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JU Delegation in Gödöllö – Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Partnerstädte

JU Delegation und Vizebürgermeister Herr Pintér vor dem "World Peace Gong" in Gödöllö
JU Delegation und Vizebürgermeister Herr Pintér vor dem "World Peace Gong" in Gödöllö
Gießen | Politische Gespräche und kulturelle Vielfalt lockten die Jungunionisten nach Ungarn

Gießen (PM). „Städtepartnerschaften haben kulturell wie auch politisch vieles zu bieten und müssen deshalb weiter gefördert werden. Gerade die Städte Gödöllö und Budapest sind allzeit eine Reise wert.“ so kommentieren die Gießener Kreisvorsitzende der Jungen Union (JU), Katja Häckel und der Stadtverbandsvorsitzende Thorben Dornbusch eine Studienreise der JU in die Partnerstadt Gießens sowie die Hauptstadt Ungarns. Zum ersten Mal besuchten Mitglieder der Jungen Union Gießen die ungarische Partnerstadt, um dort politische Kontakte und Erfahrungen für die weitere politische Arbeit zu sammeln. Gerade die neuen osteuropäischen Mitgliedsstaaten seien Ziele, um die Entwicklungen der Europäischen Union politisch und kulturell zu verstehen und direkt vor Ort zu erkunden. Deshalb war schnell klar, dass die Partnerstadt ein geeigneter Ort dafür sein würde.

Besuch beim Vizebürgermeister von Gödöllö

Von der Idee bis zur Ausführung haben sich die JU´ ler ein halbes Jahr lang regelmäßig in den Vorstandssitzungen neben der politischen
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Thorben Dornbusch (6)Partnerstadt (19)Parlament (10)Katja Häckel (29)Junge Union (79)JU (9)Gödöllö (1)Donau (13)CDU (582)Budapest (9)
Arbeit mit den Daten, Fakten und der Geschichte, aber auch der Organisation der Fahrt beschäftigt. Die freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Partnerstadt Gödöllö, das etwa 30 Km von Budapest entfernt liegt, war den Jungpolitikern schon lange ein Anliegen. Erste Kontakte wurden bereits im September in Gießen geknüpft, als eine Delegation aus Gödöllö anlässlich des Jubiläums der Partnerschaft in Gießen war. Deshalb war es umso erfreulicher, dass die Delegation der JU Gießen auch vom Vizebürgermeister der Stadt Gödöllö, Herrn Zoltán Pintér, empfangen wurde. In einem ausführlichen Gespräch erfuhren die Teilnehmer, dass Gödöllö die fünft reinste Luft in den Städten Ungarns hat. Auch wirtschaftlich habe sich die Stadt hervor getan. Neben dem berühmten „Sissi Schloss“ in Gödöllö, welches bis 2011 weitestgehend renoviert werden soll, sei auch die Nähe zur Hauptstadt Budapest ein guter Standortvorteil. Die dynamische Entwicklung sei auch deshalb wichtig, weil dadurch die alten Strukturen des Kommunismus besser und schneller überwunden werden könnten. Denn nicht sofort könnten „alle Zäune aus Wurst“ gebaut werden, so der Vizebürgermeister Pintér. Viele Ideen zur Steigerung der Attraktivität als Tourismusstadt seien auf dem Weg, wie beispielsweise
St. Stephans-Universität Gödöllö
St. Stephans-Universität Gödöllö
ein 5 Sterne Hotel im Schloss, ein Thermalbad und ein Golfplatz. Zudem befände sich Gödöllö grade aussichtsreich in einem landesweiten Wettbewerb, der 6 Mio. Euro zur Erneuerung des Hauptplatzes der Stadt ausgeschrieben habe. Im Bereich der Infrastruktursanierung habe die Stadt ein umfassendes Programm durchgeführt. Auch besitze Gödöllö einen kleinen Flugplatz, der ausgebaut werden könnte. Auch äußerte sich Vizebürgermeister Zoltán erfreut über die Planungen, dass zum nächsten Bierfest in Gödöllö wieder Vertreter der Stadt Gießen erwertet werden und dann auch eine Delegation aus Winchester, Gießens englischer Partnerstadt anwesend sein werden. Die Bemühungen hin zu einer „Dreieck-Partnerschaft“ sollen dann vorangetrieben werden.
Von den Vorteilen und positiven Entwicklungen in Gödöllö konnten sich die Teilnehmer bei einem anschließenden Stadtrundgang und einer Schlossführung überzeugen. Geführt wurden die jungen Giessener hierbei von Herrn Péter Sima, Deutschlehrer an der dortigen Berufsschule, welcher dankenswerterweise seit September die Organisation vor Ort vorangetrieben hat. Herr Sima organisierte weiter einen Kontakt zu Jugendlichen aus Gödöllö, mit denen die Delegation der Jungen Union Gießen den Dialog suchte und fand. Neben Gesprächen über das deutsche und ungarische Schulsystem waren die neu gewonnenen Freunde aus Gödöllö auch an der aktuellen politischen Lage in Hessen interessiert.

Gespräch im Sitzungssaal des Magistrats
Gespräch im Sitzungssaal des Magistrats
Besichtigung des „Sissi“ Schlosses

Das Schloss, dass 1867 in den Besitz der ungarischen Krone fiel und ein Krönungsgeschenk für Franz Joseph I. und Königin „Sissi“ Elisabeth war, gewann dadurch an politischer Bedeutung. Die königliche Familie hielt sich im Jahr oft mehrere Monate in Gödöllö auf. Zu dieser Zeit wurde extra die im Bau befindliche Eisenbahnstrecke auch an Gödöllö entlang gebaut, damit die sommerliche Herrscherresidenz mit dem Zug erreicht werden konnte. Neben den herrschaftlichen Wohnungen und den Repräsentationsräumen kann heute der Schloss- und Gedenkpark besichtigt werden. Nach 1945 ereilte das Schloss ein ähnliches Schicksal wie viele große historische Gebäude. Es unterlag einem langsamen Verfall und diente sowjetischen und ungarischen Truppen als Aufenthaltsort, als Altersheim und beherbergte Notwohnungen. Erst 1981 wurde durch das Landesaufsichtsamt für Denkmalschutz ein so genanntes Schlossprogramm entwickelt. Von 1986 bis 1991 wurde das "Sissi" Schloss und angrenzende Komplexe wieder restauriert und Instand gesetzt. Heute befindet
Im Parlament in Budapest
Im Parlament in Budapest
sich das Königliche Schloss Gödöllö im Besitz einer gemeinnützigen Stiftung. Mittlerweile finden Theater- und Konzertaufführungen, Reit- und Sportveranstaltungen, aber auch Fachkonferenzen in den Räumlichkeiten statt. Diese touristischen Angebote sind nicht zuletzt ein Grund, warum der Fremdenverkehr Gödöllö zu neuem Schwung verholfen hat.

Budapest

Das Programm der Jungen Union wurde mit einem Besuch im Parlament von Budapest und einem Gespräch im Kommunalministerium Ungarns abgerundet. Hier wurden die verschiedenen kommunalen Aufteilungen und Wahlsysteme Deutschlands und Ungarns erörtert und verglichen. Aufschlussreich war die Darlegung der Versuche einer ungarischen Kommunalrechtsreform, welche nun schon Jahre andauert. Die Bestrebungen gehen dahin, ähnlich wie in Deutschland im Bereich der Kommunen und Landkreise, gewisse Aufgaben von den Gemeinden weg auf eine höhere Ebene zu verlagern um so effizienter und effektiver arbeiten zu können. Das Parlamentsgebäude wurde 1904 fertig gestellt und zeichnet sich durch außergewöhnliche Wandbilder, Fresken und reich an Blattgold verzierte Räume aus. Überall im Parlament sind reiche, in Gold gehaltene Verzierungen zu finden. Im Kuppelsaal des Parlamentes konnten die Teilnehmer die „Stephanskrone“, die Krönungskrone der Ungarischen Könige, bewundern. Auch erfuhren die Jungpolitiker, dass eine Besonderheit des Parlamentes die älteste Klimaanlage Europas sei. Da es im Sommer sehr warm werden konnte, wurden unter jedem Sitz eine Öffnung angebracht, durch diese wassergekühlte Luft aus einem Tunnelsystem entweichen konnte. Das Parlament tage zudem – außer in den Ferien – jede Woche Dienstag und Donnerstag.

JU Delegation und Vizebürgermeister Herr Pintér vor dem "World Peace Gong" in Gödöllö
JU Delegation und... 
St. Stephans-Universität Gödöllö
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Gespräch im Sitzungssaal des Magistrats
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Im Parlament in Budapest
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Parlament in Budapest
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