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Frage der Woche: Was halten Sie von dem Einsatz in Afghanistan?

von Simone Linneam 28.04.2010602 mal gelesen1 Kommentar
Transall vor dem Abflug in Afghanistan. (Foto: pixelio/TiM Caspary)
Transall vor dem Abflug in Afghanistan. (Foto: pixelio/TiM Caspary)
Gießen | Die Frage nach dem Afghanistaneinsatz der deutschen Bundeswehr wurde so häufig gelesen und kommentiert, wie sonst kaum eine Frage der Woche zuvor. Und die Bürgerreporter und Reporterinnen waren sich einig: sie lehnen den Einsatz ab. Michael Hoffsteter sieht Gewalt nicht als Lösung und zieht den Vergleich zur Sowjetarmee, die in dem Gebiet schon lange vorher gescheitert sei. Klaus Stadler wünscht sich Politiker, die dafür verantwortlich sind, ins Krisengebiet, die sollten dann selbst „Deutschlands Grenzen“ verteidigen.
Jörg Jungbluth war selbst Soldat, hat den Eid abgelegt, das Vaterland zu verteidigen, „aber nicht am Hindukusch!“ Doch er zollt dem Verteidigungsminister Respekt, der nach weiteren Angriffen nicht versucht hat, sich in Sicherheit zu bringen, sondern bei seinen Soldaten geblieben ist. Christian Momberger greift die Forderung auf, die sich auch in den Friedensinitiativen findet: „Nie wieder Krieg!“ verbunden mit dem Apell: Die Soldaten müssen unverzüglich abgezogen werden! Zudem greift er, neben einigen anderen Punkten, auch den Kostenaspekt auf und denkt darüber nach,
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was mit dem Geld alternativ gemacht werden könnte. Er sieht 1000 Gründe gegen, aber keinen einzigen für das Engagement in Afghanistan. Adelbert Fust bedauert, dass durch diesen Einsatz das Ansehen Deutschlands in vielen Teilen der Welt gelitten habe. Monika Bernges sieht jeden Tag in Afghanistan als einen verlorenen Tag. Martin Schmitt stellt schließlich fest, dass es keinen einzigen Befürworter gebe, „obwohl bei der GZ auch gern mal kontrovers diskutiert wird“. Lediglich bei der Frage, ob die Soldaten wissen, worauf sie sich einlassen, waren die Meinungen uneinheitlich. Bleibt zum Schluss der gewohnt satirische Blick auf’s Geschehen von Dr. Mathias Knoll: Er erinnert an eine Kriegslist der Antike: Die Athenerin Lysistrata beendete den Peloponnesischen Krieg, indem sie die Frauen dazu aufrief den Beischlaf zu verweigern bis die Männer Frieden geschlossen hatten. Und er schließt mit den Worten: Eine innovative Idee - immer noch.

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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
14.274
Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.04.2010 um 16:54 Uhr
Keine Frage. So schnell wie es nur geht unsere Verpflichtungen. sofern solche bestehen sollten, lösen und die Truppen zurück holen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Simone Linne

von:  Simone Linne

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Simone Linne
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