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Ausstellungseröffnung mit vielen Highlights

Gießen | "Die Bilder von Seidel sind großartige Beispiele für Antikenrezeption. Sie wirken aber auch durch ihre expressive Bildsprache ganz intensiv für sich allein." Dr. Matthias Recke, der Kustos der Gießener Antikensammlung, ist sichtlich stolz. Am Mittwoch, den 3. November um 19 Uhr wird im Wallenfels’schen Haus die Ausstellung „Kein Krieg in Troja“ eröffnet, in deren Rahmen zum ersten Mal elf Tuschfederzeichnungen des deutschen Künstlers Alfred Georg Seidel gezeigt werden. Die Gemälde befinden sich in Privatbesitz und werden nun erstmals einer größeren Öffentlichkeit gezeigt.
Grundlegend für Seidels Arbeiten ist ein Theaterstück des Franzosen Jean Giraudoux mit dem Titel „ La Guerre de Troie n'aura pas lieu“, also „Kein Krieg in Troja“. Giraudoux schrieb das Stück 1935, geprägt von der wachsenden Bedrohung eines zweiten Weltkrieges. Er nutzt den antiken Stoff um seine Landsleute für ihre wachsende Kriegsbereitschaft zu kritisieren.
Denn in seinem Stück sind nicht die Krieger die Helden, sondern diejenigen, die versuchen, den Krieg durch diplomatische Geschicke abzuwenden.
Doch nicht nur der Gemälde wegen lohnt sich ein Besuch der Ausstellungseröffnung. Denn auch die Terrakotten der Antikensammlung werden erstmals einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. „Viele Stücke sind noch nicht publiziert und somit auch der Fachwelt unbekannt“, betont Recke. Die Terrakotten werden nicht – wie üblich – nach chronologischen Gesichtspunkten geordnet ausgestellt, vielmehr liegt der Schwerpunkt im thematischen Bereich. „Alltag“, „Götter“, „Theater“ sind beispielsweise Oberbegriffe der Ausstellung. Erarbeitet wurde dieses Konzept weitgehend von fortgeschrittenen Studenten, ein weiterer Beweis für den Praxisbezug des Studiums der Klassischen Archäologie in Gießen.
Schließlich werden im Rahmen der Ausstellungseröffnung auch die diesjährigen Neuerwerbungen der Antikensammlung präsentiert. Diese reichen von bronzezeitlichen Funden aus Zypern über Keramik von den Kykladen und aus Rom bis hin zu römischen Glas.
Besonders stolz ist das Institut auf eine attische Vase mit einer Darstellung des Herakles, sowie einen etruskischen Votivfuß, welche die Sammlung „vortrefflich ergänzen“, so Recke.

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