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PÄDOPHILIE echt & unecht - SKANDAL sexueller MISSBRAUCH

von Werner Hahnam 07.04.20101508 mal gelesen6 Kommentare
Odenwaldschule (OSO): Goethehaus. „Odenwaldschule in Oberhambach“ (Heppenheim/Hessen). Deren pädagogisches Konzept ist in engem Zusammenhang mit der REFORMPÄDAGOGIK zu Beginn des 20. JHs entstanden. Zu sexuellem Missbrauch s. Text; wikipedia-F
Odenwaldschule (OSO): Goethehaus. „Odenwaldschule in Oberhambach“ (Heppenheim/Hessen). Deren pädagogisches Konzept ist in engem Zusammenhang mit der REFORMPÄDAGOGIK zu Beginn des 20. JHs entstanden. Zu sexuellem Missbrauch s. Text; wikipedia-F
Gießen | „Sollte die Verjährung für sexuellen Missbrauch an Kindern aufgehoben werden?“

Dies fragte die FR ihre Leser: 3559 = 82,04 % meinten JA! (Stand 7.4.) Hier wird Unmut und Kopfschütteln der Bevölkerung in der BRD überdeutlich. An der Odenwaldschule (OSO, Hessen) wurden Schüler offenbar noch bis weit in die 90er Jahre hinein von Lehrern sexuell missbraucht. Die Vorwürfe gegen den Ex-OSO-Rektor Gerold Becker (1) werden laufend ergänzt. Nach jetzigem Stand geht die OSO-Schulleiterin davon aus, dass "mehr als acht Lehrer" von Ex-Schülern belastet sind.

STAATSANWALTschaften sind dafür da, Straftaten zu verfolgen – dafür dürfen die Delikte nicht verjährt sein: Gerichtsverhandlungs-Akten werden bei Staatsanwaltschaften nach unterschiedlichen Zeiten ausgesondert, d.h. vernichtet. Bei Urteilen werden Akten länger aufbewahrt. Sexuelle Belästigung ist kein „Straftatbestand als solcher“, wird erklärt: Für sexueller Missbrauch von Kindern gilt: „Kinder“ sind Leute unter 14, Taten verjähren in 10 Jahren danach. Dann wird nichts mehr verfolgt. Wenn etwas einmal verfolgt worden ist, mit Urteil, gilt nach dem Urteil die längste Aufbewahrungszeit von 30 Jahren. „Jugendliche“ sind Menschen (juristisch) zwischen 14 und 18.

Mehr über...
Stiftschule Amöneburg (1)sexueller Missbrauch (2)Sexualerziehung (1)Odenwaldschule (OSO) (1)
Der heutigen OSO-Schulleitung liegen inzwischen auch Berichte von ehemaligen Schülern vor, die grausige Rituale aus der jüngeren Vergangenheit schildern. "Das sprengt unsere Vorstellungskraft", sagte Rektorin Margarita KAUFMANN am 6.4. gegenüber der Presse (FR). Sie habe zudem Hinweise, dass sich mehrere missbrauchte Ex-Schüler nach ihrer Zeit an der OSO umgebracht hätten. Der jüngste dieser Fälle datiert auf das Jahr 1999. Neue - von weiteren Missbrauchsopfern gemeldete - „furchtbare Misshandlungen von Schülern an Schülern" liegen jetzt vor: „Versengen und Verbrühen von Genitalien“. Ein Altschüler habe die Vorgänge mit der filmischen Gewaltorgie "Clockwork Orange" verglichen. Heikel ist der Vorfall, bei dem ein gefesselter Schüler von Mitschülern mit einer Banane vergewaltigt worden ist, wobei der verantwortliche Lehrer untätig daneben gestanden habe. Derselbe Lehrer wird beschuldigt, in seiner Zeit an der UNESCO-Modell-Schule sowohl Jungen als auch Mädchen missbraucht zu haben.

Medien berichten negativ auch über das Hessische Kultusministerium: Ex-Kultusminister Hartmut Holzapfel (SPD) - noch 2004 Autor für die pädagogische Zeitschrift "Neue Sammlung" – hatte enge Verbindungen zu Täter Gerold BECKER und Hartmut von HENTIG (Herausgeber)(...)

STIFTSSCHULE ST. JOHANN Amöneburg (Hessen Landkreis Marburg-Biedenkopf): 3 Fälle sexuellen Missbrauchs. Siehe Text & Kommentare. a&s-mut-Bild nach einem Foto in der OP Marburg.
STIFTSSCHULE ST. JOHANN Amöneburg (Hessen Landkreis Marburg-Biedenkopf): 3 Fälle sexuellen Missbrauchs. Siehe Text & Kommentare. a&s-mut-Bild nach einem Foto in der OP Marburg.
Sexueller Missbrauch durch Erzieher ist ein spezifisch pädagogisches Verbrechen. Weil der Erwachsene mit desorientierter Sexualität - ob Priester oder Lehrer - die Abhängigkeit von Schutzbefohlenen ausnutzen kann, wird der Missbrauch möglich. Bisher schien es sich durchweg um Einzeltaten oder Einzeltäter zu handeln, die ab und zu ihrer kranken Neigung nachgegeben haben: Das Beispiel der ODENWALDSCHULE (OSO) zeigt indessen, dass der einschlägige Tätertyp im Laufe eines Berufslebens erhebliche Opfer-Zahlen und noch viel größere Fall-Zahlen produziert. Die Abkürzung „OSO“ steht für „Odenwaldschule in Oberhambach“ (Heppenheim/Hessen), deren pädogogisches Konzept in engem Zusammenhang mit der REFORMPÄDAGOGIK zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden ist.

OSO: NEUANFANG soll möglich werden

Der Vorstand der OSO in Hessen ist nunmehr mehrheitlich zurückgetreten. Damit zogen 5 der insgesamt 7 Mitglieder die Konsequenzen aus dem vor drei Wochen bekannt gewordenen Missbrauchs-Skandal an der Privatschule. Die Rücktritte machten „den Weg frei für einen Neuanfang“, sagte Marc TÜGEL von der Gruppe der Altschüler. Während einer Krisen-Sitzung räumte die Schule Fehler ein. „Es sind Dinge falsch gelaufen“, sagte Philipp STURZ vom Trägerverein. „Wir haben den Willen zur rückhaltlosen Aufklärung. Wir wollen das besser machen.“ (Video: (2).)

Heitere Stunden in der OSO? MAKABER. Sonnenuhr an einem Gebäude. (a&s-MUT-Bild n. FR.)
Heitere Stunden in der OSO? MAKABER. Sonnenuhr an einem Gebäude. (a&s-MUT-Bild n. FR.)
Derweil sagte der Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker der Zeitschrift „Der Spiegel“ weder er noch seine Frau hätten von den Missbrauchsfällen „Kenntnisse gehabt, auch nicht durch Andreas“: Sein 2008 verstorbener Sohn Andreas (Künstler) war Schüler an der OSO und zählte zu der Wohngruppe des beschuldigten Schulleiters Gerold Becker. Der Direktor gilt als Haupttäter in dem Missbrauchs-Skandal. Damit wies der frühere Bundespräsident auch Spekulationen in den Medien zurück, er könnte den Missbrauch gedeckt haben. Andreas' Witwe Sabrina von Weizsäcker kritisierte unterdessen scharf die Berichterstattung der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) und von „Die Zeit". „Mein verstorbener Mann wird benutzt", klagte Frau von Weizsäcker. In den Berichten werde "Andreas mit Klarnamen" genannt und "entlang des prominenten Namens würden dann Gerüchte in Umlauf gebracht", erklärte die Witwe. Ihr verstorbener Mann werde "benutzt, weil er Weizsäcker heißt". Dabei habe er sich nicht zu den Opfern gezählt. Laut "Spiegel" ist die Zahl der verdächtigen Lehrer an der OSO auf zehn und die der registrierten Opfer auf 40 gestiegen.

"Odenwäldlerisches DUNKEL" - Malerei zu OSO-Missbrauchsfällen ars evolutoria: 29-03-2010. W.H.
"Odenwäldlerisches DUNKEL" - Malerei zu OSO-Missbrauchsfällen ars evolutoria: 29-03-2010. W.H.
Hierzu passt, was ein anonymes Opfer in der „Oberhessischen Presse“ online auf folgenden Beitrag von mir – OP v. 27/3/2010 – sagte.

ERZIEHER und Reformpädagogik im Kreuzfeuer der Kritik: Sexueller MISSBRAUCH in Hessen

Anne SCHMITZ, die Missbrauchsbeauftragte des Bistums FULDA, hat für die Stiftsschule AMÖNEBURG drei sexuelle Übergriffe von „Pädagogen“ bekannt gegeben: zwei in den 70er Jahren (74/76), einen von 1995 (OP v. 27.3.10). Auf der Internetseite der Stiftsschule gibt es dazu einen Brief an die „Schulgemeinde“ vom 25.3.: http://www.stiftsschule.de/ . Dort heißt es: Es sei eine „Glaubwürdigkeitslücke“ entstanden (…). Mehr: http://www.stiftsschule.de/stiftsschule_xslt/pdf/elternbriefe/brief_schulgemeinde_maerz10.pdf .

Der ehemalige Leiter der ODENWALD-Schule, Gerold BECKER, hat jahrelangen sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen eingeräumt und sich öffentlich dafür entschuldigt. Nach langem Schweigen und unter massivem
Wie entwickelte sich das BÖSE im Menschen? Zur Krise der Pädagogik und Sexualität des heutigen Menschen siehe mehr im Artikel. Missbrauchbeispiele OSO & Stiftsschule Amöneburg. a&s-BILD.
Wie entwickelte sich das BÖSE im Menschen? Zur Krise der Pädagogik und Sexualität des heutigen Menschen siehe mehr im Artikel. Missbrauchbeispiele OSO & Stiftsschule Amöneburg. a&s-BILD.
Druck hat der frühere Leiter ein öffentliches Geständnis abgelegt: Der Vorstand der Odenwaldschule (OSO) machte den Weg für einen „Neuanfang“.Im SKANDAL „OSO“ erheben Missbrauchsopfer und ihre rechtlichen Vertreter schwere Vorwürfe gegen das hessische Kultusministerium und die Staatsanwaltschaft Darmstadt. Der Pädagoge Hartmut von HENTIG hat sich gegen Verdächtigungen gewehrt, wonach er in den Missbrauchs-Skandal an der Odenwaldschule verstrickt sei.

„FEUILLETONistischer UNFUG“ – alles nur Feuilleton?

Im publizistischen Zweig FEUILLETON wird über kulturelle Ereignisse, Entwicklungen und Neuheiten berichtet. In diesem KULTUR-Teil sind Berichte, Essays, Kommentare und kritische Besprechungen zu finden. Als „Selbstbeschädigung des deutschen Journalismus“ interpretiert der Pädagoge Hartmut von HENTIG in der Wochenzeitung „Die Zeit“ die erlittenen „Anfeindungen“ zu den Missbrauchsfällen an der Odenwaldschule, denen er trotzt. Er denkt daran, „auch gerichtliche Untersuchungen über verleumderische Berichterstattung“ herbeiführen zu können. HENTIG, der Lebensgefährte des der sexuellen Übergriffe auf Schüler der Odenwaldschule beschuldigten Schulleiters Gerold BECKER, hatte in der SZ (Süddeutschen Zeitung) bestritten, dass BECKER
Katholische Kirche: Täterbestrafung - Aufklärungsarbeit! Nicht Täter-Schützen (Vertuschung). a&s-mut-Bild.
Katholische Kirche: Täterbestrafung - Aufklärungsarbeit! Nicht Täter-Schützen (Vertuschung). a&s-mut-Bild.
sich überhaupt etwas zuschulden kommen ließ. Damit hat er den FEUILLETON-Unwillen erregt. Am „feuilletonistischen“ Fettnäpfchen, das angeblich zuweilen „undurchdacht, haltlos, reiner Phantasie entspringend oder an den Haaren herbeigezogen“ berichtet, möchte er „Rache“ nehmen. Gibt es „eine Dimension des Feuilletonismus, die ihn in Verbindung mit überempirischen Behauptungen und unbelegten Einfällen bringen“ lässt? Fakt ist, Ex-Schulleiter BECKER hat „Annäherungen und Handlungen“ zugegeben und Schüler „sexuell bedrängt oder verletzt“! (4)

Politiker-Streit über das "pädosexuelle Binnenleben in der Reformschule im Odenwald" (CDU)

In der FR (Frankfurter Rundschau) war zu lesen: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika STEINBACH habe die Grünen wegen früherer Einstellungen zur Reformpädagogik heftig kritisiert. Das "pädosexuelle Binnenleben in der Reformschule im Odenwald" habe in den 80er Jahren auch den Vorstellungen von Grünen entsprochen, sagte die CDU-Frau in einer Bundestagsdebatte. "Dieses Eldorado für Kinderschänder unter dem Deckmantel von Fortschritt und moderner Erziehung galt doch als erstrebenswertes Modell", sagte die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte.Dass die Grünen aktuell die katholische Kirche wegen des Umgangs
Neuanfang mit Aufklärung über sexuellen Missbrauch?
Neuanfang mit Aufklärung über sexuellen Missbrauch?
mit sexuellem Missbrauch kritisieren, wertete Steinbach als "pures Ablenkungsmanöver". FR: „Es seien Grüne gewesen, die 1985 in der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule und Päderasten (SchwuP) den Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch hätten antasten wollen. Hätten sie sich seinerzeit mit ihrer Forderung durchgesetzt, so Steinbach, wären heute nahezu alle Sexualdelikte vollständig straffrei.“ (MEHR: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=2471076& )

Hier der gute beachtenswerte KOMMENTAR eines Missbrauch-BETROFFENEN dazu – siehe (3):

Missbrauch Betroffener – 27.03.10

„Wann hören die unterschiedlichsten Institutionen und Gruppierungen endlich auf die Opfer ein zweites Mal zu "missbrauchen", indem sie diese für ihre machtpolitschen Interessen und Schuldzuweisungen als sich nicht wehren könnende Werkzeuge einsetzen! Opfer werden wie Figuren aus dem Kuriositätenkabinett vorgeführt, die nur ihre sexuellen Erniedrigungen für ein teilweise sensationsgieriges Publikum aufsagen dürfen. Das Opferbild bedarf einer dringenden Korrektur! Wir sollten allen Opfern helfen sich von ihren Ängsten und unnötigen
Kinder fragen - ELTERN antworten NICHT!? -  Fragen über Fragen (...). a&s-Bild.
Kinder fragen - ELTERN antworten NICHT!? - Fragen über Fragen (...). a&s-Bild.
Schamgefühlen zu befreien, indem wir ihnen ehrliches Mitgefühl schenken und ihnen Respekt zollen für ihre mutige Offenbarung! Die Diskussion über eine etwaige Mitschuld der Opfer ist perfide und verachtenswert. Ein Kind oder ein Jugendlicher, an dem sich ein Erwachsener sexuell vergeht, das psychisch und körperlich misshandelt wird, trifft nie irgendeine Schuld!“

Pflicht zur SEXUALERZIEHUNG! – „Pädophilen-Prophylaxe“ (Prävention) tut not

Als Lehrer/in muss man - nicht nur der Bio-Lehrer! – „SEXUALKUNDE“ unterrichten. Das BVerfGericht weigerte sich 1977 ausdrücklich, Prioritäten zu setzen: Elternrecht und der berechtigte Erziehungs- und Bildungsauftrag des Staates seien als Grundrechte „gleichgeordnet“. Angestrebt wurde in Schulen Offenheit und Gesprächs-Bereitschaft seitens der Beteiligten (Schüler – Lehrer – Eltern). Das Thema „sexueller Missbrauch“ war & ist zu behandeln. Hat alles nichts genutzt? – Der sexuelle Missbrauch von Kindern soll heute Jahr um Jahr bei 60.000 Übergriffen liegen; 16 T. registriere die Polizei. Sexuelle Präferenzen sollen von der Pubertät an unveränderbar sein. Ca. 42 Prozent pädophiler Männer fühlten sich zu Jungen und 51 %. zu Mädchen hingezogen. „Potentiell übergriffige“ PÄDOPHILE (Frauen seien
Fehler und Versäumnisse der AUFKLÄRUNG - Sexueller Missbrauch sollte Schul-Thema sein. (a&s-W.H.)
Fehler und Versäumnisse der AUFKLÄRUNG - Sexueller Missbrauch sollte Schul-Thema sein. (a&s-W.H.)
selten pädophil) sind behandelbar (auch im Zölibat): durch Psychotherapie und Medikamente. Das Institut für Sexualmedizin der Charité ermöglicht Beratung und Therapie für Männer mit auf Kinder gerichteten sexuellen Fantasien, die befürchten, zukünftig Kinderpornografie zu nutzen oder sexuelle Übergriffe begehen zu können. Den Grünen wirft die CDU (STEINBACH) vor, "pädosexuelles Binnenleben“ in der OSO gefördert zu haben; wegen der Reformpädagogik. Bitte googeln. http://kein-taeter-werden.de/

(Quelle: Vgl. OP 27/3/10: Damit Pädophile nicht zu Tätern werden (Wiebke Ramm)- Siehe auch Beitrag W.H.8/8/09: http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2009/08/08/bundesverfassungsgericht-amp-sexualkunde-evolution-karneval (auch myheimat.de).)


Bei „BECKMANN“ (ARD): Gute Diskussion um Kindesmissbrauch: Was Prof. Michael Osterheider sagte, war überzeugend.

Das Erste setzte am 2.4. (Karfreitag) auf «Haltet die Welt an»; der Film überzeugte mit 5,19 Millionen Zuschauern und daraus resultierenden 16,2 Prozent Marktanteil. Ein im Anschluss gezeigtes «Beckmann – spezial» interessierte nur noch 3,43 Millionen Bürger – LEIDER. Es ging in der Diskussion um Kindesmissbrauch: Was Prof. Michael Osterheider sagte, war überzeugend.

NEUE MORAL ab 2010? (...): a&s-Bild 29/3/10.
NEUE MORAL ab 2010? (...): a&s-Bild 29/3/10.
Mit den Ursachen von PÄDOPHILIE beschäftigt er sich seit Jahren an der Uni Regensburg. Die Opfer sind meist minderjährige Jungen und Mädchen. Die Diskussion um das Thema "Pädophilie" und "Pädophile Neigungen" ist deshalb in vollem Gange. Auch die Frage nach der Rolle des Zölibats wird in diesem Zusammenhang immer lauter gestellt. Eine mögliche Antwort auf die geforderte Prävention solcher Vorfälle wird händeringend gesucht. Der weit über die Grenzen Regensburgs hinaus bekannte Experte Osterheider hat einen Lehrstuhl an der Universität Regensburg für Forensische Psychiatrie und sieht einen Zusammenhang zwischen dem Zölibat und den Missbrauchsfällen. Außerdem plant er die erste Ambulanz für pädophile Menschen in Bayern.

Forschungsbericht: http://www.uni-regensburg.de/Universitaet/Forschungsbericht/aktuell/medi/prof51a.htm

Auch Stephanie zu Guttenberg überzeugte: Kampf mit „innocence in danger“:

Siehe http://www.innocenceindanger.de/innocence-in-danger/presse/

SEXISMUS und kein Ende ... (a&s-Bild)
SEXISMUS und kein Ende ... (a&s-Bild)
Über SEXUALITÄT von Kindheit an mit den Kindern reden und Vertrauen bilden, meinte S.z.G zur PRÄVENTION.

Präferenz-Störungen in der Pubertät – eine sich entwickelnde vorpubertäre Störung – seien die Ursache der PÄDOPHILIE. Wichtig – so der forensische Psychiater Osterheider – sei es, bei den psychisch Kranken früher anzusetzen – durch Beratungsangebote. Pädophilie, also die sexuelle Orientierung auf das Kind und dessen Körper (=„Kernpädophilie“) - zur sexuellen Bedürfnis-Befriedigung – sind sehr geschickt, sich in die Erlebniswelt eines Kindes einzubringen: Sie spüren wo die emotionalen Defizite eines Kindes liegen. Sexuelle Übergriffe auf Kinder erfolgen meistens im Nahfeld eines Kindes (besonders in dessen Familie; ca. 80%). WICHTIG zu wissen: Meistens erfolgen Übergriffe auf Kinder durch Männer mit „Machtphantasien“, Gelegenheitstäter - die eine scheinbar „normale“ Sexualität leben: verheiratet, eigene Kinder etc.! Besonderer „Tatort“ ist auch das INTERNET für echte und unechte „Pädophile“; auf Kinderpornographie-Seiten. Angeblich 100.000 Männer soll es geben, die pädophile
Hessenlöwe mutiert & erzürnt: Wer hat versagt!? (...); Bild evo-devo-art W.H.
Hessenlöwe mutiert & erzürnt: Wer hat versagt!? (...); Bild evo-devo-art W.H.
Interessen haben, konstatierte Oberheider bei „Beckmann“. Eine „Kultur des Wegschauens“ warf der Professor in diesem Zusammenhang den Politikern vor. Man will nichts mir dem Thema zu tun haben! – „Sie haben keine Ahnung was da abgeht.“ Zur Therapie für Pädophile und Prävention: Handlungsanweisungen zum Lernen, mit der Störung umzugehen – „Sublimieren in andere Richtung“, Verhaltenstherapie und Behandlungsmodule.

In myheimat.de veröffentlichte ich zum Problem SEXUALERZIEHUNG am 07/08/09 (18 Bilder, 141-mal gelesen, 7 Kommentare): http://www.myheimat.de/gladenbach/sexualkunde-evolution-karneval-and-das-bundesverfassungsgericht-d119898.html . Zum Dialog von Glauben und Wissenschaft (Biologie) schrieb ich später (13.02.09) - 569 mal gelesen: http://www.myheimat.de/gladenbach/gedanken/darwin-jahr-erhoeht-den-stellenwert-der-evolutionstheorie-in-der-schule-koexistenz-toleranz-dialog-von-glauben-and-wissenschaft-d75162.html

Neben der Aufforderung zur PFLICHT SEXUALERZIEHUNG und Pädophilie-Prophylaxe (s. oben) kommentierte ich in der FAZ (4) auch die FRAGE:

Wird die Pädagogen-„ZUNFT“ in Sippenhaft genommen?

Er werde mit dem Argument, er sei der Lebensgefährte des Hauptverdächtigen Gerold BECKER, "in Sippenhaft" genommen, schrieb von HENTIG in „Die Zeit“. Feuilletonistisch hieß es in einem FR-Beitrag (K. Irle), dass angeblich keiner mehr von "Bildung in der Demokratie" bei einer Pressekonferenz an der Uni Mainz „etwas wissen" wolle. Von der "ZUNFT" der Erziehungswissenschaftler wurde im Artikel pauschalisiert gesprochen. Dass von Hentig in der SZ gesagt hat, "wenn überhaupt, so könnte vielleicht mal ein Schüler den Lehrer Becker verführt haben", ist traurig. Wenn NEGT seine „große persönliche Enttäuschung“ äußerte und alles „einfach unerträglich" fand, so sprach er auch für die Pädagogen-"Zunft": Lehrer und Lehrerinnen die in der BRD-Bildungs-Misere hart arbeiten müssen! Der Bildungs-Notstand mit seinen Auswüchsen sollte feuilletonistisch SERIÖS angeprangert werden. Das Inzest-Verbot wird doch eingehalten von fast allen der "ZUNFT" der Pädagogen. Man möge dann heftig Kritik üben, wenn der "Arbeitskreis (…) interdisziplinäre Expertenkommission" UNSINN von sich gebe. Bitte: zu sexuellen Übergriffen erfahrene Schulfachleute („GEW", „Unabhängige Lehrer") interviewen! Maulkorb-Zwang (Gebot) für engagierte Lehrer in Hessen gibt es nicht.

aktuell – erschütternd:

DEM TÄTER NACH 32 JAHREN INS GESICHT GESEHEN

Erzieher habe Jungen in einem Heim in Hessen missbraucht. Pädagoge soll auch für die Caritas in Berlin tätig gewesen sein: „Durch die aktuelle Berichterstattung ist die Vergangenheit bei mir wieder hochgekommen”, berichtet der Berliner Stephan H. Die Taten liegen lange zurück. Stephan H., heute 49, machte als 17-Jähriger eine Zeugenaussage gegen Winfried M., den Erzieher seines Internats-Wohntrakts. In der Folge wurde der Heimbetrieb eingestellt und nur noch externe Schüler an der Stiftsschule St. Johann im hessischen Amöneburg unterrichtet. Den Schilderungen früherer Heimbewohner nach soll der Pädagoge über Jahre hinweg ihm anvertraute Jungen sexuell missbraucht haben. (…)
Bitte weiterlesen in http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,3069516 - Artikel vom 29.03.2010 in dem gedruckten „Der Tagesspiegel“ von Patricia WOLF.

Papst Benedikt XVI: große Betroffenheit und tiefe Erschütterung

„Mit großer Betroffenheit und tiefer Erschütterung hat der Heilige Vater meinen Bericht zur Kenntnis genommen», sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert ZOLLITSCH. Die SZ berichtet: Nach einer Emnid-Umfrage werfe eine große Mehrheit von 1000 Befragten der Kirchenführung mangelnde Aufklärungsbereitschaft vor; die Kirche unternehme NICHT genug. „Wir nehmen unsere Verantwortung sehr deutlich wahr“, betonte Zollitsch nach einer 45-Minuten-Audienz beim Papst. Doch gebe es in Deutschland Missbrauchsfälle weit über die Kirche hinaus. Ziel müsse es jetzt sein, „die Wunden der Vergangenheit zu heilen und mögliche neue Wunden zu vermeiden“.

Zollitsch bat die Opfer (erneut) um Vergebung. Zollitsch betonte, Missbrauchsfälle seien kein spezielles Problem der Kirche. Die Kirche habe aber eine besondere moralische Verantwortung. Mit dem ZÖLIBAT, der Ehelosigkeit der Priester, hätten die sexuellen Missbrauchsfälle nach Ansicht aller Fachleute (angeblich) nichts zu tun. Günter GRASS fordert: Zölibat abschaffen!. Und UNICEF plädiert für „NULL TOLERANZ“ bei sexuellem Missbrauch von Kindern. Mehr in der SZ: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/959586
Druck der Öffentlichkeit:

Zum Fall Institution Internat ETTAL: „Wahrheit auf den Tisch – Aufklärung, Hinschauen, Durchgreifen …“ (Erzbischof MARX). Siehe Politmagazin report MÜNCHEN – Video mediathek.daserste.de und a&s-Bild. http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/cont...

Für ZÖLIBAT-Fans

Entweder erkläre sich die KIRCHE dogmatisch oder bürokratisch oder soziologisch, schreibt Thomas LACKMANN in einem Artikel des TAGESSPIEGEL (30.3.10). So oder so kämen Ton und Termini schlecht an. Keuschheit? Unbeflecktheit? Unworte! Die Zölibats-Vokabel selbst biete keine Übersetzungshilfe: „ Hat mit Himmel (coelum) etymologisch nichts zu tun, stammt von caelebs: allein, unvermählt. Bezeichnet also ein Minus. Das Minus, den Verlust an Menschsein, attackiert auch jene geläufige Kritik, die eine Tradition des ‚Pflichtzölibats’ auf einen – stark ökonomisch motivierten – Konzilsbeschluss von 1139 reduziert.“ Uta Ranke-Heinemann ging 1988 ( „Eunuchen für das Himmelreich“) weiter zurück: „Der Zölibat hat heidnische Wurzeln“, schrieb sie. Er gründe in der Scheu vor einem unnahbaren Gott. (…)

Weiterlesen über „Pflichtzölibat“, „Enthaltsamkeits-Zölibat“, „Ehelosigkeits-Zölibat“, Kinderschänder UND Zölibat-Fans in http://www.tagesspiegel.de/kultur/Zoelibat;art772,3070327
OPFER in Amöneburg allein gelassen

Unter dem Titel „Opfer beklagt: Schule ließ mich mit allem allein“ gibt in der regionalen OP Stephan HOFFMANN zu erkennen, dass er im Jahr 1976 im früheren Schülerheim der Stiftsschule von einem Erzieher zweimal sexuell missbraucht wurde. Gegenüber der der OP erklärt Hoffmann, dass die damalige Leitung der Stiftsschule und das Bistum von ihm bereits 1978 ausführlich unterrichtet wurden. „Alle Verantwortlichen wussten damals darüber Bescheid“, sagt Hoffmann. Er habe damals keinerlei Hilfe oder Unterstützung bekommen.

Vor wenigen Tagen kam es zu einem Gespräch zwischen Opfer und Täter, der die Vorwürfe erst vor wenigen Wochen erstmals vollständig eingeräumt hat.

Der Berliner Regisseur Hoffmann fühlt sich nun endgültig rehabilitiert, schreibt die OP (Michael Rinde). 1978 sah sich S.H. erheblichen Angriffen und Zweifeln an seiner Glaubwürdigkeit ausgesetzt. Aus Angst verzichtete Hoffmann auf eine Strafanzeige. Bisher hat sich ein zweites Opfer jenes Erziehers beim Bistum gemeldet. „Für uns besteht überhaupt kein Grund, an der Glaubwürdigkeit von Stephan Hoffmann zu zweifeln“, betonte gestern Bistumssprecher Christof OHNESORGE.

Allerdings könne das Bistum die damaligen Geschehnisse selbst nicht mehr nachvollziehen, da dazu keine Akten mehr existieren würden. (Quelle: http://www.op-marburg.de/content/view/full/459863)

Missbrauch & Gewalt - GREUELTATEN ans LICHT!

Kardinal LEHMANN: Kirche in tiefgreifender Krise

In einem Beitrag für die "FAZ" schreibt LEHMANN, die Kirche dürfe sich nicht wundern, wenn sie an jenen Kriterien gemessen werde, mit denen sie sonst ihre sittlichen Überzeugungen vertrete. Die aufgedeckten Missbrauchsfälle wirkten "wie ein Bumerang". Der Mainzer Kardinal Lehmann sieht die katholische Kirche nach den Enthüllungen zahlreicher Missbrauchsfälle in einer tiefgreifenden Krise. In einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (1/4/10) schreibt der langjährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, in dieser Situation ergebe es keinen Sinn, mit dem Finger zuerst auf andere zu zeigen und dadurch den Anschein zu erwecken, von der eigenen Verantwortung abzulenken oder das Geschehene zu relativieren. Lehmann gesteht ein, die Kirche habe oft die Einstellung gehabt, "sich mehr um die Täter kümmern zu müssen als um die Opfer". Man habe das Problem der Pädophilie bei Priestern unterschätzt. Es sei eine unverzeihliche Praxis gewesen, "einen überführten und manchmal auch rechtskräftig verurteilten Täter einfach an eine andere Stelle zu versetzen". Künftig müssten Priesterkandidaten noch sorgfältiger ausgewählt werden. (Mehr: FAZ.NET)

PS-aktuell: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-04/missbrauch-usa-murphy
UND: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-04/odenwaldschule-missbrauch-90er
Vgl. mit BILDERN: http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/sexueller-missbrauch-an-oso-und-in-amoeneburg-hilft-der-druck-der-oeffentlichkeit-den-opfern-d422872.html

LITERATUR & Anmerkungen

(1) Das Landerziehungsheim OSO befindet sich in freier Trägerschaft, ist ein integrierte Gesamtschule in Hessen. Gegründet wurde die OSO 1910 von Paul Geheeb, der sich vom Leitsatz „Werde, der du bist“ (Pindar, Dichter) inspirieren ließ: die Gemeinschaft soll die Persönlichkeit und das selbstbestimmte Handeln fördern. Mehr dazu siehe in der Homepage der Schule (http://www.odenwaldschule.de/ ) sowie in http://de.wikipedia.org/wiki/Odenwaldschule . In wikipedia sind auch die Neuigkeiten zu den Missbrauchsfällen um den Schulleiter Gerold BECKER zu lesen (70er bis 80 Jahre). Zu lesen ist (28/3/10): „Die heutige Schulleiterin Margarita Kaufmann hat inzwischen eine erneute Untersuchung der Fälle begonnen und spricht von acht Lehrern, die sich von 1966 bis 1991 sexueller Übergriffe schuldig gemacht haben sollen, und von 33 ihr bekannten Opfern.“ Hinweise ebenda auch zur Autorin und Ex-Talkshow-Frau Amelie FRIED (OSO Schülerin 70er Jahre).

Ehemalige bekannte LEHRER: u.a. Wagenschein und Bueb; SCHÜLER: u.a. Cohn-Bendit, Klaus Gysi, Beate Uhse, Klaus Mann, Andreas von Weizsäcker.

Datiert vom 16.3.10 liest man auf der OSO-HP den Auszug aus einem Elternbrief:
Sehr geehrte Frau Kaufmann,
„als Vater von (...)möchte ich Sie gerne wissen lassen, dass ich voll hinter Ihrem couragierten Vorgehen gegen die bisherige Verschleierungs-Politik bei den Missbrauchsvorfällen aus der Vergangenheit stehe. Sie und das ganze Team der Odenwaldschule machen sich damit wirklich verdient um den Erhalt dieser guten Schule! Die Vergangenheit wird jetzt aufgearbeitet und es werden sicher positive Lehren daraus gezogen. (...) an welchem Ort wären unsere Kinder derzeit besser vor sexuellem Missbrauch bewahrt als z.B. in der Odenwaldschule, wo inzwischen intensiv an der Aufklärung und an der Bewusstmachung dieser Verbrechen gearbeitet wird?

Unsere Tochter ist natürlich auch von den Erkenntnissen geschockt. Aber sie erfährt auch wie empathisch und emotional Sie und das Team der Schule in dieser Notsituation reagieren und vorangehen. Das macht meiner Tochter und auch mir viel Mut!“

(2) Aktuelles Video der „hessenschau“ zu OSO: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36098&key=standard_document_38900869&type=v&mediakey=fs/hessenschau/20100327_1930_odenwaldschule&msg=36098 .

(3) Vgl. OP Online: http://www.op-marburg.de/Lokales/Ostkreis/Stiftsschule-veroeffentlicht-weiteren-Fall UND http://www.op-marburg.de/OP/Lokales/Ostkreis/Bistum-wusste-frueh-von-Vorwuerfen

(4) Kommentar in der FAZ: Vgl. KAUBE. Jürgen: Hentig kritisiert Medien – Odenwäldlerisch. FAZ.Net. v. 26/03/10 (Forschung und Lehre).

Odenwaldschule (OSO): Goethehaus. „Odenwaldschule in Oberhambach“ (Heppenheim/Hessen). Deren pädagogisches Konzept ist in engem Zusammenhang mit der REFORMPÄDAGOGIK zu Beginn des 20. JHs entstanden. Zu sexuellem Missbrauch s. Text; wikipedia-F
STIFTSSCHULE ST. JOHANN Amöneburg (Hessen Landkreis Marburg-Biedenkopf): 3 Fälle sexuellen Missbrauchs. Siehe Text & Kommentare. a&s-mut-Bild nach einem Foto in der OP Marburg.
Heitere Stunden in der OSO? MAKABER. Sonnenuhr an einem Gebäude. (a&s-MUT-Bild n. FR.)
"Odenwäldlerisches DUNKEL" - Malerei zu OSO-Missbrauchsfällen ars evolutoria: 29-03-2010. W.H.
Wie entwickelte sich das BÖSE im Menschen? Zur Krise der Pädagogik und Sexualität des heutigen Menschen siehe mehr im Artikel. Missbrauchbeispiele OSO & Stiftsschule Amöneburg. a&s-BILD.
Katholische Kirche: Täterbestrafung - Aufklärungsarbeit! Nicht Täter-Schützen (Vertuschung). a&s-mut-Bild.
Neuanfang mit Aufklärung über sexuellen Missbrauch?
Kinder fragen - ELTERN antworten NICHT!? -  Fragen über Fragen (...). a&s-Bild.
Fehler und Versäumnisse der AUFKLÄRUNG - Sexueller Missbrauch sollte Schul-Thema sein. (a&s-W.H.)
NEUE MORAL ab 2010? (...): a&s-Bild 29/3/10.
SEXISMUS und kein Ende ... (a&s-Bild)
Hessenlöwe mutiert & erzürnt: Wer hat versagt!? (...); Bild evo-devo-art W.H.

Kommentare zum Beitrag

Werner Hahn
2.958
Werner Hahn aus Gießen schrieb am 07.04.2010 um 18:46 Uhr
Gegen OSO-Schulrektor HARDER wird ermittelt – HOLZAPFEL weist Vorwürfe zurück

Opfer meldeten sich, die sexuellen Missbrauch bis in die 90er Jahre schilderten. Sie erzählten von Folter, Gewalt und Erniedrigung unter Schülern. Frau KAUFMANN OSO: „Diese Dimension war mir bislang gar nicht so sehr bewusst gewesen, obwohl wir auch in der Vergangenheit von ehemaligen Schülern solche Hinweise bekommen hatten". (Kaufmann zu hr-info.) „Aber weil wir sicherlich so fixiert gewesen sind auf den Missbrauch durch Lehrkräfte, haben wir darauf gar nicht so sehr geachtet." Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat in dem Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule bislang zehn Ermittlungsverfahren eingeleitet. In neun Fällen gehe es um sexuellen Missbrauch von Lehrern an Schülern, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ger NEUBER. Gegen den früheren Schulrektor Wolfgang HARDER werde wegen möglicher Straf-Vereitelung ermittelt. "Wir müssen prüfen, in wie weit ihm Informationen zugegangen sind und er verpflichtet gewesen wäre, diese Informationen an die Ermittlungsbehörden weiter zu leiten", sagte Neuber.

Zwei der Beschuldigten seien schon gestorben. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind die Taten laut Neuber verjährt. Neue Sachverhalte würden aber geprüft. Und: Vier Altschüler sollen nach ihrer Zeit auf der Odenwaldschule Selbstmord begangen haben.


Ex-Kultusminister HOLZAPFEL weist Vorwürfe zurück

Der frühere Kultusminister Hartmut Holzapfel (SPD) wies gegenüber hr-iNFO derweil Vorwürfe zurück, er habe schon früh vom Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule gewusst. Konkret geht es um die Behauptung, der frühere Schulleiter Gerold Becker habe Holzapfel 1998 über die Missbrauchsvorwürfe gegen sich informiert. Eine solche Information durch Becker habe es definitiv nicht gegeben, sagte Holzapfel. Darüber, warum der spätere Schulleiter Wolfgang Harder dies in einem Bericht behauptet hatte, könne er nur spekulieren: Möglicherweise hätten Becker oder Harder sich dadurch selbst entlasten wollen. Harder war von 1985 bis 1999 Direktor der Odenwaldschule, er folgte auf den Täter BECKER. Derselbe Schulleiter war in den neunziger Jahren als Berater für das Kultusministerium tätig. Ex-Kultusminister Holzapfel sagte dem hr, er selbst habe Becker für diese Funktion ausgewählt, da er "damals als Idealbesetzung erschien".
Christiane Pausch
3.251
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 07.04.2010 um 21:34 Uhr
Sexueller Missbrauch hat niemals zu verjähren! Die Seelen der Kinder sind für ihr Leben lang kaputt-warum also Verjährung??Gut,dass die Lawine ins rollen gekommen ist und aufgedeckt wird,was jahrelang verschwiegen wurde.Menschen sind daran kaputt gegangen und haben ihr Leben gelassen,ich frage mich,wie hart sollen wir diese Täter bestrafen,aber verjährt...das währe ein Hohn für jede getötete Seele!!!
Werner Hahn
2.958
Werner Hahn aus Gießen schrieb am 08.04.2010 um 09:37 Uhr
Staatsanwaltschaften können nur auf gesetzlicher Grundlage handeln. Also den Politikern/Politik die Meinung sagen - auch in HESSEN (vgl. Amöneburg und OSO). Was aber die POLITIK meint:

Lesenswert ist, was Antje VOLLMER über die Debatte um sexuellen Missbrauch, alte Grabenkämpfe und neue Opfer der Medien im TAGESSPIEGEL-Interview von sich gibt:

"Das ist eine Reaktion auf das gigantische mediale Interesse an diesem Thema. Die Opfer sind Kinder, das Thema sexuelle Verirrungen interessiert immer, das Opferbewusstsein unserer Gesellschaft ist gewachsen. Und schließlich spielt auch noch eine Rolle, dass die Öffentlichkeit einen Einblick in bislang verborgene Geheimnisse der Eliteausbildung bekommt, also auch voyeuristische Interessen." (...) Ebenda viele kritische Kommentare zu AVs unfangreicher Darstellung. (http://www.tagesspiegel.de/politik/Antje-Vollmer-M...;art771,3068515)

UND:
Die SPD trägt Mitschuld an den Missbrauchsfällen in der hessischen Odenwaldschule - behauptet Hessens FDP-Chef Hahn. Der damalige Kultusminister will die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen.
(In: http://www.tagesspiegel.de/politik/Missbrauch-Odenwaldschule-Hessen;art771,3078278) "ROT-GRÜN schuf Klima für Missbrauch" titelt der TSP.

Was wusste Antje VOLLMER wann? fragt http://www.tagesspiegel.de/politik/art771,3076091

Antje Vollmer, Vorsitzende des runden Tisches Heimerziehung, ist offenbar bereits im November 2002 von einem Lehrer der Odenwaldschule über die Missbrauchsvorwürfe gegen deren vormaligen Schulleiter Gerold Becker informiert worden. Ein Lehrer habe der Grünen-Politikerin in einem Brief den Missbrauch angezeigt, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Die damalige Bundestagsvizepräsidentin habe den Brief von einer Mitarbeiterin beantworten lassen. In der Antwort habe gestanden, in dem Brief des Lehrers „werden Vorwürfe gegen eine Person, die Frau Vollmer nicht kennt, und in einer Angelegenheit, die sie in keiner Weise beurteilen kann, erhoben“. ddp
Werner Hahn
2.958
Werner Hahn aus Gießen schrieb am 08.04.2010 um 10:13 Uhr
Grundsätzlich kann jeder Anzeige erstatten, der Kenntnis von dem sexuellen Missbrauch eines Kindes hat

Die Anzeige kann schriftlich oder mündlich erfolgen und ist an keine bestimmte Form gebunden. Sie MUSS grundsätzlich bei jeder Polizeidienststelle oder der Staatsanwaltschaft entgegen genommen werden. Es empfiehlt sich, die Anzeigen bei der polizeilichen Fachdienststelle für Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zu erstatten. Die Strafverfolgungsbehörden haben die PFLICHT, sobald sie vom Verdacht einer strafbaren Handlung erfahren, den Sachverhalt zu erforschen (= Strafverfolgungszwang). Auch sexueller Missbrauch durch deutsche Täterinnen und Täter an Kindern im Ausland ist strafbar und wird nach Bekanntwerden in Deutschland verfolgt.

Sexuelle Straftaten gegen Kinder können zu einem großen Teil noch nach mehreren Jahren angezeigt werden. Die Verjährung bei Verfahren wegen sexuellem Missbrauch an Kindern ruht bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des Opfers. Fragen hierzu können mit einem Rechtsbeistand geklärt werden.

Mehr INFO: http://www.hinsehen-handeln-helfen.de/besonnenhandeln/vorgericht.aspx
Werner Hahn
2.958
Werner Hahn aus Gießen schrieb am 09.04.2010 um 10:49 Uhr
PARTEIEN-Streit (...)

Angesichts der parteipolitischen Debatte über Schuld an Missbrauchs-Fällen, die der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe HAHN ausgelöst hatte, warnt sein Kabinettskollege Jürgen BANZER (CDU) vor Parteienstreit in dieser Frage. Familienminister Banzer sagte der «Frankfurter Rundschau» (FR-Freitagausgabe v. 9.4.): "Ich finde es wichtig, dass wir zusammenbleiben in der Diskussion." Der hessische Landtag hatte jüngst mit den Stimmen aller fünf Fraktionen eine Position zum Missbrauch verabschiedet. Man sei "gut beraten, Missbrauch als ein sehr ernst zu nehmendes, aber weit verbreitetes Problem zu sehen". Vor dem sei "keine Institution und auch sonst keine Gemeinschaft gefeit", betonte Banzer.

Hahn bestreitet derweil Schuldzuweisungen an Rot-Grün in der Missbrauchs-Debatte. Der CDU-Politiker BANZER sagte weiter, die Auseinandersetzung mit der Reformpädagogik habe "viele Facetten". So habe "das Betonen von Nähe zusätzliche Risiken geschaffen". Nirgends aber gebe es so viel Nähe wie in Familien. Trotzdem könne er "nicht die Familie abschaffen".

TITANIC-Magazin

Für Proteste unter Christen sorgt nach wie vor das Magazins „Titanic“ (Frankfurt am Main). Die Zeichnung greift den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche auf und zeigt von hinten einen Priester, dessen Gesicht sich dem Genitalbereich des gekreuzigten Jesus zuwendet.

Das Magazin spielt damit auf geschmacklose Weise auf den Missbrauchsskandal in kirchlichen Einrichtungen an. Der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main lagen mit Stand vom letzten Freitag mindestens zwei Anzeigen gegen die verantwortlichen Redakteure für das Titelbild und die Herausgeber vor. Ihnen wird die Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft (Paragraph 166 StGB) vorgeworfen. Beim Deutschen Presserat (Berlin) sind bisher mehrere Beschwerden eingegangen.

Zu sehen ist das Titelbild bei perlentaucher.de: 9.4. - kommentierte Kulturpresseschau. (http://www.perlentaucher.de/feuilletons/2010-04-09...)

Siehe auch:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dok...
Christiane Pausch
3.251
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 10.04.2010 um 14:28 Uhr
Die Poltiker ,die nachweislich davonn Kenntnis hatten sollten den Anstand haben und geschlossen"ihren Hut nehmen" und abtreten!!!
Solche Staatsvertreter können wir nicht gebrauchen.
Die Kirchenoberhäupter,welche involviert waren und/oder davon wußten sollten ebenso aus dem Dienst entfernt werden!!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Werner Hahn

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Werner Hahn
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