STUTTGART 21: Moderator/Mediator Heiner GEIßLER (a&s-Malerei) soll ein RETTUNGs-Anker sein; für was & für wen? „Die Demokratie lebt vom Kompromiss“, sagt Ex-Kanzler H. SCHMIDT. Ein bisschen schwanger geht wohl nicht (...)?!
Gießen | Demokratie braucht Engagement. Demokratieentwicklung kann man fördern. Demokratisches Bewusstsein und gelebte demokratische Kultur bei jungen Menschen sind nicht dadurch aufzubauen und zu steigern, wenn – wie in Stuttgart geschehen – die Gegner des Milliardenprojekts "Stuttgart 21" eine Eskalation des Schreckens und der Angst erleben mussten: mit massivem Vorgehen der Polizei - auch gegen Jugendliche. Aber rund 100.000 Demonstranten haben sich ihren Schlossgarten bunt und friedlich zurückerobert. Ein eindrucksvoller Protest gegen die Abholzung der Bäume, die für den Bau des neuen Tiefbahnhofs bisher weichen mussten.
Bundespräsident Christian WULFF wurde aufgefordert, sich für eine offene, von gegenseitigem Respekt geprägte demokratische Kultur einzusetzen; Fall Thilo SARRAZIN. „taz“ 13.09.10. Gedanken über die Möglichkeiten einer NEUen demokratischen Kultur wird sich der Bundespräsident machen müssen: unter Betonung menschlicher Qualitäten, Werte und Moralvorstellungen. Unter Banalitäts-Verdacht müssen dabei nicht etwa Termini wie Gefühl, Liebe,
Fairness und das Gute stehen.
sein – unempfindlich gegen die politisch wichtigsten Themen des Jahres 2010: geprägt von den Auswirkungen der Finanzkrise und dem Niedergang der sozialen und demokratischen Kultur in Deutschland! Will man nicht unter Depressionen leiden. So manchem hat man das Fell über die Ohren gezogen: ihn/sie betrogen, ausgebeutet, stark übervorteilt (…). Beim Fell (Kragen) sollte man die Ausbeuter nehmen!
Aufregen? Dinge klipp und klar benennen - die so in der Öffentlichkeit sonst nicht zu hören oder zu sehen sind? LEIDER sind immer mehr Bürgerinnen und Bürger immer weniger bereit (!), sich von skrupelloser Manipulation und willfähriger Meinungs-Mache bevormunden zu lassen. Im „Land der Dichter und Denker“ (...).
Unsere Schulen wollen die jungen Menschen zu zivilgesellschaftlich engagierten Demokraten erziehen, die jeglicher Form von UN-DEMOKRATIE – mit UNgleichheit und UNgerechtigkeit – entschieden entgegentreten. Weder parteipolitisch noch konfessionell gebunden und ausschließlich den Werten der Menschenwürde, den Menschenrechten und der demokratischen Rechtsordnung verpflichtet, soll(t)en die Pädagogen lehren und erziehen. Dazu gehört es, dass sich Jugendliche mit der Gefährdung demokratischer Kultur durch extremistische Phänomene auseinandersetzen müssen.
S21 - Demokratische KULTUR fördern: Initiative PRO VOLKSENTSCHEID S21 - a&s-Installation mit D-Fahne, GG und ROTER KARTE für (...).
Die Älteren wissen, wie wertvoll es ist, in einer DEMOKRATIE zu leben.
Demokratie als politische Gesellschaftsform bietet Vielfältigkeit, Offenheit und dadurch Chancen. Aber auch Gefahren, gerade für Heranwachsende, die nach Orientierung und Wertmustern suchen. Alle (!) haben die Aufgabe, junge Menschen durch gelebte demokratische Werte zu sensibilisieren: Toleranz und Weltoffenheit sind lehrbar. Heranwachsende müssen gegen simplifizierende und menschenverachtende Welt-Anschauungen immunisiert werden. So wird es ermöglicht, dass Vorurteile erkannt werden. Lernziel ist: Die Befähigung zur Bildung einer eigenen, differenzierten, toleranten Meinung.
VOLKSENTSCHEID statt PRÜGEL-Orgien
Die Politik des Gummiknüppels hat viele eher ermutigt, auf die Demo zu gehen und gegen S21 und die Polizeigewalt zu demonstrieren. Zwischen Musik aus der Dose und Live-Auftritten thematisierten Jugendliche ihren S21-Widerstand gegen das Fällen der ersten 25 Bäume in der Nacht zum Freitag.
DEMOKRATIE findet dann statt, wenn WIR/ICH Recht bekomme/n?
Zu dieser Haltung haben die Grünen in ihrer Frühzeit geneigt, als sie noch glaubten, die bundesdeutsche Demokratie sei eine unterentwickelte, uneigentliche Demokratie.
"Glückliche Zeiten? - Wir sind ein PARTEIEN-Volk". a&s-Malerei zu "20 JAHRE Deutsche Einheit". WULFF: "Aufgeschlosenheit für neue Ideen" (...).
Wenn Die GRÜNen daher von direkter Basis-Demokratie und der Notwendigkeit der Einführung von Volks-Entscheidungen sprachen, frönten sie der Leidenschaft alter Avantgarde-Vorstellungen: Als die wahren Repräsentanten des unverstellten, objektiven Volkswillens wollten sie auf diesem Wege endlich zum Zuge kommen. Reste dieser vordemokratischen Haltung (?) "spuken" - Gott sei Dank - in der Schweiz immer noch herum. Siehe VOLKSENTSCHEID zum Thema „Nagelhaus“ : http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2010/09/29/kunst-amp-direkte-demokratie-nein-der-andersdenkenden-zum-%E2%80%9Enagelh?page=0.
VOLKS-Nein zum Nagelhaus in Zürich
In der Bundesrepublik Deutschland wurde, als der Bundestag erst über die Verpackung des Reichstags durch CHRISTO zu entscheiden hatte, dieses Verfahren scharf kritisiert: Entscheidungen über Kunst dürften angeblich nicht aus den Händen der demokratisch dafür geschaffenen Gremien genommen und Politikern anheimgestellt werden, die oft nicht einmal eine rudimentäre Ahnung davon hätten, was in Museen und Ausstellungshallen passiert.
Wiedervereinigung: Wurden wir EIN Volk?. Probleme wie Armut, Umwelt- und FinanzKRISEN oder Sicherheit "transkontinental" lösen! (Gorbatschow, Paulskirche).
Cem ÖZDEMIRs Vorschlag ist der BESTE?! – VOLKSENTSCHEID S21
Soeben habe Cem ÖZDEMIR, der sympathische Vorsitzende der Grünen (so "DIE WELT") „ eine Kostprobe dieses fortdauernden Spuks gegeben, sieht er Nachbesserungsbedarf bei dem von den Grünen doch gewünschten und beförderten Instrument des Volksentscheids. Natürlich ist er nicht so töricht, offen den Volksentscheid
280 alte Bäume wollen die "Parkschützer" retten. 25 wurden bereits gefällt. S21-Gegner der Initiative "Parkschützer" Matthias von Herrmann. a&s-performance-Malerei.
Der deutsche Grünen-Chef Özdemir hält HEUTE angesichts der gewalttätigen Auseinandersetzungen das umstrittene Bahnprojekt "Stuttgart 21" für nicht mehr durchsetzbar:
"Stuttgart 21 kann nicht gegen friedliche Demonstranten durchgeprügelt werden", schreibt Özdemir in einem Kommentar für die Zeitung "Bild am Sonntag". Der Grünenchef fordert einen Stopp der Bauarbeiten und einen landesweiten Volksentscheid: "Wir brauchen einen Baustopp, dann einen Volksentscheid über Stuttgart 21. Wenn die Befürworter sich ihrer Argumente so sicher sind, sollten sie damit kein Problem haben."
Özdemir kritisierte die politische Entscheidung zugunsten des
Walter SITTLER, Schauspieler: Als S21-Gegner meint er, direkte Dmokratie ergänzt repräsentative Demokratie. a&s-performance-Malerei.
Großprojekts: "In Unkenntnis über die wahren Kosten und Risiken wurde über dieses Projekt in Parlamenten abgestimmt. Jetzt kommt die wirkliche Faktenlage immer mehr ans Licht." Das Geld für "Stuttgart 21" hält der Grünen-Politiker für falsch angelegt: "Die vielen Milliarden, die hier verbuddelt werden, werden beim Ausbau des Nah-, Regional-, und Güterverkehrs fehlen."
Zum "THEMA DES TAGES"hat Alois KÖSTERS einen "Standpunkt"-Artikel auf der Seite "Meinung und Analyse" veröffentlicht. Danke, dass man den eigentlich sehr guten Beitrag zum Stuttgarter Bahnhofsprojekt kommentieren kann (ONLINE).
Das Thema "Mangel an demokratischer Kultur" ist aufschlussreich: Gewiss ist "was schief gelaufen in Stuttgart", denn fast 20 Jahre wird ein Bahnhofsprojekt diskutiert, geplant, umgeplant. (…) Und nun ist die "Sache eskaliert" und "plötzlich reden alle von Demokratie".
KÖSTERS beklagt, dass "weder Bürger noch Chaoten" in den vergangenen Jahren "von ihren Möglichkeiten Gebrauch gemacht" haben, dieses Projekt "auf demokratischen Wege zu stoppen". Resonanz = NULL - Die Stuttgarter sind "schlicht zu spät aufgestanden".
Michael EFLER - "Mehr Demokratie e.V.": S21-Protest-Befürworter, ist für direkte Demokratie á la Schweiz, PRO Volksentscheid. a&s-performance-Malerei.
Zur Frage: "Die ganze Arbeit umsonst? Und "alle demokratischen Abstimmungen und Anhörungen bedeutungslos. Alle Verträge werden gebrochen oder nach Zahlung horrender Entschädigungszahlungen gelöst. (…)":
SICHER: Die "Lehre aus Stuttgart" sollte "lauten, dass es wichtig ist, die Möglichkeiten der Teilhabe an Entscheidungen zu nutzen, die unsere Demokratie bietet" (…) – NICHT richtig sei es – so AK - am Ende eine Bürgerinitiative (BI) zu gründen: "mobilisieren" etc.
JA: Parteien und Politikern gelingt es nicht mehr, so viele Bürger an sich zu binden, um als repräsentativ zu gelten. JA: Auf der anderen Seite kündigen immer mehr Bürger ihren Vertrag mit der Demokratie. Freuen wir uns: Entscheidungen - auch ohne Zweifel demokratisch herbeigeführte - werden nur dann akzeptiert, wenn sie MÖGLICHST AUCH den eigenen Interessen folgen; die ja nicht schlecht sein müssen.
Es herrscht ein "Mangel an demokratischer Kultur" – z. B. in der Schul-, Kultur/Kunst-Politik in Hessen. Und WARUM sollte nicht auch die "bürgerliche Mitte wie selbstverständlich primitivere und brachialere Formen der Entscheidungsfindung: Plebiszite, Agitation, Straßenprotest (…) als "als letztes Mittel" nutzen? Herr KÖSTERS: "Drohkulisse" hilft oft NICHT! Was haben Sie dagegen, wenn POLITIK/er-Verdrossene gerne rufen – wenn sie Recht haben: "Wir sind das Volk" & "Ich bin das Volk"?
JA: Es wird Zeit, dass die "schwierige Arbeit in Parteien und Parlamenten" wieder als demokratische Kultur wahrgenommen wird. Wenn es sich um echte "Demokratieprojekte" handelt: Und dabei ist die Medienwelt aufgefordert – mit kritischen (!) Journalisten, die UNABHÄNGIG sein dürfen und Bürgerinitiativen unterstützen dürfen, die BERECHTIGTE Dinge vertreten (fordern). Ich kann IHNEN ein Lied davon singen, wie die Heimat/Regional-Presse NICHT genügend Projekte unterstützt - die sinnvoll sind: Problem Neuer Botanischer Garten Marburg (…), "Fall documenta" (…).
Mehr ENGAGEMENT für die DEMOKTATIE – Kommentar zur Meinung eines Volks-Entscheid-Gegners
PRO VOLKS-Entscheide: DEMOKRATIE muss kulturell veränderbar sein
Unser EX-Bundespräsident – erster Mann im Staate, Verfassungsorgan – fasste den Zustand der deutschen DEMOKRATIE in dem Satz zusammen: „Wer unsere politische Ordnung studiert hat, will sie verändern.“ Tissy BRUNS hierzu: „Wie? Das muss ein Bundespräsident nicht sagen.“
Aus dem DEMOKRATISIERUNGS-Appell Horst Köhlers geht hervor: Demokratie braucht (gebildete) Menschen, die sich engagieren. Wenn angeblich „den Menschen die Bildung“ fehlt, muss man durch das BILDUNGs-System dies ändern; siehe mein Artikel.
Gegen das System in CH war es NICHT, dass das NAGELHAUS–Projekt gescheitert ist. Leider leben wir mit „den Parteien, die uns regieren“ NICHT gut; das liest und hört man überall. Natürlich passt KRITIK den Etablierten nicht (…).
Nicht für „jeden Scheiß“ habe ich in HESSEN einmal eine „Petition“ eingereicht – alles ohne positives Resultat. Momentan bin ich der festen Meinung, dass die documenta-Institution NUR VERÄNDERBAR ist, durch einen VOLKSENTSCHEID. Die Parteien betreiben so gut wie KEINE Kunst-und KULTUR-Politik in Hessen. "Demokratisierung" scheint hier ein Fremdwort zu sein. Herr Ex-MP KOCH kritisiert in einem aktuellen Buch, dass den KONSERVATIVEN ein "intellektueller Überbau" fehle. Die Konturlosigkeit konservativer CDU-Politik (KOCHs These) ist auch für andere Parteien zutreffend. Von "LEIT-KULTUR" wird geredet, die die POLITIKer in der Tat nicht sehen.
Obwohl man in Fachkreisen (NJW zum "Fall documenta" - bitte googeln) die Meinung gesagt bekam! Unser „politisches System“ geht LEIDER vielen „am Arsch“ vorbei: Menschen würden MIT (!) VOLKSENTSCHEID NICHT politikverdrossener werden „als sie es eh schon sind“ – MOMENTAN! Sie würden sich mehr für Politiker-Tun interessieren.
Dass es viele Entschiede geben würde, wo „eh nichts raus kommen würde“, gehört zur DEMOKRATIE. Dass „zu wenige hin gehen würden“, ist NICHT bewiesen; siehe CH. Natürlich sind die „Hürden in der Schweiz: Mindestens 30% aller Wahlberechtigten müssen mit "ja" stimmen“ – so oder ähnlich zu übernehmen. (…)
GOOGLE News Platz 1 - am Tag der Dt. Einheit:
Initiative PRO VOLKSENTSCHEID S21: Demokratische KULTUR fördern (...)
Gießener Zeitung - vor 6 Stunden gefunden
von Werner Hahnvor 6 Stunden, 32 Minuten103 mal gelesen1 Kommentar S21 - Demokratische KULTUR fördern: Initiative PRO VOLKSENTSCHEID S21 - a&s-Installation ...
Die Landesregierung – sie will Stuttgart 21 - möchte den Vorstoß der SPD, eine VOLKSABSTIMMUNG herbeizuführen, nicht einfach ausbremsen. Die STUTTGERTER ZEITUNG berichtet: Mit dieser soll laut SPD herausgefunden werden, wie die Mehrheit der Bevölkerung über den Bahnhof in Stuttgart denkt. Jetzt wird ein unabhängiger externer Staatsrechtler gesucht, der prüfen soll, ob dieser Weg überhaupt mit der Landesverfassung vereinbar ist. Darauf haben sich Staats-, Innen-, Justiz- sowie das Umwelt- und Verkehrsministerium am Freitag verständigt. "In zwei bis vier Wochen muss das erledigt sein", sagte ein Sprecher der Regierung. Die SPD beziehe ihren Vorschlag auf den dritten Satz des Artikels 60 der Landesverfassung. "Wenn ein Drittel der Mitglieder des Landtages es beantragt, kann die Regierung eine von ihr eingebrachte, aber vom Landtag abgelehnte Gesetzesvorlage zur Volksabstimmung bringen", heißt es dort. In der Sache müsste die Regierung ein Gesetz formulieren, das vorschreibt, dass und wie das Land aus den geschlossenen Finanzierungsverträgen wieder aussteigt. Mehr dazu: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2624125_0_2954_-volksabstimmung-die-landesregierung-laesst-pruefen.html Klar sei: Bei einer Volksabstimmung werde „nur über Gesetzesvorlagen entschieden (…) Es geht dann nicht um die Frage, ob die Bevölkerung das Projekt Stuttgart 21 ablehnt oder nicht, sondern um den Ausstieg aus den Finanzierungsvereinbarungen, also nur mittelbar über das Projekt“ heißt es.
vielen lieben Dank dass Sie sich die Mühe machten derart viel Material zu diesem Themenkomplex zu sammeln - ich denke es war der Mühe wert.
Einen kleinen Einwand habe ich dennoch, den ich nicht vorenthalten mag:
"Die Älteren wissen, wie wertvoll es ist, in einer DEMOKRATIE zu leben. "
Das mag eine wünschenswerte Vorstellung sein, widerspricht jedoch manigfaltigen Beobachtungen und Erfahrnissen. Das Problem besteht schon darin, dass der Satz mit der Bezeichnung "Die Älteren" arbeitet und dieser Menschenkategorie pauschal das Wissen der Erkenntnis zuschreibt... Sie ahnen worauf ich hinauswill?
Damit ist Demokratiekultur unbestritten ein förderungswürdiger Wert, der es wert ist in unser Bildungssystem einzufließen, um den jungen Menschen Sinn, Zweck und Wert von Demokratie zu vermitteln. Dabei darf man jedoch meiner Ansicht nicht voraussetzen, dass das dann irgendwann ausreichend vermittelt wurde, oder es einer Personengruppe im Alter von X bis Y Jahren vermittelt werden müsste. Demokratie als greifbaren Wert und erlebbare Wirklichkeit im Bewusstsein der Menschen zu verankern ist eine Lebensausgabe (im doppelten Wortsinne). Hierbei darf man weder die Erwachsenenbildung aus den Augen verlieren, noch die anderen Gesellschaftsbereiche. Und dort überall muss "abgeklopft" werden ob und inwiefern es sinnvoll ist demokratische Strukturen einzuführen und inwiefern das überhaupt möglich ist. Unsere Gesellschaft ist nämlich genau betrachtet weit entfernt eine demokratische Gesellschaft zu sein: Um das zu sehen sollte man sich einmal fragen, wo und in welchen alltäglichen Lebensbereichen man demokratische Teilhabe tatsächlich erleben kann. Wenn man folglich Demokratie als greifbaren, wertvollen und erlebbaren Faktor in unsere Gesellschaft einbeziehen will, muss man das für alle Gesellschaftsbereiche mitdenken. Immerhin geht es darum aus der "Zuschauerdemokratie" oder "Wegschauer- und Erleiderdemokratie" herauszukommen, damit den Menschen nicht etwas von Demokratie erzählt wird, sondern sie diese tatsächlich erleben können.
Ich hoffe meine Gedankengänge sind nicht zu kryptisch in diesen Text eingeflossen. ;o)
Zur FRAGE, wie können BürgerInnen aus der "Zuschauerdemokratie" oder "Wegschauer- und Erleiderdemokratie" herauskommen?
Vielen DANK, dass Sie sich die Mühe machten, zu später Stunde den von mir angesprochenen Themenkomplex zu kommentieren. Die GZ-Leserschaft ist sehr agil – verglichen mit Usern von DIE ZEIT (online) und myheimat.de, wo ich analog publiziere, Erfahrung sammeln kann. Ich kann somit gut vergleichen.
JA, es war für mich auch der Mühe wert, in das Thema einzusteigen. Anlass war für mich ein „Standpunkt“-Artikel des WNZ-Chefredakteurs Alois KÖSTERS, der mich motiviert hat, über „demokratische KULTUR“ zu schreiben.
Herr Kösters ist der Nachfolger eines EX-Chefs von mittelhessen.de: Interessant ist zu lesen, was DIE ZEIT über „Pressefreiheit in Mittelhessen“ geschrieben hat – eine „POSSE“. Ein CDU-Mann machte Zensur-Vorwürfe gegen die WNZ: Das Amtsgericht Wetzlar hatte auf Initiative der WNZ eine einstweilige Verfügung gegen Herrn IRMER erlassen. Die verbot ihm, die WNZ "als eine Zeitung zu bezeichnen, die ungerechtfertigte Zensur vornehme oder ihr Unterliege". Dem CDU-Mann drohten „bis zu 500 000 Mark Ordnungsgeld“ (…); vgl. http://www.zeit.de/2001/01/200101_wetzlarposse.xml.
„Vielen Dank für Ihr Feedback! - Ihr Kommentar ist in unserer Redaktion eingegangen und wird sobald wie möglich geprüft“, schrieb mir „mit freundlichen Grüßen“ das „Team von mittelhessen.de“: zweimal wurde ein langer Kommentar UNGEKÜRZT (bis auf LINK-Unterdrückung) ebenda zum A.K.-Standpunkt veröffentlicht. Dass WNZ „ungerechtfertigte Zensur“ vornehme, ist also nicht festzustellen; wenn auch auf der „unteren Ebene“ durch LOKAL-Redaktions-Leiter „kleine Redakteure“ nicht alles veröffentlichen und recherchieren dürfen („Fall Neuer Botanischer Garten Marburg“ - habe den Beweis).
Zu Ihrem „kleinen Einwand“:
Ich gehöre zu den „Älteren“ (72) – aus dieser Sicht schrieb ich als EX-Lehrer. Demokratie-Kultur ist ein sehr „förderungswürdiger Wert“, weil ich äußerst NEGATIVE Erfahrungen als „Künstler“ mit der Kulturpolitik in HESSEN gemacht habe (einschließlich der JUSTIZ; 4 documenta-Bücher publizierte ich - siehe HP art-and-science.de). Als Lehrer versuchte ich „den jungen Menschen Sinn, Zweck und Wert von Demokratie zu vermitteln“. Kenne also die SchülerInnen bestens und weiß, man „darf (…) nicht voraussetzen, dass das dann irgendwann ausreichend vermittelt wurde“.
JA: Es geht darum aus der "Zuschauerdemokratie" oder "Wegschauer- und Erleiderdemokratie" herauszukommen, "damit den Menschen nicht etwas von Demokratie erzählt wird, sondern sie diese tatsächlich erleben können.!
Ist das ein Zeichen der Entspannung? Im Streit um das milliardenteure Bahnprojekt Stuttgart 21 versucht die baden-württembergische Landesregierung, auf die Gegner des Projekts zuzugehen:
Umweltministerin Tanja Gönner (CDU; siehe a&s.Malerei) sagte am Montagabend, der Südflügel des Bahnhofs werde zunächst nicht abgerissen. „Wir werden ihn so bestehen lassen. Und ich glaube, das ist ein Signal.“ Zugleich lehnte sie aber einen Bau-STOPP ab.
Der baden-württembergische Ministerpräsident Mappus (CDU; vgl. a&s-performance-Malerei) will am Mittwoch - und nicht wie ursprünglich geplant am Donnerstag - eine Regierungs-Erklärung zu dem Projekt abgeben. Aus dem Staatsministerium hieß es gegenüber der F.A.Z., Mappus sei zu „umfangreichen Zugeständnissen“ bereit, auch wenn dies zusätzliche Kosten verursache!
meines Erachtens ist dies kein Zeichen der Entspannung wenn im gleichen Atemzug erklärt wird: "wir wollen auf jeden Fall am Projekt festhalten...einen Baustopp wird es nicht geben"
Und die so genannten "umfangreichen Zugeständnisse" beziehen sich lediglich auf das Angebot der möglichen Mitgestaltung der Büger bei der Bebauung, das ist aber auch schon alles! = hier wird meiner Mening nach:
- weiterhin versucht Spaltung unter den Gegnern zu betreiben (bisher ohne Erfolg!)
- versucht , der Öffentlichkeit Gesprächsbereitschaft vorzugaukeln, wobei die Politik genau weiss, dass es ernsthafte Gespräche nur bei einem zeitgleichen Baustopp geben kann
Trotz allem ist es ein kleiner Erfolg, denn die Politik muss jetzt auf den ungebrochenen Widerstand und Protest in irgendeiner Form eingehen, denn Widersprüche gibt es bis hinein "in die eigenen Reihen", nur ein Beispiel, und so was sollte man auch erwähnen:
www.kritische-polizisten.de
Der streng geschützte Juchtenkäfer alias EREMIT als neues Bauhindernis?
Der Eremit (Osmoderma eremita) ist ein ROSENKÄFER (Cetoniinae), er wird auch Juchtenkäfer genannt. Das seltene und unauffällig lebende Insekt ist als prioritäre Art eingestuft, für deren Art der Gemeinschaft...besondere Verantwortung zukommt. (siehe wikipedia; Abb. ebenda - gemeinfrei).
Im Stuttgarter Schlossgarten ist der Juchtenkäfer sehr verbreitet, wobei diese Population durch Baumrodungen im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt STUTTGART 21 bedroht ist. Siehe „taz“: In einem Brief des Eisenbahn-Bundesamtes hatte es geheißen:
"Im Zusammenhang mit den bevorstehenden Baumfällarbeiten im Schlosspark weise ich darauf hin, dass Sie mit den Baumfällarbeiten nicht beginnen dürfen, bevor diese konkreten Ausführungsunterlagen dem Eisenbahn-Bundesamt vorgelegt wurden." Ein Gutachten habe ergeben, dass zum Schutz des schwarzen Juchtenkäfers einige Bäume stehen bleiben oder beispielsweise Käfer samt Larven umgesiedelt werden müssten. MEHR dazu: http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/bahnchef-erklaert-proteste-fuer-illegitim/ UND http://de.wikipedia.org/wiki/Eremit_(K%C3%A4fer)#cite_note-Artenhandbuch-6 !
Direkte DEMOKRATIE für mündige Bürger – Ergänzung zu repräsentativer DEMOKRATIE
Werner Hahn (wernerhahn) in der FAZ - 5/10/10 - Kommentar
Wie können BürgerInnen aus der "Zuschauer-Demokratie" oder "Wegschauer- und Erleider-Demokratie" herauskommen? Demokratie-Kultur ist ein förderungswürdiger Wert. Die Landesregierung – sie will S21 - möchte einen VOLKSABSTIMMUNGs-Vorstoß nicht einfach ausbremsen. Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet, es soll herausgefunden werden, wie die Mehrheit der Bevölkerung über S21 denkt. Es gehe dann nicht um die Frage, ob die Bevölkerung das Projekt S21 ablehnt oder nicht, sondern um den Ausstieg aus den Finanzierungs-Vereinbarungen, also nur mittelbar über das Projekt, heißt es. Unser EX-Bundespräsident – erster Mann im Staate, Verfassungsorgan – fasste den Zustand der deutschen DEMOKRATIE in dem Satz zusammen: „Wer unsere politische Ordnung studiert hat, will sie verändern.“ Wie? Das muss ein Bundespräsident nicht sagen. Aus dem DEMOKRATISIERUNGS-Appell Horst KÖHLERs geht hervor: Demokratie braucht (gebildete) Menschen, die sich engagieren. Unsere Schulen sollen junge Menschen zu zivilgesellschaftlich engagierten Demokraten erziehen, die jeglicher Form von UN-DEMOKRATIE – mit UNgleichheit und UNgerechtigkeit – entschieden entgegentreten. Gummi-Knüppel á la S21 sind da nicht hilfreich. Nicht von Parteien instrumentalisieren lassen!
(Quelle FAZ-Artikel v. 5/10: Südflügel des Bahnhofs darf vorerst stehen bleiben - Der Südflügel des Stuttgarter Bahnhofs wird zunächst nicht abgerissen. Das sagte Landesumweltministerin Tanja Gönner (CDU) zu. Die Grünen fordern einen Baustopp als Bedingung für Gespräche mit den Gegnern des Baus. (....))
Repräsentative Demokratie abschaffen? Und dann ? – ZWISCHEN-Bemerkungen
In Bremen wurde am Sonntag gefeiert: 20 Jahre EINHEIT - nach dem Mauerfall dank "friedlicher Montags-Demonstrationen" in Leipzig und im ganzen Osten des eisenern Vorhangs (…). In STUTTGART lernt der Westen, dass Demokratie gelebt werden muss und lernt die Staatsmacht NICHT von der besten Seite kennen. Die Staatsmacht beginnt langsam zu taumeln. Das Fällen der 25 Bäume, in denen Käfer samt Larven des EREMIT (Juchtenkäfers) lebten, war mutmaßlich rechtswidrig – siehe Kommentar von mir zum Juchtenkäfer: Nach dpa Informationen wurde das VG Stuttgart von der Deustchen Bahn NICHT über ein Schreiben des Bundesbahnbundesamts informiert - mit naturschutzrechtlichen Zweifeln wegen der Baum-Fällungen.
Demonstration, die Wirkung zeigt, darf NICHT sein!?
In Kommentaren zu S21 liest man in der FAZ, die "schwäbische Hausfrau und Mutter" werde sofort des Kindesmissbrauchs ("Kinder wurden von Müttern vorgeschickt" – so der Innenminister von BW) bezichtigt. Und die Frau Bundeskanzlerin heiße den Einsatz der Staatsmacht auch noch gut. Die Frage wird gestellt: Wozu stehen Sie eigentlich? „Zur friedlichen Demonstration offensichtlich nur, falls sie Ihnen nutzt. WIR SIND ES LEID, FÜR DUMM VERKAUFT ZU WERDEN. DIE ZAHLEN SIND GESCHÖNT. ZURÜCK IN DIE MITTE, ZURÜCK ZU VORBILD, VERANTWORTLICHKEIT UND NACHHALTIGKEIT IN STUTTGART, IN BIBLIS UND GORLEBEN, IN DER FINANZWIRTSCHAFT, IM GANZEN LAND.“
Oder es werde Angela MERKEL wegfegen (…), so im FAZ Leser-Kommentar-Bereich.
Der ANARCHIE sei in diesem Land nun Tür und Tor geöffnet, meinen die einen: Hoffentlich ergehe es den Populisten auch so, „wenn sie die von ihnen so favorisierten Windräder überall im Land aufstellen wollen“ (...).Es gebe keine Planungssicherheit mehr: „Trotz 15 jähriger Planungs- und Planfeststellungsphase, demokratischer Legitimation und juristischer Überprüfung“. Wenn irgend jemand Anstoß nimmt und in der Lage ist nur genügend Menschen auf die Straße zu bekommen, dann falle das Projekt. Das sei das „fatale Symbol an alle Investoren im In- und Ausland“: „Rechtssicherheit kann man im Deutschland des Jahres 2010 vergessen. Die Straße regiert!“ So ist die Wahrnehmung der einen Seite.
SACHFRAGEN über alles – Demonstrationsrecht – direkte DEMOKRATIE
Nur die Sachfragen dürften zählen beim Milliarden Groß-Projekt, meinen andere. Vermisst wird eine ausführliche Nutzen-Kosten-Analyse zu S21; öffentlich und sachorientiert sei dies zu diskutieren! „Vielleicht auch im Internet?“ wird gefragt und: „Warum will jeder die persönliche Antipathie gegen die politische Klasse an diesem Projekt ausleben und auskämpfen? Wieso reichen die Sachargumente nicht? (…)“ Der Kommentator sieht – „wenn ich in die Stuttgarter Innenstadt (…) nur Wahnsinn. Ob ich jetzt die rüden Polizeieinsätze meine oder die dämlichen Plakate, darf man sich ausdenken“.
Zu Kabinetts-Mann Ulrich GOLL heißt es kritisch, freidemokratischer Justizminister im Ländle -, er habe die Dauermarschierer, „von denen viele aus den besseren und höher gelegenen Vororten der Landeshauptstadt“ stammten, als „sehr unduldsam und wohlstandsverwöhnt“ analysiert.
Dass das ZDF im gestrigen „Heute-Journal“ „dermaßen einseitig über die Landesregierung, als ob es um die Regierung Nordkorea oder Kuba ginge“, berichtet habe, wird beklagt: Die Demonstration in Stuttgart, über die Klaus KLEBER berichtete, wisse, dass die DEMO-Szene von einigen Idealisten und „sehr vielen event-people und Menschen mit viel Freizeit“ bevölkert sei. Wenn Yoga und Ausstellungseröffnungen nicht mehr die Spannung geben würden, gehe „man“ eben zum Bahnhof zum Demonstrieren. Wenn Klaus Kleber gestern im Interview mit Frau Gönner und dem „adeligen Baumbeschützer von Hofmann“ Stuttgart mit dem Gaza-Streifen (Siedler versus Palästinenser), sei dies eine Zumutung. KLEBER hätte den Herrn von Hofmann „ruhig etwas zurecht stutzen können, als dieser MAPPUS zum Rücktritt aufrief“. Welche Legitimation Herr von Hoffmann habe, wird gefragt.
Defizite des deutschen „POLIT-Sstems der so genannten repräsentativen Demokratie“?
Das ganze S21-Getöse sei die logische „Folge des eklatanten Defizits des deutschen Politsystems der so genannten repräsentativen Demokratie“, behauptet ein „Schweizer Kommentar“. Repräsentativ sei „nur die direkte Demokratie“: Nach mehr als einem halben Jahrhundert sei „es höchste Zeit, das deutsche Politsystem mit direktdemokratischen Elementen zu ergänzen“. Die Schwaben sollten die nötigen 1/6-Stimmbürger-Unterschriften nicht für die Abwahl des Landtags, “sondern für eine Abstimmung über eine BW-Verfassungsänderung sammeln für eine neue Hürde für Volksinitiativen in BW von nur noch 1/20 oder 1/50“. Die Abwahl des Landtags sei „nur Kosmetik und löst das eigentliche Problem nicht“. Dieses werde „nur mit einer demokratischen Hürde für Volksinitiativen gelöst“.
In der CH genügen 100`000 Unterschriften für eine Initiative, das sind nur rund 2% der Stimmbürger: „Die 1/6-Hürde ist völlig undemokratisch. Solange sie bestehen bleibt, gibt’s in D keine echte Demokratie. Dabei von demokratischer Legitimation zu sprechen, ist historisch überholter Schwachsinn. Gute Besserung und direktdemokratische Grüsse!“
Gegenargument eines Volksentscheid-Gegners:
Der Volksentscheid sei „keine Lösung, da auch die Mehrheit nicht zwangsläufig Recht hat“; die USA waren lange Zeit mehrheitlich für Sklaverei oder Rassentrennung - und auch mehrheitlich nicht in der Lage ist Recht zu sprechen. Allerdings sollte man sich fragen, warum es inzwischen zu einer so geballten Sammlung schlechter Politentscheidungen kommt. (…)
(Quelle des Zwischenrufs: ZWISCHEN-Bemerkungen – nach FAZ-UserInnen zu S21.)
Zehntausende demonstrieren gegen Stuttgart 21 und vermochten das Milliardenprojekt bislang nicht zu stoppen - dem
Juchtenkäfer (EREMIT) - siehe a&s-Malerei
könnte es gelingen. Das seltene Insekt kommt auf Bäumen im Schlossgarten vor. "Wurden sie widerrechtlich gerodet?", fragt auch der SPIEGEL:
Angela Merkel, Stefan Mappus, Rüdiger Grube - das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 beschäftige die größten Player aus Politik und Wirtschaft. Zehntausende Bürger demonstrierten gegen das milliardenschwere Bauvorhaben in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Nun habe eine neue Figur die Bühne betreten: Sie ist gerade einmal zwei bis vier Zentimeter groß: der Juchtenkäfer. (Mehr: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,721271,00.html )
Die Naturschutzorganisation BUND und die Initiative "Parkschützer" haben die Bahn inzwischen angezeigt. Sie hoffen auf einen sofortigen Stopp der Baumaßnahmen. Es geht schließlich um den Lebensraum des Juchtenkäfers.
Fledermäuse, Juchtenkäfer trotz der einstweiligen Anordnung wurden die Bäume gefällt. Natur- und Denkmalschutz werden in Deutschland leider nicht so ernst genommen. Milliarden Projekte wiegen mehr. Die S 21 Mafia will mit aller Gewalt ihr Projekt durchsetzen. Der Kampf um die Bäume und den Lebensraum der Tiere muss friedlich und phantasievoll weitergehen!
Der BUND und ROBIN WOOD verweisen seit Jahren dahin das, dass sterben ein Ende haben muss. Das ist nicht erst seit Stuttgart 21! http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/39112/stuttgart-21-der-baustopp-fuer-den-suedfluegel-im-tausch-fuer-80-baeume-und-die-grundwasserabsenkung/
Also, ich finde Informationen, auch aus verschiedener Perspektive, wichtig!
Aber ich bin der Meinung, hier sollte in erster Linie der persönliche Austausch von Argumenten und Meinungen der SCHREIBENDEN stehen! (und nicht was wer und wo geschrieben hat, im Einzelfall, um seine eigene Meinung zu bekräftigen ist es richtig, aber hier wird man "erschlagen" und ich zumindest habe schon "aufgegeben")
Beispiel Herr Hahn: Sie stellen eine konkrete Frage "Ist das ein Zeichen der Entspannung"? daraufhin antworten einige auch ganz konkret wie ihre Meinung dazu ist. Und ich zumindest hätte dann von Ihnen eine kurze(!) persönliche Antwort erwartet.
VOLKSENTSCHEID – DAS ist die Lösung des Streits S21
@HALLO Herr Walther: (…) „Und ich zumindest hätte dann von Ihnen eine kurze(!) persönliche Antwort erwartet“, schreiben Sie. Natürlich sehe ich das wie SIE:
- weiter versucht man Spaltung unter den Gegnern zu betreiben (bisher ohne Erfolg!)
- versucht , der Öffentlichkeit Gesprächsbereitschaft vorzugaukeln, wobei die Politik-Mächtigen genau „wissen, dass es ernsthafte Gespräche nur bei einem zeitgleichen Baustopp geben kann“. Gestoppt wurde nunmehr das Bäume-Fällen und teitweises Bahnhof-Abreißen.
Mit den Überschriften „Direkte DEMOKRATIE für mündige Bürger – Ergänzung zu repräsentativer DEMOKRATIE“ und „Repräsentative Demokratie abschaffen? Und dann ? – ZWISCHEN-Bemerkungen“ – zusammen mit neuem Bilder-Material und 3 VIDEO-Hinweisen – versuchte ich DEMOKRATISIERUNGS-Freunde aus den verschiedensten politischen Lagern zu sensibilisieren: PRO VOLKSENTSCHEID!
NATÜRLICH: „Die S 21 Mafia will mit aller Gewalt ihr Projekt durchsetzen.“ Der „Kampf um die Bäume und den Lebensraum der Tiere muss friedlich und phantasievoll weitergehen“, da stimme ich Antje AMSTEIN voll zu! Daher meine Bilder über den EREMIT; mit Kommentar!
PHOENIX (ARD/ZDF) beschäftigte sich mit dem Thema Bürgerbeteiligung informativ diskussionsfreundlich stundenlang. Auch BECKMANNs Sendung war interessant. Viele Änderungen an Stuttgart 21 seien noch möglich, sagt nun Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) im ZDF morgenmagazin. Einen BAUSTOPP schließt er aber aus. Er betont, er wolle weiter auf DIALOG mit den Projekt-GEGNERN setzen. Die Bundesregierung will den Protesten gegen den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs nicht nachgeben. "'Stuttgart 21' muss gebaut werden", sagte Wirtschaftsminister BRÜDERLE, sonst werde das parlamentarische System beschädigt. Wie Verkehrsminister RAMSAUER sieht er Fehler in der Kommunikation.
Mit einer Regierungserklärung will der baden-württembergische Ministerpräsident MAPPUS den Streit um das Bahnprojekt "Stuttgart 21" entschärfen. Er kündigte an, einen qualifizierten Vorschlag zu machen, den man nicht ablehnen könne. Am heutigen Nachmittag ist "Stuttgart 21" Thema einer Aktuellen Stunde im Bundestag.
Regiert die Politik am Volk vorbei? Wie steht es um unsere Demokratie? Warum macht sich die Kanzlerin für "Stuttgart 21" so stark? – Diese Fragen diskutierte die MÜNCHNER RUND (BR – gestern) – VORBILDLICH!
Das Bundesland BAYERN wurde durch VOLKSENTSCHEIDE demokratischer; das zeigte die Sendung. Baden-Württemberg sollte sich Bayern zum Vorbild nehmen!
„Die symbolische Bedeutung von 'Stuttgart 21' ist groß – nicht zuletzt, weil es hier um Bäume als Symbol des Lebens geht. (...) An 'Stuttgart 21' macht sich aber auch viel anderer Frust fest. Die Bürger fühlen sich irgendwie unbehaglich mit der Politik, können dem aber nicht Ausdruck verleihen. Ein Baum dagegen ist sehr greif- und sichtbar." (So der Mitbegründer der Bürgerinitiative "David gegen Goliath e.V.": Bernhard Fricke.)
Und Hubert Weiger warnte vor unabsehbaren Umweltschäden bei 'Stuttgart 21': Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland: „"Die Baukosten schießen in die Höhe, die Bauplanung ist unterirdisch, und die Bundeskanzlerin nimmt die Stimme des Volkes nicht wahr. (...) Ignoranz hat schon manchen aus dem Amt gefegt."
PS: Wer auch diesem (wieder etwas längeren) Text von mir nicht folgen kann oder will, dem kann ich leider nicht weiterhelfen. Vorschlag: Die Website nicht weiter anklicken.
Nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers und CDU-Experten Gerd Langguth könnte der Streit über das Bahnprojekt zusammen mit der Landtagswahl in Baden-Württemberg im März zum Testfall für die Koalition in Berlin werden:
“Die baden-württembergische Wahl kann zur Schicksalswahl von Angela Merkel werden“, sagte Langguth. “Sollten die Wahlen dort verloren werden, wird sich unweigerlich die Frage der Führungskunst der Kanzlerin stellen.“ Auch eine Koalitionskrise schließt der Professor an der Universität Bonn nicht aus.
Merkel hatte ihre Kanzlerschaft mit dem Projekt verbunden, indem sie sich auch auf die Seite der Befürworter des umstrittenen Bahnhofsneubaus stellte und die Landtagswahl in Baden-Württemberg zur “Volksabstimmung über Stuttgart 21“ erklärte.
Die "Nürnberger Nachrichten" schreiben: Viele Orte in der BRD würden sich freuen, wenn sie wieder einen Bahnhof bekämen und verünftig an das Schienennetz angechlossen wären. (...)
Für Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Mappus kann der Streit um „Stuttgart 21“ nicht mehr „rein juristisch“ gelöst werden. Die von ihm beauftragten Gutachter geben ihm und seiner Regierung Recht.
Das haben der ehemalige Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof und der Rechtsanwalt Klaus-Peter Dolde am Dienstag mitgeteilt. Beide Juristen waren von Ministerpräsident Mappus (CDU) beauftragt worden, den Vorschlag der Landes-SPD zu prüfen. Dieser Vorschlag sieht vor, über den Artikel 60, Absatz 3 der Landesverfassung noch in diesem Jahr eine Volksabstimmung herbeizuführen.
Weil das Quorum für eine Volksabstimmung mit etwa 1,25 Millionen Wählerstimmen in der aus dem Jahr 1953 stammenden Landesverfassung sehr hoch ist und es deshalb auch noch nie eine Volksabstimmung gegeben hat, hatte die SPD einen anderen Weg vorgeschlagen: Sie wollte, dass die Regierung ein Ausstiegsgesetz einbringt; dieses Gesetz müsste dann nach den Vorstellung der SPD von den Regierungsfraktionen und der SPD-Landtagsfraktion abgelehnt werden, um dann eine Volksabstimmung abzuhalten.
Sie dürfen uns nicht falsch verstehen:
- in aller erster Linie sind wir sehr froh über Ihre Beiträge und Kommentare!
- mir (vielleicht auch anderen) war es einfach nur auch wichtig zu wissen, wie Ihr persönlicher Standpunkt ist, ich weiss immer gerne mit wem ich wie zu diskutieren habe....und da war ich einfach mit dem letzten Kommentar etwas überfordert!
Ja, ich bin auch der Ansicht, es geht mittlerweile nicht mehr "nur" um Stuttgart 21, auch nicht nur um die kommende Landtagswahl und auch nicht "nur" um die Zukunft der Bundesregierung (Frau Merkel hat Stuttgart 21 ja zur "Chefsache" erklärt....) = es hat sich zwischenzeitlich zu einer Machtprobe ausgeweitet. Es geht darum, wird hier der Willen der Wirtschaft und Politik oder der Willen der Mehrheit der Bevölkerung durchgesetzt!
Und da können die Politiker, nach ihrer eigenen Logik, gar keinen freiwilligen Rückzieher machen. Noch versuchen sie es mit Scheinangeboten in der Hoffnung den Protest schwächen zu können. Sollte dies, wenn die Gegner für Gespräche weiterhin einen sofortigen Baustopp fordern, nicht gelingen, werden sie:
a) die Gegner von Stuttgart 21 als so genannte nicht kompromisbereite Aktivisten hinstellen (vielleicht kommen auch schlimmere Ausdrücke, man muss darauf vorbereitet sein)
b) das Projekt, mit welchen Mitteln auch immer, durchziehen wollen
Egal wie es ausgeht, verschiedene Erkenntnisse haben die Menschen schon gewonnen:
- es ist klar geworden in welchem Interesse, und nicht nur hier, Politik gemacht wird
- um etwas zu bewegen muss man selbst aktiv werden
- dieser Protest könnte Vorbild werden für die Proteste gegen Sozialabbau und gegen die Atomlobby
ich hoffe nur, dass sich nun die Gegner von Stuttgart 21 nicht auf juristische Scharmützel einlassen, ob "verfassungswidrig" oder nicht....da wird man wahrscheinlich auf Sicht den kürzeren ziehen?
Die Forderung nach Volksentscheid muss begleitet werden mit weiteren Massenprotesten, alles andere wäre eine Illusion. Denn jede Reaktion der Politik ist bisher nur durch den Druck der Straße, der Protestierenden hervorgerufen worden!
Oben bleiben!
Kurze Teilaussage. Das mit dem Stopp des Bahhofabrisses ist m.E. darauf zurückzuführen, dass von Seiten der Architektenfamilie Einspruch wegen Urheberrechtsverletzung erwogen wird. Auslöser Abriß des Nordflügels.
Hallo Herr WALTHER:
Schönen DANK für den freundlichen Kommentar - Ihre Meinung teile ich. VOLKSENTSCHEID muss durchgesetzt werden. Nur das ist eine Lösung im Streit um S21. Man muss in BW eben Gesetze so ändern, dass es die demokratische Möglichkeit zum VE - wie in Bayern - gibt. Warten wir die Entwicklung ab. In der "münchner Runde" (BR Fernsehen) haben echte Demokraten argumentiert, die auch Niederlagen akzeptieren. So sollte es sein. Argumente PRO & CONTRA S21 müssen diskutiert werden; daher meine oft langen Erörterungen zur Aufklärung. Wer überfordert ist, lange Sätze und Texte zu lesen, dem kann ich - wie schon gesagt - nicht helfen.
"Ich weiß nicht was der ganze Beitrag soll. Liest das irgendeiner und versteht es? " - kritisiert Peter HEROLD. Ich bin Realist und Idealist, sonst würde ich im Internet nicht veröffentlichen. Bin der Meinung, dass Artikel-Schreiben und Kommentieren letzlich doch etwas bewirkt: auch bei den OBEREN, z. B. dem Gießener MP von Hessen. Man muss - seit S21 besonders - als PolitkerIn auf Bürgermeinungen hören. Die nächste Wahl kommt. (...)
Im Fall des Problems Neuer Botanischer Garten in Marburg wurden über 10.000 Stimmen gegen den"Rückbau" gesammelt, eine BI angedroht. Die BürgerInnen sind heute wachsamer als früher, HOFFE ich.
ERGÄNZUNG:
A propos zu Realismus/Idealismus. Wenn ich beim GOOGELN die Begriffe "initiative pro volksentscheid" in die Suchmaske eingebe, "spuckt "das WEB (Google) aus:
1.
News zu initiative pro volksentscheid
2. Initiative PRO VOLKSENTSCHEID S21: Demokratische KULTUR fördern (...) - Vor 3 Tagen
von Werner Hahnvor 12 Stunden, 31 Minuten139 mal gelesen6 Kommentare S21 - Demokratische KULTUR fördern: Initiative PRO VOLKSENTSCHEID S21 ...
Gießener Zeitung
3.
Initiative-PRO-VOLKSENTSCHEID-S21.de: Demokratische Kultur fördern ...
1 Eintrag - 1 Autor - Letzter Eintrag: Vor 2 Tagen
Leserartikel auf ZEIT ONLINE von Werner Hahn mit dem Titel: Initiative-PRO-VOLKSENTSCHEID-S21.de: Demokratische Kultur fördern (…).
community.zeit.de/.../initiativeprovolksentscheids21de-demokratische-kultur-fördern-…
Mehr Diskussionsergebnisse
4.
Initiative PRO VOLKSENTSCHEID S21: Demokratische KULTUR fördern ...
Demokratie braucht Engagement. Demokratieentwicklung kann man fördern. Demokratisches Bewusstsein und gelebte demokratische Kultur bei jungen.
www.giessener-zeitung.de/.../initiative-pro-volksentscheid-s21-demokratische-kultur-foerdern/ - Im Cache
ich gebe ehrlich zu, ich finde Ihre Beiträge hier immer interessant, aber teilweise sehr schwer zu lesen. V.a. weil sie immer sehr lang sind und weil Sie manche Wörter und Begriffe nur in Großbuchstaben schreiben während alles andere "normal" geschrieben ist. Auch benutzen Sie viele Zitate aus anderen Quellen benutzen, haben dort aber einige Auslassungen drin. Ich habe ja schon viele Wissenschaftliche Texte gelesen und kenne die unterschiedlichsten Zitierweisen. Und genau darin liegt glaube ich das Problem ihrer Texte, dass man hier nicht mit unterschiedlichen Schriftarten, Einrückungen, Hochstellungen und Fußnoten arbeiten kann. Leider, manchmal würde ich mir auch wünschen könnte hier differenzierter vorgehen beim einstellen der Texte.
Und ist muss Stefan leider zustimmen, dass ich bei den letzten, sehr langen Kommentaren von Ihnen, die, wenn ich es richtig verstanden habe, eine reine Zusammenstellung von Kommentaren und Meinungen in anderen Medien sind, auch etwas überfordert war. Auch hier wieder: Ich würde mir eine klarere Gliederung und eine besser zum restlichen Text abgesetzte Angabe der Quelle wünschen, aber ich weiß, das geht hier so gut wie nicht.
Dennoch, ihre Texte hier bei der GZ finde ich meistens immer sehr interessant.
Ansonsten kann ich nur Danken für die Zusammenstellung der vielen Quellen und Meinungen und mich dem Kommentar von Stefan vom 06.10.2010 12:00 Uhr inhaltlich nur anschließen.
Und hier nochmal der Link zum von Ihnen zitierten Artikel aus der Zeit über die WNZ: http://www.zeit.de/2001/01/200101_wetzlarposse.xml
Ihr Link wollte irgendwie nicht funktionieren.
Danke für den interessanten Hinweis!
Hallo Herr MOMBERGER
PARDON! Leider wieder ein längerer Kommentar:
EHRLICHE Kommentare find ich gut; für Kritik – ECHO positiv oder auch negativ – bin ich immer zu haben. DANK dafür, dass Sie meine Beiträge überhaupt lesen und sie in der GZ „immer interessant“ finden. Ja ABER: „teilweise sehr schwer zu lesen“. Das geht mir selbst manchmal so, wenn ich einen älteren Artikel wieder einmal lese. Die meisten Artikel sind „immer sehr lang“, so dass ich manchmal Doppel-Artikel oder sogar 4teilige Artikel zu einem Thema schreibe (siehe „Quartett“ zu ETOE; war nicht beabsichtigt, hat sich so entwickelt).
Dass ich „manche Wörter und Begriffe nur in Großbuchstaben schreibe“ - während alles andere "normal" geschrieben ist -, hat seinen SINN: Entweder übernehme ich die Schreibweise (Zitat) oder ich benutze die Groß-Wörter als „Blickfang“; z. B. für ein wichtiges Stichwort, zur Betonung und als Element der Zwischen-Überschrift oder für Namen/Autoren und wichtige Begriffe. Beim Lesen fremder Texte ist für mich nichts langweiliger (abschreckender) als ein durchgehend einheitlich „normal“ geschriebener Text!
Schauen Sie sich mal PERLENTAUCHER an: Perlentaucher.de ist ein Kulturmagazin mit täglicher Presseschau, Links, Essays, Bücherrundschau und internationaler Magazinrundschau. Wenn Sie hier „Presseschauen“ anklicken, sehen Sie z.B. bei „Medienticker“ oder „Heute in Feuilletons“ (was DER SPIEGEL jeweils übernimmt) in den Texten (mit oft Zitaten) FETT-Gedrucktes. Ganz schnell erfasse ich mit Hilfe der hervorgehobenen Begriffe, über was berichtet wird, habe im Nu den Text SELEKTIV überflogen.
Dass ich hin und wieder „viele Zitate aus anderen Quellen benutze“ ist richtig, gehört zum „wissenschaftlich-feuilletonistischen“: ist seriös und dient als Beweismittel. Bei Text mit dort „einigen Auslassungen drin“ wurde von mir UNWICHTIGES (Unwesentliches) weggelassen, das oft nur störend wirken kann.
Sehr RICHTIG: „Genau darin liegt glaube ich das Problem“ meiner Texte, „dass man hier nicht mit unterschiedlichen Schriftarten, Einrückungen, Hochstellungen und Fußnoten arbeiten kann“.
Ich werde mich bemühen, noch differenzierter vorzugehen beim Einstellen der Texte.
Stefan und Sie haben Recht: bei den zu S21 „sehr langen Kommentaren (…) eine reine Zusammenstellung von Kommentaren und Meinungen in anderen Medien“, habe ich mich möglicherweise vergaloppiert. Das musste nicht sein. Mir ging aber einmal darum WIRRWARR & CHAOS der Meinungen zu S21 zu veranschaulichen; hätte darauf verzichten können! (Hatte ich so noch nie gemachte.)
Das FAZIT Ihrer freundlichen „KRITIK“ freut den Autor:
„Dennoch, ihre Texte hier bei der GZ finde ich meistens immer sehr interessant.“ Dass Sie „ansonsten (…) Danken für die Zusammenstellung der vielen Quellen und Meinungen“ (…)
Schönes Wochenende Herr Momberger! Beste Grüße W.H.
Danke für Ihre Antwort und dass sei meinen Kommentar so positiv aufgefasst haben.
Ein Hinweis habe ich aber noch:
Fettdruck von Buchstaben/Wörtern/Sätzen ist hier problemlos möglich.
Vielleicht sollten Sie dieses anstelle von Großbuchstaben einmal ausprobieren. Das glaube ich ist optisch einfach und besser zu erfassen und zu lesen.
Danach haben 76% der Bundesbürger Sympathie für die Demonstranten und 71% meinen, Stuttgart 21 sei zu teuer, als dass wir uns das in der heutigeb Zeit leisten können
DEMOKRATIE-Kulturkampf: Politische demokratische KULTUR braucht Volks-DIALOG – nicht nur beim Großprojekt S21
Die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels erfolgte an einen, der Großes und Bedeutendes leistet hat - an den israelischen Schriftsteller David GROSSMAN, der seinen Sohn im Krieg verloren hat. DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck sagte in seiner Laudatio auf den Schriftsteller, D.G. zeige den Lesern seiner Bücher die Freiheit auf, "einen anderen Weg" gehen zu können als den des Hasses und der Gewalt. In seiner Vorrede forderte Gauck die Freilassung des Liu XIAOBO. Aus Anlass des Friedensnobelpreises für Liu Xiaobo druckte die SZ am 11.10. Kurzfassungen zweier Essays des chinesischen Dissidenten.
Der inhaftierte chinesische Bürgerrechtler Liu Xiaobo weiß mittlerweile offenbar, dass er den Friedensnobelpreis erhält - und widmet die Auszeichnung sogleich den Toten des Tiananmen-Massakers. Seine Frau Liu Xia steht inzwischen unter Hausarrest. Die Hoffnungen im Streit um das Bahnprojekt Stuttgart 21 ruhen momentan auf Heiner GEIßLER (CDU). Wie Grossman hat der Vermittler Grossman seinen Konflikt-Partnern eingeschärft, dass es keine Alternative zum Dialog, zum Verhandeln und zum Kompromiss auf dem Weg zum S21-Frieden (Demokratie-Kulturkampf) gebe.
In der Schweiz wird derzeit einer der längsten Tunnel der Welt durch das Gotthard-Massiv gebohrt. FEHLANZIGE für Potete á la Stuttgart 21!. Warum: Über das Eisenbahnprojekt hatte das „Ländle“ CH abgestimmt – und sich mehrheitlich dahinter gestellt. VOLKSABSTMMUNG am Anfang undnicht am Ende der Planungen sind auch in der BRD durchzusetzen: á la Bayern. VOLKSENTSCHEID – DAS ist die Lösung des Streits S21. Mal „xiaobo grossman“ googeln: Ergebnis GZ (…). Günter GRASS, der am Samstag und Sonntag (9./10.10 - Lesepublikums-Tage - beim öffentlichen "Talk" auf der Frankfurter Buchmesse 2010 zu sehen war, sagte - mit Blick auf S21 -, Menschen würden in Deutschland wieder politischer. Und DEMOKRATISCHER sollten sie werden (…).
Moderator/Mediator Heiner GEIßLER – ein RETTUNGs-Anker für was & für wen?
„Die Demokratie lebt vom Kompromiss“, sagte Ex-Kanzler Helmut SCHMIDT. Das Delikate an Stuttgart 21 ist aber sicherlich, dass es einen echten KOMPROMISS nicht geben kann. „Ein bisschen schwanger geht nicht“, sagte ein einflussreicher Bahn-Manager. Der Bahnhof kann entweder unter die Erde verlegt werden oder bleiben, wo er ist. Die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm könnte jedoch ohne den Tiefbahnhof gebaut werden. MAPPUS muss im März eine Landtagswahl bestehen und die Umfragen verheißen nichts Gutes. Nur rund 35 Prozent würden für die CDU stimmen, was in Baden-Württemberg einem kleinen politischen Erdbeben gleich käme. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Grünen bald gleichauf stehen könnten. Hinzu kommt, dass auch Angela MERKEL ihre Kanzlerschaft indirekt mit dieser Wahl verbunden hat, indem sie die Landtagswahl zur Abstimmung über Stuttgart 21 erklärt hat. Mit Moderator/Mediator Heiner GEIßLER - ehemaliger CDU-Generalsekretär und Baden-Württemberger - ist aber klar, dass H.G. auch für Mappus selbst ein Rettungsanker ist. Bliebe der bei seiner harten Haltung, nach dem Motto, beschlossen ist beschlossen, dürfte ihm das zahlreiche Stimmen kosten. Geht er aber zu weit auf die S-21-Gegner zu, kostet ihm das auch Stimmen - bei den eigenen Leuten.
Deeskalation Stuttgart21: Modell „K 21“?
Aus Zuneigung und Heimatliebe habe er – der als „Herz-Jesu-Sozialist-der-CDU“ bezeichnet wird -, den Konflikt-Befriedungs-Job angenommen. Er wolle „zeigen, dass es bei uns in Stuttgart nicht so zugeht wie in der Hafenstraße in Hamburg oder in Berlin-Kreuzberg“, war zu lesen. Der akzeptable Mittelsmann Heiner Geißler – CDU-„enfant terrible“, erfahrener Tarifschlichter (Bau, Bahn) und Mitglied der globalisierungskritischen ATTAC -, hat seine „Benimmregeln“ den Kombattanten bereits mitgeteilt.
Modell K21 als Lösung?
K 21-Befürworter plädieren - in http://www.kopfbahnhof-21.de/ -, für ein NEIN zu S21 und nennen a.a.O. 10 „wichtigste Argumente“. In Punkt 10 wird die „ALTERNATIVE“ K21 genannt: „Bereits als bloßes Denkkonstrukt besticht das Alternativmodell ‚Kopfbahnhof 21’ seit vielen Jahren durch zahlreiche Vorteile - von den im Vergleich zu Stuttgart 21 deutlich niedrigeren Kosten ganz zu schweigen. Höchste Zeit, dieses Modell ernsthaft zu planen!“ Mehr hierzu: http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=511 - „Beim Modell K21 bleibt das Bau- und Kulturdenkmal Bonatz-Bahnhof unberührt. Im Gegensatz zu Stuttgart 21 kommt es zu keinem Eingriff in den Schlossgarten.“ (Ebenda.) Siehe auch den Videobeitrag „Milliardengrab Stuttgart 21“ (Frontal 21) http://www.youtube.com/watch?v=PJritWnnCVM&feature=related .
Das sollte man lesen, um sich ein Bild von S21-Schlichter GEIßLER zu machen:
Für harte Worte ist er bekannt, der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler. Beim Sparkassenforum in Marburg ist er diesem Ruf wieder gerecht geworden - "mit Aussagen, die man eher von einem linken Gewerkschafter als von einem bekannt streitbaren Christdemokraten erwarten würde", so ein Bericht der Zeitungsgruppe lahn-dill. Im Zwiegespräch mit Heribert Prantl, dem Chef des Innenpolitik-Ressorts der Süddeutschen Zeitung, beklagte Geißler den Verfall der Moral in Politik und Wirtschaft in Deutschland. Die Hartz-IV-Reform bezeichneten beide als einen Gipfel dieses Moralverfalls.
Richtige Aussagen zu den Urhebern der Agenda 2010, zur Bewertung von Hartz IV und anderes!
Nur, ist das eine Frage der Moral? Ist dies nicht einfach nur die Realität der Politik (und Wirtschaft) vor allem in Krisenzeiten? Wenn in Hochkonjunkturphasen Reformen und Reförmchen (von oben) hin und wieder möglich sind, so zeigt in Krisenzeiten der Kapitalismus ganz einfach sein wahres Gesicht = Profitstreben koste es was es wolle, nur zahlen (für die Auswirkungen der Krise) sollen andere! Und da ist nunmal der Einzelne, vor allem der abhängig Beschäftigte, nur ein Kostenfaktor, da braucht sich Geißler nicht aufzuregen, das weiss er doch ganz genau!
Ich war nicht dabei, aber es gibt auch kritische Kommentare ( "Sebastian", "ach was") zum Auftritt Geißlers.
Etwas zugespitzt, zugegeben, aber dies darf auch mal sein:
so wie der Scharfmacher der CSU das konservative Lager bedienen soll, so ist Geißler das "linke" Feigenblatt der CDU?
Einfach mal schauen, wie er sich als Schlichter (darum ging`s ja "Das sollte man lesen, um sich ein Bild von S21-Schlichter GEIßLER zu machen") weiter verhält....für mich lässt der Auftritt beim Sparkassenforum keinen Rückschluss darauf zu. Wie gesagt, ich war nicht dabei, kann nur den Artikel und die Kommentare dazu beurteilen.
Die DISKUSSION um S21 - & weniger über K21 - geht weiter: Exemplarisch dafür, wie eine Leserschaft "tickt", sind Kommentare, die von Usern mit "rot" (Daumen runter) bzw. "grün" (Daumen hoch) zum Artikel-Inhalt/Gehalt bewertet werden können. Hier mein Tipp einmal akzuell zur FAZ zu surfen:
Hier heißte es zu >Stuttgart 21: „Die wegdemonstrierte Zukunft“ Stuttgart 21< entscheiden?“ Ehrliche WEG-Demonstranten sollen ja doch NICHT ALLEIN entscheiden! In einer Demokratie müssen die "Betroffenen" entscheiden können, ob sie "Stuttgart 21" wollen oder nicht. Die "Anlieger" sollen ja gar nicht „das letzte Wort“ haben. Zur DEMOKRATIE im Ländle haben sicherlich Politiker NICHT immer recht; und „Demonstranten immer unrecht“! Thomas LÖFFELHOLZ hat es noch nicht verstanden: K 21-Befürworter plädieren – in ihrer HP - für ein NEIN zu S21 und nennen a.a.O. 10 „wichtigste Argumente“. In Punkt 10 wird die „ALTERNATIVE“ K21 genannt. Dieses Modell „Kopfbahnhof 21“ sollte zusammen mit Schlichter GEIßLER ernsthaft diskutiert werden. Dazu gibt es seriöse Videobeiträge im WWW. Moderator/Mediator Heiner GEIßLER sollte ein RETTUNGs-Anker sein; für was & für wen wird sich zeigen. Angela MERKEL hat ihre Kanzlerschaft indirekt mit der Landtags-Wahl verbunden hat, sie will Stuttgart 21. Es gibt keine Alternative zu Dialog, Verhandeln und Kompromiss. S21-Frieden im Demokratie-Kulturkampf durch VOLKSABSTMMUNG á la Bayern. VOLKSENTSCHEID á la CH (…). Dadurch wird repräsentative Demokratie NICHT abgeschafft!
Stimmt, nur die REPRÄSENTANTEN der repräsentativen Demokratie(?) schaffen diese mit ihren Entscheidungen gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung (Afghanistan-Einsatz, AKW-Laufzeiten, Sparpaket, Stuttgart 21, Hartz IV....) Stück für Stück selbst ab!
SCHLICHTUNG KONFLIKT "S21" - Phoenix LIVE - Livestream (...)
Das öffentliche Schlichtungsgespräch ist ein Novum, denn noch nie wurde ein Konflikt um ein Großprojekt auf diese Weise aufgearbeitet. Bereits zum Auftakt des Gesprächs hatte Geißler betont, dass in einer Zeit, in der Menschen innerhalb kürzester Zeit über das Internet mobilisiert und informiert werden könnten, neue Wege beschritten werden müssten.
"Das, was wir heute machen ist vielleicht ein Protoyp für später. Dass eben die Regierenden bereit sind, sich mit Bürgerinitiativen an einen Tisch zu setzen und auf Augenhöhe zu diskutieren und nicht von oben nach unten", sagte der ehemalige CDU-Generalsekretär.
Er ermahnte die Teilnehmer, "streng zur Sache" zu reden. Es sei nicht sinnvoll, parteipolitische Auseinandersetzungen zu führen. Geißler fügte hinzu: "Wir wollen hier keine Predigten hören und keine Glaubensbekenntnisse."
Die Zuhörer des von den Fernsehsendern Phoenix und SWR sowie im Internet live übertragenen Gesprächs bat Geißler, sich für neue Argumente zu öffnen.
"Guter Tag für die Demokratie"
Zu Beginn der Schlichtungsrunde über das Bahnprojekt "Stuttgart 21" sind sich Gegner und Befürworter mit verhärteten Positionen begegnet. Nach der Eröffnung des Dialogforums am Freitag durch Vermittler Heiner GEIßLER warb Bahnvorstand Volker Kefer für den Bahnknoten und die Neubaustrecke. Tübingens Oerbürgermeister Boris Palmer (Grüne) wies für die Gegner zahlreiche Argumente als nicht zutreffend zurück. Zentraler Streitpunkt war die Bedeutung des Bahnprojekts für den Güterverkehr.
Kefer warb für einen Durchgangsbahnhof in Stuttgart, der "ein Drittel mehr Leistungsfähigkeit" gegenüber dem bisherigen Kopfbahnhof biete. Konkret könne dadurch die Kapazität um mehr als 200 Züge pro Tag erhöht werden - bei "gleichzeitiger Halbierung" der Gleiszahl.
Kefer bot zugleich an, sich über Konfliktpunkte wie den Fahrplan oder die Infrastruktur zu unterhalten. "Stuttgart 21" ist nach der Darstellung des Bahnvorstandes insbesondere im Wettbewerb mit dem Flug- und Straßenverkehr wichtig, da nur kürzere Fahrzeiten mehr Passagiere auf die Schiene brächten. Man setze durch den "Lückenschluss im Südwesten" auf einen Zuwachs von zwei Millionen Reisenden pro Jahr, die von der Straße auf die Schiene wechseln. Dies bedeute auch eine "erhebliche Entlastung der Umwelt".
Der Soziologe Hans GESER schildert in der NZZ den gewaltigen Demokratisierungsschub, den das Netz ausgelöst hat. Schwierig sei es jedoch noch, "Freiheiten der Meinungsäußerung mit potenten Mechanismen der Konsensbildung und Entscheidungsfindung zu verknüpfen". Daran, so Geser, sind auch die traditionellen Medien schuld, die sich "dem Online-Diskurs bis anhin fast völlig verweigern, weil sie - was bei Journalisten besonders augenfällig wird - in einem Medium, das alle User zu gleichrangigen Lieferanten von Text-Voten degradiert, keine Möglichkeiten zur Wahrung einer herausgehobenen Podestposition mehr sehen."
Mehr: http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/die_oeffnung_der_oeffentlichkeit_1.8109481.html (23/10/10)
Die Literaturwissenschaftlerin Hannelore Schlaffer (Jahrgang 1939) und der Architekt Max Bächer (Jahrgang 1925) haben eine gemeinsame Streitschrift zur Unterstützung der Proteste gegen Stuttgart 21 verfasst, die so beginnt:
"Ja, zum Donnerwetter, wo sind wir denn eigentlich? Hört denn keiner mehr zu? Bei allem Respekt vor Ihrem Amt, Herr Ministerpräsident: Wir sind nicht Ihre Untergebenen, und der Ton, in dem Sie mit uns reden, gefällt uns nicht. Wir haben 'keine Angst vor Fürstenthronen', sondern eher vor einer 'demokratischen Befehlsgesellschaft', in der einige Abgeordnete glauben, bestimmen zu können, was die Bürger zu tun haben."
Danke für den Beitrag (und den Link) vom 23.10. - 12.17 Uhr
Es wird sehr gut herausgestellt welche (neuen) Möglichkeiten das Internet bietet, abseits traditioneller Meinungsbildung und Machtstrukturen
Es wird aber auch, und das ist noch bedeutender, auf die Unzulänglichkeit des ausschließlichen Meinungsaustauschs, der Propagierung von Forderungen.... im "Medium" Internet, hingewiesen.
meine Meinung hierzu: ein riesen Fortschritt auf u.a. "Sauereien" aufmerksam zu machen, die sonst nie an die Öffentlichkeit gelangen würden. Beispiel: auch jetzt zum wiederholten Male die Veröffentlichung von "Geheimen Akten" der US-Army im Internet, die Menschenrechtsverletzungen wie Folter und Vergewaltigungen durch das Militär an die Öffentlichkeit gezerrt haben. Dass den Regierenden in den USA nichts anderes dazu einfällt, als zu schreien "Geheimnisverrat", statt die Verbrechen(!) aufzuklären, das steht auf einem anderen Blatt. = und dies zeigt dann auch die Unzulänglichkeit des Internets!:
- es gibt sie halt nach wie vor, die VIRTUELLE und die REALE Welt. Und Soldaten und Panzer sind real, genauso wie Polizeiknüppel und Wasserwerfer...und selbst wenn es der "radikalste" Internetnutzer ist, so bedeutet das noch lange nicht, dass man ihn "morgen" auf der Straße bei den Demonstranten sieht um sich auch ganz "REAL" einzubringen, denn dies hat dann doch eine ganz andere Qualität!?
JA: "es gibt sie halt nach wie vor, die VIRTUELLE und die REALE Welt" (...): "und selbst wenn es der Internetnutzer ist, so bedeutet das noch lange nicht, dass man ihn >morgen< auf der Straße bei den Demonstranten sieht um sich auch ganz "REAL" einzubringen, denn dies hat dann doch eine ganz andere Qualität!"
(...) Selbst millionenfach «unterzeichnete» Online-Petitionen entfalten keine Wirkung, weil man davon ausgehen kann, dass sich die teilnehmenden Stubensurfer von spontan-volatilen Momentanreaktionen leiten lassen und kein Engagement signalisieren, das mit der Teilnahme an einer Demonstration vergleichbar wäre. (...); NZZ (Geser).
> Werner Hahn aus Gießen schrieb am 23.10.2010 um 12:27 Uhr
Super klasse der Kommentar! Tolle Worte der beiden Zitierten Personen!
Stefan kann ich auch nur zustimmen.
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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