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Schüler Union kritisiert Özkan-Aussage zur Entfernung von Kreuzen in Schulen

Gießen | Die Schüler Union Gießen kritisiert die Aussage der niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan, die sich dafür aussprach Kreuze in Klassenzimmern und Schulen zu entfernen. Auch kritisiert die Schüler Union, dass Özkan in diesem Zusammenhang die Frage um ein Kopftuchverbot an Schulen mit Kreuzen in Klassenzimmern gleichsetzt.

Der Kreisvorsitzende der Schüler Union Gießen, Christopher Lipp, erklärt hierzu: „Das Kreuz ist kein politisches Symbol, sondern Ausdruck der kulturellen Prägung unseres Landes, die maßgeblich auf den Einflüssen des Christentums basiert. Das Kreuz steht jedoch auch für einen Wertekompass in unserer Gesellschaft und hat deshalb eine zeitlose und universelle Bedeutung. Die Diskussion um christliche Symbole im öffentlichen Raum im Zusammenhang mit Integrationspolitik ist völlig deplatziert. Eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn sie auf einem Grundkonsens von Werten aufbaut, die für das gesellschaftliche Zusammenleben notwendig sind. Die christlichen Werte und Traditionen in unserem Land sind dabei wesentlich, da sie unter anderem die menschliche Würde, Toleranz und die Verantwortung des Menschen gegenüber seiner Umwelt und der Gesellschaft definieren.“

Die Schüler Union Gießen bekennt sich zu der Vermittlung christlicher Traditionen in der Schule durch konfessionellen Religionsunterricht.
„Schule ist nicht nur Ort reiner Wissensvermittlung! Neben dem Elternhaus muss auch die Schule Werte vermitteln die für das Leben in unserer Gesellschaft von entscheidender Bedeutung sind und so gerade jungen Menschen Orientierung geben“, so Lipp abschließend.

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Kommentare zum Beitrag

Ralf Praschak
499
Ralf Praschak aus Gießen schrieb am 28.04.2010 um 09:32 Uhr
Ahoi!
Diese Argumentation ist wiedermal viel zu einseitig. Sie blendet die aktuellen Probleme wie Homophobie und Kindesmissbrauch komplett aus. Was wohl Betroffene oder Opfer darüber denken?

Zudem ist die Vergangenheit der Symbole auch alles andere als rosig: Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennungen, Behinderung und Bekämpfung von Aufklärung, Wissen und Bildung, sowie die Gleichschaltung im Dritten Reich.

Natürlich hat sich dies gewandelt und ohne die vielen, teils ehrenamtlichen, Helfer würde unsere Welt um Längen sozial kälter sein. Aber um Zölibat, Gleichstellung der Frau in der katholischen Kirche und Verhütung muss und wird es eine gesellschaftliche Diskussion geben. All dies sind auch Bestandteile der christlichen Symbole.

In einem aufgeklärten und säkularem Staat haben religiöse Symbole im öffentlichen Raum nichts verloren, schon gar nicht in Bildungseinrichtungen. Die Trennung von Staat und Kirche hat absolut zu sein, wie z.B. in Frankreich. Religion ist Sache der Menschen und da kann sich jeder frei entfalten, solange er die Freiheit seiner Mitmenschen respektiert.

Grüsse
Ralf Praschak
Hallo Lieber Leser
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von:  Christopher Lipp

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Christopher Lipp
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