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CDU sieht Chance für neues offenes Entree zur Stadt

Gießen | CDU begrüßt Entwurf des neuen Bahnhofsvorplatzes – Entwurf bietet Grundlage für Ausgestaltung

„Nach Jahrzehnten des Wartens fällt der Startschuss für eine neue Visitenkarte zur Stadt“, mit diesen Worten begrüßt die CDU den ersten Entwurf zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Der Entwurf gebe zudem Möglichkeiten, in die Feinplanung einzutreten, da der Vorschlag einen bewusst großräumig gehaltenen, freien Platz vor dem Bahnhofsgebäude zu schaffen viele Möglichkeiten offenbare und eine für die Stadt bislang in seiner Weitläufigkeit neue Dimension ermögliche. Grundlage für die Vorlage sei ein Stadtverordnetenbeschluss aus dem Jahre 2000, als aus damals vier vorliegenden Entwürfen einer beschlossen wurde, auf dessen Grundlage weiter geplant werden sollte. Nach unzähligen Rückschlägen und Verzögerungen bei Gesprächen und Verhandlungen mit der Bahn als damaligen Eigentümer, konnte der Durchbruch erst erzielt werden, nachdem die Stadt das gesamte Areal käuflich erwerben konnte. „Wir haben das Kaufangebot als Chance erkannt und genutzt“, so Klaus Peter Möller. Nun gehe es endlich weiter in der Planung für
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einen neuen Bahnhofsvorplatz. Da die Vorlage auf dem damaligen Beschluss des Stadtparlamentes beruhe, sei die Forderung nach erneuten Alternativplanungen nicht nachvollziehbar. Vor dem Hintergrund der Haushaltslage müsse erwähnt werden, dass jede Parallelplanung mit rund 40.000 Euro zusätzlich zu Buche schlagen könnte, so Möller weiter. Im Vorliegenden Falle habe es bereits vor Jahren Alternativplanungen gegeben, sodass es auf die Verschwendung von ohnehin knappen Mitteln hinaus laufe das Rad zurück zu drehen.
Die vorgeschlagene Lösung zur Führung der Regional- und Stadtbusse sei ebenso zu begrüßen, wie die Lösung für den Individual- und Radverkehr. „Es wird entschieden werden müssen, zwischen dem Beibehalten des Vorschlags zur Schaffung eines weitläufigen und freien Platzes oder einer Zerschneidung desselben.“ so Klaus Peter Möller. In dem nun beginnenden Verfahren der Beteiligung werde es die Aufgabe sein, jeden eingehenden Vorschlag genau abzuwägen. „Die CDU strebt an, dass vor dem Bahnhof ein echter Bahnhofsplatz entsteht“. Da die vorliegende Planung viel Gestaltungsfreiraum für Ideen und Feinplanungen biete, sähe man mit Neugier und Interesse eingehenden Vorschlägen entgegen. Ausdrückliches Lob müsse an dieser Stelle dem federführenden Dezernat von Stadtrat Rausch gezollt werden, das seit dem käuflichen Erwerb des Areals zügig und ergebnisorientiert gearbeitet habe. „Seit Jahrzehnten musste es den Giessenern fast ´peinlich´ sein, in welch bedauernswerten Zustand sich das eigentliche Entree der Stadt präsentierte“, so Möller weiter, „insofern ist völlig unverständlich und zeugt von einem Desinteresse am neuen Bahnhofsvorplatz, wenn Stimmen laut werden, die das Verfahren verzögern oder blockieren wollen“.
Seit Jahren verfolge die CDU das Ziel, einen neuen Bahnhofsvorplatz entstehen zu lassen und werde nun dieses Ziel gemeinsam mit den Koalitionspartnern umsetzen. „So kurz vor dem Ziel, das sich unzählige Gießener seit Jahrzehnten erhofften, darf dieses nicht zerredet werden“, so Klaus Peter Möller abschließend.
Für die nun beginnende Feinplanung schlägt die CDU vor, dass geprüft wird, auf dem freien Platz ein Wasserspiel einzuplanen, wie es in unzähligen anderen Städten zu finden ist. Begleitend mit einer offenen, hellen Gliederung des Platzes und gezielt platziertem Grün, dem Finden eines Kompromisses zwischen den Belangen von Bahn-, Rad-, Fußgänger-, Bus- und PKW-Verkehr böte sich nun die einmalige Chance, dass Besucher der Stadt künftig beim Verlassen des Bahnhofes mit einer freundlichen, und für Gießener Verhältnisse großzügigen Platzgestaltung empfangen werden. Die Stadt dürfe diese Chance nicht vertun, sondern müsse zügig und konstruktiv das Ziel im Auge behalten. Bis zur publikumswirksamen Landesgartenschau könne die Stadt mit einem neuen Bahnhofsvorplatz aufwarten – wenn niemand aus rein politischem Kalkül diese Chance zu zerreden oder verzögern beabsichtigt.

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