katzen sich aufhalten. Nach Aussage der Polizei muss eine Altkleider- und Schuhsammlung polizeilich angemeldet werden. Lediglich das Deutsche Rote Kreuz und der Caritasverband haben eine Dauergenehmigung.In Hessen sind alle diese Sammlungen nicht genehmigt, d. h. rechtswidrig. Das DRK hat hier die Hoheit und darf einzig an seinen festen Sammelstellen (Containern) sammeln. Das Beste wäre natürlich, die Tierfänger auf frischer Tat zu ertappen und zu fotografieren und festhalten, bis die Polizei kommt. Aber das ist wohl ganz schwierig.
Lt. Ordnungsamt dürfen alle Körbe entsorgt werden!

Was können Sie tun?

- Halten Sie die Augen offen, wenn um Kleiderspenden gebeten wird.
- Sehen Sie sich genau den dem Sammelbehälter beiliegenden Zettel an. Sammlungen müssen behördlich genehmigt sein.
- Fragen Sie bei der Stadt nach, ob die sammelnde Firma eine Erlaubnis hat.
Quellen:http://www.tierdiebstahl.de/index.html
Stopp dem Haustierdiebstahl - Katzenklau bundesweit nicht nur während Altkleidersammlungen
http://www.openpr.de/news/454587/Stopp-dem-Haustierdiebstahl-Katzenklau-bundesweit-nicht-nur-waehrend-Altkleidersammlungen.html
- Informieren Sie sich bei Tierschutzvereinen;
http://www.tierfreund-lich.de/cms/index.html

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Kommentare zum Beitrag

Christiane Pausch
6.116
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 13.11.2010 um 12:13 Uhr
Das ist ja unglaublich und widerwärtig!!! Wie kann man den Tieren so etwas antun,wie skrupellos sind die "Abnehmer". Und wieviel Leid wird über die Familien und Besitzer der Tiere gebracht die verschwinden!
Andrea Viehl
303
Andrea Viehl aus Reiskirchen schrieb am 13.11.2010 um 14:21 Uhr
Die Körbe vor meinem Haus wandern immer zerkleinert in den gelben Sack. Gespendet wird grundsätzlich nur über die Container des Roten Kreuzes. Ich habe schon öfter die Lieferwagen beim Einsammeln der Körbe beobachtet. Aber bisher konnte ich noch nichts verdächtiges wahrnehmen. Aber wir alle sollten die Augen offen halten und bei Verdacht nicht scheuen die Polizei zu rufen.
Andrea Mey
10.660
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 13.11.2010 um 18:55 Uhr
Man sollte auch beachten, was auf den Aufklebern in den Körben steht. Dort werden oft Namen von seriösen Hilfsorganisationen mißbraucht, indem der Name der Oranisation nur durch ein kleines Wort verändert wird, ohne daß man es auf den ersten Blick sieht - z.B. wird die "Obdachlosenhilfe e.V." umgeschrieben in "Obdachlosenheim-Hilfe" (nur ein Beispiel!), wo ein Obdachlosenheim, welches gar nicht existiert, plötzlich angeblich Decken etc. benötigt. Was auf den ersten Blick seriös wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinschauen als fiktive Hilfsorganisation, versucht man, die dort angegebene Tel-Nr. anzurufen, ist grundsätzlich niemand erreichbar oder man wird ins Ausland verbunden.
Wenn man irgendwo diese Wäschekörbe stehen sieht, sollte man vor allem auch Katzenhalter in der Nachbarschaft warnen, denn leider wissen viele Leute noch nichts von diesen Machenschaften.
Christian Momberger
11.096
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 13.11.2010 um 20:24 Uhr
Danke für Info, auch wenn ich selbst keine Katze habe.
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 15.11.2010 um 11:34 Uhr
Hallo Frau Amstein,
sind das Erfahrungen von TierfreundLich, gibt es bereits polizeiliche Ermittlungen, woher stammen die Informationen, was dort genau passiert? Gibt es direkte Quellen?
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 15.11.2010 um 18:30 Uhr
Sehr geehrte Frau Glinke, dies ist keine Erfahrung von Tierfreund Lich meine Informationen stammen aus verschiedenen Foren sowie von anderen Tierschutzvereinen. Meine eigenen recherchen vervollsändigen das ganze.
Bei fragen möchte man sich bitte an einen einheimischen Tierschutzverein wenden, diese helfen einem bestimmt weiter!
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 15.11.2010 um 18:34 Uhr
Bitte in Zukunft solche Quellen unbedingt nennen, damit wir einschätzen können, woher die Informationen stammen und ob das Thema einen Regionalbezug hat.
Antje Amstein
6.024
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 15.11.2010 um 19:45 Uhr
der Regionalbezug besteht darin das zur Zeit im Gießener Stadtgebiet Wäschekörbe verteilt werden.
Andrea Mey
10.660
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 16.11.2010 um 12:00 Uhr
Ich habe die Info während meiner langjährigen ehrenamtlichen Arbeit im Tierheim erhalten. Eine Gießener Tierärztin hat mir das Ganze bestätigt und hat mir auch genau erklärt, wie mit den präparierten Fahrzeugen und den Duftstoffen die Tiere gefangen werden, genau so wie es im obigen Bericht steht.
Friedel Steinmueller
3.368
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 19.11.2010 um 23:35 Uhr
Also, da fehlen einem die richtigen Worte!
Das sind abscheuliche und hinterhältige Methoden, Tiere einzufangen um sie auf besonders verwerfliche Weise für kommerzielle Zwecke einzufangen und zu töten.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Antje Amstein

von:  Antje Amstein

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