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Frage der Woche: Was halten Sie von den Boni-Zahlungen an die Hypo Real Estate-Mitarbeiter?

Finanzielle Schieflage? (Foto: pixelio/M. Großmann)
Finanzielle Schieflage? (Foto: pixelio/M. Großmann)
Gießen | Die Boni-Zahlungen der Münchner Bank Hypo Real Estate in Höhe von 25 Millionen Euro sorgten für Unmut. Wie jetzt bekannt wurde, hätten die Zahlungen sogar noch höher ausfallen sollen. Nach Informationen des „Handelsblatt“habe die Bundesregierung die Zahlungen bereits gedeckelt, die Rede ist von 35 Millionen geplanten Boni-Zahlungen. Zeitgleich mussten die Steuerzahler die marode Bank mit 150 Milliarden Euro stützen. Im Finanzministerium habe man die Einmalzahlung – einzelne Personen sollen über eine Million Euro abkassiert haben – damit verteidigt, dass man die Mitarbeiter habe halten wollen.
Die GZ fragt Sie: Was halten Sie davon? Können Sie Boni-Zahlungen mit Hilfe von Steuergeldern noch nachvollziehen? Sollte man Mitarbeiter mit solchen Sonderzahlungen halten? Oder liegt dem ganzen Finanzgebaren ein viel existenzielleres Problem zugrunde – nämlich dass „die da oben“ schon lange nicht mehr wissen, wie das Leben derer „da unten“funktioniert?

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Kommentare zum Beitrag

Mathias Engelhart
5.040
Mathias Engelhart aus Gießen schrieb am 21.09.2010 um 16:51 Uhr
Das können sie, denn das sind keine Menschen mehr. Das ist ihr verdammter Job, dass die dieses Unternehmen aus dem Dreck ziehen, das verdient keine Boni. Das wäre so als würde ich eine Gratifikation bekommen, nur weil ich jeden Morgen pünktlich bei der Arbeit erscheine!
Im Sinne der Moral Hazard-Therorie hätte man den Laden vor einem Jahr komplett gegen die Wand fahren lassen müssen, was ökonomisch natürlich einem Super-GAU entsprochen hätte aber anders wachen diese Subjekte nicht mehr auf.
Oswald Ahlborn
1.038
Oswald Ahlborn aus Gießen schrieb am 21.09.2010 um 17:19 Uhr
Ich finde das eine dreiste Unverschämtheit den Millionen Steuerzahler gegen über das sollte unser einer mal machen Frechheit sag ich da nur
Stefan Walther
2.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.09.2010 um 18:45 Uhr
Der Staat ist nicht "dumm", das was der Staat tut (oder nicht tut) bestimmen längst Banken und Konzerne!
Ilse Toth
18.721
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 21.09.2010 um 22:07 Uhr
Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Was denken sich diese Damen und Herren eigentlich? Gewissen und Anstand - ein Fremdwort für diese Leute. Und der Staat - er gehorcht! Und wer sitzt in den Aufsichtsräten? Doch nicht etwa Politiker!!
Bjoern Gerdes
1.416
Bjoern Gerdes aus Gießen schrieb am 22.09.2010 um 09:25 Uhr
Das einzige was die wollen ist sich die Taschen voll machen und ihre Schäfchen ins Trockene bringen. "Nach mir die Sinflut!"
Alles andere interessiert die nicht und wird sich auch nie ändern.

Ich will überhaupt nicht wissen was uns "normal-sterblichen" alles vorgekaukelt wird und im Hintergrund auf Politebene etc. sich wirklich abspielt. Wir würden alle mit den Ohren schlackern!

Aber irgendwann werden auch die Herren (und Frauen) da oben merken das sie alle nur mit Wasser kochen und am Ende nichts mitnehmen können. "Das letzte Hemd hat keine Taschen" oder wie war das?
Bernd Zeun
5.223
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 22.09.2010 um 11:47 Uhr
Das Grundübel mit diesen so genannten Spitzen Managern ('Nieten in Nadelstreifen' hieß vor 18 Jahren ein Buch von Günter Ogger, es ist also kein neues Phänomen) ist, dass sie sich wie Unternehmer vergüten lassen, aber anders als ein Unternehmer nicht das geringste Risiko tragen. Im Falle, dass ihnen doch mal der Sessel unter dem Hintern wegen saumäßiger Leistung weggezogen wird, bekommen sie ein dickes Geldpolster untergeschoben, auf das sie dann weich fallen können. Dass immer nur Boni, aber keine Mali in den Verträgen ausgehandelt werden liegt an dem ganzen System. Die Leute in den Aufsichtsräten profitieren doch mit. Und wer sitzt neben Managern in den Aufsichtsräten? Auch Politiker und Gewerkschafter.
Simone Linne
5.033
Simone Linne aus Gießen schrieb am 22.09.2010 um 15:14 Uhr
Was mich immer wieder überrascht und ehrlich gesagt auch sauer macht, ist, dass hier so ganz grundlegende Verhaltensregelen außer Kraft gesetzt werden. Baue ich Mist, muss ich die Konsequenzen tragen. Lerne ich das nicht schon im Kindergarten? Und diese Leute werden nicht nur belohnt, sondern, schlimmer noch: Mit Geld belohnt, für das andere Menschen haben arbeiten müssen. Selbst wenn ich nicht all zu sehr mit Geistesgaben ausgestattet bin, könnte mir einleuchten, dass das für Empörung und wenig Verständnis sorgt, oder?!
Stefan Walther
2.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.09.2010 um 19:40 Uhr
Ja, Herr Zeun, das darf man nicht "unter den Teppich kehren", sonst wird man unglaubwürdig!
Ich denke über Politiker und Manager braucht man nicht weiter zu reden, dies ist allzu offensichtlich, man blickt schon gar nicht mehr durch wie die Verflechtung von Politik und Wirtschaft ist. Da gehen Wirtschaftsbosse in die Politik, Konzerne schreiben Gesetze, Politiker machen sich vom "Acker" und suchen sich besser bezahlte Pöstchen in der Wirtschaft usw.

aber Gewerkschafter? darüber muss man reden, sie sollen doch die Interessen der abhängig Beschäftigten vertreten?
grundsätzlich gilt, dass dies (Aufsichtsratsplätze) als eine Form der Mitbestimmung angesehen wurde. Die Realität sind meist anders aus (und nicht nur weil die entscheidende Stimme immer die Unternehmerseite(!) hat) auch unter Gewerkschaftsführern gibt es solche und solche und es gab auch schon den ein oder anderen Skandal von "wohlverhalten", man muss sich ja vorsichtig ausdrücken :-)), von Funktionären! und dies dürfen wir als einfache gewerkschaftsmitglieder auch nicht dulden!
auf der anderen Seite sind Gewerkschafter in Aufsichtsräten angehalten ihre Aufsichtsratsbezüge offen zu legen UND abzuführen!!! das wissen auch die wenigsten? = also ich behaupte, es gibt nach wie vor große Unterschiede zwischen Mitgliedern in Aufsichtsräten! Wobei die so genannte Mitbestimmung reine Augenwischerei ist, entscheiden tut immer die Unternehmerseite, das ist ganz einfach eine Machtfrage!
Nicole Freeman
1.619
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 23.09.2010 um 09:30 Uhr
Diese Postenschieberei ist mit ein Grund warum ich nicht mehr in einer Gewerkschaft bin. Der Staat sollte sofort alle Zahlungen einstellen sobald die erse Bonizahlung erfolgt. Dem Unternehmen kann es nicht schlecht gehen wenn es sich Bonizahlungen leisten kann. Jeder kleine Handwerker und jeder Arbeitnehmer kann da nur den Kopf schuetteln. Wir belohnen wenn Funktionaere einen Betrieb gegen die Wand fahren und Bestrafen jede Bemuehung einen Betrieb ordentlich am laufen zu halten . Wo soll das denn normal sein.
Stefan Walther
2.891
Stefan Walther aus Linden schrieb am 23.09.2010 um 19:30 Uhr
Gut, auf den Kommentar von Herrn Zeun musste man eingehen, aber man muss aufpassen, sich nicht auf "Nebenkriegsschauplätze" zu begeben!

Frau Freeman, die Begründung für den Gewerkschaftsaustritt halte ich schon für etwas "abenteuerlich", auch wenn es unter Funktionären den ein oder anderen gibt, der mit den Unternehmern "kungelt". Nur, wie lange würden Sie ohne Gewerkschaften arbeiten, welchen Urlaubsanspruch hätten Sie, wie hoch wäre Ihr Lohn/Gehalt??? Nicht böse sein, aber alle die, die auf Gewerkschaften schimpfen aber bei jeder Lohn-/Gehaltserhöhung auch profitieren = dies sind für uns Gewerkschafter "Trittbrettfahrer"
Hans Lind
1.338
Hans Lind aus Grünberg schrieb am 24.09.2010 um 10:38 Uhr
Der kleine Mann rettet die Banken mit unseren Steuerzahlungen und die Großen oben kassieren Bonuszahlungen ab.
Haben die da oben schon mal was von Gerechtigkeit gehört?
Ich glaube, die wollen nichts davon wissen, nur kassieren, kassieren, kassieren. Man ist sprachlos.
Nicole Freeman
1.619
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 25.09.2010 um 07:48 Uhr
welche arbeitgeber sind denn noch im arbeotgeberverband und muessen sich an die absprachen halten. die wenigsten . bei mir nur der ausbildungsbetrieb. aber das ist ein anderes thema wie sie herr walther schon sagten. aber bonizahlungen sollten nur gezahlt werden wenn ein unternehmen auch schwarze zahlen ohne staatliche hilfe schreibt
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