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PBC GIESSEN I VERSPIELT MEISTERSCHAFT

Gießen | Aus und vorbei – mit der letzten versenkten Kugel beim Spitzenspiel in Walldorf zerplatzten sämtliche Meisterschaftsträume der 1. Oberligamannschaft und der damit verbundene Aufstieg in die vor dieser Saison neu gegründete Regionalliga. Dabei hatte das „Wochenende der Wahrheit“ mit einem hart erkämpften Sieg gegen den Tabellendritten aus Karben durchaus positiv begonnen.
Beim samstäglichen Heimspiel (20.03.2010) lieferten die Mannen um Teamkapitän Steffen Jeszberger eine ordentliche Vorstellung ab, gelang es doch den stärksten Karbener Spieler, den amtierenden 9-Ball- Europameister der Senioren, Holger Gries, in beiden Begegnungen zu bezwingen. Hierbei schlug Mark Majlat Gries in dessen Paradedisziplin knapp mit 9:8, nachdem dieser mit der Umstellung auf die schwer zu spielenden Tische der Gastgeber Schwierigkeiten hatte und sein gewohnt dominierendes Spiel nicht umsetzen konnte. Als beim Stand von 8:8 und Anstoß Gries keine Kugel fallen wollte, nutze Majlat die sich ihm bietende Möglichkeit eiskalt und stieß die Partei zum Sieg aus. Das zweite Ausrufezeichen setzte dann Jeszberger in der zweiten Hälfte der Partie im 8-Ball, nachdem Gries auch hier im Mittelteil der Begegnung zwei leichte Fehler unterliefen. Jeszberger konterte souverän und schloß den Satz zum 7:4 ab.
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Vorher hatte Christian Häring Daniel Tietze im 14.1e knapp mit 125:109 bezwungen, und Jeszberger rang dem Karbener Oliver Schumacher in einer eher schwachen Partie im 10-Ball mit 7:4 nieder. Lediglich Peter Rattacher hatte im 8-Ball gegen Andreas Leykamm das Nachsehen – Rattacher, der schon 1:6 in Rückstand geraten war, erkämpfte sich Punkt um Punkt und sah sich nach erfolgreichem Anstoß beim Spielstand von 6:6 einer schweren Entscheidung gegenüber. Nachdem 3 Kugeln gefallen waren, hatte Rattacher die Wahl eines schweren langen Einstiegsball auf die „Vollen“, welcher ihm aber ermöglichen würde, die Partie mit einer Reihe leicht zu spielender Kugeln zu beenden. Die Alternative der „Halben“ bot allerdings aufgrund eines unspielbaren späteren Problemballes ein inkonsistentes Bild. Rattacher entschied sich für den langen Ball, die Kugel klapperte in der Tasche und Leykamm beendete die Partie zum 7:6.
Nachdem Häring (4:7 im 10-Ball gegen Tietze), sowie Rattacher (5:9 im 9-Ball gegen Schumacher) ihre Rückrundenbegegnungen nicht für sich entscheiden konnten, war es dann wiederum Majlat, der im 14.1e gegen Leykamm den finalen Schlußpunkt setzte. Obwohl Majlat das gesamte Spiel hindurch in Führung lag, bot sich Leykamm in der Endphase noch die Möglichkeit, das Match zu drehen. Doch ein kleinerer Fehler des Karbeners ließ den Gießener erneut an den Tisch und dieser beendete die Partie mit 125:115 zum Gesamtendstand von 5:3 für das heimische Team.
Nachdem Astoria Walldorf 2 beim schweren Auswärtsspiel am Samstag in Gelnhausen nicht wie erhofft stolperte, war ein Sieg beim gastgebenden Tabellenführer am Sonntag (21.03.2010) Pflicht, um punktemäßig in der Tabelle gleichzuziehen. Dabei galt es parallell das Gießener „Walldorftrauma“ zu überwinden, hatte man in der vergangen Jahren sämtliche meisterschaftsrelevante Begegnungen bei den Südhessen ausschließlich verloren.
Der Auftakt der Begegnung erhielt die Gießener Träume am Leben – obwohl Majlat nach einigen leichten Fehlern zu Beginn seiner 9-Ball Partie seinen Kontrahenten Michael Scheffler ins Spiel brachte und danach hilflos mit ansehen mußte, wie dieser zur Höchstform auflief und den Satz mit 9:0 (!) beendete, erkämpften sich Jeszberger nach 5:1 und 6:3 Führung im 10-Ball ein 7:6 gegen Dirk Schlegelmilch sowie Rattacher nach 0-: Rückstand ein 7-5 gegen den Walldorfer Denis Neumann. Ebenso spielte Häring sein wohl bestes 14.1e in dieser Saison gegen den für den verletzten Dennis Rathmann eingesprungenen Marlin Köhler. Häring ließ Köhler in keiner Phase der Partie ins Spiel kommen und schloß verdient mit 125:52 in zwölf Aufnahmen ab. Obwohl den Gießenern nur noch zwei Punkte zum Sieg fehlten, schien man in der ersten Hälfte der Begegnung einiges an Kraft gelassen zu haben. Sämtliche Akteure des PBC machten in der Anfangsphase ihrer Rückrundenbegegnungen leichte Fehler, die sich verheerend auf den weiteren Verlauf des Spieltages auswirken sollten. Rattacher gelang es im 10-Ball gegen den wie entfesselt aufspielenden Neumann nicht, an sein gutes Spiel im 8-Ball anzuknüpfen. Nach 0:5 Rückstand konnte der Gießener noch zwei Partien aufschließen, mußte sich aber letztendlich mit 2:7 geschlagen geben.
Während Häring im 9-Ball bei 1:0 Führung gegen den Schlegelmilch nach leichtem Stellungsfehler auf die Acht die Weiße unglücklich beim Versuch, diese zu potten, mit in die Tasche beförderte und den Gießener völlig aus dem Konzept brachte (3:9 endete schließlich dieser Satz), erwischte es Jeszberger in seiner Paradedisziplin 8-Ball am härtesten. Nach Gewinn der Ausstoßens breakte dieser und setzte nach zwei gefallenen Kugeln fort. Doch ein ungewöhnlich leichter Fehler auf die letzte „Halbe“ zur finalen Stellung auf die Acht brachte den Walldorfer Köhler an den Tisch. Dieser beendete das Spiel und legte zwei weitere nach, ehe Jeszberger bei 0:3 wieder an den Tisch kam. Nach zwei ebenfalls ausgestoßenen Partien fiel beim folgenden Anstoß nichts – Köhler ließ sich nicht zweimal bitten, stieß zum 4:2 aus und legte mit drei weiteren Spielen zum 7:2 Endstand nach, ohne Jeszberger noch ein weiteres Mal an den Tisch zu lassen. Somit sah man sich plötzlich einer drohenden Niederlage gegenüber, gegen die sich Majlat im 14.1e gegen Scheffler verweifelt zu stemmen versuchte. Doch nach dem überragenden 9-Ball-Satz in der ersten Hälfte der Begegnung war Schefflers Selbstvertrauen entsprechend gestärkt und dieser ließ sich den Sieg zum 125:80 und 5:3 Endstand für den damit so gut wie feststehenden Oberligameister und Aufsteiger 2009/2010 Astoria Walldorf 2 nicht mehr nehmen.
Die zweite Mannschaft musste sich am Wochenende in zwei Auswärtsspielen sowohl gegen Limburg als auch gegen Karben geschlagen geben.
Sowohl die Landes- als auch Kreisligamannschaft hatten Johannesberg zu Gast und konnten diese mit jeweils 5:3 bezwingen.

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