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Neues Netzwerk gegen Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit in der Region

Übergabe der Bewilligung (Staatssekretär im BMBF Herr Dr. Helge Braun, Geschäftsführerin der ZAUG gGmbH Frau Monika Neumaier, Geschäftsführerin der GWAB mbH Frau Kerstin Gerbig
Übergabe der Bewilligung (Staatssekretär im BMBF Herr Dr. Helge Braun, Geschäftsführerin der ZAUG gGmbH Frau Monika Neumaier, Geschäftsführerin der GWAB mbH Frau Kerstin Gerbig
Gießen | Im Landkreis Gießen und im Lahn-Dill-Kreis herrscht ein hoher Fachkräftebedarf, der schon heute nicht mehr ausreichend gedeckt werden kann. Zeitgleich leben im Landkreis Gießen und im Lahn-Dill-Kreis rund 41.000 Menschen, die keinen Berufsabschluss haben (Quelle: Agentur für Arbeit, Stand 31.12.2009). Parallel mangelt es an Möglichkeiten für Erwachsene, ihren Berufsabschluss nachzuholen.

Dies soll sich ändern. Seit Anfang September läuft das Projekt „Netzwerk Nachqualifizierung Gießen – Lahn-Dill“. Das durch EU-Mittel finanzierte Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren und findet im Rahmen der Förderinitiative „Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung“ des Bundesprogramms „Perspektive Berufsabschluss“ statt. Diese Förderinitiative will nachhaltig geeignete Rahmenbedingungen für Nachqualifizierung, d. h. das Nachholen eines anerkannten Berufsabschlusses, schaffen. So soll der Anteil an- und ungelernter Erwachsener mit und ohne Beschäftigung verringert werden.

Projektträger ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung, worauf Monika Neumaier, Geschäftsführerin der ZAUG gGmbH (Zentrum Arbeit Umwelt- Gießener gemeinnützige Berufsbildungsgesellschaft mbH) und Kerstin Gerbig, Geschäftsführerin der GWAB mbH (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen mbH, Wetzlar), außerordentlich stolz sind: „Das ist ein besonderes Projekt und die Krönung für unsere Sacharbeit in den letzten Jahren.“ Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung in Nürnberg.

Aufbauend auf den Erfahrungen des „Gießener Weg“, ein Projekt der ZAUG gGmbH, in dem seit 2008 erfolgreich Langzeitarbeitslose ausgebildet werden, sollen neue Wege gegangen werden. Insbesondere müssen Ausbildungsformen für diejenigen entwickelt werden, die als an- und ungelernte Beschäftigte bereits tätig sind aber mehr erreichen wollen. „Wir müssen den Menschen in unserer Region Lebensperspektiven anbieten“, so Gerbig. „Wir müssen die Menschen in die Lage versetzen, sich u.a. selbst zu finanzieren“, meint Nicole Brinkmann, Projektleiterin des „Netzwerk Nachqualifizierung Gießen – Lahn-Dill“, weiter „Menschen mit einem Berufsabschluss sind weit weniger von Arbeitslosigkeit bedroht als solche ohne Berufsabschluss. Und selbst wenn sie einmal arbeitslos werden, finden sie schneller wieder eine Beschäftigung.“ Dass damit das zur Verfügung stehende Potenzial an Arbeitskraft aktiviert wird, welches dringend benötigt wird, rundet die Projektidee ab. „Das Projekt hilft mit, dem drohenden Fachkräftemangel in der Region entgegen zu wirken“, so die Landrätin des Landkreises Gießen, weiter „Wir freuen uns, einen Strukturbeitrag leisten zu können“.

Am 2.11.2010 hat die Auftaktveranstaltung zum Projekt stattgefunden. Gastredner waren der Staatssekretär des BMBF Herr Dr. Helge Braun, Frau Ursula Krings vom Forschungsinstitut berufliche Bildung sowie Herr Ralf Hammann, der von seinen Erfahrungen in der Modularen Nachqualifizierung in Korbach berichtete.

Interessierte können sich an das Projektteam Nachqualifizierung wenden: 06 41 - 9 52 25 39

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von:  Nicole Brinkmann

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Interessensgebiet: Reiskirchen
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