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Dem Tod ins Auto geschaut - letzte Worte zum Totensonntag

Den Tod immer im Nacken ...
Den Tod immer im Nacken ...
Gießen | Da ich im Jahr 8000 – 9000 km mit dem Rad unterwegs bin, bekomme ich vieles zu sehen, an dem der Autofahrer vorbeirauscht. Zu den weniger schönen Dingen zählen dabei im Verkehr getötete Tiere. Laut statistischem Bundesamt kamen 2010 in Deutschland im Straßenverkehr 3648 Menschen ums Leben, dieses Jahr werden es wohl nicht weniger werden, im ersten Halbjahr waren es 1809. Aber was Zahl und Biomasse angeht zahlen Tiere einen um ein Vielfaches höheren Blutzoll. Genaue Zahlen sind allerdings schwer zu ermitteln, da über Wildunfälle keine offiziellen Statistiken geführt werden und Zahlen durch gemeldete Schäden bei Versicherungen oder durch spezielle Studien erworben werden müssen. Es handelt sich also häufig um geschätzte oder hochgerechnete Werte.

Laut ADAC kam es bei uns 2006 zu etwa 220 000 bei Unfällen getöteten Wildtieren (10 Menschen kamen dabei ums Leben). Der Deutsche Jagdschutz Verband rechnet mit 230 000 Tieren pro Jahr (200 000 Rehe, 23 500 Wildschweine, 3 800 Damhirsche, 2 300 Rothirsche). Dazu kommen unzählige kleinere Säuger wie Hasen, Marder, Füchse, Igel und Haustiere von der Katze bis zum Pferd.

Aber auch Vögel und Insekten kommen in ungeheuren Mengen zu Tode. Eine britische Studie rechnet mit bis zu 27 Millionen Vögeln in Europa pro Jahr. Und eine französische Studie für Frankreich mit 60 Billionen im Straßenverkehr getöteter Insekten pro Jahr, was 100 Tonnen entspräche. In Wirklichkeit dürfte die Zahl erheblich höher sein, da viele Tiere nur verletzt werden und abseits der Straßen verenden. Viele Insekten werden zum Beispiel durch die Schockwelle schnell fahrender Fahrzeuge so verletzt, dass sie nicht überleben können.

Nicht berücksichtigt sind bei diesen Zahlen die Tiere, die durch Flugzeuge, Bahnen, Windkraftanlagen und Stromleitungen umkommen, sowie die, die durch Aufprall auf Gebäude (Glasflächen und –scheiben) ihr Leben verlieren.

Den Tod immer im Nacken ...
Fast 4000 Verkehrstote im Jahr
Ein Anblick, der höchstens Mäuse freut ...
... aber nicht lange, dann heißt es 'aus die Maus' und 'mausetot.'
Federn gelassen -  das Verhalten von Tauben auf der Straße grenzt manchmal wirklich an Selbstmordabsichten
Bussard, Habicht, Indianer?
Bizarres Ende oder die Rache der Fliegen.
Zusammengerollt, dann überrollt - sein Schutzverhalten, im Straßenverkehr wird's zum Verhängnis
Selbst auf dem Radweg sind Igel anscheinend nicht sicher - aber ich wars nicht !
Kein Schwein gehabt ...
War wohl schon kopflos auf die Straße gelaufen
Marder traf Mörder
Wer zählt die Krabbler, nennt die Namen, die auf dem Krad zusammen kamen?
"Platte Tierwelt" - ein Führer zur 'verbreiteten' Tierwelt auf Orts- und Fernstraßen
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Kommentare zum Beitrag

Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 21.11.2011 um 08:01 Uhr
Tja... leider wird sowas immer passieren, solange wir mir Fahrzeugen unterwegs sind, deren Geschwindigkeit die Wildtiere nicht einschätzen können weil die Evolution ihnen bislang keine Zeit zum Lernen ließ.

Zumindest auf den Strecken, auf denen ich öfter unterwegs bin, versuche ich auf Sicht und Bremsweg zu fahren um den zumindest bei den größeren Tieren noch ausreichend die Geschwindigkeit vermindern zu können.

Aber man kann halt auch nicht so langsam fahren, dass man jeder Maus ausweichen kann. Oder wie neulich ein Fuchs meinte, ca 5m vor mir aus dem Graben auf die Strasse hüpfen zu müssen. Ich sah noch einen braunen Schatten, dann rumpelte es kurz unter dem Wagen und im Rückspiegel sah ich wie er sich auf der Fahrbahn überschlug.

Bei größeren Tieren so etwa ab dieser Größe schaue ich, ob sie nicht noch verletzt am Leben sind und benachrichtige den Jagdpächter oder die Polizei auch wenn ich an meinem Auto keinen Schaden habe. Notfalls erlöse ich ein leidendes Tier im Strassengraben auch schon mal selbst. Da sollte man sich bei größeren Tieren aber gut auskennen, wenn die verletzt sind, dann sind die schon auch mal für Otto Normalbürger gefährlich...
Astrid Patzak-Schmidt
3.349
Astrid Patzak-Schmidt aus Gießen schrieb am 21.11.2011 um 11:22 Uhr
Die Jagdpächter dürfen die Tiere nicht mehr wegräumen. Es ist besser, gleich die Polizei zu benachrichtigen. Die leiten entsprechende Schritte ein.
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