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Gießener Schulfirma auf dem 2. Platz

Die Schulfirma vor ihrem Präsentationsstand
Die Schulfirma vor ihrem Präsentationsstand
Gießen | Die Schulfirma „Opiqua“ der August-Hermann-Francke-Schule Gießen belegte auf dem diesjährigen Landeswettbewerb von JUNIOR einen sehr guten 2. Platz.
JUNIOR ist ein Projekt des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln und bietet Schülern die Möglichkeit, für ein Jahr lang eine Schulfirma zu gründen, um die Marktwirtschaft hautnah zu erleben.
Diese einzigartige, erfahrungsvolle Chance ließen sich die zehn engagierten Schüler der Jahrgangsstufen neun und zehn nicht entgehen und gründeten die Schulfirma „Opiqua“. Die Durchführung und Auswertung von Meinungsumfragen und Kundenzufriedenheitsanalysen für kleinere und mittelständige Unternehmen machten sie zu ihrer Geschäftsidee, mit der sie in ihrem Geschäftsjahr auf große Resonanz stießen.
„Unter anderem bekamen wir einen Auftrag von der Volksbank Mittelhessen. Wir sollten für sie 480 Kunden zu ihrer Zufriedenheit befragen. Als wir die Umfrage durchgeführt hatten und bei der Volksbank die ausgefüllten Umfragebögen abgaben, erhielten wir sogar noch einen Folgeauftrag“, erzählt Alena Gerlach stolz, die in der Firma für die Auftragsabwicklung zuständig ist. „Dies zeigt, dass unsere Kunden sehr zufrieden waren. Außerdem bekamen wir noch einen Auftrag von unserer Schule, bei der wir eine Umfrage zum Schulessen durchführen sollten und einen Auftrag der Personalagentur „passt“, an dem wir gerade arbeiten.“

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Der 21. April 2010 war ein ganz besonderer Tag für die jungen Unternehmer. „Schon ganz früh morgens ging es für uns los. Wir machten uns auf den Weg nach Hanau, da dort der Landeswettbewerb stattfinden sollte, bei dem die zehn qualifizierten Schulfirmen aus Hessen gegeneinander antreten und eine vierköpfige Jury die besten drei anhand von sieben Kriterien raussucht“, erklärt Vorstandsvorsitzende Jacquelin Hansel. Zu den Kriterien gehörten beispielsweise die Buchführung und die Qualität der Sitzungsprotokolle, die „Opiqua“ monatlich zu JUNIOR schicken musste. Außerdem noch der Geschäftsbericht, die Arbeit im Team, das Zukunftspotential der Geschäftsidee und der Präsentationsstand am Wettbewerb.
„Ebenfalls ging unsere Präsentation, die wir an diesem Tag vor allen Firmen, der Jury und noch vielen anderen Zuschauern halten mussten, in die Wertung ein. Wir waren alle sehr aufgeregt, aber zum Glück haben wir während der Präsentation keine gravierenden Fehler gemacht. Es hat alles sehr gut funktioniert“, sagt Felix Pitka, Abteilungsleiter der Finanzen.

Opiqua bei der Preisverleihung
Opiqua bei der Preisverleihung
Der Tag in Hanau war sehr gut durchgeplant. Nach der Begrüßung folgte eine Begutachtung der Schulfirmenstände durch die Jury. Zudem folgte noch ein zehnminütiges Gespräch mit der Jury, indem sie Fragen stellen konnte. Als die Jury zu dem professionellen Stand von „Opiqua“ kam, der mit Flyern, Visitenkärtchen, Postern und vielem mehr ausgestattet war, waren alle Mitglieder sehr aufgeregt, erzählt Susanne Müller, die Leiterin der Personalabteilung. Am Ende stellte sich allerdings auch hier heraus, dass die Aufregung völlig unbegründet war, denn das Gespräch lief reibungslos. Anschließend folgte die fünfminütige Präsentation jeder Firma vor dem Publikum.
Und dann war es soweit. Der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch begann mit der Preisverleihung. „Während der Preisverleihung waren wir alle sehr aufgeregt. Die anderen Firmen waren auch alle gut und haben ihr Bestes gegeben, deshalb wussten wir nicht, ob wir uns Hoffnung auf einen möglichen Preis machen sollte“, berichten die jungen Unternehmer der Schulfirma „Opiqua“.
Schließlich verkündete Herr Posch, dass die Firma „Opiqua“ aus Gießen den zweiten Platz gemacht hat. Felix Pitka: „Als wir das hörten, haben wir uns alle total gefreut! Wir hätten nicht damit gerechnet!“

In zwei Monaten löst sich die Schulfirma auf, aber alle Mitglieder können sagen, dass sich das Jahr harter Arbeit und teilweise eingeschränkter Freizeit gelohnt hat, weil sie viele Erfahrungen gesammelt haben, es Spaß gemacht hat und sie gelernt haben, im Team zu arbeiten.

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von:  Jacquelin Hansel

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