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Bezirksunterparteitag der SPD bestätigte Anita Schneider als Kandidatin für die Landratswahl 2009

Die SPD-Kandidatin für die Landratswahl 2009 Anita Schneider beim Bezirksunterparteitag
Die SPD-Kandidatin für die Landratswahl 2009 Anita Schneider beim Bezirksunterparteitag
Gießen | Es schien kein glücklicher Termin nur wenige Tage nach dem dramatischen Vertrauensverlust in der Landesregierung. Nach dem „Schock der Ereignisse vom Montag“ fand Anita Schneider am vergangenen Freitag in Rodheim-Bieber aber Worte, die Mut und Zuversicht vermittelten. Sie erinnerte an das Erreichte der letzten Monate und forderte zum Blick nach vorn auf: „Wenn der Teufel Dir ein Bein stellt, darfst Du fallen – aber Du darfst nicht liegen bleiben!“

Anita Schneider war in ihrer Gießener Zeit u. a. federführend an der Entwicklung des Beteiligungs-Controllings der Stadt Gießen beteiligt. Derzeit führt sie in Frankfurt ein Sozialrathaus mit 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und verwaltet einen Jugendhilfeetat von insgesamt mehr als 5 Mio. Euro.

Mit der Kandidatur für das Amt der Landrätin richtet sich ihr Engagement verstärkt auf den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Fortschritt und mehr Chancengleichheit in der Bildungspolitik des Landkreises. Sie spricht sich für eine Sicherung der Grundschulstandorte aus und für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Kindergärten, Schulen und Vereinen.
Aus ihrer eigenen Erfahrung als Mutter einer 14-jährigen Tochter wisse sie, dass Eltern nur mit Hilfe eines verlässlichen Betreuungsangebotes „mit freiem Kopf und geringen Fehlzeiten berufstätig sein können“.

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„Wir werden älter, bunter und weniger“. Mit diesem Zitat des Zukunftsforschers Matthias Horx leitete sie das Thema Demografischer Wandel ein und setzte provokant nach: „Ist man mit 70 heute schon alt?“. Das deutliche „Nein“ der Parteifreunde aller Altersgruppen unterstrich sie mit der Auffassung, dass Menschen um die 70 heute weiterhin aktiv ihre Aufgaben im gesellschaftlichen Leben wahrnehmen würden. Dies biete Chancen für die Stärkung und Weiterentwicklung des Ehrenamtes.

Für die „gute Infrastruktur im sozialen und gesundheitlichen Bereich“ forderte sie deren Sicherung und qualitative Weiterentwicklung, „insbesondere im ländlichen Raum“. Hier käme auch der Forderung nach einem intakten ÖPNV eine wichtige Bedeutung zu.

Weiter betonte sie die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der kreiszugehörigen Stadt Gießen: „Die vielfach herrschende Sprachlosigkeit zwischen Stadt und Landkreis kostet viel Geld. Überall, wo die Stadtgrenze Kompetenzen zerteilt, ist eine intensive Zusammenarbeit notwendig“.

„Ich werde mich dafür einsetzen, dass sich Stadt und Landkreis als Ganzes verstehen.“ Dies erfordere viel Geduld, Beharrlichkeit und Zielorientierung. „Wer mich kennt, weiß, dass ich diese Eigenschaften mitbringe.“

Mit den Worten „Sie ist eine überzeugende Persönlichkeit“ bescheinigte ihr Thorsten Schäfer-Gümbel darüber hinaus die Fähigkeit der Vertrauensbildung, sogar über die Partei hinaus. Wie einige Redner der anschließenden Aussprache spricht Schäfer-Gümbel Anita Schneider eine hohe fachliche Qualifikation für dieses Amt zu. Als persönliche Referentin des damaligen Oberbürgermeisters von 1998 bis 2002 sei sie maßgeblich an der Wirtschaftsförderung und der Bewerbung um EU-Fördergelder für die Stadt beteiligt gewesen. Sie sei eine bewusste Sozialdemokratin, sei aber in kontroversen Entscheidungen auch in der Lage, abzuwägen und unter Beibehaltung ihrer Grundüberzeugung erfolgreich zu wirken.

Auch Dietlind Grabe-Bolz verband den Namen Anita Schneider mit fachlicher Kompetenz und warb als OB-Kandidatin für eine gute Zusammenarbeit zur Stärkung von Stadt und Landkreis.

Kurz vor Ende der Aussprache, in der der amtierende Landrat Willi Marx „zumindest heute mal das letzte Wort“ übernahm, meldete sich noch der ehemalige Gießener OB Manfred Mutz. Bevor er klar stellte, dass Anita Schneider mit ihrer kommunikativen Art und als Fachfrau für viele wichtige Fragestellungen einer großen Verwaltung die Dinge immer schnell auf den Punkt brachte, zeichnete er sie in der ihm eigenen Art zudem als sympathische Kollegin aus: „Sie kann unverschämt laut lachen!“.

An diesem Abend überzeugte sie die Delegierten mit ihrer engagierten Einstellung zur Sache: 168 der 176 Anwesenden stimmten mit „Ja“ und vier mit „Nein“ bei drei Enthaltungen und einer ungültigen Stimmabgabe.

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von:  Inge Schwabe

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