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Nahe Mittelhessen-Gießen: Große E.L. KIRCHNER Schau in der KUNST-Hauptstadt FRANKFURT

von Werner Hahnam 01.06.20102086 mal gelesenkein Kommentar
Kirchners "Der Frankfurter Dom" von 1926. Mit Eisernem Steg, den E.L.K. bei seinen Frankfurt-Besuchen faszinierte. Der Maler-Architekt zeichnete und malte gerne Brückenbauwerke. (Kat. 130/S. 280.)
Kirchners "Der Frankfurter Dom" von 1926. Mit Eisernem Steg, den E.L.K. bei seinen Frankfurt-Besuchen faszinierte. Der Maler-Architekt zeichnete und malte gerne Brückenbauwerke. (Kat. 130/S. 280.)
Gießen | Außer den Überraschungen mit dem eine LENI-Manie erzeugenden LENA-ESC-Sieg und den spektakulären Rücktritten von KOCH-&-KÖHLER, gibt es KUNST-Sensationelles zu berichten: In der Frankfurter SCHIRN Kunsthalle brilliert/e eine Ausstellung über den großen Kunst-Moderne-Star Georges SEURAT und eine DARWIN-Schau sowie (nach dem sensationell gut besuchten Boticelli) jetzt der große Maler E. L. KIRCHNER im Städel Museum! Hut ab vor dem Ausstellungsmacher Max HOLLEIN und den beiden Kuratoren Dr. Felix KRÄMER (Kirchner-Schau) und Dr. Pamela KORT („Darwin. Kunst und die Suche nach den Ursprüngen“). Über die DARWIN- & SEURAT-Ausstellungen berichtete ich mit zahlreichen Bildern im WWW; bitte GOOGELN.

ILLIES meinte in DIE ZEIT, dass der Kunstszene eine „unbestechliche Neubewertung und (…) Qualitätskontrolle“ momentan gut tue. Auch eine Evolutionisierung von Kunst und einer geforderten neuen Kunst(geschichte), ergänzte ich (1).

Dass die Frankfurter Ernst Ludwig KIRCHNER Ausstellung gründlich den Selbstaussagen des Künstlers misstraut, gehört sich so für seriöse Kunstwissenschaftler, meinte ich. Kirchner arbeitete wie ein
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Städel Museum (2)Schirn (8)Pamela Kort (1)Max Hollein (2)Felix Krämer (1)Ernst Ludwig Kirchner (7)darwin (4)
"Spät/Post-Moderner", wenn er Leinwände vordatiert hat und seine eigene „künstlerische Biografie stets, wie heute einen Eintrag bei Wikipedia, aktualisieren“ konnte. „Postmodern“ - besser NEU-MODERN m.E. - ist auch, dass E.L.K. sich Artikel in einer Kunstzeitschrift, die seine Werke zeigen wollte, zur Autorisierung vorlegen ließ und sie selbstbewusst redigierte. Auch erfand er ein Pseudonym: unter "Louis von Marsalle" schrieb er Selbstkritiken. Eine Reaktion auf den damaligen Kunstbetrieb!

E.L.K. wollte "stete Verwandlung" (Evolution; Brief an Will Grohmann 1927): So entwickelte er in den 20er und besonders stürmischen 30er Jahren (als NAZI-Entarteter) noch einmal einen »neuen Stil« - eine "Neue Moderne"! Mehr siehe dazu auch in 2 bebilderten Beiträgen von mir im WEB. : z.B. „Kunst ist stete Verwandlung" – Ex-EXPRESSIONIST & der „Neue Stil“ (2).

Kirchner äußerte 1917 über Kirchner: "Ich stelle einen neuen Kirchner auf. Kunst ist stete Verwandlung." Er hatte 12 Jahre zuvor die Künstlergruppe "Brücke" mitbegründet: Ernst Ludwig Kirchner ist als einer der Namen bekannt, die im Jahr 1905 die Künstlervereinigung die „Brücke“ gründeten.

Als moderner Künstlertyp interessierte sich E.L.KIRCHNER stets für Neues im Kunstbetrieb.
Malerei zu Kirchners "Frankfurter Dom" (2/5/10). ars evolutoria Werner Hahn.
Malerei zu Kirchners "Frankfurter Dom" (2/5/10). ars evolutoria Werner Hahn.
So besuchte er 1910 als Expressionist in Berlin z.B. eine Matisse- und Cézanne Ausstellung (Galerie Paul Cassirer) – mit wegweisenden Erfahrungen, die er künstlerisch später verarbeitet hat. 1912 sah E.L.K. in der Sturm-Galerie Werke futuristischer Künstler.

Die BRÜCKE-Künstler-Vereinigung gründeten neben E.L.K. Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl - die wichtigsten Repräsentanten des deutschen Expressionismus. In seiner frühen Schaffensphase fertigte Kirchner vor allem Akte, Porträts, Zirkus- und Bühnenszenen an. Später wurde sein Stil zackiger und bedeutende Großstadt- und Landschafts-Bilder entstanden. Aufgrund einer „Chronik“ über die „Brücke“, die er im Auftrag verfasst hat, trug Kirchner zu deren endgültiger Auflösung im Jahr 1913 bei.

1917 siedelte der Maler – VOR dem scheußlich entarteten Nazi-Reich (!) - nach Frauenkirch bei Davos um. 1923 bezogen Kirchner und Lebensgefährtin ERNA (Kat.-Bild 88 (S. 173) „Kopf Erna“ 1916/17 – siehe meine myheimat.de-Artikel-Bilderstrecke) ihr letztes gemeinsames Domizil auf dem Wildboden (vgl. Kat. 124, S. 183).
(Vgl. einen Lebenslauf, tabellarisch weiter unten von mir - im ANHANG.)

Als Städel-Kurator Felix KRÄMER vor zwei Jahren die Stelle des Leiters der Gemälde-
1916: "Frankfurter Westhafen". Kat. 89 /S. 270 Kommentar - Städel Museum. Von der Frankfurt Friedensbrücke aus gesehen. Auch andere Eisenbahnbrücken malte der Architekt E.L.K.
1916: "Frankfurter Westhafen". Kat. 89 /S. 270 Kommentar - Städel Museum. Von der Frankfurt Friedensbrücke aus gesehen. Auch andere Eisenbahnbrücken malte der Architekt E.L.K.
und Skulpturensammlung 19. Jahrhundert und klassische Moderne im Frankfurter STÄDEL- Museum antrat und erstmals im Depot dem umfangreichen hauseigenen Bestand an Werken von Ernst Ludwig KIRCHNER (1880-1938) begegnete, stand für ihn fest, "dazu will ich eine Ausstellung machen". Schließlich besitzt das Haus die weltweit größte Sammlung von Werken des in Aschaffenburg geborenen Künstlers, dessen Beziehungen sowohl zur Stadt Frankfurt als auch zum Museum sehr eng waren.

Vom 23. April bis zum 25. Juli 2010 zeigt das Städel nun eine umfassende RETROSPEKTIVE von Kirchners Werk, wie sie seit rund dreißig Jahren in Deutschland nicht mehr zu sehen war. Zu einer guten Einführung in die Schau, siehe das Städel-Video http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=801 . (Mit Direktor Max Hollein und Kurator Dr. Felix Krämer.)

Auf die im Februar mit einem Besucherrekord zu Ende gegangene „Botticelli“- Ausstellung folgt nunmehr die nächste «Blockbuster»-Schau im Städel: Sie wird im Ausstellungsgebäude gezeigt; das Haupthaus ist im Zuge des großen Erweiterungs-Umbaus geschlossen. „Ich staune über die Kraft meiner Bilder im Städel“, notierte E.L.K. 1925
Empfehlenswerte Schrift für kunstinteressierte Schüler/Eltern und Lehrer; kindgemäßes Unterrichtsmaterial!
Empfehlenswerte Schrift für kunstinteressierte Schüler/Eltern und Lehrer; kindgemäßes Unterrichtsmaterial!
als vielsagenden Satz in sein Tagebuch (21.12.1925). Er war zuvor von seinem Schweizer Wohnort Davos 1925/26 wieder einmal nach Deutschland gereist und besuchte Frankfurt: 3 Gemälde in der Städtischen Galerie. Das Städel hatte 1919 als eines der ersten Museen Kirchner-Werke gekauft.

Heute besitzt das Städel Museum mit allein 15 Gemälden, 2 Skulpturen und 100 Zeichnungen eine der bedeutendsten Sammlungen des Gründungsmitglieds der Künstlervereinigung „Brücke“. Diese Sammlung verdankt das Museum vor allem dem Nachlass des Frankfurter Kunstsammlers Carl Hagemann: vgl. Kat.-Bild 137 von 1928/33, S. 212; Kommentar S. 282 zum monumentalen Schenkungsbild. Das Gemälde wurde gemalt nach einem Photo. Dr. H. war Kirchners Mäzen und einer seiner wenigen Vertrauten.

«Kirchner war eine hochkomplexe, egozentrische Person und ein hochsensibler Künstler», sagt HOLLEIN über Kirchner, der sich 1938 bei Davos mit zwei Schüssen ins Herz das Leben nahm. Kirchners Selbstinszenierung als Künstler ist Ausgangspunkt der Schau, wie Kurator Felix KRÄMER sagt. Bei einem Ausstellungs-Besuch sollte/kann man sich im Untergeschoss den Web-Film zur Retrospektive anschauen. Im Eingangsraum zur E.L.K.-Schau ist „Kirchner in Zitaten“ zu sehen; ebenda auch ein
Zum rätselhaften Gemälde "Reiterin mit gestürztem Pferd" (Kat. 138 und. S. 282) siehe mehr im 2. Teil des Doppelartikels. (Quelle: Städel.)
Zum rätselhaften Gemälde "Reiterin mit gestürztem Pferd" (Kat. 138 und. S. 282) siehe mehr im 2. Teil des Doppelartikels. (Quelle: Städel.)
Papier kostenlos mit Zitaten (deutsch & englisch, 4 Seiten) zum mitnehmen. Hier ist u.a. auch zu lesen, dass sich E.L.K. „unzählige Male neu erfand“ und er unter dem Pseudonym „Louis de Marsalle“ lobende Kritiken über sein Werk geschrieben hat.

In der lesenswerten Zitatensammlung steht auch (von 1925): „DIX ist ekelhaft, weil gar keine Kunst, ebenso BECKMANN unmöglich“. Beckmann hat ebenso wie E.L.K. die Frankfurter Fußgängerbrücke Eiserner Steg gemalt; siehe Kat. S. 164 Nr. 91 (von 1916), Kommentar S. 270 und Kat. S, 225, Abb. 3 (Max Beckmann-Gemälde von 1922 – Sicht auf Sachsenhausen analog zu E.L.K. 1916). Katalog (Nr. 130, S. 194; 1926 Kunstmuseum Bonn) & Ausstellung zeigen den dominierenden Steg mit dem Frankfurter Dom im Hintergrund. Zum Bild meine a&s-Malerei-Serie „Museumsufer neomodern“. Dass der Steg E.L.K. & M.B. fasziniert haben, kommentiere ich mit meiner Bildergalerie hommageartig - ars evolutoria vom Mainufer & Brücken. Gemälde „Frankfurter Dom“, 1916, S. 228 im Katalog, Abb. 10.

Sicher unbegründet notierte E.L.K. 1920 über den Tiermaler Franz MARC ins Tagebuch: „(…) MARC ist überhaupt indiskutabel. Kitsch á la KANDINSKY. Wie wenig müssen die Herren Kunsthistoriker sehen und fühlen, dass sie solches überhaupt ansehen können“.

"K"-Loch im Bild: Zur Diskussion mit Erklärungsversuchen von mir und Kurator KRÄMER siehe ausführlich Doppelartikel zu E.L.K. - myheimat, Teil 2!
"K"-Loch im Bild: Zur Diskussion mit Erklärungsversuchen von mir und Kurator KRÄMER siehe ausführlich Doppelartikel zu E.L.K. - myheimat, Teil 2!
Zu F.M. siehe die bebilderten Beiträge von mir:

Am 6.3.09 (bisher 2162 mal gelesen): http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/franz-marc-ein-ganz-grosser-des-20-jahrhunderts-ueber-animalisierung-and-evolutionisierung-der-kunst-d79904.html
Am 28.2.09 (bisher 797 mal gelesen): http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/die-transmutationen-des-wassily-kandinsky-abstrakt-absolut-konkret-biomorphfigurativ-d78619.html

Modernes STIL-Empfinden

Für ein „international modernes Stilempfinden“ plädierte Kirchner 1933; er hatte bis 1934 eine Entwicklung zur Abstraktion durchgemacht, wie es Kirchner-Kenner Lucius GRISEBACH beschrieben hat: E.L.K. sei kein KANDINSKY gewesen, der abstrakt dachte und komponierte und auch kein PICASSO, schreibt der Autor in (3). Im Kapitel „Der stilbewusste Künstler“ erklärt L.G., wie sich der Prozess der Bildfindung bei Kirchner vollzogen
Hat E.L. Kirchner die Hängung des Bildes so - im Kopfstand - gemeint? Streitpunkt/Diskussion dazu im 2. Teil des größeren Doppelartikels (Link myheimat de googeln). Ebenda Kurator KRÄMERs Meinung.
Hat E.L. Kirchner die Hängung des Bildes so - im Kopfstand - gemeint? Streitpunkt/Diskussion dazu im 2. Teil des größeren Doppelartikels (Link myheimat de googeln). Ebenda Kurator KRÄMERs Meinung.
hat: Autonome KUNSTFORM ist bei E.L.K. nicht „Widerspiegelung, sondern bildnerisches Äquivalent der Naturform, das sich aus der Logik des Bildes erklären muss“. Zeichnung als „Hieroglyphe“ (E.L.K. – „exstatisches“ Erfassen von Bewegung) transponierte der Maler in Malerei und Druckgraphik; ein Nicht-Abbilden-Wollen, das zum Baustein „freier Schöpfungen aus der reinen Phantasie“ werden sollte.

Das Bilder-nach-der-Natur-Machen mutierte zum Bilder-aus-der-Phantasie-Machen. (S. 176/177.) Was E.L.K. als „Form höherer Ordnung, als abstrakte Form“ verstanden wissen wollte, analysierte L.G. am Beispiel der „REITERIN“ von 1931/1332 (200x150 cm Davos Kirchner Museum; S. 185f. Bild S.186). Dazu auch mehr; Diskussion eines Bildes des Artikels: „Deutsche Schüsse in Davos“. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung & FAZ v. 26.4.2010 plus 1928/29-Gemälde „Reiterin mit gestürztem Pferd“ (S. 282 (Kat. 138) – Städelschau).

NACKTHEIT ohne Mythologie & Allegorie

Auffällig ist bei Kirchner-Ausstellungsbesuchen und in der Literatur über E.L.K., dass der Maler viel und gerne badende Frauen gemalt hat; nicht inszenierte Nacktheit ohne Mythologie & Allegorie wie in früheren Kunstzeiten – als „Viertelstundenakte“ (stehend, liegend),
„Reiterin mit gestürztem Pferd“ (S. 193 (Kat. 114d: aus Skizzenbuch) – Städelschau) - Von mir kolorierte Skizze.
„Reiterin mit gestürztem Pferd“ (S. 193 (Kat. 114d: aus Skizzenbuch) – Städelschau) - Von mir kolorierte Skizze.
Badeszenen in freier Natur, auch als „Kokotten“-Dirnen-Kurtisanen und in freiem Umgang mit Sexualität. Sehenswert ist die 7-teilige Reihe von freizügigen (fast) pornographisch-voyeuristischen Darstellungen des Geschlechtsaktes (Serie „EROTICA I“ von 1910) in Frankfurt. Ein Bild der Serie wurde im Katalog abgebildet - Nr. 32/S. 88. Auf S. 255 mehr zur 8-teiligen Erotica-II-Serie.

Erstmals seit 1933 ist auch in der Schau das monumentale Triptychon der Badenden - mit Leihgaben aus Privatbesitz, dem Kirchner Museum Davos und der National Gallery Washington - wieder zusammengeführt zu sehen. Das Triptychon „Badende Frauen“ (Kat. 78 - S.152/267 – von 1915/25 – siehe Bildergalerie zu meinem Artikel) hat E.L.K. als „eines meiner besten Bilder“ beurteilt. Es dominieren in den 3 Bildern kontrastierende Farbflächen (gelb/orange – blau/violett) miteinander, die Kirchner seit 1925 als wichtigstes Merkmal seines „neuen Stils“ verstanden hat. Interessant ist besonders auch die rechte Tafel des 3teiligen Bildes, auf der E.L.K. den Oberkörper einer Nackten von vorne – den Unterkörper aber von hinten – um 180 Grad gedreht – dargestellt hat. (Vgl. Bilderserie.)

KIRCHNER als „Fabrikmarke“

„Die Fabrikmarke meiner Kunst ist E.L. Kirchner
Wichtiges Bild des "neuen Stils" E.L.K.s: Was E.L.K. als „Form höherer Ordnung, als abstrakte Form“ verstanden wissen wollte, analysierte L.G. am Beispiel der „REITERIN“ von 1931/1332 (200x150 cm Davos Kirchner Museum).
Wichtiges Bild des "neuen Stils" E.L.K.s: Was E.L.K. als „Form höherer Ordnung, als abstrakte Form“ verstanden wissen wollte, analysierte L.G. am Beispiel der „REITERIN“ von 1931/1332 (200x150 cm Davos Kirchner Museum).
und nichts weiter (…) und es ist bis heute noch keinem eingefallen, mich Expressionist zu nennen schrieb E.L.K. 1924 in einem Brief an Georg Schmidt. Mit den Vorwürfen „fratzenhafte Verzerrungen“, „Farbenirrsinn“ „grotesker Scherz“ etc. gegen die Kunst des Expressionismus wurden schon 1910 (vor den Nazis) Brücke-Bilder verspottet. (Siehe Kat. S. 71 f.) Kirchner bekannte 1933 – 5 Jahre vor seinem Selbstmord-Tod in Davos als 58-Jähriger -, dass „HITLER bei seinem Kampf gegen die Moderne dem Irrtum verfallen ist, alle Künstler die heute um die 50 sind und modern schaffen mit GROSS und KOLLWITZ zu identifizieren, wo doch ich und die ehemaligen Brückeleute z.B. nie die Kunst mit Politik vermischt haben. Ich z.B. auch nie einer Partei angehörte. (Brief an Hagemann, 20.6.1933)

In FAZ-Beiträgen befasste ich mich mit E.L. Kirchners sich tatsächlich wandelndem Kunststil und dem Leben unter dem Nationalsozialismus. Ich versuchte Antworten zur Frage zu geben, warum sich der bedeutende Künstler bei Davos 1938 erschossen hat. (4)

Warum wollte KIRCHNER kein EXPRESSIONIST sein und erschoss er sich 1938?

Der „Brücke“ (1905)-Mitbegründer E. L. KIRCHNER war Kriegsfreiwilliger bis 1915. 1937 schloss ihn die Preußische Akademie der Künste aus;
639 Werke werden 1937 als entartet aus den Museen in Deutschland beschlagnahmt. München: 32 Arbeiten Kirchners sind in der Ausstellung „Entartete Kunst“ zu sehen. K. wird aus der Preußischen Akademie ausgeschlossen. a&s-Bild.
639 Werke werden 1937 als entartet aus den Museen in Deutschland beschlagnahmt. München: 32 Arbeiten Kirchners sind in der Ausstellung „Entartete Kunst“ zu sehen. K. wird aus der Preußischen Akademie ausgeschlossen. a&s-Bild.
seine Werke wurden beschlagnahmt. Der Maler hat Kollegen fälschlicherweise und in abwertender Absicht als „Juden“ bezeichnet. War er ein Antisemit? Das berühmte Gemälde E.L.K.s „Berliner Straßenszene“ aus dem Jahr 1913 macht/e als „causa Kirchner“ Schlagzeilen: 1936 wurde es von der Witwe Tekla HESS (ihr Mann war Förderer & Sammler expressiver Kunst) unter dem Druck des Antisemitismus (Gestapo) verkauft und ein Fall von „Raubkunst“. Der Frankfurter Sammler Carl HAGEMANN erwarb das Bild 1936. Es geriet durch Schenkung an E. HOLZINGER (Städel-Direktor; als Dauerleihgabe) & Veräußerung (1980, 1,9 Mill. DM) an die Stadt Berlin (Brücke-Museum). Die Enkelin von A. &. T. HESS stellte weitere Rückgabeverlangen: Offene Restitution für „Das Urteil des Paris“, 1912 (Wilhelm Hack M., Ludwigshafen) und „Leipziger Straße mit elektrischer Straßenbahn“, 1914 (Folkwang M. Essen). Die „Straßenszene“ wurde 2006 bei Christie’s (NY) für ca. 30 Mill. Euro versteigert. (Vgl. Bildergalerie.) Die F.A.S. berichtete über ein Skizzenbuch-Bild (undatiert), das einen Vorbeimarsch mit Hitlergrüßen (an NAZI-Funktionär Davos?) darstellt. (Vgl. (5); auch wikipedia zur „causa Kirchner“; http://de.wikipedia.org/wiki/Causa_Kirchner )

Diese Nazi-Seiten werden Erna & E.L.K mit Entsetzen gelesen; Diffamierung brachte den Maler-Architekten 1938 um; Selbstmord ohne Erna!
Diese Nazi-Seiten werden Erna & E.L.K mit Entsetzen gelesen; Diffamierung brachte den Maler-Architekten 1938 um; Selbstmord ohne Erna!
Am 23. April 2010 kommentierte ich in (4) weiterhin:

REVITALISIERUNG durch eine 2., 3., 4., 5. (…) MODERNE statt EVOLUTIONisierung?

„Nerven für das Neue“ – Kunsterneuerung und kulturellen Symmetrie-„Bruch“ – fordert E. BEAUCAMP in der FAZ (8.1.10). Der Städel-Rückblick für E. L. KIRCHNER – Nazis mit Hitlers “Entartetet Kunst“ schändeten E.L.K. - habe „Potential für die Zukunft“. Größen-Ich und radikaler Geniekult wird auch Neo Rauch attestiert (vgl. „taz“). Leider muss man als Künstler (oder Antikunst-K. & Nicht-Kunst-als „Kunst“-K.) heutzutage auch zur „Fabrikmarke“ des Kunsthandels werden, um beachtet zu werden. Dass sich ein innovativ-origineller Künstler „ständig“ über den „Stand der Moderne“ informiert, ist eine Selbstverständlichkeit. „Forcierte Modernität“ als EVOLUTIONISIERUNGs-Merkmal im „Malerei-Stammbaum“ ist nötig. „Vorreiter einer zweiten und dritten Moderne“ titelt R.-M. Gropp im Text: „Umgemodelter Art-déco, Abstraktion, unentschieden aufgelöste Figürlichkeit, schrille Farben und Kontraste“ sind als evolutionäre Bifurkationen zu sehen. Ist E.L.K.s Werk für das Zeitgenössische HEUTE relevant? - „Die Zeit (…) bricht gerade an“? Eine reflexive 2. & 3. Modernisierung ist wohl als kunstgeschichts-philosophisches Konstrukt zur Revitalisierung gedacht? Heinrich KLOTZ’s 2. Moderne mutierte zur Postmoderne/Spätmoderne. Ist die Moderne ENDLOS?

Die F.A.S. berichtete über ein Skizzenbuch-Bild (undatiert) des EX-Expressionisten E.L. KIRCHNER, das einen Vorbeimarsch mit Hitlergrüßen (an einen NAZI-Funktionär) darstellt. Im "neuen Stil" wurde die sw-Zeichnung von mir coloriert. (8/5/10)
Die F.A.S. berichtete über ein Skizzenbuch-Bild (undatiert) des EX-Expressionisten E.L. KIRCHNER, das einen Vorbeimarsch mit Hitlergrüßen (an einen NAZI-Funktionär) darstellt. Im "neuen Stil" wurde die sw-Zeichnung von mir coloriert. (8/5/10)
P.S.:

In einem 2. Teil eines größeren DOPPEL-Artikels diskutierte ich die Themen „Warum hat E.L.K. den Freitod 1938 gesucht“ und habe zum rätselhaften Gemälde „Reiterin mit gestürztem Pferd“’ Fragen gestellt, die mir Kurator Felix KRÄMER beantwortet hatte. Siehe ausführlich Teil 2 (mit 36 Bildern):
http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/nazi-entartete-kunst-terror-ex-expressionist-el-kirchner-und-der-neue-stil-teil-2-d512648.html

LITERATUR & Anmerkungen

(1) HAHN, Werner: Kommentar zu DIE ZEIT, 29.04.2010 Nr. 18 / Artikel von Florian ILLIES /WEB 6.5.10 „Wie gut war Kirchner?“ – http://www.zeit.de/2010/18/Kirchner?commentstart=1...

(2) HAHN, Werner: DOPPEL-Artikel zur KIRCHNER-Schau in Frankfurt:

Teil 1 (mit 37 Bildern):
Triptychon E.L. Kirchners "Badende Frauen" - rechte Tafel (Kat. 80; Quelle Städel.)
Triptychon E.L. Kirchners "Badende Frauen" - rechte Tafel (Kat. 80; Quelle Städel.)
t-ludwig-kirchner-kunst-ist-stete-verwandlungq-vom-expressionismus-zur-neuen-moderne-1-teil-d511909.html">http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/ernst-ludwig-kirchner-kunst-ist-stete-verwandlungq-vom-expressionismus-zur-neuen-moderne-1-teil-d511909.html
Teil 2 (mit 36 Bildern):
http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/nazi-entartete-kunst-terror-ex-expressionist-el-kirchner-und-der-neue-stil-teil-2-d512648.html

(3) GRISEBACH, Lucius: ERNST LUDWIG KIRCHNER 1880-1938. Köln 1999.

(4) GROPP, Rose-Maria: Ein Mann mit Nerven für das Neue. (Kirchner-Ausstellung im Städel): In Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.4.10.

(5) RICHTER, Peter: Deutsche Schüsse in Davos. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung & FAZ v. 26.4.2010.

ANHANG

Lebenslauf Ernst Ludwig KIRCHNER

1880
E.L.K. wird am 6. Mai geboren in Aschaffenburg - als Sohn einer Papier-Chemikers; 1886 Umzug nach Frankfurt, dort Einschulung.

1889
Berufung des Vaters als Professor an die Gewerbeakademie, Chemnitz. 1890 E.L. besucht die Volksschule.

1901
Abitur in Chemnitz - Beginn eines Studiums der Architektur an Technischen. Hochschule Dresden; bringt sich das Malen bei.

DODO, E.L.K.s Dresdner Lebensgefährtin: 1910/20 - "Stehender Akt mit Hut". Zur lebensgroßen Aktdarstellung schrieb K.: "rein, wei kaum ein anderes Aktbild unserer Zeit". Mehr Kat. S. 254.
DODO, E.L.K.s Dresdner Lebensgefährtin: 1910/20 - "Stehender Akt mit Hut". Zur lebensgroßen Aktdarstellung schrieb K.: "rein, wei kaum ein anderes Aktbild unserer Zeit". Mehr Kat. S. 254.
1903
Diplomvorpüfung als Architekt. Zweisemestriges Studium "Lehr- und Versuchs-Atelier f. angewandte und freie Kunst", München.

1904
Aufgabe des Architekturstudiums. Sieht in München Dürer- und Rembrandt-Werke. Freundschaft mit Ernst Heckel.

1905
Prüfung zum Diplom-Ingenieur. Mitbegründer der Künstlergruppe "Brücke" (mit E. Heckel und K. Schmidt-Rotluff) in Dresden. 1. Brücke-Ausstellung Leipzig, Buchhandlung P.H. Beyer & Sohn.

1907-1909
Malt im Sommer Moritzburger Teiche bei Dresden. E.L.K. beginnt Holzskulpturen zu schnitzen. Sieht 1909 Matisse- & Cézanne-Schau in Berlin (Galerie Paul Cassirer).

1907
Entwicklung eines eigenen Stils.

1908
Fehmarn-Aufenthalt. Kontakt mit der Kunst der Fauves.

1910
Künstlergruppe "Brücke" zieht von Dresden nach Berlin. Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Zeichnet Skulpturen im Völkerkunde-Museum in Dresden von den Paula-Inseln in der Südsee.
1911
Übersiedlung nach Berlin; Kontakte zur Kunstgruppe "Sturm"; Hauptthema seiner Bilder wird das Großstadtleben. Lernt Erna Schilling kennen und deren Schwester Gerda.

1912
Beteiligung an „Blaue Reiter“-Ausstellung in München & Berlin. Teilnahme Sonderbundausstellung (Fresko), Köln . Lernt Edvard Munch persönlich kennen..

1932/37er Gemälde „Tanzende Mädchen in farbigen Strahlen“ (Kirchner Museum Davos). E.L.K. hat seine „Farbenlehre“ in farbflächenhafter Gestaltung visualisiert dargestellt. Der Maler-Architekt Kirchner lässt alles Farben-Getrennte z
1932/37er Gemälde „Tanzende Mädchen in farbigen Strahlen“ (Kirchner Museum Davos). E.L.K. hat seine „Farbenlehre“ in farbflächenhafter Gestaltung visualisiert dargestellt. Der Maler-Architekt Kirchner lässt alles Farben-Getrennte z
1912/1913
Erna wird seine Geliebte. Kirchner erhält Auftrag zur Chronik.
1913
Verfasst Chronik der Brücke - Auflösung der Künstlergruppe "Brücke"; Gemälde "Die Straße" und "Fünf Frauen auf der Straße".

1914
Meldung zum Militärdienst; Gemälde "Der Maler mit einem Mädchen". Lernt Oskar Schlemmer kennen.

1915
Militärische Ausbildung in Halle; Lebensangst; Gemälde "Der Maler als Soldat"; Zusammenbruch und Aufenthalt in einem Sanatorium im Taunus; Königstein

1917
Übersiedlung nach Frauenkirch bei Davos in die Schweiz. Morphium- und Veronal-Abhängigkeit. Kontakt mit Henry van de Velde.

1918
Hauptthema seines Werkes werden schweizerische Landschaften. Bezieht mit Erna Schilling Bauernhaus in den Lärchen/Davos. Schreibt das „Glaubensbekenntnis eines Malers“. 1919: Hauptthemen Berglandschaft & Bergbauern-Leben. 1. Aufsatz unter dem Pseudonym Louis de Marsalle.

1921
Morphiumabhängigkeit überstanden. Gemälde "Davos im Schnee" und "Wohnzimmer"; Vater stirbt.

1923
Ausstellung in Kunsthalle Basel – Umzug in altes Bauernhaus auf dem Wildboden in Frauenkirch/Davos. 1924 Beginn der Zusammenarbeit mit dem Kunstschriftsteller Will Grohmann.
Museums-Ufer-Malerei Werner Hahn; ars evolutoria April 2010. Weitere Bilder im Web-Doppelartikel.
Museums-Ufer-Malerei Werner Hahn; ars evolutoria April 2010. Weitere Bilder im Web-Doppelartikel.
1925
Teilnahme Internationale Kunstausstellung, Dresden; Gemälde "Die Maler der Künstlervereinigung 'Brücke'". Sieht Werke Pablo Picassos in Zürich, besucht Frankfurt zweimal.

1925 - 1930
Macht einen Besuch bei Max Liebermann in Berlin. Rückreise über Frankfurt 1926. Rückschau der Kunstgesellschaft Davos: „Kirchner 10 Jahre in Davos“ (Ausstellung 1926).

1926
Beginn der abstrakten Malerei; Teilnahme Internationale Kunstausstellung, Dresden. Will Grohmann veröffentlicht 1. Monografie über Richters Gesamtwerk.

1927
Auftrag Ausgestaltung Festsaal Museum Folkwang in Essen, der nicht realisiert wird; Direktor Ernst Gosebruch wird 1933 durch Nationalsozialisten entlassen.

1922 - 1938
Zusammenarbeit mit der Weberin Lise Gujer; Bildteppiche & Kissenplatten entstehen nach E.L.K.s Entwürfen. Großer Hagemann-Teppich von 1928/32 im Städelmuseum.

1931
Ernennung zum Mitglied in der Preußischen Akademie der Künste, Berlin; Reise nach Frankfurt und Berlin. Bereitet 1932 große Retrospektive vor, die 1933 in Bern stattfinden wird. Im Katalog letzter Aufsatz unter Pseudonym L. de Marsalle. 1935 Abkehr von der Abstraktion.
Dr. Felix KRÄMER - Kurator der E.L.K.-Schau; a&s-Bild; siehe Video-Hinweis (Städel, googeln).
Dr. Felix KRÄMER - Kurator der E.L.K.-Schau; a&s-Bild; siehe Video-Hinweis (Städel, googeln).
1937/38
639 Werke werden 1937 als entartet aus den Museen in Deutschland beschlagnahmt. München: 32 Arbeiten Kirchners sind in der Ausstellung „Entartete Kunst“ zu sehen. K. wird aus der Preußischen Akademie ausgeschlossen.
E.L.K. leidet unter der Diffamierung seiner Kunst, befürchtet Einmarsch der Wehrmacht von Österreich aus in die Schweiz.

1938
am 15.06. Selbstmord in Frauenkirch bei Davos unweit seines Hauses; zerstört vorher Druckstöcke & geschnitzte Objekte. Soll auf eigene Bilder geschossen haben.

(ANHANG unter Berücksichtigung von Biografie-Daten im Katalog zur Städelschau, S. 289 ff. und von GRISEBACH, Lucius: ERNST LUDWIG KIRCHNER 1880-1938. Köln 1999 (S. 193 ff.).)

PS: Siehe Beitrage mit BILDERGALERIEN – Hinweis zum Doppelartikel (2)

NACHWORT für KUNST-Interessierte

Dokumentation der Diskussion zum BILD mit der vom PFERD gestürzten REITERIN; Antwort Kurator Dr. Felix KRÄMER

Dass das Bild von KIRCHNER mit geschlitztem Loch nicht (!) in der Baselitz-Manier gemeint ist, ergibt sich aus folgenden Indizien: Das Bild ist im "Neuen Stil" gemalt, hängt auch in einem dementsprechenden Raum im Städel. Ich entdeckte in der linken unteren Ecken ein kleines Loch im Bild, das in V-Form geschlitzt ist und
Städel Museum mit E.L.K.-Blitz. a&s-Malerei W.Hahn 6/5/10.
Städel Museum mit E.L.K.-Blitz. a&s-Malerei W.Hahn 6/5/10.
durch Kratzen die Gestalt eines großen "K" ergibt. Der Buchstabe steht m.E. für Kirchner. Früher hat Kirchner Bilder mit E.L.K. signiert; z. B. im Bild der "Negertänzerin", das laut Katalog & Ausstellung mit "1910/20" datiert ist - aber auf dem Bild unten links mit "E.L.K. 05" signiert ist. Kirchner hat Bilder vordatiert, das weiß man.

Die Gestalt des eines großen "K" ist auf dem Bild „Reiterin mit gestürztem Pferd“ vertikal gespiegelt gezeichnet, d. h. folgendes: Wenn man das Gemälde um 180 Grad dreht (auf den Kopf stellt), ergibt sich die Situation, dass das "K" nun in richtiger Gestalt (als K für Kirchner) oben rechts in der Ecke (über dem linken Ohr des Pferdekopfes) zu sehen ist. Möglicherweise hat E.L.K. das Bild nicht 1928/29, sondern später (evtl. kurz vor seinem Selbstmord) gemalt und auch (vielleicht !) vordatiert.

Ich interpretiere das brisante Bild so: Das gestürzte Pferd steht für E.L.K. und die Reiterin für ERNA (Lebensgefährtin). Kirchner hatte um 1938 Selbstmordabsichten und er wollte, dass Erna ihm in seinen Freitod folgt. Erna wollte aber leben. Das Schlitzen der Leinwand und seinem Namenskürzel "K" ist ein aggressiver Akt gegen sich selbst (Selbstverstümmelung - vgl. Boderlinestörung).

Im Maul des Pferdes
Ausstellungsmacher Max HOLLEIN - a&sBild W.H.
Ausstellungsmacher Max HOLLEIN - a&sBild W.H.
hängen nach UNTEN (bei der gedrehten Ansicht - richtig!), die gerissenen "Zügel". In einer Gestalt, die das gestürzte - am Boden liegende Pferd - m.E. vielleicht hieroglyphisch symbolisieren. In der um 180 Grad gedrehten "richtigen Form" des Bildes fliegt "Erna" durch die Luft (Busen schräg nach links-unten gerichtet). Das Gesicht Ernas zeigt ein "Lächeln" mit herausgestreckter Riesen-Zunge, die gestaltmäßig im Brustbereich des Pferdes als Form widergespiegelt erscheint. Möglicherweise wiederholt sich auch das geschlitzte "K" gestaltmäßig im Kopf des Pferdes - 2 Ohren und Pferdemähne (mit verdecktem Auge). Unklar bleibt die helle flächige Hinterteilgestalt: vermutlich der Pferdesattel.

Fazit: Das Bild (Kat. Nr. 138) gehört m.E. umgedreht aufgehängt; es kündigt Kirchners Freitod von 1938 an.

Problem: Der Katalog zeigt eine Skizze 114d (S.193) zum Gemälde - Skizzenbuch 1921-23/25.

Ergänzend ist zu sagen, dass E.L.K. auch Bilder der Städel-Ausstellung rechts oben signiert hat: z.B. Kat. 10 (1909/10), Kat. 3 (1910), Kat. 96 (von 1917/ nach 1930). Vordatiert hat Kirchner häufig; dass er die Skizze des Skizzenbuchs (1921-23/25) erst später zu dem Pferdereiterinnen-Gemälde nutzte, ist m.E. durchaus möglich.

Es gibt
3 Plakate des Städel zur Schau des EX-Expressionisten E.L.K. - a&s-Bild.
3 Plakate des Städel zur Schau des EX-Expressionisten E.L.K. - a&s-Bild.
ein weiteres Pferde-Reiterin-Bild, das in Salzburg ausgestellt wurde: Ernst Ludwig Kirchner : [anlässlich der Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner, 31. Oktober 2009 - 14. Februar 2010, Museum der Moderne Salzburg] / [MdM Salzburg]. Lucius Grisebach. [Hrsg. Toni Stooss]. - [Köln] : DuMont, 2009. - S. 245 "Reiterin" 1931-32 (Kat. 41) - Öl Lw.:

Im "neuen Stil" gemalt: erinnernd an die Malerei einer Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen; Vorbilder: Trennung und Überlagerung eines Bewegungsablaufs - kinematographische Zeiterfahrung - Serienbilder (MUYBRIGDEs "Animals in Move",1899 u. Bragalia) - Dynamismus des Futurismus - mit z.B. Giacomo BALLAs Gemälde „Bewegungsrhythmus eines Hundes an der Leine“ (1912) u.a.m. (Duchamps Akt z.B.). Auch das im Städel-Katalog kommentierte Gemälde "Schlittenfahrt" 1927/28 (S. 208/281) ist analog neo-"futuristisch" interpretierbar.

Im Salzburg-Reiterinnen-Bild (siehe Bildergalerie): Ansicht des Pferdes sowohl von hinten als auch von der Seite (schwarz/schattenartig) - Drehung um einen rechten Winkel. E.L.K. vergleicht das Pferde-Hinterteil (rosa) mit dem einer Frau; Pferdeschwanz (Nabel ?) weggelassen. (Siehe 180-Grad-Drehung in der Nackten der rechten Tafel des Bildes "Badende Frauen" (Triptychon Kat.73).)
Spazierengehen am MAIN-Ufer - Museumsmeile. "Der rote Schwan" - a&s-Malerei zur E.L.K.-Schau.
Spazierengehen am MAIN-Ufer - Museumsmeile. "Der rote Schwan" - a&s-Malerei zur E.L.K.-Schau.

"SO" (Sandra Oppmann) hat S. 282 von der dunkler grünen Fläche, die vom Kopf ausgeht, gesprochen (angeblich nicht zuordbar "in umgekehrter Perspektive"). Dieser wie ein Schatten wirkenden grünen Fläche ist die große gleichfarbige Grünfäche "oben im Bild" zuzuorden, die in/um den Körper von "Erna" verläuft. Von "Ernas" beiden Beinen müssten Schatten ausgehen. Im umgedrehten Bild ist die Grünfläche "harmonischer" ins Bildganze integriert perspektivisch zu sehen. Man meint, E.L.K. habe es "vergessen", die 3 orangefarbenen Flächen an der Pferdebrust und seitlich der Vorderbeine auszumalen. Der Steigbügel vor dem verschlungenen Hinterbeinpaar liegt beim "gestürzten" Pferd in umgekehrter Perspektive "richtiger"!

Mutmaßlich hat E.L.K. das dynamische Reiterinnen-Bild bewusst doppelt/multi-perspektivisch gemeint gemalt.

Ernst Ludwig KIRCHNERs Pferde-Reiterin (1931-32; Davos Kirchner Museum), das in Salzburg ausgestellt wurde, ist auch im Buch von Lucius Grisebach über KIRCHNER (Taschen Verlag, 1999) auf der Seite 186 abgebildet: Im Berner Ausstellungskatalog von 1933 schreibt E.L.K.: "Bei hellem Sonnenschein treten in der Fernsicht die Schatten als selbständige Formen aus dem Körper heraus und verbinden sich mit
FRANKFURT-Brücken-Malerei 2010. Hommage an E.L.K.s Neuen Stil.
FRANKFURT-Brücken-Malerei 2010. Hommage an E.L.K.s Neuen Stil.
dem vereinfachten Umriss zu einer neuen Form. Die verschiedenen Ansichten, die beim Umgehen entstehen, sind zu einer einheitlichen Form verbunden." (Grisebach, S. 185. a.a.O.) Grisebach schreibt: "Während bei der Reiterin der Körper des Pferdes vor der Landschaft meisterhaft und intelligent in viele einander überschneidende Flächen aufgeteilt und zugleich in einer großen Flächenform zusammengefasst ist, verlieren sich die Figur der Reiterin und der Kopf des Pferdes in vielerlei motivischen Details - Augen, Lippen, Haare, ein Hütchen, zwei Arme und zwei Brüste -, die eben nicht abstrakt sind und daher wie Karikaturen wirken." G. verweist auf analoge "Widersprüche" im Bild "Farbentanz II" (1932-34 S. 187), das K. beschrieben hat (Zitat S. 185 Bildlegende).

Interessant ist, was Hubertus FRONING im Katalog zur 1999er E-L-K.-Ausstellung im Davoser Museum/Folkwang Essen schreibt: "Reiterin" S. 140: Gosebruchs Ablehnung 1932: als indiskutabel - unzulänglich - peinlich - lächerlich (a.a.O. S. 106, 107). Ebenda auch zu analogen Stilmerkmalen, "Farbentanz" I & II.

Zum Thema Schlitzen der Leinwand - Namenskürzel "K" als aggressiver Akt gegen sich selbst: Im Grisebach-Buch steht auf S. 198 zum Freitod 1938: "Verschiedene Zeitzeugen behaupten, er habe auch auf seine eigenen Bilder geschossen."
Eiserner Steg & Main; a&s-Malerei 2010 zu E.L.K. (Maler-Architekt).
Eiserner Steg & Main; a&s-Malerei 2010 zu E.L.K. (Maler-Architekt).

In der FAZ schrieb ich über KIRCHNER, E.L.K.s Kreation einer dialogfähigen neu-modernen Syntax & Semantik zeige den „Versuch einer l’art-pour-l’art-Überwindung“: Es erkläre sich, warum E.L.K. kein „Expressionist“ mehr sein wollte. Er rückte tatsächlich dem Geist der Renaissance mit Albrecht Dürer – so wie er es betont hat – näher. Dass Neo-Renaissance-Modernität im Spätwerk des Künstlers in der Städel-Retrospektive vorgestellt wird, sei „lobenswert“: „Die kontrovers diskutierten Arbeiten im "Neuen Stil", die durch kompromisslose Flächigkeit und einen hohen Abstraktionsgrad überraschen, sind ars-evolutoria-verwandt“, schrieb ich in der FAZ.

Zu ergänzen ist:

Da Kirchners „neuer Stil“ im Verborgenen gehalten wurde, war er mir beim Schreiben meines EST (Symmetrie)-Grundlagenwerks unbekannt; ansonsten wäre ich auf ihn gestoßen. Über den Kubismus & PICASSO und dessen Philosophie, dessen Werk den Maler E.L.K. bei der „Neue-Stil-Erfindung“ beeinflusst hat, schrieb ich ausführlich. E.L.K. verglich sich mit PICASSO; gleichzeitig wollte er – wie er in der Brücke-„Chronik“ von 1913 schreibt -. „unbeeinflusst durch die heutigen Strömungen, Kubismus, Futurismus usw.“ malen.

Eiserner Steg NICHT finster-schwarz-grau-hässlich wie die Nacht: a&s-Malerei 2010.
Eiserner Steg NICHT finster-schwarz-grau-hässlich wie die Nacht: a&s-Malerei 2010.
Mein Symmetriebuch-Sachregister enthält zu „Kubismus“ 13 Seiten-Einträge: Über Cézanne & Urformen & Mehrfluchtpunkt-Perspektivität sowie „Vom Irrtum der Kunstphilosophie des Cézannismus-Kubismus“: siehe Kap. 11.8, 11.8.1., 11,8.2. (Abb. 553-560). In 12.4. erörterte ich PICASSOs und BALLAs sowie DUCHAMPs Versuche, Bewegung/Dynamik in die Malerei zu bringen: Abb. 630 und 631 mit Polyperspektivität und Dynamismus im mit 3 ganzfigurig-isolierten Bewegungsphasen gemalten Ölbild von 1969 („Lionel Hampton-Porträt“; auch Farbtafel V). Hierzu auch Giacomo BALLAs Gemälde „Bewegungsrhythmus eines Hundes an der Leine“ (1912) – ars evolutoria mutiert in der Bildergalerie.
Zur Lösung des Problems, wie Bewegung zu malen war, nahmen die Futuristen Zuflucht zum Kubismus und der Fotografie. Die neue Technik des Röntgens, mit Bildern, auf denen undurchsichtige Körper durchsichtig wurden, förderte das Malen in kubistischer Transparenz und Überschneidung, die auch E.L.K. fasziniert haben muss. Bewegungsabfolgen einer Figur konnten die zeitliche Dimension in die räumliche übertragen. Der Körper hinterließ in der Luft eine Erinnerung an sein Vorübergehen; vgl. BALLA Hund-Bewegungsrhythmus mit Bildern des „Neuen Stils“ von E.L.K. Ars Evolutoria
Synthese von Kunst & Wissenschaft: Georges Seurat in der SCHIRN; am 9. Mai in der Kunsthauptstadt zu Ende gegangene Schau. Siehe W.H. zu  G.S. - googeln.
Synthese von Kunst & Wissenschaft: Georges Seurat in der SCHIRN; am 9. Mai in der Kunsthauptstadt zu Ende gegangene Schau. Siehe W.H. zu G.S. - googeln.
(evo-devo-art) löste das Bewegungs-Problem in der Evolution: Parallelisieren von Natur/Kunst-Evolutionisierung. Evolutionäre Dynamik war in wissenschaftlicher Natur-und-Kunst-Ästhetik endlich darstellbar; ein absolutes Novum in der Geschichte der Kunst (Malerei/Graphik).

Googelt man „ultramoderne transmoderne“ erscheinen am Monitor mehrere Hinweise zu a&s und der EST-Anthologie: Z. B. liest man: „Für eine objektive Künstler-Ästhetik warb ich in der EST-Anthologie: Evolutionäre Ästhetik forderte ich in ‚Antithese zu modernistisch-postmodernistischem Kulturkonservatismus’. Ich stellte dar (auch später in einer Vorlesung an der Uni Tübingen; siehe Bilderstrecke), dass „in Antithese zur Pop Art beispielsweise“, das Gedankengebäude einer NEO-MODERNE – ULTRA-MODERNE, TRANS-MODERNE – wirklich ein neues Konzept darstelle.“

(„Seurat versuchte EVOLUTIONISIERUNG: wissenschaftliche Ästhetik“, begründete ich: http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/revolution-seurats-in-frankfurt-kunst-machte-einen-evolutionssprung-d255530.html ; von einem Bemühen um „wissenschaftliche Ästhetik“ kann man bei E.L.K. m.E. nicht reden.)

a&s grüßt BALLAs Futurismus; vgl. Hinweis im Artikeltext. DYnamisieren - Evolutionisieren (...)
a&s grüßt BALLAs Futurismus; vgl. Hinweis im Artikeltext. DYnamisieren - Evolutionisieren (...)
E.L.K.s modernes STIL-Empfinden ist zwar kein ars-evolutoria-Vorläufer-Stadium, aber die Bemühungen E.L.K.s der Motiv-Findung und Farben-Findung ähneln einander:

Für ein „international modernes Stilempfinden“ plädierte Kirchner 1933; er hatte bis 1934 eine Entwicklung zur Abstraktion durchgemacht, wie es Kirchner-Kenner Lucius GRISEBACH beschrieben hat: L.G. erläuterte, wie sich der Prozess der Bildfindung bei Kirchner vollzogen hat: Autonome KUNSTFORM ist bei E.L.K. nicht „Widerspiegelung, sondern bildnerisches Äquivalent der Naturform, das sich aus der Logik des Bildes erklären muss“. Zeichnung als „Hieroglyphe“ (E.L.K. – „exstatisches“ Erfassen von Bewegung) transponierte der Maler in Malerei und Druckgraphik; ein Nicht-Abbilden-Wollen, das zum Baustein „freier Schöpfungen aus der reinen Phantasie“ werden sollte. Was E.L.K. als „Form höherer Ordnung, als abstrakte Form“ verstanden wissen wollte, analysierte L.G. am Beispiel der „REITERIN“ von 1931/1332 (200x150 cm Davos Kirchner Museum; S. 185f. Bild S.186.

Der „abstrakte“ Stil zeige sich auch sehr gut in „Die Reiterin“ (1931-32 – Kirchner Museum Davos) – Ausritt einer „Davoser Dame“. Farbentanz I & II zeigen eine „symbolistische Komposition“ (L.G.), die m. E. E.L.K.s „Farbenlehre“ widerspiegelt. (Vgl. Städel Kat. 152, S. 286, Holzschnitt.) Nach L.G. war für Kirchner eine nicht im Wirklichkeitserlebnis veränderte Form (Malewitsch, Picasso) „offensichtlich nicht denkbar“ (ebenda S. 235f.). Motivisch sind die Farbentanz-Variationen auf PICASSOs „La danse“-Gemälde von 1926 zu beziehen, das E.L.K. 1932 in Zürich sah.

Zu KIRCHNERs „Reiterin mit gestürztem Pferd“ – Kurator Felix KRÄMER

Was mir Herr Dr. Felix KRÄMER (Kurator der wichtigen E.L.K.-STÄDEL-Retrospektive) zum rätselhaften Gemälde ‚Reiterin mit gestürztem Pferd’ sagte (Telephonat 6/5/10):

Mit dem Problem „Reiterin und Pferd“ hat sich das Städel-Team der E.L.K.-Retrospektive auch befasst: Es sei so, dass das „K“ von der Rückseite des Bildes eingetragen worden sei – dadurch erklärt sich die Spiegelung auf der Vorderseite. „Wir wissen nicht, ob das von Kirchner ist“, erklärte Dr. K. Wohl im Nachlass E.L.K.s, der nach Basel kam, sei es zur Einwirkung von hinten auf das Gemälde gekommen. Wie, wann und durch wen & warum das K-Loch entstanden ist, muss also noch erforscht werden. Dr. KRÄMER sagte mir, dass kein weiteres der Ölgemälde (E.L.K. schuf über 1000!) ein Loch zeige!

Das Skizzenbuch-Bild zum Gemälde sei im Katalog (K. 114d) nachweislich richtig abgedruckt. (Vgl. meine a&s-Malerei hierzu.) Es sei denn, dass Kirchner das Skizzenbuch auf dem Kopf stehend in die Hand genommen hätte und die Skizze gezeichnet hat. Das gute, auch Herrn K. faszinierende Gemälde, sei übrigens bisher nie ausgestellt worden, habe auch sonst keine Berücksichtigung gefunden. Es sei nie publiziert worden, obwohl ja das Werkverzeichnis vorliege und es dort nach 1925 als Bild des „neuen Stil“ enthalten sei.

Man habe aber bisher kein Interesse an dem Bild gezeigt. Das Thema Pferd & Reiterin taucht indessen mehrfach im Werkverzeichnis auf. KIRCHNER habe sicherlich mit der Möglichkeit des Umkehr-Sehens gespielt; also in der von mir postulierten Sicht-Weise. Doppeldeutigkeit stecke in der Semantik des Bildes wohl nicht, erklärte Herr Dr. KRÄMER seine Sicht der von mir aufgeworfenen Fragen & Bild-Interpretationen.

Zum NAZI-Aufmarsch-Bild sagte Dr. K.: Er sei zusammen mit Dr. RICHTER (F.A.S. siehe oben) in Davos gewesen: E. KORNFELD, dem das Blatt gehört – 22.000 Zeichnungen schuf E.L.K.! -, präsentierte das Bild beim Treffen. Ein „ambivalentes Verhältnis“ habe Kirchner zum Nationalsozialismus gezeigt. Auf 2600 Seiten sei Kirchners kompletter Briefwechsel erschienen, dort könne man nachlesen, wie E.L.K. sich zunächst den Nazis anbiederte; bis 1935 gehe dies so. In den letzen zweieinhalb Jahren: Kirchner, der kein Jude war, habe Angst und Panik-Attacken bekommen, als die Nazis in Österreich einmarschierten. Nicht alle fanden Kirchner damals gut. Das Persönlichkeits-Profil Kirchners komme in den Briefen deutlich zum Ausdruck.

Kirchners "Der Frankfurter Dom" von 1926. Mit Eisernem Steg, den E.L.K. bei seinen Frankfurt-Besuchen faszinierte. Der Maler-Architekt zeichnete und malte gerne Brückenbauwerke. (Kat. 130/S. 280.)
Malerei zu Kirchners "Frankfurter Dom" (2/5/10). ars evolutoria Werner Hahn.
1916: "Frankfurter Westhafen". Kat. 89 /S. 270 Kommentar - Städel Museum. Von der Frankfurt Friedensbrücke aus gesehen. Auch andere Eisenbahnbrücken malte der Architekt E.L.K.
Empfehlenswerte Schrift für kunstinteressierte Schüler/Eltern und Lehrer; kindgemäßes Unterrichtsmaterial!
Zum rätselhaften Gemälde "Reiterin mit gestürztem Pferd" (Kat. 138 und. S. 282) siehe mehr im 2. Teil des Doppelartikels. (Quelle: Städel.)
"K"-Loch im Bild: Zur Diskussion mit Erklärungsversuchen von mir und Kurator KRÄMER siehe ausführlich Doppelartikel zu E.L.K. - myheimat, Teil 2!
Hat E.L. Kirchner die Hängung des Bildes so - im Kopfstand - gemeint? Streitpunkt/Diskussion dazu im 2. Teil des größeren Doppelartikels (Link myheimat de googeln). Ebenda Kurator KRÄMERs Meinung.
„Reiterin mit gestürztem Pferd“ (S. 193 (Kat. 114d: aus Skizzenbuch) – Städelschau) - Von mir kolorierte Skizze.
Wichtiges Bild des "neuen Stils" E.L.K.s: Was E.L.K. als „Form höherer Ordnung, als abstrakte Form“ verstanden wissen wollte, analysierte L.G. am Beispiel der „REITERIN“ von 1931/1332 (200x150 cm Davos Kirchner Museum).
639 Werke werden 1937 als entartet aus den Museen in Deutschland beschlagnahmt. München: 32 Arbeiten Kirchners sind in der Ausstellung „Entartete Kunst“ zu sehen. K. wird aus der Preußischen Akademie ausgeschlossen. a&s-Bild.
Diese Nazi-Seiten werden Erna & E.L.K mit Entsetzen gelesen; Diffamierung brachte den Maler-Architekten 1938 um; Selbstmord ohne Erna!
Die F.A.S. berichtete über ein Skizzenbuch-Bild (undatiert) des EX-Expressionisten E.L. KIRCHNER, das einen Vorbeimarsch mit Hitlergrüßen (an einen NAZI-Funktionär) darstellt. Im "neuen Stil" wurde die sw-Zeichnung von mir coloriert. (8/5/10)
Triptychon E.L. Kirchners "Badende Frauen" - rechte Tafel (Kat. 80; Quelle Städel.)
DODO, E.L.K.s Dresdner Lebensgefährtin: 1910/20 - "Stehender Akt mit Hut". Zur lebensgroßen Aktdarstellung schrieb K.: "rein, wei kaum ein anderes Aktbild unserer Zeit". Mehr Kat. S. 254.
1932/37er Gemälde „Tanzende Mädchen in farbigen Strahlen“ (Kirchner Museum Davos). E.L.K. hat seine „Farbenlehre“ in farbflächenhafter Gestaltung visualisiert dargestellt. Der Maler-Architekt Kirchner lässt alles Farben-Getrennte z
Museums-Ufer-Malerei Werner Hahn; ars evolutoria April 2010. Weitere Bilder im Web-Doppelartikel.
Dr. Felix KRÄMER - Kurator der E.L.K.-Schau; a&s-Bild; siehe Video-Hinweis (Städel, googeln).
Städel Museum mit E.L.K.-Blitz. a&s-Malerei W.Hahn 6/5/10.
Ausstellungsmacher Max HOLLEIN - a&sBild W.H.
3 Plakate des Städel zur Schau des EX-Expressionisten E.L.K. - a&s-Bild.
Spazierengehen am MAIN-Ufer - Museumsmeile. "Der rote Schwan" - a&s-Malerei zur E.L.K.-Schau.
FRANKFURT-Brücken-Malerei 2010. Hommage an E.L.K.s Neuen Stil.
Eiserner Steg & Main; a&s-Malerei 2010 zu E.L.K. (Maler-Architekt).
Eiserner Steg NICHT finster-schwarz-grau-hässlich wie die Nacht: a&s-Malerei 2010.
Synthese von Kunst & Wissenschaft: Georges Seurat in der SCHIRN; am 9. Mai in der Kunsthauptstadt zu Ende gegangene Schau. Siehe W.H. zu  G.S. - googeln.
a&s grüßt BALLAs Futurismus; vgl. Hinweis im Artikeltext. DYnamisieren - Evolutionisieren (...)

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