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ACE: Frauen fahren besser

von Peter Kircham 13.03.20101249 mal gelesen4 Kommentare
Gießen | Mehr als 320.000 Unfälle mit Verletzten gab es im Jahr 2008 im Straßenverkehr. Bei gut zwei Dritteln waren die Verursacher dieser Unfälle männlich. Hochgerechnet auf den Anteil der Frauen in der Bevölkerung ergibt sich daraus eine Quote von 216 Unfällen mit Personenschaden pro 100.000 volljährigen Frauen.
Am sichersten fahren laut ACE Auto Club Europa die Frauen aus Brandenburg, die meisten Unfälle bauen die Autofahrerinnen im Saarland.
Bei den Männern liegt die Quote bei 413 Unfällen pro 100.000 Volljährigen.
Einschränkend weist der ACE allerdings darauf hin, dass immer noch weniger Frauen im Besitz eines Führerscheins sind als Männer. So verfügen lediglich 82 Prozent der volljährigen Frauen über eine Fahrerlaubnis, bei den Männern sind es 93 Prozent.
Nach einer Studie des Bundesverkehrsministeriums aus dem Jahr 2002 sind Frauen auch deutlich weniger mit dem Auto unterwegs. Sie legen pro Tag durchschnittlich zwölf Kilometer mit dem Auto zurück, Männer rund 30 Kilometer.

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Kommentare zum Beitrag

Norbert Fust
2.915
Norbert Fust aus Gießen schrieb am 13.03.2010 um 11:42 Uhr
Verehrter Herr Kirch, ich lege mal Ihre hier genannten Zahlen zugrunde und behaupte:

Als einziger Maßstab zur Beurteilung eignet sich die Unfallhäufigkeit im Verhältnis zur Fahrstrecke.

Danach dürften sich (im ersten Überschlag) Männer 216*30/12 = 540 Unfälle mit Personenschäden pro 100 000 Volljährigen leisten, wenn sie nur genau so gut wie Frauen fahren würden. Es sind aber nur 413. Folglich fahren Männer besser !

Wenn Frauen genau so gut wie Männer fahren würden, dürften sie sich (im ersten Überschlag) 413*12/30 = 165,2 Unfälle mit Personenschäden pro 100 000 Volljährigen leisten. Es sind aber 216, also erheblich mehr, und deswegen fahren dann Frauen schlechter.

Etwas akzeptabeler würde der Vergleich noch, würde man zusätzlich auf jeweils 100 000 Personen mit Fahrerlaubnis (männlich und weiblich) beziehen.

In Betracht zu ziehen wären auch noch, wo und wie die Unfälle mit Personenschäden stattfinden und welcher Art die Personenschäden dann sind ( Schleudertrauma nach einem innerstädtischen Vorfahrtsvergehen, oder z.B. schwerste Knochenbrüche oder gar Todesfälle auf Schnellstraßen).

Ich weiß nicht, wie dann der Vergleich zwischen Männern und Frauen schließlich ausfallen würde.

Nur sollte man es sich nicht so einfach machen und auch auf keine Zahlen Bezug nehmen, die die Eingangsbehauptung widerlegen.
Christiane Pausch
6.590
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 14.03.2010 um 13:23 Uhr
Lieber Herr Fust,
da teile ich Ihre-sicherlich mathem. fundierte Meinung nicht! Frauen fahren in der Regel vorsichtiger,auch wenn sie zügig fahren.
Wie sagen Psychologen:Das Auto ist oftmals das Phallussymbol des Mannes-stammt nicht! von mir!!Aber wenn man manche fahren sieht,erahnt
man doch das männl."Gockelgehabe"
Ich bin kein Männerfeind möchte ich hier betonen,aber denke schon,dass die meisten Frauen die besseren Fahrerinnen sind.
Herzlichen Gruß Christiane Pausch
Norbert Fust
2.915
Norbert Fust aus Gießen schrieb am 14.03.2010 um 15:58 Uhr
Liebe Frau Pausch,

worauf ich hinaus wollte, ist, dass die im Beitrag gegebenen Zahlenwerte, die Eingangsbehauptung widerlegen (ohne dabei die anstehende Frage selbst zu entscheiden).

Ich habe darauf hingewiesen, dass weit mehr zu berücksichtigen ist, und dass ich nicht weiß, wie die Statistik dann schließlich ausschlägt.

Im privaten Umfeld bin ich ein absolut entspannter Beifahrer, wenn meine Frau hinter dem Lenkrad sitzt. Andererseits übergibt sie mir gerne mal das Steuer, wenn engeres Rangieren (mit Spiegelbenutzung) gefordert ist, z.B. beim Einparken, oder Wenden auf engeren Höfen, Straßen oder Wegen. (Gleichartiges hab ich auch schon von anderen Paaren vernommen und auch nach entsprechenden Recherchen gelesen).
754
Peter Kirch aus Gießen schrieb am 15.03.2010 um 11:36 Uhr
Lieber Herr Fust, wenn wir den Beweis für die Richtigkeit Ihrer Behauptung nachprüfen wollen, müssten wir seitenlange Statistiken nicht nur des Statistischen Bundesamtes wälzen.
Verweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auch eine Recherche von WELT Online vom 15.3.2010, 10:22 Uhr. Daraus können sowohl die Frauen, als auch die Männer jeweils entnehmen, dass sie in ihrer Behauptung richtig liegen.
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